Eibachs Geschichte

In der so genannten "Nassauischen Zeit" (13. Jahrhundert) beginnt die Geschichte dieses liebenswerten Ortes. Eine Urkunde aus dem Jahre 1313 erwähnt den Namen "Ibach" zum ersten Mal.
Die Arbeit des Landwirtes war bekanntlich schwer, aber durch die damals übliche Erbteilung war es kein Wunder, dass die Gemarkung schließlich in über 6400 Parzellen aufgeteilt war. Dies erschwerte das Los der Bauern noch mehr, da Ihre Felder nun nicht mehr zusammen, sondern im ganzen Ortsgebiet verstreut lagen.
Doch der Boden Eibachs brachte nicht nur die benötigten Feldfrüchte, sondern förderte einen weiteren Schatz zu Tage: Roteisenstein. Dieser Rohstoff gewann schnell große Bedeutung bei der Herstellung von Herden und Öfen. Die Gemarkung war durch über hundert Grubenfelder gezeichnet. Die hier wohl erwähnenswerten Gruben waren die Grube Königszug und die Grube Beilstein, wobei die Grube Königszug erst im Jahre 1968 ihren Betrieb einstellte. Durch diese Förderbetriebe war es den vom landwirtschaftlichen Leben geprägten Leuten möglich einen Zubrot im Bergbau zu erwerben.
Eine weitere Besonderheit Eibachs ist die über 500 Jahre alte Dorfkirche, die auf einem Hügel steht und dem Betrachter einen wunderbaren Blick auf Eibach erlaubt.
Eibach hatte bereits früher als Dillenburg eine eigene Kirche. Im Jahre 1531 wurde die dortige Pfarrei jedoch aufgehoben und mit der Kirche in Dillenburg zusammen geführt. Bereits im Jahr 1533 wurden die Eibacher evangelisch und 1584 reformiert.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden hier vier Schulen erbaut, von denen das älteste an der unteren Einmündung des Reußewegs in der Hauptstraße seinen Platz fand.
Unter dem letzten Eibacher Bürgermeister schufen die Bewohner schließlich das Dorfgemeinschaftshaus, zu dessen Einweihung der Gemeinde auch auch das Ortswappen verliehen wurde. Die Symbole des Ortswappens sollen auf die einstigen wirtschaftlichen Grundlagen des Ortes verweisen und zwar auf Waldreichtum und Bergbau.
Das heutige kulturelle Leben der Eibacher wird durch eine enorme Vereinstätigkeit geprägt, die sich nicht zuletzt im Bau des Kleingradierwerkes bei der Eibacher Heilquelle geäußert hat. Immer bedacht das idyllisch gelegene Eibach noch schöner zu machen ist hier ein Gemeinschaftssinn zu finden, der seines Gleichen sucht.
Trotz der vielen Umbauten und Modernisierungen hat sich der alte Ortskern seinen ursprünglichen romantischen Charakter bewahrt.