Verleihung der Charlotte-Petersen-Medaille

Charlotte-Petersen-Medaille

Bis zum 30.06.2021 können erneut Vorschläge für die Verleihung der Charlotte-Petersen-Medaille gemacht werden. Diese verleihen wir seit dem Jahr 2001 an Personen, die sich im Sinne der Namensgeberin besonders engagiert haben.

Die Journalistin Charlotte Petersen, eine der größten Persönlichkeiten Dillenburgs, hatte zusammen mit Hilda Heinemann, der Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann, im Jahre 1959 das Hilfswerk Wapniarka gegründet. Dieser Name geht zurück auf das 1942 in Südrussland für rumänische, bulgarische und baltische Juden errichtete KZ „Wapniarka“. Eine Wiedergutmachung in Form einer Rente wurde den KZ-Opfern nicht gewährt; lediglich eine einmalige Abfindung von damals 5000,– DM wurde an die Überlebenden gezahlt. Charlotte Petersens Motiv für die Gründung des Hilfswerks war, wie sie einmal sagte, “ … ein klein wenig von der Schuld der Deutschen abzutragen“. So war die Dillenburger Journalistin unermüdlich dafür tätig, Spendengelder für die überlebenden KZ-Opfer aufzutreiben. Im Laufe der Jahre sammelte sie Millionenbeträge ein.

Der praktizierenden Christin, die sich beispielhaft für die Versöhnung zwischen Juden und Christen über alle Grenzen hinweg einsetzte, wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen: Das „Bundesverdienstkreuz Erster Klasse“ (1967), die „Wilhelm-Leuschner-Medaille“ und der „Gustav-Heinemann-Bürgerpreis“ (beide 1989) bis hin zur „Buber-Rosenzweig-Medaille“ (1990). Im Jahre 1986 wurden Charlotte Petersen die Ehrenbürgerrechte der Stadt Dillenburg verliehen. Um das Lebenswerk von Frau Petersen anzuerkennen und zu würdigen, vergeben wir alle zwei Jahre die Charlotte-Petersen-Medaille.

Träger dieser Auszeichnung wurde erstmals im Jahr 2001 Prof. Dr. Martin Stöhr, Theologe und langjähriger Präsident des Internationalen Rates der Christen und Juden, für seine Verdienste um den christlich-jüdischen Dialog. Im Jahr 2003 wurde die „Charlotte-Petersen-Medaille“ an Dr. Thea Altaras, die sich für die Erhaltung der Synagogen in Hessen eingesetzt hat, verliehen. 2005 erhielt Ursula Vollmer, Gründerin des Vereins Aguablanca, die Charlotte-Petersen-Medaille. Vierter Träger der Auszeichnung ist Eckhard Scheld, Studiendirektor an der Wilhelm-von-Oranien-Schule, der 2007 für sein Engagement für die Völkerverständigung zwischen Deutschland und den osteuropäischen Staaten geehrte wurde. Preisträger in 2009 wurde Landesrabbiner Dr. Henry G. Brandt aus Augsburg für seine Verdienste um die Verständigung zwischen Christen und Juden. Für ihren Einsatz in Erforschung und Weitergabe der Geschichte der Juden und jüdischen Gemeinden in Hessen erhielt Monica Kingreen, Diplom-Pädagogin und Mitarbeiterin des Fritz-Bauer-Instituts, im Jahr 2011 die Medaille. 2013 wurde Hartmut Schmidt aus Frankfurt für sein vorbildliches Engagement für eine lebendige Erinnerungs- und Gedenkkultur in Deutschland ausgezeichnet. In Anerkennung seines Engagements und Wirkens im Sinne von Charlotte Petersen erhielt Klaus Peter Mücke, evangelischer Pfarrer im Ruhestand aus Dillenburg, im Jahr 2016 die Auszeichnung, die zuletzt in 2019 an Gerhard Zimmermann, Dekan im Ruhestand aus Bad Soden, ging. Zimmermann hatte Charlotte Petersens Biografie und ihr Lebenswerk in seinem Buch „Die größte Bettlerin des Jahrhunderts. Charlotte Petersen und ihr Kampf für die Überlebenden des KZ-Wapniarka“  gewürdigt.

Jeder kann Personen für die Ehrung vorschlagen, die im Sinne von Charlotte Petersen gewirkt haben. Die Vorschläge sollen begründet sein und können bis zum

30. Juni 2021

beim Magistrat der Oranienstadt Dillenburg, Rathausstr. 7, 35683 Dillenburg, eingereicht werden.

Die eingegangenen Vorschläge gibt der Magistrat an ein Auswahlgremium weiter, das die Vorschläge prüft und berät. Der Magistrat beschließt nach Anhörung des Ausschusses für Jugend, Soziales, Sport und Kultur über die Verleihung, die dann im Jahr 2021 stattfinden wird.

Geflügel darf wieder im Freien gehalten werden

Eine braune Henne, Quelle: Pixabay

Geflügelpest: Kreis-Veterinäramt hebt Aufstallungspflicht auf

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Im Lahn-Dill-Kreis dürfen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Tauben und Laufvögel, wie Gänse, Wachteln, Enten, Strauße, Emus oder Nandus wieder im Freien gehalten werden. Deshalb gilt die tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung zum Schutz vor der aviären Influenza (Aufstallungspflicht in Risikogebieten; Abgabe von Geflügel im Reisegewerbe) vom 08. April 2021 ab heute, 14. Mai 2021, als aufgehoben.

Ausbreitung als mäßig eingestuft

Betroffen von der Pflicht waren die Geflügelpest-Risikogebiete entlang von Lahn und Dill sowie am Aartalsee und am Dutenhofener See. Tendenziell ist in Hessen ein Rückgang der neuen Ausbrüche und Fälle zu beobachten. Das Risiko der Ausbreitung und Einschleppung in Geflügelhaltungen wird vom Friedrich-Löffler-Institut derzeit als mäßig eingestuft.

Das Kreis-Veterinäramt betont allerdings, dass weiterhin Vorsicht geboten ist. Hygieneregeln und Biosicherheitsmaßnahmen sollten jederzeit konsequent eingehalten werden, da diese den besten Schutz vor einer Einschleppung der Geflügelpest bieten. Die Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen. Große Vorsicht ist deshalb auch beim Handel mit Lebendgeflügel im Reisegewerbe und dem Aufenthalt in Ländern mit ausgeprägtem Infektionsgeschehen geboten.

Stadtarchiv verbessert Kundenservice

Farbscanner Stadtarchiv

Unser Stadtarchiv kann nun mit einer wichtigen Erweiterung der technischen Einrichtung einen verbesserten Kundenservice anbieten. In letzten Tagen wurde ein A2 Farbscanner installiert, mit dem Nutzende und Beschäftigte großformatige Archivalien schnell, schonend und hochwertig digitalisieren können. Der Scanner konnte mit Hilfe der Bundes-Fördermittel aus dem Programm „Wissenswandel“ des Deutschen Bibliotheksverbandes e. V. finanziert werden.

Das Stadtarchiv verfügt über rund 15.000 Archivalien mit den Schwerpunkten oranien-nassauische Geschichte sowie heimische Vereins- und Wirtschaftsgeschichte, die der Öffentlichkeit unter Wahrung möglicher Schutzfristen zur Einsichtnahme und zu Recherchezwecken zur Verfügung stehen. Insbesondere der seit 1839 lückenlose Bestand von rund 1.100 Bänden der heimischen Tageszeitungen hat es dabei den meisten Nutzenden angetan. Zu den Beständen gehören außerdem Verwaltungsakten, Amts-/Stadtbücher, Pläne, Karten, Plakate, städtebauliche Dokumentationen, Nachlässe, Münzen/Medaillen, Urkunden und Briefe. Sowohl für private, wie auch für ortsgeschichtliche, pädagogische oder wissenschaftliche Zwecke ist ein Besuch im Archiv nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Für eine gewerbliche und private Nutzung fallen moderate Gebühren an. Das Archiv ist derzeit im 2. Stock der Villa Grün auf dem Schlossberg untergebracht. Aus Platzgründen ist im Jahr 2022 ein Umzug erforderlich. Dann werden die bedeutenden Bestände im Stadthaus untergebracht, wo eine Fläche von rund 400 qm zur Verfügung steht. In diesem Zusammenhang steht eine Neustrukturierung der Magazin- und Büroräume an, die die Verwaltung derzeit vorbereitet. Das Stadtarchiv Dillenburg steht bei der Digitalisierung noch ganz am Anfang. 95 % des Schriftguts können leider noch nicht digital zur Verfügung gestellt werden. Die Digitalisierung des rund 5.000 Bilder umfassenden Fotobestands läuft auf Hochtouren. Dabei leistet der neue Scanner wertvolle Dienste: denn jetzt können auch Originale größer als A3 in eine elektronische Form gebracht werden. Der Scanner ist auch in der Lage, ganze Zeitungsbände oder einzelne Zeitungsseiten zu erfassen. Langfristig wird damit die Bestandserhaltung verbessert, denn wertvolle Originale werden geschont und dem Nutzenden können die Archivalien in zeitgemäßer Form zur Verfügung gestellt werden. Unter Anleitung kann der barrierearme Scanner von den Nutzenden auch selbst bedient werden. Die Zuwendung aus dem Förderprogramm „Wissenswandel“ beträgt 12.274,73 Euro; die Förderquote liegt damit bei fast 90 %. Das Stadtarchiv Dillenburg erhält Anfragen aus ganz Deutschland und aus allen Nutzergruppen. Nicht immer ist ein persönlicher Besuch möglich oder erforderlich. In der Regel werden Anfragen per Mail bearbeitet nach vorheriger Recherche der Archivmitarbeitenden. Dafür steht die Adresse archiv@dillenburg.de zur Verfügung.

Geldwertkarten Aquarena – Gültigkeit und Erstattung

Logo des Aquarena - Das Sport und Familienbad in Dillenburg

Dillenburg. Bedingt durch die ca. 15-monatige Schließung des Aquarena-Sport und Familienbad haben Besitzer von Geldwertkarten die Möglichkeit, sich diese erstatten zu lassen. Bitte beachten Sie, dass durch personelle Engpässe, hier mit längeren Wartezeiten bis zur Erstattung gerechnet werden muss.

Geldwertkarten behalten Ihre Gültigkeit

Die gute Nachricht für alle Besitzer von Geldwertkarten ist jedoch, dass diese ihre Gültigkeit behalten und auch im Freibad Oberscheld (leider ohne Rabattierung) genutzt werden können.

Möglichkeit der Rückerstattung

Sollten Sie dennoch eine Rückerstattung Ihrer Geldwertkarte wünschen, gehen Sie bitte wie folgt vor:

Sie benötigen hierfür den Vordruck, den Sie unter www.aquarena.org, bei den Stadtwerken, im Stadthaus, dem Rathaus oder dem Alten Rathaus erhalten. Bitte füllen Sie das Formular aus und senden Sie dieses zusammen mit der Geldwertkarte in einem Briefumschlag an:

Servicebetriebe der Stadt Dillenburg GmbH, Sophienstraße 1, 35683 Dillenburg oder Aquarena Dillenburg, Stadionstraße 10, 35683 Dillenburg

Alternativ können die Karten mit Vermerk „Aquarena Dillenburg“ in die jeweiligen Briefkästen aller städtischen Liegenschaften eingeworfen werden.

Bitte beachten Sie, dass der Kontoinhaber auf dem ausgefüllten Formular und der Besitzer der Geldwertkarte übereinstimmen müssen.

Bei Abweichung erhalten Sie Informationen zu diesem Thema unter aquarena@dillenburg.de.

Erste Sitzung der neuen Stadtverordnetenversammlung

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Die Stadtverordnetenversammlung bei der konstituierenden Sitzung am 22. April in der Gemeinschaftshalle Niederscheld

Die Dillenburger Stadtverordnetenversammlung ist nach der Kommunalwahl am 14. März erstmalig zusammengetreten. Bei der Konstituierung am 22. April trafen sich die 37 Mitglieder sowie die bisherigen und neuen zehn Mitglieder des Magistrats unter Corona-Bedingungen in der Niederschelder Gemeinschaftshalle und nahmen ihre politische Arbeit für die nächsten fünf Jahre auf. Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung standen zahlreiche Wahlen und Benennungen für unterschiedliche Kommissionen und Versammlungen sowie Verabschiedungen bisheriger Mandatsträger.

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Die Stadtverordnetenversammlung bei der konstituierenden Sitzung am 22. April in der Gemeinschaftshalle Niederscheld
Foto (Oranienstadt Dillenburg): Die Stadtverordnetenversammlung bei der konstituierenden Sitzung am 22. April in der Gemeinschaftshalle Niederscheld

37 Abgeordnete nehmen politische Tätigkeit für die Oranienstadt auf

Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Tim Andreas, Dillenburg (Bürger für Dillenburg)
  • Grit Balzer, Dillenburg (SPD)
  • Horst Beckmann, Dillenburg (CDU)
  • Franziska Blicker, Manderbach (CDU)
  • Kerstin Broich, Dillenburg (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Kevin Deusing, Oberscheld (CDU)
  • Frauke Flender-Schneider, Dillenburg (CDU)
  • Manfred Georg, Dillenburg (CDU)
  • Tobias Günther, Frohnhausen (SPD)
  • Jürgen Hartmann, Oberscheld (SPD)
  • Jürgen Helmke, Dillenburg (CDU)
  • Svenja-Alexandra Hillmann, Dillenburg (SPD)
  • Ramona Höge, Dillenburg (CDU)
  • Christian Jung, Manderbach (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Frank Lenz, Frohnhausen (CDU)
  • Knut Letzel, Dillenburg (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Angelika Mohr, Dillenburg (SPD)
  • Torben Nachtigall, Oberscheld, (CDU)
  • Otto Nickel, Dillenburg (Bürger für Dillenburg)
  • Wolfgang Nickel, Frohnhausen (CDU)
  • Andrea Niggemann, Manderbach (AfD)
  • Klaus Niggemann, Manderbach (AfD)
  • Iris Prager, Eibach (CDU)
  • Pauline Rathmann, Dillenburg (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Prof. Dr. Ernst Rauterberg, Dillenburg (FDP)
  • Petra-Carin Reeh, Manderbach (SPD)
  • Lothar Schäfer, Dillenburg (SPD)
  • Falk Schmidt, Dillenburg (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Matthias Schröder, Frohnhausen (CDU)
  • Silke Schumacher, Manderbach (CDU)
  • Jutta Simon, Dillenburg (FDP)
  • Marie Tetzner, Dillenburg (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Martin Tetzner, Manderbach (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Klaus Wagner, Donsbach (SPD)
  • Pierre Waldschmidt, Frohnhausen (CDU)
  • Klaus-Achim Wendel, Dillenburg (CDU)
  • Wilhelm Werner, Dillenburg (SPD)

Die Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung sind öffentlich. Das Gremium kommt in der Regel alle sechs Wochen zusammen und berät und entscheidet über wichtige Angelegenheiten der Oranienstadt. Wer die Sitzungen persönlich verfolgen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Termine und Tagesordnungspunkte sind im Bürgerinformationssystem unter www.dillenburg.de zu sehen.

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung
Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung

Magistrat konstituiert sich neu

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der neue Dillenburger Magistrat hat sich für die nächsten fünf Jahre konstituiert

Der Dillenburger Magistrat ist nach der Kommunalwahl am 14. März erstmalig zusammengetreten. Bereits bei der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 22. April führte Bürgermeister Michael Lotz die Stadträte und Stadträtinnen in die neue Wahlperiode ein. Für die nächsten fünf Jahre werden nun die bisherigen und neuen zehn Mitglieder des Magistrats unter dem Vorsitz des Bürgermeisters die Geschicke der Verwaltung leiten.

Neue Mitglieder in Dillenburgs Verwaltungsspitze

Zum Gremium gehören nun (in alphabetischer Reihenfolge) Gerhard Anders (CDU), Helmut Blecher (Bündnis 90/Die Grünen), Marianne Henrich (CDU), Henning Hofmann (CDU), Karin Pflug (CDU), Rüdiger Reese (FDP), Hans-Werner Schech (SPD), Prof. Dr. Michael Wagner-Kern (Bündnis 90/Die Grünen) und Elke Weppler (SPD). Ausgeschieden sind die Erste Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (CDU), sowie die Stadträte Heinz Hermann und Horst Pfeiffer (beide SPD). Neuer Erster Stadtrat ist Gerhard Anders. Hans-Werner Schech aus Oberscheld verzeichnet mit der Einführung als Magistratsmitglied seine Premiere in den städtischen Gremien, während Prof. Dr. Michael Wagner-Kern aus Dillenburg bereits bis 2006 Stadtverordneter und zuletzt bis 2009 Mitglied im Dillenburger Ortsbeirat war.

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der neue Dillenburger Magistrat hat sich für die nächsten fünf Jahre konstituiert
Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der neue Dillenburger Magistrat hat sich für die nächsten fünf Jahre konstituiert

Die Sitzungen des Magistrats finden nichtöffentlich und in der Regel einmal wöchentlich  statt. Das Gremium berät und entscheidet über laufende Angelegenheiten der Oranienstadt, wie z. B. Personal- und einfache Grundstücksangelegenheiten.

Klaus-Achim Wendel wiedergewählt

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (Mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Lothar Schäfer (links) und Silke Schumacher (rechts)

Der bisherige Stadtverordnetenvorsteher ist auch der künftige: Klaus-Achim Wendel (CDU) aus Dillenburg wurde bei der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung als Vorsitzender wiedergewählt. Silke Schumacher (CDU) aus Manderbach und Lothar Schäfer (SPD) aus Dillenburg werden ihn im Abwesenheitsfall vertreten.

Engagiertes Arbeiten gegen Politikmüdigkeit

Klaus-Achim Wendel übernimmt die Funktion des Parlamentsvorsitzenden schon zum vierten Mal. Zu seinen Aufgaben gehört die Einladung und Leitung der Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung, die etwa alle sechs Wochen zusammenkommt. Er sorgt für einen geordneten Ablauf, übt das Hausrecht aus und repräsentiert die Stadt als „erster Bürger“ bei zahlreichen Terminen und zu verschiedenen Ereignissen. Protokollarisch steht er als solcher noch über dem Bürgermeister. Für besondere Anlässe steht ihm ein kleines, eigenes Budget zur Verfügung. Für seine Wiederwahl dankte er herzlich allen Stadtverordneten und bat um Unterstützung in seinem Amt: „Lassen Sie uns gemeinsam gegen die allgemeine Politikmüdigkeit arbeiten und setzen Sie sich mit mir zusammen ein für ein lebenswertes Dillenburg“. Sein erster Vertreter wurde Lothar Schäfer (SPD), der diese Funktion auch bisher ausübte. Sollte er verhindert sein, wird Silke Schuhmacher (CDU) diese Aufgabe übernehmen.

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (Mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Lothar Schäfer (links) und Silke Schumacher (rechts)
Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (Mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Lothar Schäfer (links) und Silke Schumacher (rechts)

Verabschiedung von Elisabeth Fuhrländer

Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel mit der ehemaligen Ersten Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Elisabeth Fuhrländer (CDU) ist als Erste Stadträtin der Oranienstadt Dillenburg von Bürgermeister Michael Lotz aus ihren politischen Ämtern verabschiedet worden. Die Dillenburgerin hatte 20 Jahre lang den Bürgermeister vertreten und sich mit Leidenschaft für die Belange der Stadt eingesetzt. Ihr Nachfolger wurde Gerhard Anders (CDU) aus Oberscheld. Auch die Stadträte Horst Pfeifer und Heinz Hermann (beide SPD) schieden aus dem Magistrat aus.

20 Jahre lang als Erste Stadträtin im Dienst der Stadt

Elisabeth Fuhrländer war seit 1993 Mitglied der städtischen Gremien. Zunächst gehörte sie vier Jahre lang der Stadtverordnetenversammlung an, war Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses und des Ausschusses für Jugend und Soziales. Seit April 1997 war sie Mitglied des Magistrates. In hervorgehobener Position der Ersten Stadträtin – der direkten Vertretung des Bürgermeisters wirkte sie ab 2001 und begleitete noch ein Jahr lang den damaligen Bürgermeister Helmut Meckel. In dieser Funktion war sie außerdem Mitglied in den unterschiedlichsten Kommissionen, Beiräten, Gremien und Ausschüssen. Sie hat Dillenburg bei Tausenden von Anlässen im In- und Ausland repräsentiert und vertreten. In 2002 händigte sie die Ernennungsurkunde für Bürgermeister Michael Lotz aus und arbeitete mit ihm vertrauensvoll und sehr freundschaftlich zusammen. Dieser äußerste sich bei der Verabschiedung der 80jährigen Dillenburgerin bei der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung sichtlich gerührt über seine langjährige Vertreterin: „Ich konnte immer auf ihre Loyalität unserer Stadt, ihren Gremien und der Verwaltung gegenüber bauen. Sie hat in diesen langen Jahren unglaublich viele Termine wahrgenommen, Stunden gearbeitet und sich immer mit Leidenschaft für ihre Heimatstadt engagiert. Sie ist nicht nur in der Oranienstadt, sondern in der gesamten Region eine Frau, die mit ihrer Aufgabe für Dillenburg identifiziert und wertgeschätzt wird. 20 Jahre die Erste Stadträtin zu sein ist eine hervorragende und außergewöhnliche Leistung, die den Respekt und die Anerkennung von uns allen verdient hat.“ Unterstützt wurde sie in ihrem Amt auch immer von ihrem Partner Walter. Bürgermeister Michael Lotz betonte, wie ungern er sie gehen lasse. Er dankte ihr herzlich und wünschte ihr und ihrem Mann nun eine Zeit, in der sich beide hoffentlich bei guter Gesundheit an den schönen Dingen des Lebens noch lange erfreuen könnten. Neuer Erster Stadtrat wurde Gerhard Anders (CDU) aus Oberscheld.

Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel mit der ehemaligen Ersten Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (Foto: Oranienstadt Dillenburg)
Foto: Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel mit der ehemaligen Ersten Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Heinz Hermann und Horst Pfeifer scheiden aus Magistrat aus

Mit der neuen Wahlperiode schieden auch die Stadträte Heinz Hermann und Horst Pfeifer (beide SPD) aus dem Magistrat aus. Beide waren lange Jahre in der Politik an unterschiedlichen Positionen der Oranienstadt aktiv. Das Engagement von Heinz Hermann aus Frohnhausen begann 1981 und das von Horst Pfeifer aus Dillenburg im Jahr 1975 (mit Unterbrechung). Sie nahmen Funktionen im Ortsbeirat, in der Stadtverordnetenversammlung, in den Ausschüssen und Kommissionen und eben auch im Magistrat wahr. Wie viele Stunden, wie viele Diskussionen, wie viele Termine, wie viele Vorbereitungen auf Sitzungen dadurch entstanden, ist heute nur schwer feststellbar. Beide Herren ließen sich von dem hohen Zeitaufwand für ihre Ämter nicht abschrecken und wirkten jahrzehntelang an jedem Tag für die Belange der Dillenburger*innen.

Die Menschen, die dahinter stehen

Bürgermeister Michael Lotz: „Und bei dieser Betrachtung wird allzu oft nicht berücksichtigt, dass wir nur über Funktionen bei solchen Wahlen oder einer Konstituierung sprechen, aber doch Menschen diese ausfüllen und dahinterstehen. Menschen, deren Leben natürlich außerhalb der Politik ebenfalls stattfindet. Beruf, später der Ruhestand, die Familien mit freudigen und manchmal sehr traurigen Ereignissen, Gesundheit und Krankheit, harmonische und weniger schöne Ereignisse. All` das führt zu einer engen Verknüpfung der Lebenswege der aktiven Kommunalpolitiker*innen auch mit der Stadt, den Kolleg*innen aus anderen Fraktionen, der Verwaltung und externen Partnern. Und wenn heute drei verdiente Kollegen des Magistrates ausscheiden, dann geht damit auch ein prägender Lebensabschnitt der betreffenden Persönlichkeiten zu Ende.“ Das Stadtoberhaupt bedankte sich bei den langjährigen und verdienten, in der Sitzung leider beide nicht anwesenden Stadträten Heinz Hermann und Horst Pfeifer für ihren Dienst für die Menschen der Oranienstadt.

Foto: Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel mit der ehemaligen Ersten Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Informationen zum neuartigen Coronavirus

Ein Mensch mit Maske, Schutzhaube, -brille, und -handschuhen hält ein Teströhrchen in den Händen

Stand: 10.06.2021

Hier informieren wir Sie über geltende Regelungen, Verfügungen, erschienene Pressemitteilungen, getroffene Entscheidungen und allgemeine Vorsichtsmaßnahmen zum neuartigen Coronavirus. Wir aktualisieren die entsprechenden Seiten regelmäßig:

Informationen zum neuartigen Coronavirus

Kinderbetreuung

Öffentliches Leben

Impfen

Nachbarschaftshilfen

Gewerbetreibende

Städtische Einrichtungen und Verwaltungsgebäude

Links und Bekanntmachungen

Kanalbaumaßnahme in Oberscheld

Das Bild zeigt einen Blick in die Marburger Straße, Ortsmitte Oberscheld, Foto: Oranienstadt Dillenburg

Ab 6. April werden wir im Ortskern Oberscheld, in der Marburger Straße, auf einer Länge von 250 Metern Schäden am Mischwasser-Kanalsystem beheben. Hier haben wir bei einer Kamerauntersuchung eine Reihe undichter Stellen in der aus den 80er Jahren stammenden Bachverrohrung entdeckt. Hinzu kommt der Bau eines Regenüberlaufbauwerks, das in Zukunft 50 Kubikmeter Wasser aufnehmen kann und beispielsweise bei Starkregen die Fluten aufnimmt und so als Puffer dient. Wir investieren im Bergmannsdorf eine Million Euro. Für die Arbeiten ist ein Zeitraum von insgesamt neun Monaten vorgesehen.   

Die Erneuerung des Mischwassersammlers ist aus hydraulischen Gründen erforderlich, da der vorhandene Sammler inzwischen überlastet ist. Außerdem werden durch diese Maßnahme vorhandene bauliche Schäden am Kanal behoben. Der Neubau des Regenüberlaufbauwerks ist notwendig, da der weiterführende Kanal in Richtung Niederscheld ebenfalls überlastet ist und ohne das neue Bauwerk über eine lange Strecke erneuert werden müsste. Durch das Regenüberlaufbauwerk wird die Überlast aus dem Sammler herausgenommen, so dass nicht der gesamte Kanal erneuert werden muss.

Die Rohre für den Sammler werden auf einer Länge von 195 Metern ausgetauscht und dabei rund 45 Hausanschlüsse und Straßenabläufe neu an den Kanal angebunden. Außerdem werden sieben große Schachtbauwerke neu eingebaut. Der Ablauf des Regenüberlaufes wird über eine sogenannte Rohrdrossel mit Schieber mit dem weiterführenden Mischwasserkanal verbunden. Die Entlastung erfolgt dann in die Schelde. Eine Absperrklappe soll einen Rückstau der Schelde in den Mischwasserkanal verhindern. Insgesamt werden beim Aushub 2.500 Kubik Erde bewegt. Im Zuge der geplanten Maßnahme verlegen die Versorgungsträger Stadtwerke, EAM und Telekom neue Ver- und Entsorgungsleitungen.

Die Maßnahme beginnt hinter dem Kreisel in der „Marburger Straße“ ab der Zufahrt zur „Bahnhofstraße“ und endet an der Einmündung „Am Seßweg“. Die Arbeiten finden jeweils unter halbseitiger Sperrung statt. Der Verkehrsfluss wird mit einer Ampelanlage geregelt. Die Zufahrt für die Anlieger ist sichergestellt. Das Gleiche gilt für den Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Oberscheld in der Bahnhofstraße. Ein Ausrücken der Brandschützer bei Alarm ist für die Dauer der Arbeiten sichergestellt. Die Gesamtmaßnahme ist in drei Abschnitte unterteilt – wobei jeweils ein Abschnitt zunächst fertig gestellt wird, bevor der nächste begonnen wird. Der erste Abschnitt beginnt hinter dem Kreisel an der Einmündung der Bahnhofstraße und verläuft bis in Höhe des Sparkassengebäudes. Der zweite Abschnitt schließt sich ab dem Sparkassengebäude an und endet in der Einmündung der Gartenstraße. Der dritte und letzte Teil wird sich dann zwischen der Einmündung der Gartenstraße und der Einmündung Am Seßweg bewegen. Nach Abschluss der Kanalisationsarbeiten wird ein neuer Asphaltbelag aufgebracht. Mit der Umsetzung der Baumaßnahme haben wir die Firma Heinrich Lauber GmbH & Co. KG beauftragt. Diese beginnt mit den Arbeiten am Dienstag nach Ostern und richtet die Baustelle ab dem Kreisel in der „Marburger Straße“ ein. Für die Baumaßnahme ist ein Zeitraum von insgesamt neun Monaten vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf knapp über eine Million Euro, die wir in unser Kanalnetz und in den Hochwasserschutz investieren.

Zahlen zum Kanalbau

Bei der Kanalbaumaßnahme in Oberscheld müssen beim Straßenaufbruch 750 m² Verbundsteinpflaster zuerst aufgenommen und anschließend wieder verlegt werden. 200 m² Bordsteine werden an der Straße rausgenommen und zum Schluss wieder eingebaut. Auf einer Länge von 170 m erfolgt der Erdaushub: rund 2.500 m³ Material fallen an. Alte Rohrleitungen werden durch größere ersetzt, das Gleiche geschieht mit den Schachtbauwerken. Die neu zu verlegenden Kanäle besitzen Durchmesser von 400 bis 1000 Millimeter. Zur Herstellung der Marburger Straße ist geplant, 930 Tonnen Frostschutzschicht, 210 Tonnen Asphalttragschicht, 105 Tonnen Asphaltbinderschicht und 100 Tonnen Asphaltdeckschicht einzubauen.