Der erste Spatenstich für die Wiedereröffnung des zentralen Oberschelder Veranstaltungsortes ist erfolgt
Das Warten hat ein Ende. Die Bauarbeiten für den Neubau der Glück-Auf-Halle in Oberscheld kommen in Bewegung, nachdem am 10. März der erste Spatenstich auf dem Gelände zwischen Brunnenstraße und dem Falkensteinweg erfolgte. Mit einem großen Aufgebot aus Kommunal- und Kreispolitik, der ausführenden Firmen, den Planungsbüros sowie den zahlreich erschienen Oberschelder Bürgerinnen und Bürger, galt es, „den Ort des Lebens und der Begegnung“, wie es der scheidende Bürgermeister Michael Lotz betonte, wieder zum zentralen Treffpunkt für die dörfliche Gemeinschaft und darüber hinaus werden zu lassen.
„Es gibt Orte, die atmen Geschichte“, erklärte Michael Lotz bei seiner Laudatio auf den Beginn des Neubaus der Glück-Auf-Halle, die im Februar 2021 durch einen Brand zerstört wurde. Und weiter fügte er hinzu: „Ein Oberschelder sieht, wenn er oder sie auf den Platz schaut, wesentlich mehr als einen Baugrund, er sieht ein Stück Dorfgeschichte, ein Stück Identität.“
Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel verwies in seiner Rede auf die Bedeutung der Halle als Veranstaltungsort über Oberscheld hinaus. Dem schloss sich der Kreisbeigeordneter Frank Inderthal an, der gleichfalls den Wunsch hegte, dass Sport und Kultur bald hier wieder ihren Platz in der neuen Glück-Auf-Halle finden werden. Ortsvorsteher Thilo Schwarz von Dessoneck freut sich, dass es mit dem Neubau endlich vorangeht.
Die Gründe, warum es so lange gedauert hat sind vielfältig. Ein streitiges Gutachterverfahren dauerte bis 2024. „Heute können wir rund 2,3 Millionen in den Neubau der Halle investieren, die multifunktionaler wird.“ so Michael Lotz, der dem Lahn-Dill-Kreis für die Erteilung der Teilbaugenehmigung dankte, sodass die ersten Schritte im Bauverfahren begonnen werden können.
Das Bauunternehmen Faber & Schnepp aus Gießen steht bereit, um mit den Rohbauarbeiten zu beginnen. Die weitere Planung sieht eine Bauzeit bis zur schlüsselfertigen Übergabe der Glück-Auf-Halle von einem bis eineinhalb Jahren vor.
Das Gebäude, das in Massivbauweise errichtet wird, bietet einen Veranstaltungssaal mit ca. 200 Sitzplätzen, eine Bühne mit Nebenräumen, sanitäre Anlagen sowie eine Küche mit Speise- und Getränkeausgabe. Die Beheizung erfolgt durch regenerative Energie.
Der erste Spatenstich ist jedenfalls vollbracht, an dem sich Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel, Bürgermeister Michael Lotz, Landrat Carsten Braun, Kreisbeigeordneter Frank Inderthal, der designierte Bürgermeister Friedrich Dehmer, Architekt Hansi Fuchs, Ortsvorsteher Thilo Schwarz- von Dessonneck und Ann-Katrin Lieblang von der Firma Faber & Schnepp beteiligten. Sie alle legten eine mit viel Beifall bedachte ordentliche Schippe vor, auf dass ein reibungsloser, unfallfreier Ablauf der Bauarbeiten beginnen möge.
Glück Auf!



