Die Dienststellen der Kreisverwaltung bleiben an den Brückentagen Freitag, 15. Mai, sowie Freitag, 5. Juni, für den Kundenverkehr geschlossen.
Betroffen sind sämtliche Ämter und Servicebereiche. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihre Anliegen entsprechend vor oder nach diesen Terminen einzuplanen.
Für dringende Fälle stehen die bekannten Notfall- und Bereitschaftsdienste zur Verfügung. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Kreisverwaltung abrufbar.
Ab dem jeweils folgenden Montag gelten wieder die regulären Öffnungszeiten.
Lahn-Dill-Kreis vergibt den Integrationspreis 2026: 1.500 Euro für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Gesucht: kreative Ideen und engagierte Projekte / Bewerbungen bis zum 31. Mai 2026 einreichen
Der Lahn-Dill-Kreis sucht zum achten Mal Menschen und Initiativen, die gesellschaftliche Brücken bauen: Der WIR-Beirat schreibt den Integrationspreis aus und würdigt damit Projekte, die Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen. Der Integrationspreis ist mit 1.500 Euro dotiert.
In Zeiten vieler Krisen – von Kriegen in der Ukraine, in Afrika und dem Nahen Osten bis hin zu wachsender Vereinsamung oder Armut – setzt der Kreis bewusst ein Zeichen für Miteinander statt Gegeneinander. Gesucht werden innovative Ideen und engagierte Menschen, die zeigen, wie Integration im Alltag gelingen kann. Der Preis macht sichtbar, was funktioniert und schafft Vorbilder für weitere Integrationsprojekte in der Region.
Wer kann sich bewerben?
Einzelpersonen, Gruppen oder Vereine, die Menschen verschiedenen Alters, mit unterschiedlicher Sprache und kulturellem Hintergrund erreichen und verbinden – sei es durch neue Projektideen oder bereits bewährtes Engagement. Eine Jury aus Mitgliedern des WIRBeirats wählt die Preisträger aus. Verkündet werden die Gewinnerinnen und Gewinner bei einer Preisverleihung im Rahmen der Interkulturellen Woche im Lahn-Dill-Kreis.
Bewerbungen einreichen:
Bewerbungen und Vorschläge können bis zum 31. Mai 2026 formlos eingereicht werden – per
Post oder E-Mail an:
Vielfaltszentrum des Lahn-Dill-Kreises Abteilung Soziales und Integration Karl-Kellner-Ring 51 35576 Wetzlar E-Mail: WIR@lahn-dill-kreis.de
Wie gelingt der Start in die energetische Modernisierung? Was geht bei mir, Wärmepumpe oder Pelletheizung? Und was ist eigentlich eine Energieeffizienzklasse?
LEA – LandesEnergieAgentur Hessen GmbH
Digitales Beratungsangebot informiert kostenfrei
Mit dem kostenfreien Informationsangebot „Ihr Zuhause. Ihre Zukunft“ unterstützt die LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH (LEA Hessen) Bürgerinnen und Bürger in Hessen bei Fragen rund um Energiesparen und Fördermittel sowie zur Gebäude- und Heizungsmodernisierung. Das Angebot umfasst regelmäßig via MS Teams (Browser oder App) stattfindende Webinare zu wechselnden Schwerpunkten sowie eine digitale Gruppensprechstunde, die jede Menge Raum für individuelle Fragen bietet – offen, verständlich und ohne Vorkenntnisse geeignet.
Zwei Formate – viele Antworten
„Ihr Zuhause. Ihre Zukunft: Die Webinarreihe“ – Online-Vorträge zu aktuellen Energiethemen mit anschließender Fragerunde
„Ihr Zuhause. Ihre Zukunft: Die Sprechstunde“ – in kurzem zeitlichem Abstand finden Sie hier Gruppentermine für Ihre persönlichen Fragen zum Energiesparen und Fördermittel sowie zur Gebäude- und Heizungsmodernisierung.
„Viele Menschen – ob zur Miete oder im eigenen Zuhause – wollen ihre Energiekosten senken und ihre vier Wände modernisieren. Doch oft fehlt der erste Impuls. Genau hier setzen unsere Angebote an: Sie bieten einen einfachen, kostenlosen und alltagsnahen Einstieg und das unabhängig von Produkten und Anbietern“, erklärt Dr. Karsten McGovern, Geschäftsführer der LEA Hessen. „Wir orientieren uns an den konkreten Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger und schaffen gleichzeitig Raum für individuelle Fragestellungen.“
Kommende Webinare
26.05.2026, 18:30 Uhr – Energetisch Sanieren – auch mit kleinem Budget
25.08.2026, 18:30 Uhr – Schnell und effizient sanieren mit System
22.09.2026, 18:30 Uhr – Wärmepumpe für bestehende Gebäude
17.11.2026, 18:30 Uhr – Die neue Gesetzgebung zum energetischen Sanieren & Fördermöglichkeiten
Fördermöglichkeiten
Die Webinare bieten Vorträge von Expertinnen und Experten von jeweils rund 30 Minuten mit kompaktem Wissen zu Technik, Förderungen und Umsetzungsstrategien. Im Anschluss gibt es Raum für themenbezogene Fragen. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist erwünscht.
Digitale Sprechstunden – persönliche Orientierung
Unter dem Titel „Ihr Zuhause. Ihre Zukunft: Die Sprechstunde“ bietet die LEA Hessen außerdem einmal im Monat digitale Gruppensprechstunden an. Dort beantworten Energieexpertinnen und -experten Fragen zu allen Themen rund ums energetische Sanieren – von der ersten Idee bis zur konkreten Maßnahme. Die nächsten Termine finden am 28.04., 08.05., 05.06., 23.06. und 03.07. statt. Die Termine für die zweite Jahreshälfte folgen online kurz vor der Sommerpause. Mehr Informationen & Teilnahme-Links finden Sie auf der Webseite der LEA Hessen (www.leahessen.de) im Reiter „Bürgerinnen und Bürger“, „Ihr Zuhause. Ihre Zukunft“ (https://www.leahessen.de/zuhausezukunft).
Seit 2024 arbeitet die Stadt mit der EAM daran, Maßnahmen zur Reduktion der kommunalen CO2-Emissionen zu identifizieren, zu planen und umzusetzen. Die E-Mobilität ist dabei ein wichtiger Baustein dieser Energiewendepartnerschaft. Aus diesem Grund haben die Stadt und die EAM EnergiewendePartner GmbH auf dem Stadthallenparkplatz in der Van-Brandes-Straße und auf dem Parkplatz „Auf der Schütte“ in Dillenburg weitere E-Ladesäulen aufgestellt.
Ladesäulen in Betrieb genommen
In Betrieb genommen: Die neuen Ladesäulen können ab sofort genutzt werden. Foto: EAM
Am Dienstag nahmen Bürgermeister Friedrich Dehmer und Dillenburgs Klimaschutzmanager Dr. Stephan Weidemüller gemeinsam mit EAM-Projektentwickler Till Walter und dem EAM-Kommunalberater Roald Schlösser die neuen Säulen offiziell in Betrieb. Eine dritte Ladesäule soll zukünftig am Seniorenheim „Haus Elisabeth“ aufgestellt werden, wenn dort die Parkfläche fertig gestellt ist.
Zwei Ladepunkte für 50 kW DC und 22 kW AC
Die neuen Ladesäulen haben zwei Ladepunkte, an denen gleichzeitig mit 50 kW DC und 22 kW AC geladen werden kann. „Wenn man die Elektromobilität vorantreiben möchte, muss auch entsprechende Lade-Infrastruktur bereitgestellt werden“, erklärte Friedrich Dehmer. „Für die Menschen in unserer Kommune bieten die neuen Lademöglichkeiten einen großen Mehrwert. Deshalb haben wir das bestehende Ladeangebot zusammen mit der EAM erweitert.“ Die EAM wird zukünftig die technische Betriebsführung der Ladesäulen übernehmen.
Sinnvoller Ausbau
Genutzt werden können die Ladepunkte mit allen gängigen Ladekarten- und Apps und bieten zudem die Option des Ad-hoc-Ladens beispielsweise mit PayPal. Hierfür muss der an der Säule angebrachte QR-Code eingescannt werden. Generell laden die Nutzer hier Ökostrom von der EAM. „Als Energiewendepartner der Kommune freut uns die Entwicklung der Lade-Infrastruktur hier in Dillenburg“, sagte Till Walter. „Die Nutzung der bereits vorhandenen Ladepunkte hat gezeigt, dass der Ausbau absolut sinnvoll ist.“
Nach der Trennung vom bisherigen Planungsbüro wurden die Planungsleistungen im Juli 2025 neu ausgeschrieben. Der Magistrat hat die Vergaben im September 2025 beschlossen.
Aktueller Stand der Planungen
Mit der weiteren Planung wurde das Ingenieurbüro agc (aqua geo consult) GmbH aus Marburg beauftragt. Die naturschutzrechtlichen Untersuchungen übernimmt das Büro EGL GmbH aus Kassel. EGL war bereits zuvor im Projekt tätig und konnte auf vorhandene Vorarbeiten aufbauen, was den weiteren Ablauf erleichtert.
Planunterlagen liegen vor
Die bisherigen Unterlagen wurden ausgewertet und im Dezember 2025 fand eine gemeinsame Projektbesprechung mit allen Beteiligten im Stadthaus statt. Dabei wurden der aktuelle Stand sowie die nächsten Schritte abgestimmt. Die überarbeiteten Planunterlagen liegen seit Januar 2026 allen Beteiligten vor.
Untersuchung verschiedener Varianten
Bis Mitte 2026 sollen nun verschiedene Trassenvarianten untersucht, bewertet und mit Kosten hinterlegt werden. Parallel dazu erfolgen notwendige Abstimmungen, unter anderem mit der Wasserbehörde, sowie weitere naturschutzfachliche Untersuchungen.
Ausarbeitung der konkreten Planung bis Ende 2026
Im Sommer 2026 ist vorgesehen, eine Vorzugsvariante festzulegen. Anschließend wird bis Ende 2026 die konkrete Planung ausgearbeitet. Die erforderlichen Genehmigungen sollen im Jahr 2027 eingeholt werden.
Voraussichtlicher Baubeginn
Ein möglicher Baubeginn ist – auch unter Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz – derzeit ab Herbst 2028 vorgesehen.
Am 30. April eröffnet das Museum Villa Grün die neue Ausstellung „Kunstgemisch“. Bereits zum fünften Mal präsentiert sich die Künstlergruppe Kunstgemisch – bestehend aus Ivonne Orth, Hartmut Schmidt und Achim Stiehler – in einer gemeinsamen Ausstellung.
Was sie verbindet, ist die Auseinandersetzung mit einem gemeinsamen Thema, das von jedem auf individuelle Weise künstlerisch interpretiert wird. Die Werke entstehen im Spannungsfeld von Malerei, Zeichnung und Fotografie – drei Ausdrucksformen, die sich gegenseitig ergänzen und bereichern.
In diesem Jahr widmet sich die Gruppe den Themen „Unter der Oberfläche“, „Verzerrung“ und „Dillenburg“.
Kunstgemisch
Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine vielfältige Sammlung unterschiedlicher Kunstwerke freuen, die verschiedene Stile, Techniken und Ausdrucksformen vereint.
Der Dillenburger Museumsverein e. V. freut sich, Kunstinteressierte zu dieser besonderen Ausstellung begrüßen zu dürfen.
Die Villa Grün ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
Der Eintritt kostet für Erwachsene 4 €, für Kinder ab 6 Jahren 2 €. Die Karten gelten auch für den Besuch des Wilhelmsturms.
Im Zeitraum vom 22. April bis voraussichtlich 30. Juni 2026 finden im Bereich der Löhrenstraße Kanalbauarbeiten statt.
Im Zuge dieser Maßnahme werden die erforderlichen Tiefbauarbeiten unter Vollsperrung durchgeführt. Der Gehweg ist von dieser Maßnahme nicht betroffen, sodass für den Fußgängerverkehr keine Einschränkungen bestehen.
Umleitung eingerichtet
Eine entsprechende Umleitungsbeschilderung wird über die Ströherstraße, Dietzhölzstraße sowie Nassaustraße eingerichtet, um den Verkehrsfluss während der Bauzeit sicherzustellen.
Ersatzhaltestelle
Zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Nahverkehrs wird im Kreuzungsbereich Nassaustraße und Löhrenstraße eine Ersatzhaltestelle eingerichtet.
Die Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis für die entstehenden Einschränkungen gebeten.“
Aufgrund des diesjährigen Dillenburger Stadtlaufs am Sonntag, den 26.04. 2026, kommt es im Bereich der Wilhelmstraße zu vorübergehenden Verkehrseinschränkungen.
In der Zeit von 09:00 Uhr bis 12:30 Uhr ist die Einfahrt in die Wilhelmstraße von folgenden Straßen aus nicht möglich:
Jahnstraße,
Hof-Feldbach-Straße und
Mittelfeldstraße
Wir bitten alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer, die Sperrungen bei ihrer Planung zu berücksichtigen. Sobald die Läufer die Strecke sicher verlassen haben, werden die Beschränkungen aufgehoben. Ab 12:30 Uhr ist die Zufahrt zur Wilhelmstraße wieder uneingeschränkt möglich.
Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die kurzzeitigen Einschränkungen.
Wegen einer Vollsperrung der Wickbrücke bis Einfahrt Maibachstraße, kommt es am 25.04.2026 in der Zeit von 7:30 Uhr bis 13:00 Uhr zu Verkehrseinschränkung.
Marktstraße ebenfalls gesperrt
Im Zuge einer geplanten Baumaßnahme wird die Marktstraße am kommenden Samstag, den 25.04.2026 für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Die Sperrung ist für den Zeitraum von 07:30 Uhr bis 13:00 Uhr vorgesehen.
Um den Verkehrsfluss im Stadtgebiet während dieser Zeit aufrechtzuerhalten, wird das Verbot der Einfahrt am Zwingel auf Höhe des Kreisels aufgehoben: Die Zufahrt in die Rathausstraße sowie in die Maibachstraße ist während der Bauarbeiten demnach über die Straße „Hintergasse“ und „Am Zwingel“ möglich.
Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die kurzzeitigen Einschränkungen.
Metalcore-Festival “Spring Breakdown” am 9. Mai in Dillenburg. Metalcore-”Urväter” Caliban zu Gast
Am 9. Mai verwandelt sich die Oranienstadt für einen Tag in ein Mekka des modernen Metals. Das “Spring Breakdown Festival” läutet wie jedes Jahr die Festival-Saison ein. Bands aus der Region, ganz Deutschland und der gesamten Welt reisen jährlich nach Dillenburg, um den Menschen erstklassige Szenemusik zu bieten, für die sie meist eher nach Frankfurt oder Köln fahren müssen. Dieses Jahr ist eine Band der Hauptact (“Headliner”), die so ziemlich jedem Metalcore-Fan in Deutschland ein Begriff sein dürfte:
Die Rede ist von der Band “Caliban” aus Hattingen. Bereits seit 1997 stehen sie auf der Bühne. Sie gelten als deutsche Wegbereiter des Metalcore, eine moderne Spielart des Heavy Metal, welche Elemente des artverwandten Hardcore Punks einfließen lässt. Womöglich ist es das seit Jahren populärste Subgenre des Metal. Luca Bonkowski, der jedes Jahr die Bands für das Spring Breakdown Festival nach Dillenburg holt, ist stolz auf seinen “Fang”.
Im Frühling zu starten, kann vor- und nachteilhaft sein
“Die Band hat so ziemlich jeder Metalcore-Fan vor 10-15 Jahren rauf und runter gehört. Ich glaube, man kann sagen, dass die Dillenburger Gegend auch ziemlich ‘Caliban-versucht’ ist”, sagt er. Jedes Jahr laufe er sich “die Füße wund”, gleich in der ersten Woche nach dem geglückten Festival, um schon Gruppen für das nächste Jahr an Land zu ziehen. Die Herausforderung beim Booking sei gleichzeitig das, was das Festival einzigartig mache.
Der Spring Breakdown starte bewusst früh, im Frühling, um nicht parallel zu seinen großen Konkurrenzveranstaltungen zu laufen – wie etwa Wacken, Rock am Ring oder Full Force. Davon verspricht man sich mehr Besucher. Gleichzeitig heißt das aber: “Es kommen weniger Besucher aus Übersee nach Deutschland, weil sie noch nicht am Touren sind. Dadurch sind wir etwas auf den deutsch-europäischen Markt angewiesen”, so Bonkowski.
Nasty beim Springbreakdown 2025 Foto: Colourbound
Bands aus Japan, USA und Australien regelmäßig zu Gast
Das hindert die Veranstalter trotzdem nicht daran, Bands aus Australien, den USA und Japan ins Oranienstädtchen zu locken: 2024 etwa “Crystal Lake” aus Tokio, oder “Deez Nuts” aus Melbourne 2019. Dieses Jahr kommen “Lastelle” aus England nach Dillenburg. Eigentlich sollten “Deez Nuts” dieses Jahr wieder im Hofgarten spielen, kurzfristig gab es jedoch eine Absage. Halb so schlimm, weil ein starker Newcomer aus Hamburg ihren Platz einnimmt, “Half Me”.
Die Vorbereitungen laufen sensationell. Drei Viertel der Tickets sind schon einen Monat vor Festivalstart verkauft gewesen. Festivalleiter Yannick Gaubatz ist mehr als zufrieden. “Ich bin guter Dinge, dass wir ausverkauft sein werden. Und: Die Aufgabenbereiche sind jedes Jahr sinnvoller aufgeteilt, dadurch funktioniert die Organisation fast autark”, so der frühere Dillenburger.
Die Besucher verbindet die Liebe zu harten Riffs. Foto: Colourbound
Festival sucht dringend Jugend-Nachwuchs
Größte Herausforderung ist, wie jedes Jahr, Geld ran zu schaffen. Der Verein hinter dem Festival ist ehrenamtlich organisiert. Damit sind jedes Jahr, neben zahlenden, trinkenden und essenden Kunden, Förderungen und Sponsorings nötig. Zwar genießt das Festival großes Vertrauen bei etablierten Sponsoren – doch auch bei denen sitzt das Geld, nach 6 Jahren Dauerkrisen, nicht mehr so locker. Zudem steigen die Kosten für Getränke und Lebensmittel, Security-Personal und vor allem auch die Bandgagen.
Ohne ehrenamtliche Helfer wäre das Festival deshalb schwer zu stemmen. Jedes Jahr helfen viele Dutzende Menschen aus der Region: Am Zapfhahn, als Ordner, beim Ticketverkauf, oder bewachen die Nächte vor und nach dem Festival Bühne und Equipment. Gaubatz würde es freuen, wenn künftig auch jüngere Menschen Lust hätten, mitzumachen. “Wir haben uns als Verein für Jugendkultur gegründet, da waren wir 18. Mit Anfang 30 dürfen wir uns langsam fragen: Können wir noch Jugendkultur? Zumindest würden richtig junge Menschen uns definitiv guttun”, appelliert er. Jede Hilfe sei gern gesehen, in der Planung, Organisation oder am Festivaltag selbst.
Foto: Colourbound
Alles fing mit dem eigenen Bandkonzert an
Seit 14 Jahren veranstalten Gaubatz und sein mittlerweile sehr großes Team aus Freunden und Bekannten das Festival. Alles begann mit einem Konzert der eigenen Metalcore-Band “Setting The Sails” im Jugendwerk – das ebenfalls im Hofgarten sitzt. “Wir wollten mal vor größerem Publikum spielen und haben zwei Bands aus der Region eingeladen, eine davon kannten wir noch gar nicht persönlich. 250 Menschen kamen damals schon, die Resonanz war super”, erinnert sich der ehemalige Frontmann. Daraus wuchs die Idee, eine wiederkehrende, professionalisierte Veranstaltung zu machen, mit größeren Bands.
Die nächsten Auflagen des Spring Breakdowns fanden in der Dillenburger Stadthalle statt. Aus baulichen Gründen ging das ab 2015 nicht mehr, das Festival wanderte in die Goldbachhalle in Frohnhausen. 2022 wurde das Festival nach draußen verlegt, in den Dillenburger Hofgarten, wo alles begann. Die Idee: Regionalen Nachwuchsbands eine Gelegenheit bieten, gleichzeitig Dillenburgern die größten und gerade gefragtesten Metalcore-Bands der Welt in die eigene Stadt holen. Für möglichst wenig Geld: In puncto Bier- und Ticketpreis versuchen die Veranstalter stets, die Konkurrenz deutlich zu unterbieten.
Manchmal fühle es sich wie ein “unbezahlter Nebenjob” an, sagt Gaubatz: Das ganze Jahr über managet er die Finanzen, fragt die Arbeitsgruppe für das Catering, welcher Anbieter den zweiten Imbisswagen stellt, schaut auf den “Bauplan” für die Veranstaltung, stellt Spendenbescheide für die Sponsoren aus. Der finale Moment lohne die ganze Mühe jedoch immer wieder aufs Neue: “Wenn die Festivalmaschine läuft, also das Bier aus den Hähnen fließt, die erste Band spielt, wenn Nachwuchsmusiker sich backstage miteinander vernetzen und besprechen, wo sie in der Zukunft zusammen ein Konzert spielen könnten und ich das aus einem ruhigen Winkel beobachten kann.”
Die Bands (in absteigender Reihenfolge):
Caliban
Sie sind so etwas wie die Urväter des deutschen Metalcore schlechthin. Seit Ende der Neunziger prägen sie die Szene, tourten bereits mit Legenden wie Killswitch Engage und teilten die Bühne mit Slayer und anderen Schwergewichten. Auf dem aktuellen Album “Back From Hell”, dem es an Brutalität nicht mangelt, sind Features mit Szene-Größen wie Fit For An Autopsy und Mental Cruelty vertreten.
Half Me
Wenn man denkt, die Brutalität, Energie und das Sounddesign im Metalcore können nicht mehr getoppt werden, sitzen irgendwo Half Me düster lachend auf einem schlecht ausgeleuchteten Schaukelstuhl in Ihrem Wohnzimmer und fordern Sie auf, ihr Bier zu halten. Dunkler und bulldozerhaft schmetternder Nu-Metalcore aus der großen Perle an der Elbe – Hamburg City.
Accvsed
Modernsten Metalcore mit hymnischen Refrains und bis ins Jenseits runtergestimmten Gitarren liefern dieses Jahr die Wiesbadener Accvsed. Erst seit fünf Jahren auf dem Metal-Markt, kann das Quartett stolz sein auf über 75.000 monatliche Spotify-Hörerinnen und -Hörer und Soundproduktionen auf höchstem Niveau, die stark an den Sound der Platzhirsche Architects und Northlane erinnern.
Lastelle
Nicht nur Spaß im Moshpit, sondern auch Sound für Herz und Seele müssen her, der jeden Feuerzeugschwenk-Enthusiasten auf seine Kosten kommen lässt. Dafür dürfen Lastelle aus England einen Abend das Festival ihr zu Hause nennen. Freuen können Besucher sich auf feinsten, atmosphärischen Post-Hardcore, der den Spring Breakdown hoffentlich in ein unvergessliches Lichtermeer verwandeln wird und zu den Worten hinreißen lässt: Emo’s not dead!
Dying Breed
Seit über zehn Jahren sind sie aus der mittelhessischen Metal- und Hardcore-Szene nicht wegzudenken. Waschechte Dillenburger Jungs, die sich dem Post-Hardcore verschrieben haben und tiefe, in Mark und Herz treffende Melancholie mit stampfenden Breakdowns und saftigen Riffs kombinieren. Auf diesem Festival standen sie bereits mit Größen wie Crystal Lake, Breakdown of Sanity oder Nasty auf der Bühne und werden vom Publikum jedes Mal mit Moshpits belohnt, die sich über die Jahre nur echte Locals verdienen können.
Dying Breed: Foto Colourbound
Left Betrayed
“Kompromisslose Härte” aus dem Herzen des Westerwalds versprechen diese Jungs aus Hachenburg. Left Betrayed sind seit sage und schreibe 20 Jahren in der Szene unterwegs und paaren tiefrollenden Hardcore mit Groove Metal. Um die Ohren geschmettert gibt es unter anderem ihre Scheibe “The Promise”, veröffentlicht im letzten November.
Leyka
Kaum eine Band aus Hessen legt sich gerade so sehr ins Zeug wie Leyka. Mit ihrer “Road to Dystopia-Tour” 2026 zieht die Band aus Mainz von Februar bis Mai durchs ganze Land, um ihren Metalcore, bei dem es mal melodisch ist und auch mal knallt, unter die Leute zu bringen. Erst im Winter 2025 haben die Jungs neue Musik rausgebracht, die sie auch aufs Festival mitbringen werden.
Allgemeine Infos
Ein-Tages-Festival – kein Camping
Ort: Hofgarten Dillenburg
Datum: 9. Mai 2026
Einlass: ca. 15 Uhr
Tickets (Vorverkauf): 28,70 €
(Abendkasse, falls nicht bis zur Veranstaltung ausverkauft)
Eintritt frei für Kinder unter 12 Jahren
Mindestalter: 16 Jahre (Ausweispflicht! Alternativen nicht zugelassen)
Barrierefreiheit: Zugang ja, aber auf einer Wiese situiert
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