Nanzenbachs Geschichte

Über die Entstehung Nanzenbachs und seines Namens besteht leider bis heute keine absolute Gewissheit. Erstmals taucht Nanzenbach in einer Urkunde aus dem Jahre 1255 im Zuge der nassauischen Erbteilung auf. Allerdings deuten Ausgrabungen aus dem Jahre 1951 darauf hin, das bereits zu Zeiten Christi Geburt hier menschliche Siedlungen gewesen sein müssen.
Das Dorf war berühmt für seinen Reichtum an Kupfer. Bereits 1464 wurde hier eine Kupferhütte betrieben. 1728 wurde die Kupferhütte Isabelle am unteren Nanzenbach bei Dillenburg erbaut. Die Nachfolgerin dieses Werks ist die jetzige Isabellenhütte.
Durch die guten Bedingungen in Nanzenbach zählte man bereits im Jahre 1608 ca. 51 Haushalte. Durch den Dreißigjährigen Krieg ging diese Anzahl jedoch auf etwa 37 zurück.
1772, ein Schreckensjahr für die Nanzenbacher Bürger, denn der Große Brand des 19. August zerstörte 76 Wohnungen und 124 andere Gebäude. Nur die Kapelle und ein kleines unbewohntes Haus blieben von der Feuersbrunst verschont.
Durch die großartige Hilfe der umliegenden Gemeinden wurde Nanzenbach dann wieder aufgebaut. Ganz nach den neuen Plänen wurde Nanzenbach, geprägt von der gradlinigen Hauptstraße in dem engen Tal wieder aufgebaut. Die Akten des Wiesbadener Staatsarchives beschreiben diese Bauleistung als eine "Meisterleistung der deutschen Baukunst des späten 18. Jahrhunderts".
Beim Wiederaufbau achtete man auch in Nanzenbach verstärkt darauf die Brandgefahr so gering wie möglich zu halten. So wurden die neuen Häuserfundamente aus massivem Stein gebaut und die Dächer statt mit Stroh, nun mit Schiefer gedeckt. Diese Bauweise machte sich dann im Jahre 1883 bezahlt, als wiederum ein Feuer hier wütete. Im Gegensatz zu dem ersten großen Brand wurden hier "nur" 13 Wohnhäuser und 14 Scheunen zerstört.
Ab 1866 konnte Nanzenbach sich dann als selbständige Gemeinde bezeichnen. Obwohl hier, außer in der Landwirtschaft, nicht so viele Verdienstmöglichkeiten geboten wurden, konnte eine Abwanderung der Bevölkerung nicht beobachtet werden.
Am 01.04.1972 gab Nanzenbach dann seine Selbständigkeit auf eigenen Wunsch hin auf und wurde Dillenburg eingemeindet.
Das kulturelle Leben in Nanzenbach wird heute überwiegend durch die rege Vereinstätigkeit geprägt.
Ein wichtiges Ereignis in der Geschichte ist der große Brand vom 19. August 1772. Lediglich die Kapelle und ein kleines unbewohntes Haus blieben unbeschädigt stehen. Das Dorf wurde wieder aufgebaut und so entstand ein völlig neues Ortsbild, das von der breiten, gradlinigen Hauptstraße geprägt wird. Das kulturelle Leben in Nanzenbach zeichnet sich heute durch sein reges Vereinsleben aus.