Am Samstag (8.8.26), um 13:00 Uhr trafen sich 21 radelfreudige Dillenburgerinnen und Dillenburger um gemeinsam die erste Tour des diesjährigen Stadtradelns anzugehen. Unter Mitwirkung von Bürgermeister, Friedrich Dehmer, ging es zunächst über die Alte Rheinstraße, und den Kornberg, bis zum Parkplatz Stangenwaage. Dort kam es zu dem Treffen mit den neun Pedaleuren aus Haiger, die leider ohne ihren Bürgermeister, Christian Helfert, der kurzfristig verhindert war, die Tour angetreten hatten.
Offizielle Eröffnung der gemeinsamen Kampagne
Am Ort der Zusammenkunft kam es dann zu der offiziellen Eröffnung der Radfahrkampagne Stadtradeln 2026, die die beiden Kommunen Dillenburg und Haiger auch in diesem Jahr wieder gemeinsam geplant haben. Der Dillenburger Radverkehrsbeauftragte Ernst-Walter Schramm eröffnete die gemeinsame Aktion mit den Worten: „Ich bin überwältigt, wie viele Leute bei der aktuellen Tour an den Start gehen, um ein Zeichen für den Umweltschutz zu setzen“.
Gruppenbild von dem Zusammentreffen der 30 Radler der beiden Kommunen Dillenburg und Haiger auf dem Parkplatz Stangenwaage (Foto ews)
“Auf die Räder, fertig, los!”
Friedrich Dehmer betonte in seiner Begrüßungsrede, dass er mit dem Rad dabei ist, weil es ihm wichtig ist, etwas zu tun, um das Klima zu schützen. Zudem macht das Radfahren in der freien Natur den Kopf frei, man tut etwas für die eigene Gesundheit und kann nette Gespräche führen. Er gab die Tour frei mit den Worten: „Auf die Räder, fertig, los!“
Blockhütte Haiger, Tierpark Donsbach
Weiter ging dann die Fahrt an der Blockhütte Haiger und dem Tierpark Donsbach vorbei, entlang des Donsbach und dem „Neuhaus“. Von dort ging es dann wieder hoch in den Wald, bis zum Haigertor. Jetzt waren die meisten froh, dass es in Richtung Tal Tempe nur noch bergab ging. Auf dem dortigen Wachholderweg gab es natürlich auch noch einiges in Bezug auf den Klimaschutz zu sehen und zu hören.
Gemeinsamer Abschluss im Biergarten des Hofgartens
Den Abschluss bildete in Dillenburg noch ein gemeinsamer Besuch des Hofgartens in Dillenburg, wo sich die Radler ein kaltes Getränk gönnten. Man hat beschlossen, dass es eine wunderschöne Tour war, der gerne noch weitere gemeinsame Strecken in den nächsten drei Wochen folgen dürfen!
Gemeinsamer Abschluss der Teilnehmer im Biergarten mit alkoholfreien Getränken. Alle waren zufrieden. (Foto ews)
Neues Format des Förderkreis Dillenburg e.V. und der Oranienstadt Dillenburg bringt Kultur auf die Bühne.
Die Fachgruppe Kultur bereichert mit der KulturNacht das kulturelle Leben in Dillenburg und wirkt aktiv mit. (v.l.n.r. Stellv. Vorsitzender des Förderkreis Dillenburg / Bürgermeister Friedrich Dehmer, stellv. Sprecher der Fachgruppe Kultur Berthold Jung, Ideengeberin und Mitglied der Fachgruppe Kultur Ingrid Kretz, Geschäftsführer Förderkreis Dillenburg Tilo Kramer) Foto: Oranienstadt Dillenburg
Erstmals findet die KulturNacht Dillenburg am Freitag, den 28. August 2026 in der Zeit von 17.00 bis 22.00 Uhr statt. Musik, Tanz, Theater und viele weitere kulturelle Beiträge sollen die Vielfalt des Vereinslebens erlebbar machen, indem Dillenburger Vereine, Chöre und weitere Kulturgruppen ihr Können einem breiten Publikum präsentieren. In der Innenstadt Dillenburgs zeigt sich Kultur an diesem Abend an verschiedenen Schauplätzen. Organisiert von der Fachgruppe Kultur im Förderkreis Dillenburg e.V. und der Oranienstadt Dillenburg, verwandelt sich die Stadt im Anschluss an die Aktion „DillenburgKlapptAuf“ in eine lebendige Bühne für kulturelle Vielfalt. Die KulturNacht dient nicht nur der Unterhaltung, sondern bringt Menschen zusammen und hebt den kulturellen Reichtum unserer Region hervor.
Kultur pur
Gäste der Veranstaltung dürfen sich auf Kultur pur und einen ereignisreichen Abend freuen. Die vielseitigen Darbietungen werden jeweils rund 30 Minuten andauern. Anschließend hat das Publikum Zeit, die Spielstätte zu wechseln, um möglichst viel Kultur erleben zu können.
Musik, Theater, Literatur, Tanz und Ausstellungen
Musikalisch reicht das Angebot von traditionellen Liedern und Evergreens dargeboten vom Oranienquartett Dillenburg, über Rock- und Popklassiker, die von der Schulband der Johann-von-Nassau-Schule Dillenburg auf die Bühne gebracht werden, bis hin zu englischsprachigem Gospel des Pop- und Gospelchors Heilights des CVJM Frohnhausen. Theaterfreunde erleben das KI-generierte Theaterstückexperiment „Battle am Buffet“ der hiesigen Theatergruppe Dellerlecker e.V.. Zu Kirchenführungen lädt neben der katholischen Pfarrei Zum Guten Hirten an der Dill auch die Evangelische Kirchengemeinde Dillenburg ein. Ein literarischer Beitrag wird von der Autorin und Künstlerin Ingrid Kretz präsentiert, der sich mit ihrem eigenen Werk „Die Feuermagd von Dillenburg“, einem historischen Liebensroman, befasst. Außerdem darf sich das Publikum auf mitreißende Tanzvorführungen von Neas Tribal, Sharineas und dem Fähnlein zu Dillenburg e.V. freuen. Ergänzt wird das Programm durch Ausstellungen des Amateur Foto- und Filmclubs Niederscheld und des Fotokollektivs Dillenburg. Die Ergebnisse der eigens durchgeführten Sommerworkshops präsentiert an diesem Abend außerdem das KinderKulturZentrum KiKuZ.
Logo der KulturNacht (Grafik: Förderkreis)
“Orgelfeuerwerk”
Der Abschluss der Dillenburger KulturNacht wird durch die katholische Pfarrei Zum Guten Hirten an der Dill mit einem gigantischen Orgelfeuerwerk des Kantor Joachim Dreher gestaltet.
Für das leibliche Wohl sorgen Gastronomiestände und die Gastronomiebetriebe in der Dillenburger Innenstadt.
Alle Darbietungen sind kostenlos
Eingeladen sind an diesem Abend alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die gemeinsam einen lebendigen, bunten Abend mit viel Freude erleben möchten und so die Vielfalt kulturellen Schaffens Dillenburgs besser kennenlernen können. Alle Darbietungen sind kostenlos zu genießen. Mit der Veranstaltung möchten die Organisatoren eine Plattform schaffen, auf der sich Vereine und Gruppen vernetzen, neue Interessierte gewinnen und gemeinsam einen unvergesslichen Abend gestalten.
Das Programm der KulturNacht Dillenburg 2026 im Überblick:
17.30 – 18.00 Uhr: Schulband der Johann-von Nassau-Schule, Marktstraße, Musikdarbietung
Dillenburgs Innenstadt wird zum lebendigen Wohnzimmer und bereit sich auf die KulturNacht Dillenburg vor.
Unter dem Motto „Wo Menschen sitzen, lebt die Stadt!“ führt der Förderkreis Dillenburg e.V. gemeinsam mit der Oranienstadt Dillenburg auch im Jahr durch die Veranstaltungsreihe, die Leben, Begegnung und Genuss in die Innenstadt bringt.
Lebendiges Wohnzimmer
Mit der Aktion „Dillenburg klappt auf“ verwandelt sich die Innenstadt am Freitag, den 28. August erneut in ein lebendiges Wohnzimmer. Besuchende dürfen sich im Bereich der Markt- und Hauptstraße auf einen bunten Mix aus Streetfood, Wochenmarktflair und besonderen Mitmach-Aktionen freuen. Händler schlagen an den Aktionstagen ihre Lager vor Ort auf und präsentieren dabei ein reichhaltiges Sortiment an frischem Obst und Gemüse, Holz- und Metallwaren, Kleidung und ausgewählten Pfälzer Weinen. Darüber hinaus dürfen sich Besuchende auf Süßwaren, Bratwurst und Pommes freuen.
Mit den Aktionstagen lädt der Förderkreis Dillenburg zur Belebung der Innenstadt ein. Foto: Oranienstadt Dillenburg
Bummeln und Verweilen
Auch die lokalen Gastronomen und Einzelhändler öffnen ihre Pforten und laden zum entspannten Bummeln und Verweilen ein.
Im direkten Anschluss an DillenburgKlapptAuf findet von 17.00-22.00 Uhr in der Dillenburger Innenstadt die KulturNacht Dillenburg statt. Dieses neue Veranstaltungsformat des Förderkreis Dillenburg und der Oranienstadt Dillenburg zeigt einen Querschnitt durch die Kulturvielfalt in Dillenburg.
Letzter Termin für 2026: 25. September
Der letzte Termin für DillenburgKlapptAuf im Jahr 2026 ist angesetzt für Freitag, den 25. September.
Ob zum Einkaufen, Verweilen, Zuhören oder Genießen – die Veranstaltungsreihe richtet sich an alle Generationen. Dillenburgs Innenstadt soll als Herz der Stadt gestärkt werden und einen Raum für Begegnung schaffen. Genau dieses Ansinnen verfolgen die Organisatoren mit der neuen Veranstaltungsreihe und hoffen auf viele Begegnungen an den Freitagen.
Zur Umsetzung der Energiewende sind umfassende Investitionen in die Netzinfrastruktur erforderlich. Die EAM Netz investiert kontinuierlich in einen vorausschauenden Netzausbau und trägt damit den steigenden Anforderungen an die Energieversorgung in der Region Rechnung.
v.l.: Jens Eckhardt – VR Bank Lahn Dill eG ; Friedrich Dehmer – Bürgermeister der Oranienstadt Dillenburg ; Ralf Luy – Projektbearbeiter EAM ; Marcus Hief – Leiter der EAM-Netzregion Dillenburg ;
EAM Netz übernimmt Trafostation der Volksbank
In Dillenburg hat die EAM Netz eine Trafostation der Volksbank übernommen. Für die Integration der Station in das bestehende Stromnetz und die Verstärkung der in diesem Stadtbereich vorhandene Mittelkabel, investiert die EAM rund 130.000 Euro. Heute machten sich Dillenburgs Bürgermeister Friedrich Dehmer zusammen mit dem Leiter der Netzregion Dillenburg Marcus Hief und Projektbearbeiter Ralf Luy sowie Jens Eckhardt vom Facility Management der VR Bank Lahn-Dill eG ein Bild von den Arbeiten.
Steigende Anforderungen erfordern Maßnahmen
„Der Austausch der bisherigen Versorgungskabel gegen größer dimensionierte Kabel erfolgt im Hinblick auf die steigenden Anforderungen an die Stromversorgung durch die Umsetzung der Energiewende. Dabei hilft uns auch die Übernahme der Kundenstation. Gerade in dicht bebauten Innenstädten ist es äußerst schwierig, Flächen für neue Trafostationen zu finden. Deshalb ist die Übernahme bestehender Stationen eine große Chance, um das Stromnetz effizient und zukunftssicher auszubauen“ sagte Marcus Hief. Bürgermeister Friedrich Dehmer freut sich über das Engagement der EAM: „Die Investition der EAM ist ein weiterer Schritt, um das Stromnetz in Dillenburg fit für die Zukunft zu machen und die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen.“
Dillenburg zeigt sich mit brandneuen Terminen von einer besonders geheimnisvollen Seite. Wer sich traut, kann ganz ohne Anmeldung in die düstere Geschichte der Oranierstadt eintauchen.
Spannende Stadtführungen, ohne Anmeldung möglich
Bei diesen außergewöhnlichen Rundgängen führt eine erfahrene Stadtführerin die Teilnehmenden durch über 400 Jahre Stadtgeschichte – mit besonderem Fokus auf deren dunkles Kapitel. In etwa 75 spannenden Minuten erfahren die Gäste Wissenswertes über Mörder und Hexen, über die Zeiten inmitten der Pest, über grausame Foltermethoden und öffentliche Hinrichtungen. Auch geheimnisvolle Legenden von ruhelosen Geistern und unheimlichen Höllenhunden kommen zur Sprache. Zum Abschluss des Rundgangs wartet ein kleiner Umtrunk auf die mutigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die Führungen finden zu folgenden Terminen statt:
Am Freitag, den 21. August 2026, um 20:00 Uhr
Am Freitag, den 18. September 2026, um 20:00 Uhr
Eine Teilnahme ist für Personen ab 16 Jahren möglich. Der Preis beläuft sich auf 10,00 Euro p.P.
Der Teilnahmebetrag wird in bar vor Ort bei der Stadtführerin gezahlt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Treffpunkt ist am Alten Rathaus in Dillenburg (Hauptstraße 19, 35683 Dillenburg).
Tipp: Von April bis Oktober findet außerdem jeden zweiten Sonntag im Monat um 11 Uhr eine offene historische Altstadtführung statt. Interessierte erfahren zum Preis von 6,00 Euro p.P. (Kinder bis 14 Jahre kostenfrei) Wissenswertes und Amüsantes über die Stadtgeschichte. Treffpunkt ist auch bei dieser Führung am Alten Rathaus in Dillenburg (Hauptstraße 19, 35683 Dillenburg). Der Teilnahmebetrag wird in bar vor Ort bei dem Stadtführer oder der Stadtführerin gezahlt. Eine Anmeldung ist ebenfalls nicht notwendig.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen auch auf dillenburg.live.
Altes Rathaus Abendstimmung (Foto: Peter Patzwaldt)
Um frühzeitig für eine der schönsten Jahreszeiten gerüstet zu sein, sucht die Oranienstadt Dillenburg auf diesem Wege bereits jetzt nach Weihnachtsbäumen für die Ausgestaltung der Kernstadt sowie der Stadtteile in der Adventszeit.
Weihnachtsbäume für die Adventszeit gesucht
Wer mit dem Gedanken spielt, in diesem Jahr einen Baum abzugeben, meldet sich gerne bei den zuständigen Kollegen der Stadtwerke Dillenburg. Gesucht werden geeignete Weihnachtsbäume mit einer Höhe von 6 bis 8 sowie 12 bis 14 Metern aus Privatbesitz. Die Bäume sollten möglichst freistehend und mit einem LKW-Kran erreichbar sein und daher nicht weiter als 6 Meter im Grundstück stehen. Die Fällung und Abholung erfolgt im November durch Mitarbeitende der Stadtwerke Dillenburg. Es wird darum gebeten, nur gesunde Bäume anzubieten. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger entstehen selbstverständlich keine Kosten.
Herr Lehn von den Stadtwerken Dillenburg, erreichbar unter der Telefonnummer 02771/896-170, freut sich auf Ihren Anruf!
Im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus gratulierten Bürgermeister Friedrich Dehmer und weitere Vertreter der Stadtverwaltung Anja Graser aus Dillenburg am 3. August zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst bei der Oranienstadt Dillenburg, das sie bereits am 1. August 2026 begehen konnte. Bürgermeister Friedrich Dehmer überreichte ihr zu diesem besonderen Anlass eine Ehrenurkunde sowie ein Präsent als Anerkennung für ihre langjährige Tätigkeit.
(v.l.): Bürgermeister Friedrich Dehmer zeichnete Anja Graser für die langjährigen Dienste aus. Ebenfalls gratulierten der Vorsitzende des Personalrates, Mario Schneider, im Namen der Kolleginnen und Kollegen, sowie der Leiter des Ressorts „Bürgerdienste“, Markus Weiss.
Mit ihrer Ausbildung legte sie damals den Grundstein für ihre Laufbahn im öffentlichen Dienst. Seither ist die heutige Leiterin des Stadtarchivs Dillenburg in unterschiedlichen Aufgaben- und Verantwortungsbereichen tätig.
Karrierestart in der Verwaltung mit fundierter Ausbildung
Nach ihrem Realschulabschluss begann Anja Graser am 1. August 1986 ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in der Stadtverwaltung Dillenburg, die sie im Juni 1989 erfolgreich abschloss. Anschließend war sie als Sachbearbeiterin im Fremdenverkehrsamt des damaligen Hauptamtes eingesetzt, bevor sie im Oktober 1990 in das Einwohnermeldeamt des Ordnungsamtes wechselte.
Bereits in jungen Jahren schlug die gebürtige Manderbacherin ihren Weg in Richtung einer Beamtenlaufbahn ein, für die sie von November 1990 bis August 1992 zunächst die Aufstiegsausbildung für den mittleren Dienst am Hessischen Verwaltungsschulverband absolvierte. Nur zwei Jahre später begann sie ab Oktober 1994 ein Studium an der Verwaltungsfachhochschule, das sie im Jahr 1997 mit Ablegung der Laufbahnprüfung für den gehobenen Dienst als Diplom-Verwaltungswirtin (FH) erfolgreich beendete. Nach ihrer Verbeamtung im Januar 1995 wurde Anja Graser im Juli 1997 in das damalige Bau- und Planungsamt versetzt.
Ihre erste Führungsposition wurde ihr bereits mit 32 Jahren übertragen – als Leitung des damaligen Ressorts 4 – Freizeit, Kultur und Sport aus, zu dem damals auch noch das Jugendhaus und der Bereich Schwimmbäder gehörte. Diese Funktion übte sie bis Februar 2011 aus. Darüber hinaus wurde Anja Graser von 2003 bis 2011 als Geschäftsführerin des Förderkreises Dillenburg e.V. bestellt.
Von der Pressesprecherin zur Leiterin des Stadtarchivs
Von März 2011 bis vor Kurzem war Anja Graser für die Stabsstelle „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Stadtarchiv“ des heutigen Ressort 3 – Bürgerdienste – zuständig. Mit der erstmaligen Einrichtung der Stabsstelle im Jahr 2011 übernahm sie diese Aufgabe und prägte den Außenauftritt der Oranienstadt Dillenburg maßgeblich. Als zentrale Ansprechpartnerin für Presse- und Medienvertreter koordinierte sie die Kommunikation der Verwaltung und nahm als „Sprachrohr“ der Stadt eine wichtige Querschnittsfunktion für die gesamte Verwaltung wahr.
Seit über elf Jahren liegt zudem bereits das Aufgabengebiet „Stadtarchiv“ in ihren Händen. In ihrer aktuellen Position als Leitung des Stadtarchivs führt Anja Graser ein Team aus einem Stadthistoriker, einer Teilzeitkraft, einer geringfügig Beschäftigten sowie einer Auszubildenden und verantwortet rund 15.000 Archivalien. Unter ihrer Federführung wurde im Jahr 2023 der umfangreiche Umzug des Stadtarchivs in das Stadthaus umgesetzt. Dabei wurden unter anderem 5.000 Bücher und Zeitschriften, 1.200 Zeitungsbände, knapp 2.000 Verwaltungsakten sowie umfangreiche Sammlungen von allein 4.100 Fotos, Gemälden und Zeichnungen sowie Personenstandsregister ab dem Jahr 1874 verlagert. Die Bestände sind inzwischen über das vom Hessischen Landesarchiv bereitgestellte Archivinformationssystem „Arcinsys“ online zugänglich.
Auszeichnung und Engagement für den Nachwuchs
Unter der Leitung von Anja Graser wurde das Dillenburger Stadtarchiv gezielt weiterentwickelt und als Kommunalarchiv etabliert. Diese Arbeit wurde im Jahr 2023 mit dem Archivpreis des Landes Hessen ausgezeichnet, der mit 5.000 Euro dotiert ist und von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen alle zwei Jahre an Archive vergeben wird, die sich „besonders um den Erhalt und die Zugänglichmachung von Archivgut“ verdient gemacht haben.
Auch die Förderung des Nachwuchses ist ihr ein wichtiges Anliegen: Seit dem 1. August 2025 bildet Anja Graser eine Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Archiv aus.
Am 1. August 2026 konnte Anja Graser auf 40 Jahre Tätigkeit im öffentlichen Dienst bei der Oranienstadt Dillenburg zurückblicken.
Gratulation durch Bürgermeister Friedrich Dehmer
Bürgermeister Friedrich Dehmer und weitere Vertreter der Stadtverwaltung gratulierten Anja Graser herzlich am 3. August zu ihrem besonderen Dienstjubiläum, dankten ihr für ihr langjähriges Engagement und ihren großen Einsatz und wünschten ihr für die Zukunft weiterhin viel Erfolg, ganz besonders Gesundheit und Freude bei ihrer Tätigkeit.
Rückblickend empfand Anja Graser besonders die Zeit als junge Führungskraft mit einer Vielzahl an Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen als sehr herausfordernd. Diese Zeit habe sie besonders geprägt – sie sei aber ehrgeizig gewesen und habe diese Ressortleiterfunktion gestemmt. Wie sie sich anlässlich ihres Jubiläums zurückerinnert habe, habe es im Laufe ihrer 40-jährigen Tätigkeit glücklicherweise immer Aufgaben gegeben, die ihr Freude bereitet hätten – wie insbesondere die Querschnittsaufgaben, die ihr zunehmend übertragen wurden. In ihrer Funktion als Pressesprecherin sei es immer ihr Bestreben gewesen, die Stadt gut dastehen zu lassen. Auch stellte Anja Graser heraus, dass sie immer gerne über den Tellerrand hinausgeschaut und gerne noch Aufgaben hinzugenommen habe. Zu ihrem aktuellen Tätigkeitsbereich sei sie dagegen eher „auf sehr ausdrücklichen Wunsch“ des ehemaligen Bürgermeisters Michael Lotz gekommen, wie sie mit einem großen Lachen berichtete. Heute sei sie sehr begeistert von diesem Tätigkeitsfeld. In das Archivwesen habe sie sich selbst einarbeiten müssen und dafür zunächst die Archivschule in Marburg besucht, um sich dieses neue Aufgabengebiet erschließen zu können. Anja Graser habe sich dadurch zwischenzeitlich nicht nur neues Wissen, wie die insbesondere die sichere Aufbewahrung von Archivgut, sondern auch die Entscheidungsfindung, was aufbewahrungsbedürftig ist und was nicht sowie das Lesen der alten deutschen Schrift aneignen können, wie sie betonte. Während ihrer Laufbahn habe Anja Graser auch viele Netzwerke knüpfen können, wovon sie heute noch bei der Quellenrecherche profitiere. Bürgermeister Friedrich Dehmer hob am Beispiel des aktuellen Stadtverordneten-Antrags zur Aufarbeitung der NS-Zeit hervor, dass ihre aktuelle Tätigkeit eine spannende und sehr wichtige Pflichtaufgabe für Kommunen sei, die über den normalen Tellerrand hinausginge und sogar Generationen überdauere. Zu der heutzutage nicht selbstverständlichen „Lebensleistung“ gratulierte auch Personalratsvorsitzender Mario Schneider und überreichte ein Präsent sowie Glückwünsche von den Kolleginnen und Kollegen. Den Glückwünschen schloss sich der Ressortleiter Markus Weiß von Herzen an.
Foto:
(v.l.): Bürgermeister Friedrich Dehmer zeichnete Anja Graser für die langjährigen Dienste aus. Ebenfalls gratulierten der Vorsitzende des Personalrates, Mario Schneider, im Namen der Kolleginnen und Kollegen, sowie der Leiter des Ressorts „Bürgerdienste“, Markus Weiss.
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