Informationen zum neuartigen Coronavirus

Stand: 01.03.2021

Wir möchten Sie hier an dieser Stelle zu allen getroffenen Regelungen, Verfügungen, Pressemitteilungen, Entscheidungen und allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen zum neuartigen Coronavirus informieren. Wir aktualisieren die entsprechenden Seiten regelmäßig:

Informationen zum neuartigen Coronavirus

Kinderbetreuung

Öffentliches Leben

Impfen

Nachbarschaftshilfen

Gewerbetreibende

Städtische Einrichtungen und Verwaltungsgebäude

Bürgertelefon

Links und Bekanntmachungen

FAQs

Haushalt 2021 genehmigt

Haushalt 2021

Die Aufsichtsbehörde des Lahn-Dill-Kreises hat unseren Haushaltsplan 2021 genehmigt. Die Genehmigung haben wir am 27.02.2021 im Dillenburger Wochenblatt offiziell bekannt gemacht. Damit ist der Haushalt nun in Kraft getreten und hier zu finden: Haushalt 2021

Brand in der Glück-Auf-Halle Oberscheld

Michael Lotz

Nach dem verheerenden Brand in der Glück-Auf-Halle Oberscheld herrscht bei uns noch immer tiefe Betroffenheit. Zurzeit sind nahezu alle Verwaltungsbereiche mit dem Thema beschäftigt. Wir arbeiten mit Hochtouren an den Fragen “Wie konnte das passieren?” und “Wie geht es weiter?” – Fragen, die auch Sie sich sicher stellen. Unser Bürgermeister Michael Lotz wendet sich mit einem emotionalen Statement an die Dillenburger*innen und natürlich an die gesamte Oberschelder Dorfgemeinschaft:

Michael Lotz

“Als ich am Samstag an der Brandstelle eintraf und die Flammen aus dem Dach der Halle schlugen, konnte ich es nicht fassen. Der Ort, an dem wir so viele schöne Veranstaltungen erlebt haben, war zerstört. Die Glück-auf-Halle war mehr als nur ein einfaches Gebäude. Für viele Menschen in Oberscheld und darüber hinaus war sie der Ort, an dem man gerne war. Ein Stück Heimat und fast wie das eigene Wohnzimmer. Hier hatte man geturnt und getanzt, hier wurde gelacht und gefeiert. Stolz präsentierte man seine Früchte bei der Obstausstellung oder war besinnlich bei der Weihnachtsfeier zusammen. Die Familienfeier fand dort genauso statt wie öffentliche Veranstaltungen. Und dann natürlich der Karneval. Die vielen wunderschönen Stunden, mit Kostümen, mit Tanz, geistreichem Witz, Gesang – Stunden in der Gemeinschaft. Ich glaube, viele hat der Brand genauso getroffen, wie auch mich und manche Träne musste weggedrückt werden. Wenn die Reaktionen zum Brand unserer Halle aber etwas zeigen und bewusst gemacht haben, dann das reiche Leben im Dorf. Anders wären so viele innerlich nicht so betroffen. Und deswegen werden wir nun die nächsten Tage nutzen, um Vieles zu klären und Gespräche zu führen. Und die Ergebnisse werden wir nutzen, um gemeinsam einen Plan zu entwickeln, wie es weiter geht. Und da ist der Name unserer untergegangenen Halle vielleicht auch ein gutes Programm: ‘Glück auf!’ als der alte Gruß der Bergleute. Ein Gruß, in dem auch immer viel Hoffnung und die besten Wünsche mitschwangen, und das ist es, was wir sicher auch bei diesem Projekt, das sich niemand gewünscht hat, gut gebrauchen können.”

Neues Wahllokal in Oberscheld

Dillenburg wählt

Nach dem verheerenden Brand in der Glück-Auf-Halle haben wir als neues Wahllokal für die Kommunal- und Ausländerbeiratswahl am 14. März 2021 das Roncallihaus in der Oberschelder Schelde-Lahn-Straße festgelegt. Dieses ist im Gegensatz zum Dorfgemeinschaftshaus oder anderen Räumlichkeiten barrierefrei. Wir werden keine neuen Wahlbenachrichtigungen versenden, da dies aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Fristen nicht mehr möglich ist. Die bereits versandten Wahlbenachrichtigungen behalten ihre volle Gültigkeit.

Hessische Landesgartenschau-Kommission besucht Dillenburg

Vision Lokschuppen

Jetzt wird es ernst: die fünfköpfige Landesgartenschau-Kommission aus Wiesbaden stattete uns einen Besuch ab. Ihre gewonnenen Eindrücke fließen zu einem großen Teil in die Entscheidung um die Vergabe der Landesgartenschau 2027 ein, um die wir uns im Dezember beworben hatten. Nach Angaben des Landes wird noch vor Ostern klar sein, wer die Großveranstaltung in sechs Jahren ausrichten darf und damit vom Förderprogramm profitieren wird.

Große Fotomontagen am Wilhelmsturm zeigen die Planungen

Ganz ähnlich wie beim Bürgerspaziergang am 21. August 2020 haben die Kommissionsmitglieder die Flächen, die mit Hilfe der Fördermittel neu oder umgestaltet werden sollen, bei einem mehrstündigen Rundgang. Genügend Fachkompetenz war dabei vorhanden, denn die Mitglieder der Kommission Helmut Eigemann (Hess. Umweltministerium), Klaus Diehl (LLH), Reinhold Bauer (Gartenbauverband Baden-Württemberg/Hessen), Jens Heger (Präsident des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen und Ralf Habermann (Bund Deutscher Landschaftsarchitekten) sind in ihren jeweiligen Branchen unternehmerisch tätig, mit dem Thema „Landesgartenschau“ sehr vertraut und verfügen über umfangreiche Erfahrungen, was Planung und Durchführung betrifft. Begleitet wurden sie auf ihrer Route durch Dillenburg von Bürgermeister Michael Lotz, Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel sowie Annegret Bretthauer und Ingrid Kretz als Mitglieder der städtischen Landesgartenschau-Kommission. Benedikt Müller von Planstatt Senner, als das Büro, das die Machbarkeitsstudie zur Landesgartenschau erstellte, ergänzte mit Informationen aus fachlicher Sicht. Bei klirrender Kälte und strahlendem Sonnenschein erfuhren die Gäste an verschiedenen Bereichen außerdem aus dem Mund des „Nachtwächters“ Andreas Balzer Kurzweiliges aus Dillenburgs bedeutender Historie.

Nun heißt es abwarten und Daumen drücken. Die Eindrücke und Bewertung der Kommission sind Grundlage für die Entscheidung des hessischen Kabinetts über die Vergabe. Noch vor Ostern soll klar sein, wer die Landesgartenschau 2027 ausrichten darf und damit Fördermittel in Millionenhöhe für wichtige Stadtentwicklungsmaßnahmen erhält.

Die gesamte Machbarkeitsstudie und alle Infos unter www.dillenburg-direkt.de

Der Slogan zur Landesgartenschau

„Die Menschen verbinden! Der Natur verbunden!“ – unter diesem Motto möchte Dillenburg die Landesgartenschau in sechs Jahren durchführen. Gemeinsam Dillenburgs Zukunft gestalten, Hand in Hand an der Vorbereitung und Durchführung einer Gartenschau arbeiten, aber auch die Ortsteile besser aneinander anbinden – zum Beispiel mit einem gelungenen Radwegekonzept und mit klimafreundlicher Mobilität – diese Inhalte finden sich in der Bewerbung und werden im Slogan wiedergespiegelt.

Dillenburg lädt ein – Der Film und das Lied zur Landesgartenschau-Bewerbung

Film zur Landesgartenschau

Im Dezember 2020 haben wir uns um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2027 beworben. Damit die Unterlagen auch sicher und rechtzeitig beim Hessischen Umweltministerium in Wiesbaden ankommen, haben viele helfende Hände, ein bunter Mix an Unterstützern und zahlreiche, teils ausgefallene und klimafreundliche Fortbewegungsmittel geholfen. Die spannenden und bewegten Bilder dazu gibt es jetzt in einem Film. „Dillenburg lädt ein“ – für das Lied zur Landesgartenschau zeichnen Armin Müller (Komposition) und Ingrid Kretz (Text) verantwortlich. Der Breitscheider Armin Müller ist Oberstudienrat am Dillenburger Gymnasium „Wilhelm-von-Oranien-Schule“ und hat mehrfach mit der Oranienstadt unter anderem bei den Musicals „Der Prinz aus Dillenburg“, „Feuer über Dillenburg“ und „Catharina Helena Dörrien“ zusammengearbeitet. Ingrid Kretz aus Dillenburg-Manderbach ist Buchautorin und schrieb für das Musical „Catharina Helena Dörrien“ (2018) den Text. Sie ist engagierte Bürgerin und Mitglied unserer städtischen Landesgartenschau-Kommission. Gesungen wurde das Lied von den Solisten Johanna Klöpper und Simon Müller, die von Nico Hudel an der Gitarre begleitet wurden. Es soll motivieren, gemeinsam Dillenburgs Zukunft zu gestalten, aber auch Gästen Lust auf einen Besuch bei uns machen.

Hier geht es zum Film

Hier geht es zum Lied in voller Länge

Bürgertelefon auch weiterhin besetzt

Smartphone

Unser im letzten Jahr anlässlich der Pandemie eingerichtete Bürgertelefon ist auch weiterhin besetzt. Unter der Telefonnummer 02771/896-444 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen rund um das Thema “Einschränkungen durch die Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung der Corona-Pandemie in Dillenburg” stellen oder sich melden, wenn sie Hilfe bei der Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Medikamente etc. benötigen und diese nicht durch Freunde, Familienmitglieder oder Nachbarn sicherstellen können. Das Bürgertelefon ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr besetzt.

Energetische Sanierung des Stadthauses abgeschlossen

Herefordhaus

Die Arbeiten zur energetischen Teilsanierung am Stadthaus „Herefordhaus“ Dillenburg sind abgeschlossen. Die einjährige Baumaßnahme ist vom Land Hessen gefördert worden und sorgt nun für eine Einsparung bei den Energiekosten dieses Verwaltungsgebäudes. Damit leistet die Oranienstadt einen weiteren Beitrag zu den energiepolitischen Zielen des Bundes, den Zielsetzungen des Lahn-Dill-Berglandes und zur damit verbundenen Selbstverpflichtung aller Kommunen, eine Reduzierung des Energieverbrauchs zu erreichen.

Das 1956 errichtete Gebäude erwarb die Oranienstadt im Jahr 2004 von der EAM. Seit dem Einzug ein Jahr später sind dort das Bauressort, das Ressort für Sicherheit und Ordnung, zu dem auch das Standesamt und das Bürgerbüro gehören, sowie die Sozialabteilung untergebracht. Das Hereford-Haus gehört zu den Verwaltungsgebäuden, die jährlich größere Energiekosten verursachen.

Umfangreiche Arbeiten im mittleren Gebäudeteil

Die energetische Sanierung erstreckte sich von der Ostseite (Bahnhof) bis zur Westseite (Richtung Bürgerbüro) und betraf hauptsächlich den mittleren Gebäudeteil. Die Balkone auf der Ostseite wurden aus energetischen Gründen abgebrochen. Die Kunststoff-Fenster mit Zweifachverglasung erhielten eine Dreifachverglasung. Die Fassade wurde mit Mineralwolle gedämmt und die einfache Treppenhausverglasung auf der Rückseite dieses Gebäudeteils wurde gegen eine Alu-Glas-Fassade mit 3-fachverglasung ausgetauscht. Öffnungszeiten und Erreichbarkeiten im Verwaltungsgebäude wurden durch die Baumaßnahme nicht eingeschränkt. An der Bauplanung und Bauausführung waren 20 Büros und Unternehmen überwiegend aus dem heimischen Raum beteiligt.

Eine zuverlässige Aussage zur genauen Höhe der eingesparten Energiekosten kann erst nach einem Vergleichsjahr getroffen werden, zumal die Sanierung nur in einem Teil des Verwaltungsgebäudes wahrgenommen wurde. Die Verwaltung geht aber derzeit davon aus, dass sie rund 10.000 Euro jährlich an Strom- und Heizkosten einsparen wird.

Die Baumaßnahme ist vom Land Hessen über das Förderprogramm KIP (= Kommunales Investitionsprogramm) unterstützt worden. Dieses sieht einen Zuschuss in Höhe von 90 % zu den voraussichtlichen Baukosten in Höhe von 720.000 Euro vor.

Hintergrund: Klima und Energie in der Oranienstadt

Aufgrund der Notwendigkeit heraus, die Treibhausgasemissionen zu senken, wurden in den vergangenen Jahren auf allen politischen Ebenen Ziele festgeschrieben. Das Land Hessen hat hierbei das Ziel definiert, bis 2020 seine Treibhausgasemissionen um 30 % und bis 2025 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Bis 2050 soll das langfristige Ziel der Klimaneutralität erreichet werden, was eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 90 % bedeutet. Da diese Ziele nur gemeinsam zu schaffen sind und die Kommunen einen großen Einfluss auf die Erreichung der Energie- und Klimaschutzziele haben, hat sich die Oranienstadt Dillenburg dem Programm Klima-Kommunen in Hessen angeschlossen.

Die Oranienstadt Dillenburg ist sich genau dieser Rolle bewusst und arbeitet seit einigen Jahren kontinuierlich daran, Klimaschutz- und Energiemaßnahmen unter Berücksichtigung von Realisierungschancen, gesetzlichen Vorgaben und finanziellen Rahmenbedingungen in den verschiedensten Bereichen umzusetzen. So wurden inzwischen allein städtisch drei PV-Anlagen (auf dem Stadthaus, dem Feuerwehrgerätehaus Frohnhausen und der Gemeinschaftshallen Niederscheld) errichtet, BHKWs im Aquarena Hallenbad und dem Kindergarten Frohnhausen in Betrieb genommen, zwei Pellet Anlagen zur Wärmeversorgung städtischer Gebäude errichtet, energetische Modernisierungsarbeiten in und an städtischen Gebäuden durchgeführt, eine Mikrogasturbine in der städtischen Kläranlage eingebaut, eine Solarabsorberanlage für die Warmwassererzeugung des Freibads Oberscheld installiert sowie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung im Rahmen eines Energiespar-Contractings auf LED umgesetzt. Als weitere Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Verbrauches kauft die Oranienstadt seit dem Jahr 2014 nur noch Ökostrom ein. Dazu wurden für den städtischen Fuhrpark bereits die ersten Elektro- bzw. Hybridfahrzeuge angeschafft.

Über das eigene Handlungsfeld hinaus engagiert sich die Oranienstadt Dillenburg in der Lahn-Dill-Bergland-Energie GmbH. Diese – als Zusammenschluss der Kommunen im Land-Dill-Bergland mit lokalen Unternehmen – hat es sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam in der Region Projekte zur Erzeugung von regenerativer Energie zu realisieren und den Mehrwert auch in der Region zu belassen, so dass sich auch die Bewohner der Region daran beteiligen können. Im Wesentlichen wird hierbei auf die Windkraft und die Photovoltaik gesetzt. Dafür wurde im Jahre 2016 die LDB Energiegenossenschaften durch die Gesellschafter der LDB Energie GmbH sowie weiteren BürgerInnen gegründet, deren Sitz in Dillenburg ist. An dieser Genossenschaft, die seit dem Jahre 2018 an der Windpark Hemmrain GmbH, die oberhalb dem Stadtteil Manderbach einen Windpark mit zwei Windenergieanlagen betreibt, als Gesellschafter beteiligt ist und auch weitere Projektbeteiligungen bzw. -umsetzungen auf diesem Sektor anstrebt, ist die Oranienstadt Dillenburg ebenfalls als Mitglied beteiligt.

Der Lahn-Dill-Kreis und die Verbraucherzentrale Hessen haben als weitere Maßnahme zusammen mit der Stadt Dillenburg eine Energieberatung für interessierte Bürger eingerichtet.

In der Region wird jedoch nicht nur in der Umsetzung der Klimaschutzziele gearbeitet, sondern auch mit Unternehmen vor Ort ein Beitrag zur Weiterentwicklung des Stromnetzes geleistet: Dillenburg ist eine Demonstrationszelle des Projektes C/sells. Das vom BMWi aufgrund Beschlusses des deutschen Bundestags geförderte Projekt widmet sich der Digitalisierung der Energieversorgungsnetze, um dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien und deren unstetiger Produktion gerecht zu werden. Dabei sollen die vorhandenen überregionalen Stromnetze auf die Anforderungen der dezentralen und unstetigen Stromerzeugung, die mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien einhergeht, untersucht und weiterentwickelt werden, um langfristig deren effizienten und stabilen Betrieb gewährleisten zu können.