JA! Zur Landesgartenschau 2027!

JA! Zu meiner Heimatstadt Dillenburg!

JA! Zur Verbesserung meiner Wohn- und Lebensqualität!

JA! Zum Klimaschutz vor Ort!

JA! Zur Landesgartenschau 2027!

Unsere Bewerbung um die Landesgartenschau 2027 muss bis zum 15.12.2020 beim Land Hessen abgegeben sein. Wer macht mit und schickt uns SEIN Foto, das wir für die Bewerbung und für die Öffentlichkeitsarbeit verwenden dürfen? Wer identifiziert sich mit seiner Heimatstadt und freut sich über den positiven Impuls für die Stadtentwicklung? Wir freuen uns über Ihre Fotos, die Ihr in den nächsten Tagen gerne an direkt@dillenburg.de schicken könnt! Damit zeigen wir dem Land und unseren Mitbewerbern, wie sehr wir hinter Dillenburg stehen!

Unsere Hashtag-Schilder zum Download finden Sie hier:

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Verlängerte Öffnungszeiten und Salutschüsse

Die Museumssaison auf dem Dillenburger Schlossberg endet am bevorstehenden Wochenende. Zu verlängerten Öffnungszeiten haben Gäste die Möglichkeit, zum letzten Mal in diesem Jahr Wilhelmsturm, Villa Grün und Kasematten zu besichtigen. Der Dillenburger Museumsverein e. V. bietet außerdem am Sonntag stündlich Führungen durch die unterirdischen Verteidigungsanlagen an.

Salutschüsse zum Empfang

Die Projektgruppe 18. Jahrhundert des Vereins nimmt die Besucher mit Salutschüssen in Empfang. Coronabedingt startete die Museumssaison auf dem Schlossberg in diesem Jahr sechs Wochen später als üblich. Erst Mitte Mai konnten die ersten Gäste die bedeutenden Einrichtungen auch von innen besichtigen. Auch auf die Gestaltung des Saisonendes nimmt die Pandemie Einfluss: Das herzhafte und süße Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten muss diesmal entfallen.

Öffnungszeiten verlängert

Erstmals endet in diesem Jahr der Saisonabschluss am Samstag, 31. Oktober und am Sonntag, 1. November 2020. Die Öffnungszeiten beider Museen sind an diesem Wochenende verlängert. Von 10 bis 18 Uhr sind die Museen für die Besucher durchgängig geöffnet. Der Wilhelmsturm bietet einen tiefen Einblick in die oranien-nassauische Geschichte. Auf vier Etagen (aktuell coronabedingt auf nur zwei Ebenen) wird die Geschichte des Hauses Oranien-Nassau, das Stammhaus des niederländischen Königshauses, anhand von Schautafeln, Filmen und Modellen geschildert. Im Museum Villa Grün finden die Gäste in einer Dauerausstellung auf drei Ebenen einen Zugang zur Vergangenheit und Gegenwart der Wirtschaft im früheren Dillkreis.

Sonderausstellung “Lifestyle”

In der Villa Grün ist an diesem Wochenende die Sonderausstellung „Lifestyle“ des Fotografen Frank Kunert mit den skurrilen Exponaten zu sehen. Auf dreißig großflächigen Farbfotos sowie einigen Modellen entführt Kunert den Betrachter in Gedankenwelten, die nahe bei Loriots Verständnis von Komik angesiedelt sind. Etwas völlig Ungewöhnliches erwartet Besucher bei einer Führung durch die Kasematten: sie erfahren während einer Stunde Führungsdauer alles Wissenswerte zu den unterirdischen Verteidigungsanlagen, die nach den Kasematten in Luxemburg als die zweitgrößten Europas gelten.

Kasemattenführungen und Eintrittspreise

Kasemattenführungen finden an diesem Wochenende zu den folgenden Zeiten statt: Samstag, 31. Oktober 2020 um 15 Uhr und 16 Uhr und am Sonntag, 1. November 2020 stündlich von 11 bis 17 Uhr. Für einen Abstecher in Dillenburgs Unterwelt ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer 02771/800065 erforderlich. Die Eintrittspreise betragen: Kombikarte Wilhelmsturm und Villa Grün für Erwachsene 4 Euro, für Kinder (6 bis 15 J.) 2 Euro und die Familienkarte beläuft sich auf 11 Euro. Für die Schlossbergkarte (Museen und Kasematten) zahlen Erwachsene 7 Euro, Kinder (6 bis 15 J.) 3,50 Euro und Familien 18,50 Euro.

Mund-Nasen-Schutz und Abstand

In allen musealen Bereichen (Wilhelmsturm, Kasematten und Villa Grün) gelten die allgemeinen Hygienestandards (Verpflichtung zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes und zum Einhalten des Mindestabstands von 1,50 Metern).  Die Projektgruppe 18. Jahrhundert des Dillenburger Museumsvereins e. V. wird wieder in bekannter Manier die Besucher mit Salutschüssen in Empfang nehmen.

Salutschüsse und Öffnung der Villa Grün

Am Samstag findet die Vorführung der Kanonen in der Zeit von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag von 12 bis 16 Uhr statt. Neben der Vorführung der Kanonen führt die Projektgruppe 18. Jahrhundert in originalgetreuen historischer Kleidung praktische Exerzierübungen vor. Umrahmt wird das 18. Jahrhundert-Programm mit Live-Gesang. Der Dillenburger Museumsverein e. V. hat noch eine gute Nachricht für die Schlossberg- bzw. Museumsbesucher: vom 1. bis 30. Dezember 2020 ist in der Villa Grün zu den regulären Öffnungszeiten (dienstags bis sonntags von 10-12 Uhr und 13-17 Uhr) die Ausstellung mit Werken der “Künstler der Region” zu sehen. 

Volkstrauertag

Aufgrund der derzeitig stark steigenden Corona-Fallzahlen werden in diesem Jahr keine offiziellen Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag am 15. November 2020 stattfinden. Die Oranienstadt Dillenburg bittet dafür um Verständnis.

Im Gedenken an die Toten der beiden Weltkriege sowie aller Opfer von Gewaltherrschaften und Kriegen wird in allen Stadtteilen und der Kernstadt ein Kranz am Mahnmal liegen.

Alle Bürgerinnen und Bürger von Dillenburg sowie der Stadtteile möchten wir dazu ermutigen, sich auch ohne Gedenkveranstaltung ein paar Minuten Zeit zu nehmen um der Toten und Opfer zu gedenken.

Informationen zum neuartigen Coronavirus

Stand: 26.10.2020

Wir möchten Sie hier an dieser Stelle zu allen getroffenen Regelungen, Verfügungen, Pressemitteilungen, Entscheidungen und allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen zum neuartigen Coronavirus informieren. Wir aktualisieren die entsprechenden Seiten regelmäßig:

Informationen zum neuartigen Coronavirus

Kinderbetreuung

Öffentliches Leben

Nachbarschaftshilfen

Gewerbetreibende

Verwaltungsgebäude

Bürgertelefon

Links und Bekanntmachungen

Mehrsprachige Infos

FAQs

Zwischenergebnisse zur Machbarkeitsstudie Landesgartenschau

Schmetterling-auf-Oregano-Foto-Michaela-Lemke

Die Oranienstadt Dillenburg plant, sich um die Landesgartenschau 2027 zu bewerben. Das von der Stadt beauftragte Fachbüro Planstatt Senner wird am 3. November das Entwicklungskonzept für die Großveranstaltung in einer öffentlichen Sondersitzung aller Fachausschüsse vorstellen. Präsentiert werden sollen auch mögliche Veranstaltungsflächen und Investitionsmaßnahmen, die sich aus der umfangreichen Bürgerbeteiligung ergaben, sowie eine Kostenschätzung und Pläne zur Nachnutzung der Flächen. Die Sitzung am 3. November findet um 18 Uhr in den Räumen der Freien Evangelischen Gemeinde Dillenburg in der Stadionstraße statt. Zuschauer müssen sich anmelden.

Nachdem die Oranienstadt im Dezember 2019 erklärt hat, eine Bewerbung um die Landesgartenschau 2027 planen zu wollen, hat das beauftragte Fachbüro Planstatt Senner aus Überlingen gemeinsam mit der Verwaltung eine umfangreiche Machbarkeitsstudie erstellt. Hat Dillenburg überhaupt Flächen? Welche Investitionen sind wichtig? Wie kann eine Finanzierung aussehen? Diesen und anderen Fragen haben sich die Experten gestellt, einen detaillierten Bestand aufgenommen und intensiv Chancen und Risiken der Großveranstaltung geprüft. Mit eingeflossen sind dabei die Ideen und Vorschläge aus der umfangreichen Bürgerbeteiligung. Dazu gehören die verschiedenen Präsenzveranstaltungen wie Infoabend und Bürgerspaziergang, Vereinskonferenz und Projektwerkstatt, aber auch die Online-Beteiligung im Internet. Johann Senner präsentiert die Ergebnisse nun für die Mitglieder der Gremien, aber auch für die Öffentlichkeit. Stimmen die Mitglieder der Ausschüsse zu, ebnen sie den Weg zu einem befürwortenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 12. November. Die Bewerbung muss dann bis zum 15.12.2020 beim Land Hessen eingereicht sein. Außerdem findet bei der Sondersitzung am 3. November die Siegerehrung zum Logo-Wettbewerb der Bewerbung um die Landesgartenschau statt. Die Oranienstadt übertragt die Präsentation des Fachbüros zur Machbarkeitsstudie in einem Live-Stream in ihrem YouTube-Kanal. Wer auch Beratung und Beschlussfassung der Kommunalpolitiker in Echtzeit mit verfolgen möchte, kann als Zuschauer nach Anmeldung an der Sitzung teilnehmen. Es stehen maximal 20 Plätze für Zuschauer zur Verfügung.

Es besteht eine Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Die aktuellen Abstandsregeln müssen eingehalten werden.

Die Pandemie ist noch nicht vorbei

Rathaus

Unsere Verwaltungsgebäude bleiben weiterhin geschlossen. Ein Besuch ist wie bisher auch nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich. Derzeit breitet sich die Corona-Pandemie wieder verstärkt in Deutschland aus. Die Infektionszahlen steigen täglich und die Anzahl der Landkreise, deren Inzidenzen über 50 liegen, nehmen zu. Insgesamt befindet sich das Land in einer sehr dynamischen Entwicklung, die auch Reaktionen und Maßnahmen auf kommunaler Ebene erschweren. Deswegen bleiben die städtischen Verwaltungsgebäude zum Schutz der Beschäftigten und zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit weiterhin geschlossen. Alle Bereiche der Verwaltungsarbeit laufen weiter.

Bürgerinnen und Bürger sollten verstärkt Informationswege wie Telefon und Mail nutzen. Selbstverständlich ist der persönliche Besuch in unabweisbaren Fällen – wenn es also wirklich dringend ist – nach wie vor möglich. Dafür ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Die Oranienstadt weist nachdrücklich darauf hin, dass ohne Terminvereinbarung kein Zutritt in die Gebäude gewährt werden kann.

Bürgermeister Michael Lotz appelliert eindringlich: „Wir dürfen in dieser Krise jetzt nicht aufhören, aufeinander zu achten, auch wenn die schwierige Situation schon seit März andauert. Bitte versuchen Sie, verständnisvoll, vernünftig und geduldig zu bleiben und halten Sie sich an die geltenden und neuen Regeln, die auf Landes- und/oder Kreisebene verabschiedet werden. Diese Anordnungen dienen in der Regel nur einem und das ist der Schutz der Bevölkerung, denn wir wollen eine Ausbreitung des Virus weiter verhindern und das Schlimmste vermeiden.“

Projektwerkstatt zur Stadtentwicklung fällt aus

Workshop

Die für Montag, 26. Oktober in der Freien evangelischen Gemeinde geplante Projektwerkstatt für SchülerInnen und BürgerInnen fällt aus. Hier sollte das von der Oranienstadt beauftragte Fachbüro DSK das Städtebauprogramm noch einmal vorstellen und über die bereits stattgefundenen Bürgerbeteiligungstermine und eingebrachten Vorschläge informieren. Außerdem sollten die TeilnehmerInnen ins Detail einsteigen, indem sie die für sie besonders interessanten Handlungsfelder auswählen. Angesichts steigender Corona-Zahlen wird die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen abgesagt. Die Verwaltung berät derzeit über eine Online-Alternative zur Projektwerkstatt und wird dazu gegebenenfalls noch einmal informieren.

Kehrpflicht

Wenn die Blätter fallen sollten Hauseigentümer und Grundstücksbesitzer fegen

Den Bürgersteig und die Straße kehren – das war früher samstags eiserne Pflicht „Viele, vor allen Dingen ältere Leute, greifen auch heute aus Tradition und Gewohnheit jedes Wochenende und oft auch unter der Woche zusätzlich zum Besen“, sagt Gerd Grau, stellvertretender Leiter des Bauressorts in Dillenburg. Dennoch stellt er fest: Die für Haus- und Grundstücksbesitzer in der Oranienstadt Dillenburg im Turnus von zwei Wochen verpflichtende Reinigung „scheint vielen aus dem Sinn gekommen zu sein.“

Vernachlässigung kann teure Folgen nach sich ziehen

Die Folge dieser Nachlässigkeit zeigt sich vor allen Dingen im Herbst. In den Rinnen vor den Bordsteinen sammeln sich Laub und Dreck und werden beim nächsten Regen in die Straßeneinläufe gespült, die dann verstopfen, überlaufen und das Wasser auch nicht absehbaren Schaden anrichten kann. Ein weiteres Problem mangelnder Pflege: das aus den Pflasterfugen der Gehwege wuchernde Unkraut sowie überhängende Äste von Sträuchern und Bäumen. Sie ragen in die Straße hinein und behindern vor allem Lastwagen bei der Durchfahrt, oder, ebenfalls nicht ungefährlich, zwingen Fußgänger, den Bürgersteig zu verlassen. Für Passanten und Zweiradfahrer müssen auf Bürgersteig und Radweg bis zu einer Höhe von 2,50 Metern Äste und Zweige beseitigt werden; befahrene Straßen sind bis zu einer Höhe von 4,50 Meter freizuhalten. Auch Straßenschilder dürfen nicht im grünen, überwuchernden Dschungel verschwinden, sondern müssen von Anliegern regelmäßig freigeschnitten werden.

Die Verwaltung ist zum Handeln verpflichtet

Sind Grundstücksbesitzer per Telefon zu erreichen, werden sie freundlichst auf die Pflicht zur Straßenreinigung hingewiesen. Ist keine direkte Ansprache möglich, wird mit einem netten Schreiben auf die dringend anstehende Reinigung hingewiesen. Im Wiederholungsfall kann auch ein Bußgeld verhängt werden – Uneinsichtige müssen mit einer bis zu 1000 Euro reichenden „Verwarnung“ rechnen. „Bußgelder werden aber höchst selten verhängt, meistens sind die Leute einsichtig und oft genug überrascht, dass sie zur Straßenreinigung verpflichtet sind. So mancher hat sich darüber offenbar noch nie Gedanken gemacht“, sagt Gerd Grau. In Dillenburg ist die Satzung über die Straßenreinigung maßgeblich. Die allgemeinen Bestimmungen sehen vor, dass innerhalb der geschlossenen Ortslage an allen öffentlichen Straßen und außerhalb Straßen und Straßenabschnitte, die an die bebauten Grundstücke angrenzen, zu reinigen sind. Die Kehrpflicht erstreckt sich auf die Fahrbahnen (hier bis zur Fahrbahnmitte) einschließlich Radwege und Standspuren, die Parkplätze, die Straßenrinnen und Einflussöffnungen der Straßenkanäle, die Gehwege, die Überwege sowie Böschungen und Stützmauern. Dabei gelten auch einige Ausnahmen. So kann niemand verpflichtet werden, an stark befahrenen Routen wie Bundes- und Landesstraßen die Fahrbahn zu reinigen. In den Monaten Oktober und November besteht wegen des dann starken Laubanfalls eine wöchentliche Reinigungspflicht. Und: Soweit in Fußgängerzonen und in verkehrsberuhigten Bereichen Gehwege nicht vorhanden sind, ist festgelegt, einen Streifen von 1,5 m Breite entlang der Grundstücksgrenze zu säubern. Weiterhin gilt, dass auf Straßen, in Rinnen, Gräben und Kanälen keine Spül-, Haus-, Fäkal- oder gewerbliche Abwässer ausgeschüttet werden dürfen. Untersagt ist auch das Ableiten von Jauche, Blut oder sonstigen schmutzigen oder übelriechenden Flüssigkeiten.

Was zusammengekehrt ist, muss sofort beseitigt werden und wandert am besten in die graue Mülltonne. Laub, kleine Steine und Dreck dürfen nicht einfach in die Wassereinlaufkästen (Sinkkästen) gekehrt werden. Tabu für eine Entsorgung sind auch andere Entwässerungsanlagen oder offene Gräben. Auch die Oranienstadt muss der Reinigungspflicht für ihre Grundstücke an Straßen nachkommen. Im Einsatz ist dafür eine Kehrmaschine, die im ganzen Stadtgebiet nach einem festen Fahrplan unterwegs ist.

Die Straßenreinigungssatzung der Oranienstadt Dillenburg finden Sie hier im Ortsrecht.

Großer Zuspruch bei Online-Beteiligung

Die Teilnehmer der Onlinebeteiligung konnten virtuelle Pinnadeln an Stellen in Dillenburg setzen

Die Online-Beteiligung für die Themen rund um die geplante Bewerbung um die Landesgartenschau 2027 sowie zum Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“ ist gut angenommen worden. Die Oranienstadt Dillenburg hatte ihre Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, bis zum 4. Oktober an einer Online-Umfrage teilzunehmen und beim sogenannten ePin-Verfahren mitzumachen. Die Vorschläge und Fragebögen werden jetzt ausgewertet und fließen in die geplante Landesgartenschau-Bewerbung und in das Entwicklungskonzept für die Innenstadt ein.

Stärken und Schwächen bewerten

Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, bequem von zu Hause aus über Tablet, PC und Smartphone Stärken und Schwächen der eigenen Heimatstadt zu bewerten und dabei Verbesserungs- und Lösungsvorschläge einzureichen. Die Online-Beteiligung war eine wichtige Ergänzung der bereits im August stattgefundenen Präsenzveranstaltungen des Infoabends und des Stadtspaziergangs, mit der weitere Zielgruppen erreicht werden konnten. In den drei Wochen, in denen die Plattform unter www.dillenburg-direkt.de zur Verfügung stand, wurden insgesamt 151 ePins gesetzt und 159 Fragebögen ausgefüllt.

Überdurchschnittlich viele ePins

Im Vergleich zu anderen Städten mit ähnlicher Größenordnung, für die ein ISEK (= integriertes städtebauliche Entwicklungskonzept) erstellt wurde, ist der Rücklauf der Fragebögen leicht unterdurchschnittlich. Ein Grund dafür könnte sein, dass der 14 Fragen umfassende Bogen zu den Themen Stadtbild und –charakter, Funktionsvielfalt und Versorgung, Mobilität und Grün-/Gewässerflächen möglicherweise für einige Nutzer zu umfangreich ausfiel. Bei der Verortung der ePins haben sich dagegen überdurchschnittlich viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Hier konnten Interessierte eine Stecknadel an einen Punkt in Dillenburgs Gemarkung setzen und damit ganz konkret eine Stärke oder Schwäche für diesen Bereich benennen. Alternativ ließen sich auf diesem Weg Verbesserungs- und Lösungsvorschläge beschreiben.

Resonanz ist groß

Die Oranienstadt Dillenburg freut sich sehr über die große Resonanz und bedankt sich für viele gute Ideen ihrer Bürgerinnen und Bürger, die regelmäßig im Dillenburger Wochenblatt veröffentlicht werden. Die Auswertung der Online-Beteiligung fließt nun in das ISEK und in die geplante Bewerbung um die Landesgartenschau 2027 ein. Über beide Konzepte muss die Stadtverordnetenversammlung abschließend beschließen. Die Bürgerinnen und Bürger können beide Projekte weiterhin unterstützen: Alle Ideen auf der virtuellen Karte bleiben erhalten, können ergänzt und kommentiert und fließen zu einem späteren Zeitpunkt in die Handlungsempfehlungen für die Stadtpolitik ein. Außerdem lädt die Oranienstadt schon jetzt zu einer Projektwerkstatt am 26.10.2020 ein, in der auf Grundlage der vorgebrachten Vorschläge detaillierter in die einzelnen Themenfelder eingestiegen wird. Alle Infos unter www.dillenburg-direkt.de .

Zum Hintergrund

Im Dillenburger Rathaus verspricht man sich von der Durchführung einer Landesgartenschau vor allem nachhaltige und wertvolle Impulse für Tourismus und Stadtplanung sowie eine Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sowie der Verkehrsverbindungen. Wer die Schau ausrichtet, kann mit Fördermitteln bis zu 3,5 Millionen Euro rechnen und damit in die Zukunft investieren. Deswegen werden die Landesgartenschauen auch als„Turbo für die Regionalentwicklungen“ bezeichnet. Städte, die die Schau ausrichten, können dank der Förderprogramme des Landes die Lebensqualität in der Kommune und der umliegenden Region in einer relativ kurzen Zeitspanne aufwerten.

Keine reine Blumenschau

Bei der Veranstaltung handelt es sich schon längst nicht mehr um eine reine Blumenschau, wie man sie aus zurückliegenden Jahren kennt. Nein, es hat ein Wandel stattgefunden: Kunstausstellungen, Lesungen, Vorträge, Workshops, sportliche Events, Führungen und eine abwechslungsreiche Gastronomie runden das Geschehen um die angelegten Garten- und integrierten Naturlandschaften ab und machen sie attraktiv für Jung und Alt. Hinzu kommen Skulpturenparks, Spielgeräte, Pavillons und Ruheinseln. Nur mit einem möglichst hohen Rückhalt in der Bevölkerung kann die offizielle Bewerbung, die bis zum 15.12.2020 beim Land Hessen eingereicht werden muss, und der Besuch der Auswahlkommission in 2021 erfolgreich gestaltet sein. Landesgartenschauen werden alle zwei Jahre im Wechsel in Hessen und Thüringen veranstaltet.

Dauerhafte Grünzonen schaffen

Sie haben zum Ziel, dauerhafte und vorbildliche Grünzonen zu schaffen, die die Lebensbedingungen für Menschen sowie die heimische Tier- und Pflanzenwelt verbessern. Die Dauer einer Landesgartenschau beträgt zwischen 12 und 26 Wochen. Neben den wechselnden Bepflanzungen gibt es in der Regel zahlreiche Ausstellungen sowie größere und kleinere Veranstaltungen auf dem Gartenschaugelände. Die letzte Landesgartenschau in Hessen fand 2018 in Bad Schwalbach statt, die nächste findet 2023 in Fulda statt. Bis Januar 2020 mussten die Absichtserklärungen eingereicht werden.

So viele Bewerber wie nie zuvor

Dem Aufruf sind fünf Kommunen gefolgt, so viele wie nie zuvor. Neben der Oranienstadt Dillenburg gehen mit ins Rennen: die Region Oberhessen mit elf beteiligten Kommunen sowie Frankenberg und Schwalmstadt. Auch Bad Homburg hatte eine Absichtserklärung abgegeben, denkt aber jetzt über eine Aufhebung nach. In das Hessische Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“ wurde die Oranienstadt Dillenburg in 2019 aufgenommen. Es ermöglicht eine umfangreiche Aufwertung des Stadtzentrums. Förderfähig sind hier zum Beispiel die Verbesserung des Wohnraum-Angebotes und der öffentlichen Flächen sowie die Sanierung oder der Neubau von Gemeinschaftseinrichtungen und stadtbildprägenden Gebäuden.

Klimaschutz, Barrierefreihei, Modernisierung

Auch Klimaschutz, Barrierefreiheit, Umbau und Modernisierung privater Immobilien sowie Verbesserung der Angebots- und Funktionsvielfalt sind Bestandteile des Programms. Grundlage ist das sogenannte „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (kurz: ISEK)“ – ein Katalog an Maßnahmen und Projektvorschlägen. Projekte in der Dillenburger Innenstadt können danach innerhalb des Förderzeitraums bis aktuell Ende 2029 umgesetzt werden. Das nachhaltige Konzept muss bis Februar 2021 beim Land Hessen eingereicht werden. Weil es zwischen beiden Projekten sowohl örtliche als auch inhaltliche Überschneidungen gibt und die zeitliche Schiene für die Öffentlichkeitsbeteiligung begrenzt ist, laufen Kommunikation und intensive Bürgerbeteiligung parallel und zusammen. Das macht Sinn, denn dem Bürger dürfte es zu Recht egal sein, aus welchem Topf die Umsetzung seiner guten Idee letztlich gezahlt wird.