Oranienstadt Dillenburg für Eis und Schnee gewappnet

Umgerüstet: Auf dem Gelände des Bauhofes warten die Fahrzeuge auf ihren Wintereinsatz. Vier große Lkw und vier kleinere Fahrzeuge können zum Räumen auf die Straße geschickt werden. Foto: Kilian Scharf

Die Dillenburger Stadtwerke sind für Eis und Schnee gewappnet: In den Silos auf dem Bauhof lagern 150 Tonnen Salz, die vier großen Winterfahrzeuge und die vier Kleinfahrzeuge und Traktoren sind mit Pflügen ausgerüstet und die 38 Kisten an den Steigungsstrecken mit abstumpfendem Splitt oder Sand gefüllt.

Team der Dillenburger Stadtwerke muss fast 70 Kilometer Straße freihalten

Einsetzender Schneefall sowie Nässe in Verbindung mit extremer Kälte sind die Witterungsbedingungen, die ein schnelles Handeln fordern, um fast 70 Kilometer Straße in der Kernstadt und in den Stadtteilen befahrbar zu machen. Hinzu kommen Gehwege und Bereiche, die nicht mit den Fahrzeugen erreicht werden können. Hier sind die Helfer zu Fuß unterwegs, um Bürgersteige begehbar zu machen. Und manchmal dauert es einige Minuten länger, bis die Strecken frei und sicher sind und alle in den frühen Morgenstunden ohne große Probleme unterwegs sein können. Anwohner und diejenigen, die auf ihr Auto angewiesen sind, sollten daher etwas Geduld mitbringen, bis vor ihrer Haustür die Fahrbahn geräumt wird.

Umgerüstet: Auf dem Gelände des Bauhofes warten die Fahrzeuge auf ihren Wintereinsatz. Vier große Lkw und vier kleinere Fahrzeuge können zum Räumen auf die Straße geschickt werden. Foto: Kilian Scharf

Richtiges Parken erleichtert den Räumdienst

Denn mit einem tonnenschweren Pflug vor dem Lkw über verschneite und vereiste Straßen zu fahren, erfordert einiges an Erfahrung hinter dem Lenkrad. Und für die Männer, die im Einsatz große Verantwortung tragen, ist es eine Erleichterung, wenn Fahrzeuge so geparkt sind, dass eine Räumung ohne große Verzögerung möglich ist. Der Winterdienst der Oranienstadt ist in acht Streubezirke eingeteilt und arbeitet in drei Dringlichkeitsstufen. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen die Flächen auf Brücken, an Steigungen in der Kernstadt und den Stadtteilen, an Kindergärten oder an Bushaltestellen. Danach folgen die anderen Straßenabschnitte, die nach und nach geräumt werden. Ziel ist es, morgens um 7 Uhr erst einmal alle Straßen und Bürgersteige begehbar und befahrbar gemacht zu haben.

“Eisspione” auf Kontrollfahrt

Mit Einsetzen der kalten Jahreszeit sind bei den Stadtwerken die Einsatzpläne geschrieben. Die Rufbereitschaften sind festgelegt, jeder Mitarbeiter kennt bei „Alarmierung“ durch den Einsatzleiter seine Aufgaben. Wann muss der Winterdienst ausrücken? Das legen die Eisspione fest. Wenn der Deutsche Wetterdienst widrige Bedingungen für die Region ankündigt, muss einer der Meister der Stadtwerke früh aus dem Bett und zu einer Kontrollfahrt starten. Schon um 2 Uhr in der Nacht werden dann sogenannte „Referenzpunkte“ angefahren und die Verhältnisse auf den Fahrbahnen getestet. Ein erster Glätte-Test erfolgt in der Kernstadt auf dem Galgenberg. Um sich einen genauen Überblick zu verschaffen, steuert der Eisspion auf seiner Runde weitere festgelegte Punkte in Donsbach (Ruderstal), Manderbach (Fauleborn), Nanzenbach (Batzbachstraße) und Niederscheld (Auf dem Horst) an. Droht Eisglätte, wird anschließend eine Meldekette ausgelöst. Der Einsatzleiter benachrichtigt die Fahrer der Großfahrzeuge, die dann ab 3 Uhr unterwegs sind, eine Stunde später sind die Fußtrupps zur Räumung unterwegs.

Prioritätenliste für den Räumdienst

Welche Straßen werden vorrangig in welchem Stadtteil und der Kernstadt geräumt?

Die Antwort darauf finden Sie in den Prioritätenlisten für den Räumdienst.

Räumpflicht auch für Anwohner

Räum- und Streupflicht – das gilt aber auch für alle Bürgerinnen und Bürger in der Oranienstadt. Hierzu die häufigsten Fragen und die Antworten darauf:

– Wer muss Schnee räumen?

Für die Gehwege hat die Oranienstadt Dillenburg per Satzung die Verantwortung auf die Anlieger übertragen. Bei nur einem Gehweg in der Straße muss der Gehweg im Wechsel mit dem Anlieger auf der gegenüberliegenden Straßenseite geräumt werden (siehe Satzung der Oranienstadt Dillenburg über die Straßenreinigung). Soweit die Oranienstadt Dillenburg selbst Anlieger ist, hat sie auch für die Sicherheit zu sorgen. In Miethäusern können die Vermieter die Räumpflicht auf die Mieter übertragen.

– Wann und wie oft muss geräumt werden?

Von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte müssen unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach dem Entstehen der Glätte beseitigt werden.

Schneit oder friert es erst nach 20 Uhr, reicht es, wenn am nächsten Morgen geräumt und/oder gestreut wird.

– Wo und wie viel muss geräumt werden?

Die Gehwege müssen von Schnee und Eis freigehalten werden. Dies soll sicherstellen, dass zwei Fußgänger vorsichtig aneinander vorbeigehen können. Sofern in verkehrsberuhigten Bereichen und Fußgängerzonen kein Gehweg vorhanden ist, gilt die Winterdienstpflicht für eine entsprechende Bahn von 1,50 m Breite entlang der Grundstücksgrenze.

– Wie muss geräumt / gestreut werden?

Räumen heißt den Schnee wegschieben – bitte nicht auf die Fahrbahn, sondern auf das eigene Grundstück (Randbereich) oder den Gehwegrand/Fahrbahnrand. Anschließend muss der geräumte Bereich – wenn nötig – möglichst mit abstumpfenden Mittel, also Sand oder Granulat weitestgehend rutschfest gemacht werden.

– Darf Salz verwendet werden?

Salz darf nur in geringen Mengen zur Beseitigung festgetretener Eis- und Schneerückstände verwendet werden. Weiter sollte es nur bei Eisregen oder überfrierender Nässe sowie an gefährlichen Stellen wie z.B. Treppen, Rampen, Brückenauf- oder -abgängen, starken Gefälle- bzw. Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten verwendet werden, wenn durch den Einsatz von abstumpfenden Mitteln keine hinreichende Sicherheit für die Fußgänger erreicht werden kann.

– Muss auch bei Blitz-Eis und Dauerschnee geräumt werden?

Streupflicht bedeutet nicht, dass bei jeder Schneeflocke sofort die Schneeschippe in die Hand genommen werden muss. Es sollte sich alles im Rahmen des Zumutbaren abspielen. Jeder Verkehrsteilnehmer muss im Winter mit Behinderungen und Glätte rechnen und Vorsicht walten lassen.

– Was tun, wenn man krank oder berufstätig ist oder aus sonstigen Gründen den Winterdienst nicht selbst vornehmen kann?

Wer aus beruflichen, gesundheitlichen oder sonstigen Gründen nicht die Möglichkeit hat, der Räumpflicht nachzukommen, ist dennoch hierzu verpflichtet: Die Gehwege müssen geräumt werden. In diesen Fällen müssen dann andere Personen oder eine private Firma mit der Übernahme des Winterdienstes beauftragt werden.

Eintrag im Tagebuch

Der vergangene Winter hatte es in sich. Große Mengen an Salz mussten auf Straßen und Gehwegen gestreut werden. Unsere Tagebuchaufzeichnungen zeigen, dass die kalte und eisige Jahreszeit ihrem Namen durchaus Ehre machen kann. Schnee und Glätte ließen den Räumtrupps im Winter 2020/21 nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Der Verbrauch an Streusalz stieg in dieser Saison auf 350 Tonnen, und um die Bürgersteige und die Fußgängerzone vom Eis zu befreien, benötigte der Winterdienst zusätzlich 1350 25-Kilo-Säcke als Streugut.     

Geschenkideen aus der Oranienstadt

Geschenkideen aus der Dillenburger Touristinfo

Alle Jahre wieder – die Tourist-Information in Dillenburg bietet auch in diesem Jahr ganz besondere Geschenkideen für das große Fest an.

Die bewährten Citybons erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und sind in einer Vielzahl von Dillenburger Geschäften als Gutscheine einlösbar. Alle teilnehmenden Geschäfte sind auf der Webseite des Förderkreis Dillenburg e.V. unter www.foerderkreis-dillenburg.de einsehbar. Die Gutscheinkarten sind in Beträgen in Höhe von 5 Euro, 10 Euro oder 20 Euro erhältlich.

Kuschelige Stimmung

Passend zur kuscheligen Winterstimmung kann die hochwertige Kolter mit Motiven historischer Dillenburger Stadtgebäude (69,90 Euro) erworben werden.

Für leuchtende Augen und gemütliche Stunden sorgen passend dazu das Dillenburger Teelicht-Set (6,90 Euro) oder das Dillenburger Lesebuch (19,80 Euro) von Thomas Schmidt. Die blauen Loop-Schals mit weißem Dillenburg-Logo (4,50 Euro) sind perfekt für die kalte Jahreszeit.

Geschenkideen aus der Dillenburger Touristinfo
Geschenkideen aus der Dillenburger Touristinfo

Dillenburger Geschichte verschenken

Als besonderes Weihnachtspräsent eignen sich außerdem hervorragend Eintrittskarten für Dillenburger Sehenswürdigkeiten. Mit dem Schlossberggutschein verschenken Sie ein Stück heimische Geschichte. Dieser bietet Eintritt in die Museen im Wilhelmsturm und der Villa Grün, zudem kann an einer Kasemattenführung teilgenommen werden (Erwachsene 7,00 Euro, Kinder 3,50 Euro). Gleiches gilt natürlich auch für die Jahreskarten des Wildparks Dillenburg-Donsbach (Erwachsene 10 Euro, Kinder 5 Euro, Familien 20 Euro).

Kleinigkeiten und allzeit Nützliches

Im Verkaufssortiment befinden sich außerdem satinierte Schnapsgläser (3,95 Euro) mit dem Abbildung von Wilhelm von Oranien. Eine Auswahl ist an Tassen mit verschiedenen Motiven, Magneten, Schlüsselanhänger und Wanderkarten vorhanden. Der wertige Regenschirm mit Motiven der Stadt und der Ortsteile (19,90 Euro) wird auch in diesem Jahr ein Verkaufsschlager sein.

Dies alles kann in einer Stoff-Einkaufstasche (4,95 Euro) mit „Dillenburger Skyline“ nach Hause getragen werden.

Lose für die Weihnachtsverlosung

Auch sind in der Tourist-Information Lose der begehrten Dillenburger Weihnachtsverlosung 2021 erhältlich. Informationen dazu sind unter www.dillenburg.live einsehbar.

Wer also noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken mit Dillenburger Bezug ist, kann sich montags bis freitags jeweils von 08.30 bis 12.00 Uhr und von 12.30 – 16.00 Uhr im Alten Rathaus (Hauptstraße 19, Tel. 02771/896-151) vom Team der Tourist-Information Dillenburg beraten lassen. Es gilt zu beachten, dass bei einem Besuch im Alten Rathaus die aktuell geltenden Hygienevorschriften Anwendung finden.

Das Team der Tourist-Information Dillenburg wünscht eine besinnliche Vorweihnachtszeit!

Hessentag 2022 in Haiger – Festumzug

Logo des Hessentags 2022 in Haiger

Anlässlich des Hessentags 2022 in Haiger können sich nun Gruppen und Vereine für den Festumzug am 19.06.2022 bewerben. Dieser steht unter dem Motto “von Freunden umgeben”.

Auch interessierte Vereine und Gruppen aus Dillenburg sind eingeladen sich zu bewerben. Insgesamt können 12 Gruppen aus dem Lahn-Dill-Kreis teilnehmen.

Nachfolgend finden Sie die Bewerbungsunterlagen. Diese können bis zum 23. Februar 2022 eingereicht werden.

Dillenburger Winterzauber findet nicht statt

Impression vom Dillenburger Winterzauber: Weihnachtlich geschmückte Hütten und eine heimelige Beleuchtung laden zum Dillenburger Winterzauber ein. Foto: Renee Eichler

Bürgerinnen und Bürger der Oranienstadt müssen in diesem Jahr leider erneut auf den beliebten „Dillenburger Winterzauber“ verzichten. Vor dem Hintergrund der zuletzt wieder stark zunehmenden Verbreitung des Corona-Virus, der steigenden Inzidenzen und der zunehmenden Intensivbettenbelegung hat der Magistrat der Oranienstadt noch einmal intensiv über die geplante Umsetzung des Winterzaubers auf dem Wilhelmsplatz beraten und sich letztlich für eine Absage entschieden.

Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz ändern Rechtslage

Am 11. Oktober 2021 hatte die Hessische Landesregierung eine Verlängerung der Coronavirus-Schutzverordnung (CoSchuV) beschlossen. Mit den getroffenen Anpassungen hätten auch Weihnachtsmärkte in diesem Jahr grundsätzlich stattfinden können, so die Verordnung. Mit den getroffenen Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz im Zuge des Corona-Gipfels vom 18. November 2021 hat sich die Sach- und Rechtslage allerdings wieder drastisch verändert. Da die Umsetzung und Kontrolle der neuen Zutrittsbeschränkungen zum Weihnachtsmarkt trotz sorgfältiger Prüfung und hohem Engagement seitens der PlanerInnen nicht wie erhofft gewährleistet werden kann, hat die Stadt in Abstimmung mit dem Kooperationspartner Förderkreis Dillenburg e. V. und dem Veranstalter Twenty4Seven Events auch in diesem Jahr notgedrungen abgesagt.

Schutz steht im Vordergrund

Im Vordergrund steht dabei vor allem die Sicherheit der Besuchenden, aber auch der Schutz und die Entlastung des medizinischen Personals. „Dass der Winterzauber auch 2021 Corona-bedingt ausfallen muss, ist nicht nur für die Bevölkerung eine Enttäuschung. Alle Beteiligten haben es sich nicht leichtgemacht und mit viel Engagement darauf hingearbeitet“, dankt Bürgermeister Michael Lotz den Zuständigen auf allen Seiten. Alles andere als eine Absage wäre eine nicht zu verantwortende Erhöhung des Infektionsrisikos und darüber hinaus auch aktuell das falsche Signal. Aber auch ohne das weihnachtliche Marktgeschehen werden die Geschäfte durch ihre weihnachtlich dekorierten Schaufenster und Läden eine adventliche Atmosphäre schaffen, die zum Kauf der Weihnachtsgeschenke vor Ort einlädt. Stimmungsvoll ergänzt wird die vorweihnachtliche Ausschmückung der Oranienstadt mit den vier überdimensional großen Kerzen am Wilhelmsturm als Adventskranz.

Zukunftswald als Gemeinschaftsprojekt

Hand als Baum mit Blättern und Schriftzug Zukunftswald Logo: Kiara Tabea Reh

Unter dem Motto „Gemeinsam den Wald gestalten“ wollen die Oranienstadt Dillenburg und HessenForst zusammen mit Privatpersonen, Vereinen, Bildungseinrichtungen und weiteren Interessierten dem Klimawandel entgegentreten. Auf einer städtischen Aufforstungsfläche im Stadtteil Frohnhausen erhalten die Beteiligten die Möglichkeit, sich langfristig für ihren Wald einzusetzen. Finanziert wird das Langzeitprojekt, das durch eine breite Mehrheit der städtischen Gremien getragen wird, durch die Vermarktung sogenannter „Zukunftswald-Zertifikate“ an Spender und Sponsoren. Forstamtsleiter Jochen Arnold, Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz und Herborns Bürgermeisterin Katja Gronau stellten das Projekt jetzt im Forstamt Herborn vor.

Gruppenfoto der Projektbeteiligten Zukunftswald
Stellten jetzt das Projekt „Zukunftswald“ im Forstamt Herborn vor (v. l. n. r.): Dillenburgs Revierförster Erwin Wollny, Dillenburgs Revierförsterin Chantal Bornmann, Revierförsterin Anne Reichert, Bürgermeister Michael Lotz, Forstamtsleiter Jochen Arnold und Herborns Bürgermeisterin Katja Gronau


Der Klimawandel verändert auch den Wald., Dürre, Sturm und Borkenkäfer führen vielerorts zu flächigem Waldsterben. Insbesondere die drei vergangenen regenarmen Jahre haben auch im Stadtwald Dillenburg zu vielen irreparablen Schäden an Bäumen geführt. Die Auswirkungen von Trockenheit und Hitze in Kombination mit Schädlingen und Pilzen sind für jeden ersichtlich. Große Kahlflächen findet man dort, wo bis vor wenigen Jahren noch dichte Fichtenwälder standen. Beim „Zukunftswald“ kann sich jeder tatkräftig bei der Wiederbewaldung des Stadtwaldes, zum Beispiel durch eine Pflanzaktion für eine Aufforstung, einbringen. „Auch aufgrund der vielen Nachfragen aus der Bevölkerung haben wir dieses Projekt ins Leben gerufen. Viele möchten wissen, was sie konkret gegen den absterbenden Wald, der unser aller Lebensgrundlage ist, tun können“, so Forstamtsleiter Jochen Arnold. Und weiter: „Er hat eine wichtige Schutz-, aber auch Nutzfunktion, ist für die Wasserbildung und Luftreinheit zuständig und bietet alle Möglichkeiten für die Biodiversität.“ 15 bis 20 Prozent des Waldes sind heute schon nachhaltig geschädigt. „Allein auf Dillenburger Gemarkung handelt es sich um rund 200 Hektar“, teilte Jochen Arnold mit. Als größter Waldbesitzer der Region besteht die Dillenburger Gemarkung aus über 50 % Wald. Bei diesem regionalen Projekt über die Stadtgrenzen hinaus ist zurzeit auch die Stadt Herborn mit im Boot, die ein Gebiet in Uckersdorf für die Aufforstung bereitstellt.  

Aufforstungsfläche in Dillenburg-Frohnhausen


Auf Dillenburger Gemarkung stellen die Oranienstadt und HessenForst eine entsprechende Fläche an der gut erreichbaren und stark frequentierten Depotstraße in Frohnhausen zur Verfügung. Diese hat zunächst eine Größe von rund einem Hektar, kann aber später noch erweitert werden. Sie kann auch nach gelungener Aufforstung langfristig als Bürgerwald für Lehr- und Aktionsveranstaltungen genutzt werden soll. Zudem bietet das Projekt didaktische und methodische Voraussetzungen für die Gestaltung thematischer Führungen, Seminarveranstaltungen oder Fortbildungen. Als Lern- und Erlebnisort kann die Projektfläche von verschiedenen Organisationen genutzt werden. Außerdem kann der Bereich ein weiterer Mosaikstein für das touristische Angebot sein. Die Initiatoren sind sich sicher: Eine solche Gemeinschaftsaktion „stärkt die Verbundenheit zum Stadtwald und das Klima- und Umweltbewusstsein“. Der Zukunftswald wird außerdem zeigen, wie sich die unterschiedlichen Funktionen des Waldes nachhaltig auf kleinem Raum vereinen lassen. Entstehen soll ein klimastabiler Mischwald mit Baumarten, die zu den „Klimagewinnern“ gehören. Bürgermeister Michael Lotz betonte: „Uns ist sehr wichtig, in der Bevölkerung mehr Bewusstsein zu schaffen für dieses sensible Thema, das uns alle angeht. Durch den Zukunftswald kann das gelingen. Schon Kinder sollten in der KiTa und in den Schulen hier eingebunden werden.“ Auch als „Hartigstadt“ liegt es für Dillenburg sozusagen auf der Hand, sich bei der Aktion einzubringen. Oberforstrat Georg Ludwig Hartig (1797 – 1806) gründete in Dillenburg die erste deutsche Forstschule, an der angehende Forstbeamte aus dem In- und Ausland ausgebildet wurden. Besondere Verdienste erwarb er sich um die planmäßige Aufforstung des Waldes, an dem damals großer Raubbau betrieben wurde. Vielerorts waren die Wälder kaum noch in der Lage, den Holzbedarf der rasch wachsenden Bevölkerung und der stark zunehmenden Industrie zu decken. Unter Hartig wurden in kurzer Zeit die völlig übernutzten Wälder wiederaufgebaut und ihnen ihre heutige Leistungsfähigkeit gegeben. Eine Aussage Hartigs, die heute aktueller ist denn je, lautet: „Jede weise Forstdirektion muss die Waldungen zwar so hoch wie möglich, jedoch so zu benutzen suchen, dass die Nachkommenschaft ebenso viel Vorteile daraus ziehen kann, als sich die jetzt lebende Generation zueignet.“

Spender und Sponsoren können unterstützen


Für die Wiederaufforstung von einem Hektar Wald entstehen Kosten in Höhe von 30.000 Euro bis 50.000 Euro. Darin enthalten ist der Aufwand für die Anschaffung der Pflanzen, der entsprechenden Schutzzäune und der anschließenden Pflege. Unterstützt werden können die Maßnahmen durch Fördergelder des Landes Hessen. Ein wichtiges Investment – bedenkt man doch die weitaus größeren Schäden, die im Wald durch den Klimawandel entstanden sind und in den nächsten Jahren noch entstehen werden.

Für die erste Pflanzaktion in Frohnhausen im Frühjahr 2022 sind bereits rund 2.000 Pflanzen bestellt, darunter Eichen, Hainbuchen, Weißtannen, Buchen (Baum des Jahres 2022), Libanon Zedern, Baumhaseln, Winterlinden, Walnuss und Wildkirschen als Waldrandgestaltung – alles Baumarten, die mit der zu erwartenden Klimaerwärmung besser zurechtkommen. Mitwirken können die Beteiligten auch durch Unterstützung bei Auswahl und Installation einer späteren Infrastruktur, wie z.B. Ruhebänke und Infotafeln. Finanziert wird das Projekt durch Spenden und Sponsoring, die aus den Erlösen der „Zukunftswald-Zertifikate“ zusammenkommen. Spenden für das Projekt können auf alle Konten der Oranienstadt Dillenburg unter dem Verwendungszweck „Spende Zukunftswald“ eingezahlt werden. Neben einer Spendenquittung winkt den Unterstützern ein persönliches Zertifikat als Nachweis. Weitere Infos erhalten Interessierte per Mail an forst@dillenburg.de und unter https://www.dillenburg.de/klima-und-energie/zukunftswald-dillenburg/

Flashlines – So hat man den Wilhelmsturm noch nie gesehen

75-Jahre Hessen prangt als Lichtshow am Wilhelmsturm. Foto: Martina Osterwald

Im Rahmen der Feierlichkeiten zu „75 Jahre Hessen“ wurde am Freitag, dem 19. November der Wilhelmsturm mit einer interaktiven Lichtkunstinstallation, durch das Künstlerehepaar Daniela und Pascal Kulcsar, unter dem Titel „Flashlines“, illuminiert. Leistungsstarke Beamer und eine interaktive Nutzung durch die Besuchenden malten Muster und Bilder auf den Wilhelmsturm.

So haben Sie den Wilhelmsturm noch nie gesehen

Dillenburger Weihnachtsverlosung

Ab dem 26. November 2021 heißt es in Dillenburg: vor Ort einkaufen und dabei auch noch gewinnen!

Mit großer Freude verkündet die „Arbeitsgruppe Kaufleute“ des Förderkreis Dillenburg e.V., dass es auch in diesem Jahr die beliebte Weihnachtsverlosung in der Oranienstadt geben wird. Der Vorstand der AG Kaufleute rund um Sprecher Kai Würges hat sich in diesem bewegten Jahr bewusst erneut zu diesem Schritt entschlossen und bindet damit Dillenburger Unternehmen in eine angepasste Konzeption rund um die Verlosung mit ein.

Ursprünglich sollte der Losverkauf bereits am Montag, den 22. November starten. Allerdings meldete die Druckerei zwischenzeitlich Verzug, da auch diese derzeit mit Lieferengpässen zu kämpfen hat.

Tolle Preise winken


Teilnehmende der Weihnachtsverlosung dürfen sich in diesem Jahr auf einen Ford Focus Mild-Hybrid “Cool und Connect” (1,0-l-EcoBoost Mild-Hybrid 92 kW / 125 PS, 6-Gang, Farbe: Magnetic-Grau metallic) vom Autohaus Schwarz in Dillenburg mit einem Listenneupreis von rund 28.000 Euro freuen. Darüber hinaus gibt es weitere attraktive Preise zu gewinnen.

Als zweiter Preis winkt ein Gasgrill der Marke Weber. Dritt-, Vier-, Fünft- und Sechstplatzierte dürfen sich darüber hinaus auf einen Reisegutschein im Wert von 500 €, einen E-Scooter der Marke The-Urban inkl. Helm & Versicherung, ein Samsung Galaxy TAB (A7 LTE) sowie eine Ballonfahrt im Aquarena-Ballon freuen. Darüber hinaus gibt es weitere vier Citybons zu gewinnen – jeweils im Wert von 300 €, 200 €, 100 € und 50 €.

Bild von der Live-Übertragung der Weihnachtsverlosung im letzten Jahr.

Rückgabe der Lose bis 22. Dezember


Der Verkauf und die Rückgabe der Weihnachtslose endet am Dienstag, den 21. Dezember 2021 mit Ablauf der Öffnungszeiten der teilnehmenden Geschäfte und Einrichtungen. Letztmögliche Rückgabe der Losabschnitte ist am 22. Dezember 2021 bis spätestens 15.00 Uhr in der Tourist-Information (Hauptstraße 19) möglich.

Die ausgefüllten Losabschnitte können in allen teilnehmenden Geschäften und Einrichtungen abgebeben werden und nehmen somit automatisch an der Verlosung teil.

Der Reinerlös der Verlosung kommt einem karitativen oder anderen dem Gemeinwohl dienenden Zweck zugute. Da der Überschuss der Verlosung 2021 an gemeinnützige oder andere Einrichtungen verspendet werden soll, bittet der Förderkreis Dillenburg e.V. um kurze Bewerbungen mit Projektbeschreibungen per Email an info@foerderkreis-dillenburg.de oder per Post an die Geschäftsstelle des Förderkreis Dillenburg e.V., Hauptstraße 19, 35683 Dillenburg.

Lokale Geschäfte unterstützen


Aktuell gilt es mehr denn je, lokale Geschäfte vor Ort zu unterstützen. Die AG Kaufleute ruft dazu auf, Erledigungen vor Ort zu tätigen und somit den örtlichen Einzelhandel, die Gastronomie und sonstige Einrichtungen zu unterstützen.

Die Gewinnchance ist deutlich höher als bei vergleichbaren Gewinnspielen. Die Auflage der Lose liegt bei 35.000 Stück und werden zum Einzelpreis von 1,- Euro zum Kauf angeboten – hier lohnt es sich wieder schnell zuzugreifen. Der Reinerlös der Verlosung kommt einem karitativen oder anderen dem Gemeinwohl dienenden Zweck zugute.

Lose gibt es ab dem 26 November

Der Verkauf der Lose läuft ab dem 26. November 2021 in allen teilnehmenden Geschäften und Einrichtungen. Diese können jederzeit in aktualisierter Form auf www.dillenburg.live eingesehen werden. Teilnahmeberechtigt an der Verlosung sind Personen über 18 Jahre. Eine Begrenzung der Losanzahl bei Erwerb gibt es nicht, d.h. Teilnehmende der Verlosung können nach Lust und Laune Lose erwerben.

Pandemiebedingt wird die Ziehung in einem kleinen Rahmen unter notarieller Aufsicht via Live-Stream durchgeführt. Terminiert ist die Ziehung für Mittwoch, den 22. Dezember 2021 um 18.30 Uhr.

Alle Informationen auch unter www.dillenburg.live


Foto (v.l.n.r.): Heinz Hermann-Plaasch, Ulrike Alde, Kai Würges (AG Kaufleute), Martin Simon (Vorsitzender Förderkreis Dillenburg e. V.) und Tino Fritsch (Geschäftsführer Förderkreis Dillenburg e. V.) Foto: Oranienstadt Dillenburg