Brand in der Glück-Auf-Halle Oberscheld

Nach dem verheerenden Brand in der Glück-Auf-Halle Oberscheld herrscht bei uns noch immer tiefe Betroffenheit. Zurzeit sind nahezu alle Verwaltungsbereiche mit dem Thema beschäftigt. Wir arbeiten mit Hochtouren an den Fragen “Wie konnte das passieren?” und “Wie geht es weiter?” – Fragen, die auch Sie sich sicher stellen. Unser Bürgermeister Michael Lotz wendet sich mit einem emotionalen Statement an die Dillenburger*innen und natürlich an die gesamte Oberschelder Dorfgemeinschaft:

Michael Lotz

“Als ich am Samstag an der Brandstelle eintraf und die Flammen aus dem Dach der Halle schlugen, konnte ich es nicht fassen. Der Ort, an dem wir so viele schöne Veranstaltungen erlebt haben, war zerstört. Die Glück-auf-Halle war mehr als nur ein einfaches Gebäude. Für viele Menschen in Oberscheld und darüber hinaus war sie der Ort, an dem man gerne war. Ein Stück Heimat und fast wie das eigene Wohnzimmer. Hier hatte man geturnt und getanzt, hier wurde gelacht und gefeiert. Stolz präsentierte man seine Früchte bei der Obstausstellung oder war besinnlich bei der Weihnachtsfeier zusammen. Die Familienfeier fand dort genauso statt wie öffentliche Veranstaltungen. Und dann natürlich der Karneval. Die vielen wunderschönen Stunden, mit Kostümen, mit Tanz, geistreichem Witz, Gesang – Stunden in der Gemeinschaft. Ich glaube, viele hat der Brand genauso getroffen, wie auch mich und manche Träne musste weggedrückt werden. Wenn die Reaktionen zum Brand unserer Halle aber etwas zeigen und bewusst gemacht haben, dann das reiche Leben im Dorf. Anders wären so viele innerlich nicht so betroffen. Und deswegen werden wir nun die nächsten Tage nutzen, um Vieles zu klären und Gespräche zu führen. Und die Ergebnisse werden wir nutzen, um gemeinsam einen Plan zu entwickeln, wie es weiter geht. Und da ist der Name unserer untergegangenen Halle vielleicht auch ein gutes Programm: ‘Glück auf!’ als der alte Gruß der Bergleute. Ein Gruß, in dem auch immer viel Hoffnung und die besten Wünsche mitschwangen, und das ist es, was wir sicher auch bei diesem Projekt, das sich niemand gewünscht hat, gut gebrauchen können.”