Verleihung der Kulturehrenplakette und des Kulturehrenbriefes durch die Oranienstadt Dillenburg

Logo der Oranienstadt Dillenburg. Stilisiert in orange steht der Wilhelmsturm auf der linken Bildseite, darunter ist in blau, wie mit einem Pinselstrich gezogen, eine gebogene blaue Linie zu sehen, die den Fluss Dill darstellen soll. Rechts neben dem orangenen Wilhelmsturm stehen in dunkelgrauer Schrift die Worte Oranienstadt Dillenburg.

Richtlinien und Formblätter für Vorschläge in der Tourist-Information im Alten Rathaus erhältlich

Die  Oranienstadt Dillenburg misst den kulturtragenden Vereinen eine hohe gesellschaftliche Bedeutung bei. Ziel der Kulturförderung ist es, zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Oranienstadt Dillenburg Bildung, Traditionspflege, Musik, Theater und sonstige Aktivitäten zu fördern.

Für besondere Aktivitäten oder Erfolge kultureller Art verleiht die Oranienstadt Dillenburg die Kulturehrenplakette. Trägerinnen und Träger dieser Auszeichnung waren z.B. Prof. Werner Sell, Charlotte Petersen, Prof. Maria Kliegel und Rolf Krenzer. In der Regel wird diese Plakette pro Jahr nur einmal verliehen.

Personen, die sich um die kulturellen Belange in der Oranienstadt Dillenburg oder darüber hinaus ehrenamtlich besonders verdient gemacht haben, wird ein Ehrenbrief verliehen. Insbesondere kann eine mindestens 12-jährige Tätigkeit als Vorsitzende oder Vorsitzender eines kulturtragenden Vereines oder eine mindestens 20-jährige Tätigkeit im Vorstand eines kulturtragenden Vereins Anlass für die Verleihung sein.

Kulturtragende Vereine, die Vorschläge zur Verleihung der Kulturehrenplakette bzw. des Kulturehrenbriefes machen möchten, können die Richtlinien zur Verleihung und Formblätter zur Einreichung eines Vorschlages bei der Oranienstadt Dillenburg erhalten. Die Unterlagen liegen in der Tourist-Information im Alten Rathaus, Hauptstraße 19, bereit. Telefonische Auskünfte werden unter der Telefonnummer 02771/896-154 gegeben.

Vorschläge können bis 15. September 2022 beim Magistrat der Oranienstadt Dillenburg, Rathausstr. 7, 35683 Dillenburg eingereicht werden. Nachdem der Magistrat und der Ausschuss für Jugend, Soziales, Sport und Kultur über die eingegangenen Vorschläge beraten haben, wird die Ehrung in einem feierlichen Rahmen stattfinden.

Dillenburg und Haiger laden zum Stadtradeln ein

Foto eines Fahrrads aus Stahlrohr Foto: Peter Patzwaldt

„Für ein gutes Klima in die Pedale treten“ – diese Möglichkeit besteht beim Stadtradeln, an dem sich in diesem Jahr die Stadt Haiger und die Oranienstadt Dillenburg beteiligen. Das Radel-Angebot gilt vom 2. bis 22. Juli, die Eröffnung ist für den 2. Juli in Haiger geplant. Die Dillenburger „Pedaleure“ – angeführt von Bürgermeister Michael Lotz – starten an diesem Tag bereits um 10 Uhr am Aquarena-Bad und gesellen sich um 11 Uhr am Marktplatz zu den Haigerer Radsportlern um Bürgermeister Mario Schramm.

Foto eines Fahrrads aus Stahlrohr Foto: Peter Patzwaldt
Foto eines Fahrrads aus Stahlrohr Foto: Peter Patzwaldt

Mitmachen für ein gutes Klima

In dem dreiwöchigen Aktionszeitraum gilt es, möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Alle Bürgerinnen und Bürger der Städte können mitmachen, indem sie Dillenburg bzw. Haiger als teilnehmende Kommune auf der entsprechenden Internetseite auswählen und sich hier registrieren. Auch die Oranienstadt als Arbeitgeber und einige Schulen nehmen bereits am Wettbewerb teil.

Mehr Radinfrastruktur

„Radfahren wird immer attraktiver. Wir wünschen uns zahlreiche Teilnehmer an dieser Aktion“, sagt Haigers Bürgermeister Mario Schramm. Um Menschen davon zu überzeugen, dass insbesondere bei kürzeren Strecken problemlos auf die Nutzung des eigenen Autos verzichtet werden kann, braucht es eine Radinfrastruktur, auf der sie schnell und sicher ans Ziel kommen. Um auf die Bedürfnisse der Radfahrenden aufmerksam zu machen, richtet sich die Aktion deswegen auch an Kommunalpolitiker und Kommunalpolitikerinnen. Sie sind die Entscheidungstragenden, wenn es um die Radinfrastruktur und damit praktischen Klimaschutz vor Ort geht. Während der Aktion nehmen sie selbst die Lenkerperspektive ein und erfahren, wo die Kommune schon fahrradfreundlich ist und wo noch nachgebessert werden muss. Das Klima-Bündnis prämiert in fünf Größenklassen die fahrradaktivsten Kommunalparlamente sowie Kommunen mit den meisten Radkilometern (absolut). In beiden Kategorien werden zudem die jeweils besten Newcomer-Kommunen je Größenklasse geehrt. Neben Dillenburg und Haiger nehmen noch weitere Kommunen im Lahn-Dill-Kreis teil. Auch Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz freut sich schon auf die Aktion: “Das Stadtradeln als Veranstaltung ist eine wichtige Ergänzung unserer umfangreichen Klimaschutz-Projekte, die wir schon durchführen”.

Auftaktveranstaltung am 02. Juli

Eine gemeinsame Auftaktveranstaltung findet am Samstag, 2. Juli um 11 Uhr auf dem Haigerer Marktplatz statt, bei der neben den beiden Bürgermeistern auch Landrat Wolfgang Schuster die Gäste offiziell begrüßen werden. Von Haiger aus setzt sich nach dem offiziellen Teil die Eröffnungstour um 11:30 Uhr fort. Sie führt dann über den Hüttenweg Richtung Sechshelden, das Blockhaus Struth, Manderbach (Zu den Aspen), Frohnhausen (Hunsbachstraße und Schützenhaus), Dorotheenweg Dillenburg und zurück zum Stadionparkplatz der Oranienstadt.Alle Teilnehmenden sind auf Selbstverpflegung angewiesen.

FAQs bieten Infos auf einen Blick

Wer schon neugierig geworden ist, kann sich auf der Homepage www.stadtradeln.de bereits vorab informieren. Besonders zu empfehlen ist dabei auf der Startseite rechts oben der Button „FAQ“. Dort sind alle wissenswerten Dinge hinterlegt. Unter den offenen Teams der kann sich jeder registrieren und ihre persönlich erradelten Kilometer eintragen. Diese können nach eigenem Ermessen auch individuell für andere Teammitglieder ausgeblendet werden. Teilnehmen können alle, die in Dillenburg und Haiger wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen. Alternativ stehen Apps mit der Bezeichnung „Stadtradeln“ für iOs oder Android zur Verfügung. Die Kommunen- und Teamergebnisse werden unter stadtradeln.de/ergebnisse bzw. auf der Unterseite der Kommunen veröffentlicht. Ansprechpartner (Team-Captain) für Dillenburg ist der städtische Radverkehrsbeauftragte Ernst-Walter Schramm, der per Mail unter ew.schramm@dillenburg.de erreichbar ist und in Haiger steht Robin Simig vom Fachdienst Öffentlichkeitsarbeit (Tel. 02773/811-151, robin.simig@haiger.de), unterstützt vom Radwegebeauftragten Jörg Reck als Team-Captain für Rückfragen zur Verfügung.

Hintergrund Stadtradeln

Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren viele verschiedene Energie- und Klimaschutzprogramme zur Senkung der Treibhausgasemissionen beschlossen. Im Rahmen dieser Programme und zur Erreichung der Ziele wurden zahlreiche Maßnahmen gefördert oder Gesetze erlassen. Auch die Bundesländer haben sich die Senkung der Treibhausgasemissionen als Ziel gesetzt. Das Land Hessen hat das Ziel definiert, bis 2020 seine Treibhausgasemissionen um 30 % und bis 2025 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Da diese Ziele nur gemeinsam zu erreichen sind, haben sich Dillenburg und Haiger dem Programm „Klima-Kommunen in Hessen“ angeschlossen. Im Rahmen des Programmes verfolgen hessische Kommunen gemeinsam das Ziel, klimaneutral zu werden.

Lohnende Investition für die Rettung von Menschen

Neue Feuerwehr-Drehleiter mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten

Der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehren der Oranienstadt Dillenburg ist um ein bedeutendes Hubrettungsfahrzeug erweitert worden. Aufgabe der neuen und vollautomatischen Drehleiter mit Teleskoparm ist hauptsächlich die Rettung von Menschen aus Höhen und Tiefen im Ernstfall. Durch die Drehleiter ist langfristig sichergestellt, dass die Brandschützer im Einsatzfall bei Bedarf auch weiterhin bei hohen Gebäuden den Dachsims oder die Dachspitze problemlos erreichen können. Bürgermeister Michael Lotz, Stadtbrandinspektor Michael Reichel und sein Stellvertreter Johannes Hoppe stellten das moderne Fahrzeug jetzt der Öffentlichkeit vor.

Drehleiter ist die Königin unter den Feuerwehrfahrzeugen

Wie sich die Technik einmal entwickeln würde, hätte wohl niemand gedacht, als 1802 die erste Drehleiter in Paris präsentiert wurde – damals noch angetrieben von reiner Muskelkraft. Doch das gestiegene Anforderungsprofil der Feuerwehr, das heute weit mehr umfasst, als das Löschen von Bränden, setzt eine entsprechende technische Ausrüstung voraus. Nun präsentiert sich das imposante Fahrzeug von seiner besten Seite im Hof des Dillenburger Stützpunktes. Drehleitern werden wegen ihrer markanten Bauform, den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und beeindruckenden Leistungsdaten in Fachkreisen gerne als „Königin“ unter den Feuerwehrfahrzeugen bezeichnet. Die Zahlenkombination “23/12” in der Kurzbezeichnung stellt dar, dass eine genormte Rettungshöhe mit der Drehleiter erreichbar ist: Wenn die vollautomatische Drehleiter 12 Meter vom Gebäude entfernt steht, erreicht man mit dem Korb immer noch eine Höhe von mindestens 23 Metern. Das ist in der Regel das siebte Obergeschoss. Tatsächlich ist die Leiter 30 Meter lang. Ein Knick im obersten Leiterteil ermöglicht es, den Korb nach unten abzusenken, ohne dass sich der ganze Leiterpark bewegt. Dadurch können zum Beispiel Dachfenster erreicht werden, die oberhalb einer Dachgaube liegen. Der Rettungskorb hält eine Zuladung von 500 Kilo aus. Ein Höchstmaß an Technik kommt in der neuen Drehleiter zum Einsatz. So wurden alleine vier Computer und vier Kameras mit verbaut. Alles in allem eine lohnende Investition und große Erleichterung für rund 60 ehrenamtlichen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden in der Dillenburger Einsatzabteilung, da mit dem neuen Fahrzeug auch die Sicherheit bei Einsätzen erhöht wird. Die Oranienstadt schaffte sie nach einer europaweiten Ausschreibung im Mai dieses Jahres an. In den letzten Monaten wurde sie von den Mitarbeitenden der städtischen Brandschutzabteilung für den ersten Einsatz – auch durch eine entsprechende Beschriftung mit dem Logo der Wehr am Fahrzeug – vorbereitet. Außerdem fanden umfangreiche Einweisungen statt, um die Drehleiter im Ernstfall optimal bedienen und kleinere Instandhaltungsarbeiten selbst wahrnehmen zu können. Seitdem rückte sie schon zu mehreren kleinen Einsätzen sowie zu zwei Wohnhausbränden in Eschenburg aus. Insgesamt umfasst der Fuhrpark der Dillenburger Wehr nun elf Einsatzfahrzeuge.

Einsatz in der gesamten Region des nördlichen Dillkreis

Nicht nur die Einwohner der Oranienstadt Dillenburg werden von der ersten Drehleiter dieser Art im nördlichen Dillkreis profitieren: „Die Kommunen an der oberen Dill arbeiten eng zusammen, die Drehleiter kommt auch bei Einsätzen in der gesamten Region zum Einsatz“, so Bürgermeister Michael Lotz. Und weiter: „Bei den gestiegenen Anforderungen ist es unerlässlich, den Wehren die bestmögliche Ausstattung und Ausbildung zu ihrem Schutz zukommen zu lassen“, betonte er auch als Gesamteinsatzleiter und Vorsitzender des Feuerwehrverbandes des Dillkreises.

Das bisherige Hubrettungsfahrzeug war immerhin 24 Jahre alt und verzeichnete fast 30.000 km auf dem Kilometerzähler. Rund 1.450 Betriebsstunden war sie im Einsatz für die örtliche Gemeinschaft und verursachte zuletzt in 2018 Reparaturkosten in Höhe von 50.000 Euro. Für das neue Fahrzeug investierte die Oranienstadt 657.260 Euro. Hinzu kamen Kosten in Höhe von rund 26.500 Euro Kosten für die feuerwehrtechnische Beladung und Beschriftung. Für weitere, optionale Ausstattung steuerte der Förderverein der Feuerwehr Dillenburg 6.700 Euro bei. Aus hessischen Fördermitteln flossen 254.250 Euro.

Stellten jetzt die neue Drehleiter und die anderen beiden neuen Fahrzeuge der Öffentlichkeit vor (v. l. n. r.): Bürgermeister Michael Lotz, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Johannes Hoppe, der Stadtbrandinspektor Michael Reichel und Gerätewart Swen Hartmann (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Die Kameraden und Kameradinnen freuen sich über zwei weitere Fahrzeuge, die sie seit diesem Jahr nutzen können: Der Fuhrpark der Donsbacher Wehr wurde im März durch ein mittleres Löschfahrzeug ergänzt (Anschaffungspreis 160.095 Euro, Landeszuwendung 37.450 Euro). Im nächsten Jahr erhalten auch die Eibacher Kameraden und Kameradinnen ein solches Fahrzeug. Außerdem schaffte der Lahn-Dill-Kreis für rund 460.000 Euro einen GW-G Gerätewagen (Gefahrgut) für seinen G-ABC-Zug an, für dessen feuerwehrtechnische Beladung die Oranienstadt 20.600 Euro beisteuerte.

Der Wertstoffhof macht Winterpause

Logo der Oranienstadt Dillenburg

Der Dillenburger Wertstoffhof am Aquarena-Bad macht „Winterpause“! Letzter Öffnungstag in 2019 ist Samstag, der 21. Dezember von 9 bis 14 Uhr! 

Im neuen Jahr wird der Wertstoffhof erstmals wieder am Samstag, den 18. Januar 2020 für die Abgabe von Wertstoff-Kleinmengen verfügbar sein.

Hohlbrücke wieder geöffnet

Bild von der Eröffnung der Hohlbrücke

Es ist endlich geschafft! Die Bauarbeiten an der Hohlbrücke im Zuge der Landesstraße 3362 in Dillenburg sind abgeschlossen. Nach insgesamt drei Jahren Bauzeit wird am heutigen Dienstagabend, 3. Dezember, die Hohlbrücke für den Verkehr freigegeben. Um die Vollsperrung so schnell wie möglich aufheben zu können, wird die Absperrung heute Abend entfernt. Die Umleitungsbeschilderung wird voraussichtlich erst im Laufe dieses Donnerstags vollständig abgebaut, die Brücke ist aber ab Dienstagabend befahrbar.

Treppenaufgang vorerst weiter gesperrt

Vorerst gesperrt bleiben muss allerdings noch der Treppenaufgang, da dieser erst nach der Montage des Geländers und des Handlaufs freigegeben werden kann. Das Geländer konnte erst nach Fertigstellung des endgültigen Treppenbelags, der ist inzwischen eingebaut ist, aufgemessen werden und kann nun hergestellt werden. Diese Arbeiten werden voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres fertiggestellt.

Seit September 2016 hat Hessen Mobil die Hohlbrücke saniert. Der Stahlüberbau der Hohlbrücke ist im Zuge der Sanierung erhalten geblieben. Im Juli 2017 wurde der Überbau um etwa drei Meter angehoben, um den Unterbau der Brücke sanieren zu können. Der Brückenüberbau wurde in dieser Zeit auf der Dillenburger Seite auf ein Hilfsjoch – eine Stahlkonstruktion als provisorisches Widerlager – aufgelegt. Dadurch konnte auch die alte Verbindungsrampe von der Hindenburgstraße zur Hohlbrücke vollständig abgebrochen werden. Anschließend wurde die neue Rampe inklusive des neuen Brückenwiderlagers errichtet. Parallel hierzu wurde der Brückenüberbau der Hohlbrücke instandgesetzt, bevor im September 2018 der Stahlüberbau der Hohlbrücke auf die fertiggestellten Widerlager wieder abgesenkt wurde. Nachdem der Überbau in die endgültige Position abgesenkt worden war, folgten die weiteren Arbeiten auf der Brücke – das Aufbringen der Abdichtung, der Einbau der Asphaltschutz- und Asphaltdeckschicht sowie das Anpassen der Übergangskonstruktionen – sowie das Verfüllen der Rampen zur Brücke, sodass die Brücke wieder mit der Fahrbahn der Landesstraße verbunden wurde.

Maßnahme verzögerte sich wegen ungeplanter Arbeiten auf der Nanzenbacher Seite

Als letzte große Bauphase musste ungeplant die Stützwand auf der Nanzenbacher Seite der Brücke neu gebaut werden, da diese eine schlechtere Bausubstanz aufwies als ursprünglich vermutet. Dies zeigte sich allerdings erst mit Beginn der Arbeiten an dieser Stützwand. Denn erst, als die Straße und Erde hinter der Stützwand entfernt worden waren, zeigte sich, dass die Stützwand marode war. Zudem zeigte sich erst zu jenem Zeitpunkt, dass die Stützwand nicht in der Form gebaut worden war, wie dies in den Planunterlagen verzeichnet gewesen war, und daher vollständig neu herstellt werden musste. Die Vorbereitungen hierfür haben einige Zeit in Anspruch genommen, da zunächst Entwurfsvarianten und Vorstatiken erstellt, geprüft und kalkuliert werden mussten, bevor mit den Bauarbeiten an dieser Stützwand begonnen werden konnte.

Nicht zuletzt diese ungeplante Erneuerung der Stützwand hat zu mehrmaligen Verlängerungen der Bauzeit geführt. So wurden bereits im Vorfeld des Anhebens der Brücke umfangreiche Sanierungsarbeiten am Widerlager auf der Brückenseite Richtung Nanzenbach erforderlich. Dort wurden die sogenannte Auflagerbank und die Kammerwand erneuert. Diese Arbeiten am Widerlager waren vor Baubeginn nicht vorgesehen. Im Laufe der Bauarbeiten stellte sich allerdings heraus, dass diese Erneuerung aufgrund der vorhandenen Bausubstanz notwendig wurde. Zu weiterem Zeitverlust führten erforderliche Mängelbeseitigungen, da bei der Bauausführung Mängel entstanden waren, die vor Abschluss der Bauarbeiten behoben werden mussten. Durch die Nähe zu den Oberleitungen der Deutschen Bahn (die Bahnstrecke quert unterhalb der Hohlbrücke) erforderten viele Arbeitsschritte, dass die Oberleitungen der Bahn keinen Strom führen, was Sperrpausen der Züge erfordert. Durch die Verzögerungen im Bauablauf mussten auch diese Sperrpausen neu vereinbart werden – ein komplizierter Abstimmungsvorgang mit mehrmonatigen Vorlaufzeiten, der weitere Verlängerungen der Bauzeit mit sich brachte.

Kosten betragen 4,5 Millionen Euro

Durch die erforderlichen Mehrarbeiten und die verlängerte Bauzeit belaufen sich die Baukosten auf rund 4½ Mio. Euro und liegen somit um rund 1 Mio. Euro höher, als ursprünglich veranschlagt.

Mehr über Hessen Mobil finden Sie unter www.mobil.hessen.de und www.verkehrsservice.hessen.de

Oranien Center eröffnet

Ein Bild vom Parkplatz des Fachmarktzentrums mit einigen der Geschäften und der Werbestehle

Erster Spatenstich im März 2019, Richtfest im Mai, Eröffnung Ende November. In gerade einmal acht Monaten ist das „Oranien Center“ am Dillenburger Hallenbad entstanden. Für eine zweistellige Millionensumme.

Lutz Färber, Geschäftsführer der Firma Willi Lauber, hatte versprochen, mit Beginn des Weihnachtsgeschäftes die Läden zu öffnen. „Wir haben Wort gehalten, wir haben geliefert, wir haben eröffnet“, sagte der Investor in der vergangenen Woche, kurz vor der offiziellen Eröffnung, bei einem Empfang im neuen tegut-Markt. Er dankte den Verantwortlichen bei der Stadt, den Mut gehabt zu haben, mit der Firma Lauber zu bauen. Färber sah die Oranienstadt auf dem richtigen Weg in die Zukunft. Das neue Center ziehe Kunden an; nun dürfe für andere Projekte in der Kernstadt aber „kein Stillstand eintreten.“

Bürgermeister Michael Lotz freute sich, dass in den Geschäften 100 neue Arbeitsplätze entstanden sind. „Wir haben alles zu einem guten Ende gebracht und das Angebot geschaffen. Das Sortiment ist aufeinander abgestimmt. Das Center wird eine große Zugkraft haben“, sagte der Rathauschef. Nun wünsche er sich, dass die Geschäfte angenommen werden.  Einen Segen sprach Pfarrer Dr. Friedhelm Ackva aus und wünschte allen ein gutes Gelingen.

3000 Bio-Produkte bei „tegut“

Eröffnet haben auf dem 5500 Quadratmeter großen Areal neben der 3000 Bio-Produkte führenden Supermarktkette „tegut“ das Schuhgeschäft Deichmann, der Modefilialist Jeans-Fritz, die Drogerie-Kette dm sowie der Mode-Discounter Takko. Hinzu kommen ein NKD-Shop, das Dillenburger Sanitätshaus Schäfer, Schäfers Backstuben und ein Action-Markt.

Fertiggestellt sind in der Stadionstraße auch die Parkplätze für rund 230 Fahrzeuge.

Mit der Errichtung des „Oranien Centers“ sorgt die Oranienstadt Dillenburg für eine Sicherung des Kaufkraftpotentials von rund 100.000 Menschen in der Region.