Aktionstag “Kommunen am Limit”

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Bund und Länder müssen angesichts der kommunalen Finanzkrise
endlich handeln

Bundesweit beteiligen sich heute Städte, Landkreise und Gemeinden am Aktionstag „Kommunen am Limit“, um auf die dramatische kommunale Finanzsituation aufmerksam zu machen. Die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund – haben gemeinsam zu diesem Aktionstag aufgerufen und fordern von Bund und Ländern, endlich entschlossen zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Finanzkrise zu ergreifen.

Die Finanzlage der Städte, Landkreise und Gemeinden ist dramatisch: Das kommunale Defizit lag 2025 bei rund 30 Milliarden Euro – ein historischer Höchststand, Tendenz steigend. Eine Hauptursache sind steigende Sozialausgaben, die die Kommunen bundesgesetzlich leisten müssen, und bei denen in der Vergangenheit der Umfang und die Standards immer weiter erhöht wurden.

Auswirkungen für Bürgerinnen und Bürger

Für die Bürgerinnen und Bürger wird die kommunale Finanzkrise direkt spürbar. Und sie betrifft viele kommunale Aufgaben wie z. B. die Instandhaltung von Schulen, Bibliotheken, Schwimmbäder, Kultur- und Sportangebote, den ÖPNV, die Krankenhausversorgung, die Wirtschaftsförderung und viele soziale Angebote.

Bürgermeister Dehmer warnt vor den Folgen

„Die finanzielle Lage vieler Kommunen ist nicht mehr angespannt, sondern kritisch. Wir können unsere Aufgaben nicht dauerhaft mit leeren Kassen erfüllen. Kommunale Handlungsfähigkeit ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss politisch gesichert werden.“

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Lahn-Dill-Kreises
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Lahn-Dill-Kreises. Foto: Lahn-Dill-Kreis

Forderungen an Bund und Länder

Die Kommunen und ihre drei kommunalen Spitzenverbände fordern deshalb von Bund und Ländern:

  • Das kommunale Finanzierungsdefizit muss vollständig beseitigt werden. Dies kann über eine jährliche Soforthilfe, eine Erhöhung des kommunalen Anteils an den Gemeinschaftssteuern sowie notwendige Reformen in den sozialen Sicherungssystemen geschehen.
  • Der Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt auch“ muss sofort für jede Aufgabenübertragung oder -ausweitung von Bund und Ländern gelten – mit einem vollständigen finanziellen und dynamisierten Ausgleich für alle Aufgaben, die den Kommunen von Bund und Ländern übertragen werden.

Handlungsfähigkeit der Kommunen sichern

Die kommunale Finanzkrise ist nicht abstrakt. Sie ist sehr konkret vor Ort spürbar. Bund und Länder müssen handeln, damit der Staat vor Ort für seine Bürgerinnen und Bürger handlungsfähig bleibt.

Stichwahl Landrat: Stimmzettel, Briefwahl und Wahlbenachrichtigungen

Dillenburg wählt. Mit Klick aufs Bild gehts zum ganzen Artikel

Nach der Sitzung des Wahlausschusses am Freitag, dem 14. Juni wird voraussichtlich die Durchführung der Stichwahl zum Landrat beschlossen werden.

Stimmzettel

Um Missverständnissen vorzubeugen, teilen wir mit, dass die Stimmzettel bei der Stichwahl, im Gegensatz zu der verbundenen Europa- und Landratswahl, weiß und nicht gelb sein werden. Bei den Umschlägen bleibt es aus organisatorischen Gründen bei der gelben Farbe.

Briefwahl

Briefwahlunterlagen für die Stichwahl zum Landrat können hier bereits wieder, bis zum 26.06.2024, 23:59 Uhr beantragt werden.

Wahlbenachrichtigungen

Bitte beachten Sie: Sollte bei der Hauptwahl die Wahlbenachrichtigung versehentlich im Wahllokal abgegeben worden sein, oder die Wahlbenachrichtigung bereits vernichtet worden sein, ist die Wahlberechtigung bei der Stichwahl im Wahllokal mit einem gültigen Ausweisdokument nachzuweisen.

Wohnungen für ukrainische Flüchtlinge gesucht

Logo der Oranienstadt Dillenburg. Mit Klick aufs Bild gehts zum ganzen Artikel

Bis vor Kurzem sorgte  der Lahn-Dill-Kreis für die Unterkunft von Flüchtlingen aus der Ukraine. Leider, so die Kreisverwaltung, ist dies fast nicht mehr möglich. So kommt es dazu, dass der Lahn-Dill-Kreis die Geflüchteten an die Städte und Gemeinden des Kreis delegieren muss. Dies bedeutet, dass die Kommunen dafür Sorge zu tragen haben, Flüchtlingen Wohnraum zu Verfügung zu stellen. Davon ist die Oranienstadt nicht ausgenommen. Im Lahn-Dill-Kreis sind zur Zeit zirka 5.100 Flüchtlinge untergebracht. Diese leben in Gemeinschaftsunterkünften, oder sind privat untergekommen.

Verteilerschlüssel

Der Lahn-Dill-Kreis hat einen Verteilerschlüssel für die Delegierung von Flüchtlingen bestimmt. Dieser Verteilerschlüssel richtet sich nach den Einwohnerzahlen der einzelnen Städte und Gemeinden. Im Lahn-Dill-Kreis sind derzeit  253.285 Menschen wohnhaft. Davon sind 23.216 Menschen in Dillenburg gemeldete. Für die Delegierung der Flüchtlinge an die Kommunen liegt somit der Verteilerschlüssel für Dillenburg bei 9,17 Prozent. Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Oranienstadt mehr als diese Prozentzahl aufgenommen. In Dillenburg sind derzeit 350 Ukrainische Flüchtlinge gemeldet. Von daher wird es eventuell in den nächsten Wochen keine Zuweisung von Flüchtlingen an die Stadt geben. Jedoch steigen die Flüchtlingszahlen wieder an, so dass es durchaus im Laufe des November 2022 dazu kommen kann, dass der Lahn-Dill-Kreis der Stadt tatsächlich Flüchtlinge zuweisen könnte.

Freistehenden Wohnraum melden

Von daher ruft die Oranienstadt die Dillenburger Bürgerinnen und Bürgerinnen auf, freistehende Wohnungen der Stadt zu melden. Den Flüchtlingen aus der Ukraine, und diese sind in großer Mehrheit Frauen und Kinder, sollen würdevoll untergebracht werden. Es genügt schon, dass die Frauen und Kinder aus der Ukraine flüchten müssen. Es soll, soweit dies möglich ist, von Gemeinschaftsunterkünften abgesehen werden. Von daher bittet die Oranienstadt darum, entsprechende Wohnungen bzw. Wohnraum zu melden. Dies kann über die E-Mail-Adresse fm.dietermann@dillenburg.de oder über die Rufnummer 02771/896-211 geschehen. Verantwortlich zeigt sich Herr Dietermann, vom Ressort Zentrale Dienste, Abteilung Jugend und soziale Angelegenheiten.“

Erster bestätigter Fall im Lahn-Dill-Kreis

Ein Mensch mit Maske, Schutzhaube, -brille, und -handschuhen hält ein Teströhrchen in den Händen

Im Lahn-Dill-Kreis kam es zu einem ersten bestätigten Fall des neuen Coronavirus SARS CoV-2.

Am heutigen Freitag, 28.02.2020 findet um 10 Uhr eine Pressekonferenz mit Landrat Schuster und Minister für Soziales und Integration Kai Klose im Kreishaus Wetzlar statt.

Weitere Informationen

Aktuallisierungen zum bestätigten Fall können Sie hier auf der Seite des Sozialministeriums nachlesen.