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Start und Aktuelles

 

Ausstellung "Geheimnisse hinterm Wasserhahn"

04.07.2017
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Beeindruckende Exponate zeigen anspruchsvolle Arbeit der Wasserversorgung


Ausstellung „Geheimnisse hinterm Wasserhahn“ beeindruckt

 

Dillenburg. Mit der außergewöhnlichen Ausstellung „Geheimnisse hinter’m Wasserhahn“ setzen die Stadtwerke Dillenburg in ihrem Jubiläumsjahr „125 Jahre Wasserversorgung“ ein weiteres Highlight in ihrer Veranstaltungsreihe. Die Ausstellung ist bis zum 30. Juli in der Villa Grün auf dem Schlossberg zu sehen und präsentiert außergewöhnliche Exponate, die sich dem wichtigen Thema „Wasserversorgung“ widmen. Mit großem Engagement haben die Mitarbeiter der Stadtwerke die Ausstellungsstücke teilweise in Eigenregie und größtenteils in ihrer Freizeit hergestellt. Auch die Außenanlagen rund um die Villa Grün sind in die Ausstellung einbezogen und machen Lust, die Geheimnisse hinter dem Wasserhahn zu entdecken.

 

„Weder der menschliche Körper, noch die Versorgung der Welt würde ohne Wasser funktionieren“, so Armin Rau als 1. Vorsitzender des Museumsvereins Dillenburg e. V. bei der Eröffnung im feierlichen Rahmen, an der etliche städtische Vertreter, Vereinsmitglieder, Stadtwerke-Mitarbeiter und weitere Gäste teilnahmen. Die umfangreiche Sammlung zeigt Original-Pläne aus dem 19. Jahrhundert, die die Entwicklung zum flächendeckenden Anschluss aller Haushalte an die Wasserversorgung zeigen. Zuvor war die Beschaffung noch recht mühsam und fand an den örtlichen Laufbrunnen statt. „Im Zusammenhang mit der schweren Arbeit und den hygienischen Bedingungen passt der oft verwendete Begriff ‚gute alte Zeit‘ sicher nicht wirklich“, so der Leiter der Stadtwerke Norbert Turschner. Der Fachmann informierte die Gäste über die Entwicklung in Dillenburg – begonnen vom Bau der vorbeiführenden Eisenbahnlinie, der dadurch entstandenen besseren Reisemöglichkeiten der Bürger und dem resultierenden Wunsch, wie in den Großstädten über eine zentrale Wasserversorgung zu verfügen. 1892 konnte dieser Wunsch von der Stadt erfüllt werden und der erste Hochbehälter auf der Schütte wurde eingeweiht. Zunächst konnten sich nur einige besser Gestellte den Hausanschluss leisten. Bis 1910 war der überwiegende Teil aller Häuser schon angeschlossen. Neue Herausforderungen kamen auf die damaligen Wasserwerke nach dem 2. Weltkrieg und dem damit verbundenden Bevölkerungszuwachs durch die Vertriebenen zu. Rund 30 % mehr Einwohner konnte Dillenburg in der Nachkriegszeit verzeichnen. Nach der Gebietsreform in den 1970’er Jahren wurde das gesamte Netz durch umfangreiche Investitionen überarbeitet und modernisiert.

 

In anschaulicher Weise zeigt die Ausstellung, welcher Aufwand betrieben werden muss, um das Lebensmittel Nummer 1 in jeden Haushalt der Stadt zu liefern. Von der Wassergewinnung über die Speicherung in Hochbehältern bis hin zur funkauslesbaren Wasseruhr präsentieren Exponate die Komplexität der Arbeit der Wasserversorgung. Die gesamte Belegschaft der Stadtwerke hat daran engagiert mitgearbeitet. Alle brachten ihre kreativen Ideen ein und teilten die Aufgaben untereinander auf. Wie gut ihnen das gelungen ist - davon zeugen besonders die imposanten Ausstellungsstücke im Außenbereich. Vor dem Eingang der Villa Grün begrüßt eine 3,60m große Figur die Besucher. Der blaue „Formstücke“-Mann wiegt 900 kg und setzt sich aus 45 großen Rohren und rund 1.200 weiteren Einzelteilen zusammen. Seine passenden „Werkzeuge“ sind die 8 m hohe Fahne mit dem Stadtwerke-Logo und eine Rohrzange. Bei den noch anstehenden Jubiläumsveranstaltungen in diesem Jahr wird er auf Reisen gehen und überall zu sehen sein. Für große Irritation und verwunderte Blicke sorgt der „schwebende Wasserhahn“. Wie durch Zauberhand scheint er in der Luft zu liegen, sein plätschernder Wasserstrahl endet in einem großen Metalleimer, der von einem wunderschön angelegten Blumenbeet in Form eines Wassertropfens eingerahmt ist. Schon am ersten Ausstellungstag wurde das neue Wasserspielgerät im hinteren Bereich des Parks von vielen Kindern begeistert in Beschlag genommen. Zwei- und Vierbeiner dürfen sich über den neuen Trinkwasserspender am Gebäude freuen. Eine der Höhepunkte der Ausstellung ist das beeindruckende Dillenburg-Modell im Inneren der Villa Grün. Die Stadtwerke-Mitarbeiter Patrick Schaupp, Erkin Cuvalli und Johannes Karp haben fast 600 Stunden ihrer Freizeit investiert, um die „Oranienstadt im Miniaturformat“ zu bauen. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Kollegen Stefan Christ, Stefan Simon und Martin Preis. Durch die anspruchsvolle Steuerungstechnik können alle Bereiche der Wasserversorgung in der Oranienstadt vom Besucher interaktiv aufgerufen werden. Abgerundet wird die Ausstellung durch einige sehenswerte Leihgaben der Stadt Bad Homburg, die Brunnen- und Pumpenmodelle zeigen.

 

Die Arbeit des Baubetriebshofs ist in Dillenburg überall sichtbar. Von der Stadtreinigung angefangen, über die Pflege der Park- und Grünanlagen bis hin zum Winterdienst und der Gebäudeunterhaltung reichen die weitreichenden Tätigkeiten. Unterstützung bei Veranstaltungen sowie die Beseitigung von Unwetterschäden und vieles mehr gehören zum täglichen Aufgabenspektrum. Einen umfangreichen Einblick wird der Tag der offenen Tür am Samstag, 2. September geben. Dass ein aktiver Umweltschutz auch immer Grundlage für einen nachhaltigen Gewässerschutz ist, kann man während der geführten Wanderungen am 27. August und 3. September auf dem Natur- und Wasserlehrpfad durch den Weinberg und das Nanzenbachtal erleben. An zwei Sonntagmorgen können interessierte Wanderer die bis dahin fertiggestellte Wanderroute (ca. 7 km) unter fachkundiger Leitung in Angriff nehmen.

Am Donnerstag, 7. September findet dann im Tipi-Zelt am Schlossberg vormittags ein Theater für Grundschüler statt. „Plitsch und Platsch“ begeben sich auf die Suche nach einem Umweltsünder.

 

Die Ausstellung in der Villa Grün ist noch bis zum 30. Juli zu sehen (Dienstag bis Sonntag 10 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr). Der Eintritt beträgt 4 Euro bzw. für Kinder 2 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt geändert am: 04.07.2017 um 09:31

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