Saisoneröffnung auf dem Dillenburger Schlossberg

Bildcollage Schlossberg mit Wilhelmsturm, Villa Grün und Kasematten

Am Freitag, 1. April beginnt die neue Saison auf dem Dillenburger Schlossberg. Ab diesem Tag können Besucherinnen und Besucher wieder das Oranien-Nassauische Museum im Wilhelmsturm besichtigen und die Kasematten mit Führungen erkunden. Das wirtschaftsgeschichtliche Museum in der Villa Grün verfügt außerdem über eine Dauerausstellung zum Thema Bergbau im Untergeschoss des Museums und präsentiert ab April die erste Sonderausstellung mit dem Titel „Handel und Gewerbe in der Friedrichstraße und Umgebung in den 1950er Jahren“. Darüber hinaus wird der Öffentlichkeit erstmals das neu gestaltete „Kapellchen“ im Außenbereich der Schlossberganlagen mit einer Kunstausstellung präsentiert. Die Saisoneröffnung wird in bewährter Manier durch die Projektgruppe „Leben im 18. Jahrhundert“ des Dillenburger Museumsvereins e. V. und Mitgliedern des Schlossbergevereins Dillenburg e.V. begleitet.

Bildcollage Schlossberg mit Wilhelmsturm, Villa Grün und Kasematten
Dillenburger Schlossberganlagen (Foto: Peter Patzwaldt)

Geschichte Oranien-Nassaus

Im Wilhelmsturm wird die Oranien-Nassauische Geschichte auf vier Ausstellungsebenen umfassend präsentiert. Die Besuchenden erfahren Wissenswertes über das Leben und politische Wirken des Wilhelm von Oranien (1533 auf dem Dillenburger Schloss geboren) und der historischen Verbindung des niederländischen Königshauses zu Dillenburg. Nach dem Rundgang können die Besuchenden im Außenbereich des ersten Obergeschosses eine herrliche Aussicht auf Dillenburg genießen.

Wirtschaft, Industrie und Bergbau

Im Museum Villa Grün finden die Gäste einen Zugang zur Vergangenheit und Gegenwart der lokalen Wirtschaft. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung „Industrie heute“ öffnet sich im Obergeschoss ein Panorama historischer Öfen und Herde, deren Produktion bis vor etwa 50 Jahren neben dem Bergbau der Wirtschaftsschwerpunkt des Dillkreises war. Untertage-Atmosphäre erwartet hingegen die Besuchenden im Untergeschoss, die in der Abteilung „Rohstoffe und Wirtschaft“ in die Welt des Bergbaus eintauchen können. Außerdem findet am 2. und 3. April eine Postkarten-Malaktion statt. Unter dem Motto „Kunst in Kleinformat“ sind alle Kinder herzlich eingeladen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und Postkarten-Rohlinge in kleine Kunstwerke zu verwandeln.

Kasemattenführungen

Der Höhepunkt eines jeden Schlossbergbesuchs ist eine Kasemattenführung. Die Besuchenden werden rund einen Kilometer durch mehr oder weniger schmale Gänge unter dem ehemaligen Schloss geführt, bestaunen eine kirchenkuppel-ähnliche Halle („die große Durchfahrt“) und erfahren, dass bis zu 2.000 Soldaten aus diesen Verließen das ehemalige Schloss zu verteidigten versuchten.

Outdoor-Führungen

Das historische Schlossbergelände lädt ebenfalls zu einem informativen Rundgang ein. Auf dem Gelände sind an neun markanten Standorten zwölf Informationstafeln aufgestellt, anhand derer die Mächtigkeit des früheren Schlosses sichtbar wird. Die Outdoor-Führung findet am 2. und 3. April jeweils um 14 Uhr statt. Treffpunkt: Villla Grün; Eintritt: 2 €.

Feldlager

Die Projektgruppe „Leben im 18. Jahrhundert“ des Dillenburger Museumsvereins e.V. wird in historischer Uniform die Besuchenden begrüßen. Ein Feldlager auf dem Schlossberg vermittelt den Gästen einen Einblick in das Leben im 18. Jahrhundert. Auf Gesangseinlagen dürfen sich die Besuchenden ebenfalls freuen. Auch der Schlossbergverein Dillenburg e. V. ist bei der Eröffnung der Museumssaison mit dabei. Die ebenfalls in historischer Kleidung kostümierten Damen laden die Besuchenden herzlich zu Kaffee und Kuchen ins Stockhaus ein (Samstag, 2. April von 13-17 Uhr und Sonntag, 3. April von 11-17 Uhr).

Das Kapellchen wird mit einer Kunstausstellung der Öffentlichkeit präsentiert

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wird das „Kapellchen“ am Samstag, 2. April und am Sonntag, 3. April jeweils von 12-16 Uhr der Öffentlichkeit präsentiert. Dieses Gewölbe, dass zum Bollwerk Jägergemach gehört, wurde von den damaligen Bürgerinnen und Bürgern „Kapellchen“ genannt, da seine Bauweise dem Innenraum einer Kirche ähnelt. Das Kapellchen soll zukünftig für dieverse Veranstaltungen wie Lesungen und Musikaufführungen genutzt werden. Im Rahmen der Einweihung wird der in Dillenburg geborene Künstler Christoph Diehl seine ausdrucksstarken Werke im Kapellchen ausstellen. Der Künstler wird an beiden Tage persönlich vor Ort sein und für Kunstgespräche zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Kinder-Malaktion in der Villa Grün

In der Villa Grün findet am Samstag, 2. April und Sonntag, 3. April in der Zeit von 12-16 Uhr eine Postkarten-Malaktion statt. Unter dem Motto „Kunst in Kleinformat“ sind alle Kinder herzlich eingeladen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und Postkarten-Rohlinge in kleine Kunstwerke zu verwandeln. Ihre Meisterwerke können die jungen Künstlerinnen und Künstler an der Museumskasse als Grußkarte an Familienangehörige oder Freunde versenden.

Teilnahme: Kostenfrei mit Eintrittskarte.

Sonderausstellungen bieten interessante Themen bis zum 1. November

Die Ausstellung „Handel und Gewerbe in der Friedrichstraße und Umgebung in

Plakat zur Sonderausstellung "Handel und Gewerbe"
Plakat zur ersten Sonderausstellung in der Villa Grün (Foto: Dillenburger Museumsverein e.V.)

den 1950er Jahren“ eröffnet das diesjährige Sonderausstellungsprogramm in der Villa Grün. Vom 1. April bis 28. Mai wird das Dillenburger Stadtviertel rund um die Friedrichstraße als reges Handels- und Gewerbeviertel gezeigt. Die Besuchenden erfahren, dass in den 1950er Jahren die Friedrichstraße, die Presber- und Sophienstraße sowie im Neuen Weg mit zahlreichen Handwerksbetrieben, Kaufleuten, Gewerbetreibenden, Lebensmittelgeschäften, Bäckereien und Metzgereien ein fast autarkes Viertel bildeten. Vom 3. Juni bis 28. August folgt die Ausstellung „Surreale Welten“. Surrealismus („Über der Wirklichkeit“‘) ist fern von Logik und Vernunft und entführt die Besuchenden in völlig andere Welten. In dieser Schau werden Werke u.a. von Salvador Dalí, René Magritte und Joan Miró zu sehen sein. Ab dem 2. September ist der freie Fotograf Jan Bosch mit der Ausstellung „Industriekultur Mittelhessen“ in der Villa Grün zu Ga

st. Mit seinen Fotografien hält er historische Architektur und Industrielandschaften im heimischen Raum eindrucksvoll fest. Die Fotoausstellung ist bis einschließlich 1. November zu sehen.

Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Aktionen während der Eröffnungstage 1. – 3. April

Wilhelmsturm und Villa Grün:                   10-17 Uhr (durchgängig)

Eintrittspreis:                                                 Erw. 4,00 €, Ki.  (6-15 Jahre) 2,00 €
Kontakt:                                                          02771/ 800065 oder 02771/ 266165

Kasemattenführungen:                               15 Uhr

Treffpunkt:                                                     Wilhelmsturm

(Telefonische Anmeldung unter 02771/800065 erforderlich, da begrenzte Teilnahmezahl)

Eintrittspreis:                                                  Erw. 4,00 €, Ki.  (6-15 Jahre) 2,00 €

Schlossbergführung im Außenbereich:   02. – 03.04. um 14 Uhr

Treffpunkt:                                                     Villa Grün
Eintrittspreis:                                                  Erw. 2,00 €, Ki. (6-15 Jahre) 1,00 €

Kinder-Malaktion:                                        02. – 03.04., 12-16 Uhr

Ort:                                                                     Villa Grün
Eintritt:                                                             kostenlos mit Eintrittskarte

Kunst meets Kapellchen:                            02. – 03.04., 12-16 Uhr

Eintritt:                                                            kostenlos

Kaffee & Kuchen im Stockhaus:                02.04., 13-17 Uhr, 03.04. 11-17 Uhr

Schlossbergverein Dillenburg e. V.

 

Hinweis: Derzeit gilt die 3G-Regel: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und getestete Personen mit tagesaktuellem Negativ-Nachweis und einer medizinischen Maske über Mund und Nase (OP- oder FFP2-Maske).

Weitere Informationen zum Museumsverein und seiner Arbeit unter www.dillenburger-museumsverein.de