Villa Grün und Kasematten warten auf die ersten Gäste

Gäste können jetzt wieder die Ausstellungen in der Villa Grün (Wirtschaftsgeschichtliches Museum auf dem Schlossberg) besuchen. Auch Führungen in Dillenburgs Unterwelt, den Kasematten, sind dann wieder möglich. Aufgrund der beengten Verhältnisse ist das oranien-nassauische Museum im Wilhelmsturm vorerst noch geschlossen.

Sonderausstellung “Bauhaus”

Bis Anfang März liefen die Saisonvorbereitungen 2020 des Dillenburger Museumsvereins e. V. nach Plan – bis dank Corona aus dem Plan fast Makulatur wurde. Dieses “fast” ist für Interessenten an der Ausstellung “Bauhaus – Faszination Form und Farbe” im Museum Villa Grün auf dem Dillenburger Schlossberg wichtig, denn der Umfang und Inhalt dieser ersten diesjährigen Sonderausstellung blieb von den Unbilden durch Corona völlig unberührt. Präsentiert werden ca. vierzig Werke von Künstlern, die am Bauhaus wirkten oder mit ihren Werken dem Bauhaus-Stil nahekamen, darunter u. a. Lyonel Feininger, Paul Klee und Wassily Kandinsky. Die Ausstellung wird bis zum 26. Juli zu sehen sein.

Dauerausstellung

Neben der Sonderausstellung ist auch die Dauerausstellung mit den Schwerpunkten aktuelle heimische Industrie sowie Heiz- und Kochgeräteherstellung im alten Dillkreis und im Keller der Villa Grün die Ausstellung “Bergbau” geöffnet. Der Dillenburger Museumsverein e. V. und die Oranienstadt Dillenburg haben gemeinsam ein Wiedereröffnungskonzept, abgestimmt auf die vorgegebenen Auflagen, entworfen: zum Schutz der Mitarbeiter wurde eine Plexiglaswand an der Kasse installiert, Bodenmarkierungen im Eingangs- und Kassenbereich angebracht und ein Besucherrundgang festgelegt. Maximal sind 15 Besucher gleichzeitig in der Villa erlaubt, auf den erforderlichen Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Personen wird mehrfach während des Rundgangs visuell hingewiesen. Für den Besuch in der Villa Grün gilt eine Maskenpflicht. Aufgrund der strengen Hygieneauflagen bleiben die Besuchertoiletten geschlossen.

Öffnungszeiten und Kasemattenführungen

Die Ausstellungen in der Villa Grün können während der regulären Öffnungszeiten dienstags bis sonntags 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr besucht werden. Der Eintrittspreis beträgt 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder (6 bis 12 Jahre). Einstündige Führungen durch die Kasematten werden vorerst samstags und sonntags sowie an Feiertagen für maximal 10 Personen, beginnend um 15 Uhr vor der Villa Grün, angeboten. Auch für Teilnehmer der Führungen gilt eine Maskenpflicht. Wegen der beengten Räumlichkeiten bleibt der Wilhelmsturm bis auf weiteres geschlossen.

Saisonabschluss der Museumsanlagen

Das Wahrzeichen Dillenburgs wurde in den Jahren 1872 – 1875 auf dem ehemaligen oberen Schlosshof mit deutsch-niederländischer Unterstützung errichtet.

Heute endet auf dem Schlossberg die Besuchersaison 2018. Bedingt durch den Feiertag in den angrenzenden Bundesländern rechnet das Team rund um Daniel Groth wieder mit zahlreichen Besuchern. Mit großzügigen Gesten locken die Hausherren seit Jahren die Besucher in Scharen auf den Schlossberg: Herzhaftes vom Bäcker und Metzger und dazu Süßes aus der Confiserie, beides von heimischen Herstellern und beides zum Nulltarif im Wilhelmsturm von fleißigen Helferinnen und Helfern angeboten.

Kasemattenführungen

Geplant sind Kasemattenführungen in regelmäßigen Abständen. Eine Führung dauert etwa eine Stunde. Die Museen Wilhelmsturm und Villa Grün können ohne Führung erkundet werden. Durch die unermüdliche Arbeit des Dillenburger Museumsvereins kommen von Jahr zu Jahr mehr Besucher auf den Schlossberg und zeigen sich begeistert von dem Angebot, welches mit den Kasematten, seinen in Deutschland nur in Dillenburg zu findenden unterirdischen Verteidigungsanlagen, einen großen touristischen Anziehungspunkt bietet.

Ausstellung “Industrie heute”

Auf über 100 qm kann der Besucher im Erdgeschoss der Villa Grün die neue Dauerausstellung „Industrie heute“ bewundern. Die Bonner Gesellschaft ConCultura hat mit bewährter Sachkunde und in akribischer Detailplanung im Auftrag der Oranienstadt Dillenburg die zahlreichen Ausstellungsobjekte von acht Firmen und der Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill ansprechend in Szene gesetzt und präsentiert so Geschichte, Produktionsvielfalt und Bedeutung der Firmen der Region. Die beteiligten Unternehmen möchten besonders darüber informieren, in welchen Berufen sie ausbilden. Die gesamte Bandbreite aller Berufe wird in der Region dabei abgedeckt.

Dauerausstellung im Untergeschoss

Im Untergeschoss präsentiert sich auf 200 qm die Dauerausstellung „Rohstoffe und Bergbau der Region“, die mit dem Schwerpunkt Eisenerzförderung anschaulich das Fundament der Industriegeschichte der Region dokumentiert. Der Besucher begibt sich gleichsam symbolisch „unter Tage“, wenn er vom Erdgeschoss die Treppe in die Kellerräume nach unten hinabsteigt. Die Sonderausstellung „Schloss und Festung Dillenburg zur Zeit Catharina Helena Dörriens“ anlässlich des 300. Geburtstages der Botanikerin und Erzieherin ist an diesem Tag im Erdgeschoss zum letzten Mal zu besichtigen. Wilhelmsturm, Villa Grün und Kasematten sind heute durchgehend von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Für 4 Euro/Erwachsene (Kinder 2 Euro) können der Wilhelmsturm und die Villa Grün besucht werden, ebenfalls 4 Euro/Erwachsene (Kinder 2 Euro) kostet eine Führung durch die Kasematten. Das Paket „Wilhelmsturm, Villa Grün, Kasematten“ wird für 7 Euro/Erwachsene (Kinder 3,50 Euro) angeboten.

Marktgeschehen in der Innenstadt

In der Innenstadt wird der Hubertusmarkt von 10 bis 18 Uhr fortgesetzt. Hier präsentieren rund 80 lokale, regionale und überregionale Händler unterschiedlichste Waren. Textilien wie Oberbekleidung, Lederwaren, Tischdecken, Strümpfe, Unterwäsche, Gardinen und Bettwäsche an. Haushaltswaren wie Reinigungsmittel, Kochtöpfe, Staubsauger, Stahlwaren, Bürsten und auch Schmuck dürfen nicht fehlen. Auf dem Hubertusmarkt kann zudem nach Herzenslust geschlemmt werden: Zwischen den Verkaufsständen werden an verschiedenen Stationen kulinarische Köstlichkeiten angeboten. Fisch- und Currywurstspezialitäten mit hausgemachten Soßen, Gyros frisch vom Spieß, Suppen und Eintöpfe, Grillschinken, Grillwürste sowie Spezialitäten aus der Riesenpfanne werden kredenzt. Auch die Naschkatzen kommen nicht zu kurz: Mandeln, Crêpes, Waffeln, Nüsse und Zuckerwatte runden das vielfältige Angebot ab. Neben dem Pfeilwerfen für die kleinen und großen Besucher dreht sich auch ein Kinderkarussell. Volle Aufmerksamkeit ist dem Kettensägenkünstler Georg Maurus, genannt “Crazy Georg”, aus Greifenstein ab 15 Uhr auf dem Wilhelmsplatz optisch und akustisch sicher. Er demonstriert, dass eine Motorsäge weitaus mehr kann als die Produktion von Brennholz.