Hohlbrücke – Neuer Zeitplan zur Fertigstellung

Eine Absperrbake; Quelle: Pixabay

Die Bauarbeiten zur Sanierung der Hohlbrücke in Dillenburg auf der Landesstraße 3362 kommen voran – allerdings nicht so zügig, wie im vergangenen September erhofft.

In den vergangenen beiden Wochen wurden die neuen Übergangskonstruktionen der Brücke (die Dehnungselemente im Verbindungsbereich zwischen Brücke und Straße) eingebaut. Weiterhin sind die beiden Kammerwände an den Brückenwiderlagern und die letzten Teilbereiche der Brückenkappen eingeschalt und bewehrt worden.

Betonierarbeiten bei derzeitiger Witterung nicht möglich

Trotz aller Vorhersagen der Baufirma sind wir allerdings nun in eine Jahreszeit geraten, bei der eigentlich anstehende Betonierarbeiten nicht durchgeführt werden können. So konnten aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse die oben genannten Brückenteile in dieser Woche nicht – wie ursprünglich vorgesehen – betoniert werden. Sobald die Witterung es zulässt, soll dies unverzüglich nachgeholt werden.

Sobald diese Brückenelemente betoniert worden sind, kann das bahnseitige Brückengeländer vervollständigt werden. Auch auf der Stadtseite wird das Brückengeländer montiert, sobald die Witterungsverhältnisse dies ermöglichen. Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen sind, können Fußgänger und Radfahrer den Gehweg der neuen Rampe und den Gehweg auf der Brücke nutzen und die Brücke wieder ungehindert überqueren.

Stützwand muss neu gebaut werden

Wie angekündigt, muss ungeplant die Stützwand auf Nanzenbacher Seite neu gebaut werden, da diese eine schlechtere Bausubstanz aufweist als ursprünglich vermutet. Die Vorbereitungen hierfür haben einige Zeit in Anspruch genommen, da zunächst Entwurfsvarianten und Vorstatiken erstellt, geprüft und kalkuliert werden mussten, bevor mit den Bauarbeiten an dieser Stützwand begonnen werden kann. Zudem musste das geplante Vorhaben mit den zuständigen Versorgungsträgern koordiniert werden. So laufen zurzeit noch die Arbeiten der Versorgungsträger, die Gas-, Wasser- und Stromleitungen inklusive der Hausanschlüsse im Bereich der Straße Hohl und auch im Kreuzungsbereich vor der Stützmauer neu verlegen. Im Bereich der abzubrechenden und neu zu bauenden Stützmauer stehen zudem Hausanschlussverteilerkästen der Telekom und von Unitymedia. Aufgrund der Vielzahl dieser Anschlüsse sind auch diese Umverlegungsarbeiten für diese Anschlüsse noch nicht abgeschlossen.

Verkehrsfreigabe vermutlich im Mai

Da die Stützwand unmittelbar an die Hohlbrücke anschließt und diese Sanierung erst abgeschlossen sein muss, bevor der Verkehr über die Hohlbrücke fließen kann, wird es noch dauern, bis der motorisierte Verkehr wieder über die Hohlbrücke fahren kann. Eine Verkehrsfreigabe der Hohlbrücke für den motorisierten Verkehr wird daher nach derzeitigem Stand (und unter der Voraussetzung, dass der Winter nicht allzu hart und lang wird) im späten Frühjahr dieses Jahres – voraussichtlich erst in diesem Mai – erfolgen können.

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Ausbau zwischen Dillenburg und Nanzenbach abgeschlossen

Es ist geschafft: Nach rund einem Jahr Bauzeit sind die Bauarbeiten zum Ausbau der Landesstraße 3362 zwischen Dillenburg und Nanzenbach abgeschlossen. Mit einer offiziellen Verkehrsfreigabe, kombiniert mit einem Bürgerfest für die Bevölkerung von Nanzenbach, setzten die Projektbeteiligten am heutigen Donnerstag, 27. September 2018, einen Schlusspunkt für die Bauarbeiten. Im Laufe des morgigen Freitagvormittags, 28. September, wird die Sperrung der Landesstraße aufgehoben und der Verkehr kann wieder auf der L 3362 fahren.

Kommende Woche werden Restarbeiten durchgeführt

In der kommenden Woche finden noch Restarbeiten auf der Strecke statt. So müssen die Schutzplanken noch fertig montiert werden. Während dieser abschließenden Arbeiten muss die Landesstraße in dem jeweiligen Baubereich halbseitig gesperrt und der Verkehr mit Baustellenampeln geregelt werden. Im Bereich der noch fehlenden Schutzplanken wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit vorübergehend auf 50 Stundenkilometer begrenzt. Im Laufe der kommenden Woche sollen aber auch diese Restarbeiten abgeschossen werden und der Verkehr kann die L 3362 ungehindert befahren.

Fahrbahn auf 6,50m erweitert

Auf rund 1,5 Kilometern Länge ab dem Ortsausgang von Dillenburg bis zum bereits ausgebauten Abschnitt der Landesstraße in Richtung Nanzenbach wurde die L 3362 während der Bauarbeiten von zuvor zwischen 4,70 und 5,20 Metern Breite auf eine durchgehende Fahrbahnbreite von 6,50 Metern erweitert. Im Zuge des Streckenausbaus wurden zudem rund 500 Meter der Landesstraße in Richtung Nanzenbach saniert.

Nach rund einem Jahr wieder freie Fahrt zwischen Dillenburg und Nanzenbach. Foto: Hessen Mobil

Besonderes Augenmerk auf die Schutzgebiete

Da die L 3362 zum Großteil durch Wasserschutzgebiete und das Gebiet “Schelder Wald” verläuft, wurde auf den Schutz dieser Gebiete während der Planung für den Ausbau ein besonderes Augenmerk gelegt. So folgt die ausgebaute L 3362 weitestgehend der bestehenden Trasse, um möglichst gering in Natur und Landschaft einzugreifen. Nahe Dillenburg wurde ein Regenrückhaltebecken angelegt, in dem das Oberflächenwasser gesammelt, gereinigt und kontrolliert abgeleitet wird. Neue Amphibiendurchlässe in der Straße ermöglichen den Amphibien eine sichere Querung der Straße in das Nanzenbachtal.

Unfälle und Wasserschutz waren Gründe für den Ausbau

Hintergrund für den Ausbau der L 3362 war zum einen das hohe Unfallaufkommen auf diesem Streckenabschnitt mit zum Teil schweren Unfällen. Darüber hinaus sollen durch den Streckenausbau die Brunnen der Wasserschutzgebiete der Stadt Dillenburg besser vor Schadstoffeintrag, Havarieunfällen und anderen Einflüssen des Straßenverkehrs geschützt werden.

Wirtschaftsweg als Rettungsweg

Während der Bauarbeiten musste die Landesstraße voll gesperrt werden. Die Umleitung führte über Hirzenhain Bahnhof, Oberscheld und Niederscheld. Für Rettungsfahrzeuge wurde vor Beginn der Bauarbeiten ein Wirtschaftsweg parallel zur L 3362 auf einer Länge von 1,8 Kilometern auf 3,5 Meter verbreitert und befestigt, damit die Rettungsdienste während der Vollsperrung zügig und direkt nach Nanzenbach gelangen konnten.

Bauzeit verlängerte sich durch unvorhersehbare Ereignisse

Als Bauzeit für den Ausbau des L 3362 waren ursprünglich rund sechs Monate vorgesehen. Im Verlauf der Bauarbeiten kam es allerdings zu mehreren nicht planbaren Ereignissen und somit unvorhersehbaren Arbeiten, die den anvisierten Fertigstellungstermin mehrfach verzögerten und die Bauarbeiten letztendlich auf rund ein Jahr Bauzeit verlängerten. So gab es auf der Baustelle der L 3362 Böschungsrutsche, die gesichert und stabilisiert werden mussten. Dabei wurde auch eine Felshangsicherung über eine Länge von rund 100 Metern erforderlich. Dies hatte auch Einfluss auf die übrigen Bauarbeiten, da für diese Sicherung große Hebegeräte zum Einsatz kamen, die wiederum den regulären Baustellenverkehr und Bauablauf beeinträchtigten. Während der Bauarbeiten wurden auf der Baustelle zudem zwei Stollen gefunden, die nicht kartiert waren. Einer davon befand sich direkt unterhalb der Fahrbahn der Landesstraße. In enger Abstimmung mit der zuständigen Wasserschutzbehörde wurde der Stollen auf einer Länge von zwölf Metern freigelegt, durch einen Markscheider eingemessen und schließlich mit Quarzit, einer Tonschicht und zuletzt Steinmaterial verfüllt.

Rund 7 Mio. Euro, finanziert vom Land Hessen, hat der Ausbau der Strecke gekostet. Durch die zusätzlich erforderlichen Arbeiten erhöhten sich die ursprünglich anvisierten Kosten insgesamt um rund 1 Mio. Euro.

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