Besuchersaison für Wilhelmsturm eröffnet

Mit Beginn der hessischen Sommerferien startete der Wilhelmsturm, das Wahrzeichen der Oranienstadt Dillenburg, coronabedingt verspätet in die Museumssaison. Der Besuch des oranien-nassauischen Museums ist allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Wie auch bei anderen Einrichtungen derzeit hat die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln oberste Priorität. Aufgrund der beengten Räumlichkeiten dürfen sich zeitgleich maximal zehn Besucher im Turm aufhalten. Um den Begegnungsverkehr von Besuchern auf der engen Innentreppe so gering wie möglich zu halten, ist das zweite und dritte Obergeschoss gesperrt. Die abwechslungsreichen Ausstellungen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss bieten jedoch für Gäste ausreichend Gelegenheit, sich über die spannende oranien-nassauische Geschichte zu informieren. Nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten in den vergangenen Jahren wird das Hauptthema der Ausstellung im Wilhelmsturm, die Geschichte Nassaus und Oraniens, in optisch und phonetisch gefälliger Form präsentiert. Der Stammbaum des niederländischen Königshauses in Schrift, Bild und historischen Daten ist einer der Ausstellungsschwerpunkte im Erdgeschoss. Auf der gleichen Ebene wird den Besuchern das Leben und politische Wirken (mit “Wilhelmus von Nassauen, bin ich von deutschem Blut” beginnt die niederländische Nationalhymne) Wilhelms von Oranien, 1533 auf dem Dillenburger Schloss geboren, in Bild und Ton vermittelt. Wer die 42 Treppenstufen ins erste Obergeschoss zurücklegt, den erwartet ein virtueller Filmrundgang “So war’s im Schloss” (bis zur Zerstörung 1760). Als ein Stimmungsbild kann auch das Kasemattenmodell im gleichen Raum dienen, falls Besucher einen Kasemattenrundgang gebucht haben. Diesem Untertage-Rundgang ist ein vorheriger Blick vom Außenrundgang des ersten Obergeschosses über Dillenburg in alle Richtungen, einem beliebten Fotografen-Standort, zu empfehlen.

Der Wilhelmsturmbesuch lässt sich optimal abrunden mit einer Führung durch die Kasematten, Westeuropas zweitgrößte unterirdische Verteidigungsanlagen, und einem Besuch des Wirtschaftsgeschichtlichen Museums in der Villa Grün. Kasemattenführungen (Dauer ca. 60 Minuten) finden samstags und sonntags um 15 Uhr statt, beginnend am Wilhelmsturm. Die Besucherzahl ist pro Führung auf fünfzehn Gäste begrenzt, so dass eine telefonische Anmeldung (02771/800065 dienstags bis sonntags von 10 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr) empfohlen wird. Teilnehmer sollten entsprechende Kleidung für eine Temperatur von 8 Grad Celsius sowie festes Schuhwerk tragen.

Die Dauerausstellung im Wirtschaftsgeschichtlichen Museum in der Villa Grün zeigt unter anderem Exponate aus dem früheren Schwerpunkt der Dillkreis-Wirtschaft, der Heiz- und Kochgeräteproduktion und dem Eisenerzbergbau. Als Gegenstück stellen aktuell produzierende Firmen aus dem heimischen Raum ihre Produkte vor. Die Dauerausstellung wird umrahmt von Sonderausstellungen zu wechselnden Themen. Bis zum 26. Juli sind Werke unter dem Titel “Bauhaus – Faszination Form und Farbe” ausgestellt, ab dem 6. August präsentiert der Foto-Aktionskünstler Frank Kunert seine Werke unter dem Titel “Lifestyle”.

Mit der Öffnung des Museums Villa Grün am 16. Mai geht ein bundesweiter Werbeeffekt für das Museum und damit auch für die Stadt Dillenburg einher, den wohl nur die Geocacher in dieser durchschlagenden Form erwartet haben. Einheimische Aktive dieser neuen Form von “Schatzsuche” bzw. Freizeitgestaltung richteten im Museum Villa Grün Suchpunkte ein. Ob aus Bottrop, Berlin, Bonn oder gar Dresden, “ein so schönes Museum in so einem kleinen Städtchen”, so die sächsischen Gäste, vermuten nur wenige Besucher. Nach wenigen Stunden waren nach der Museumsöffnung alle 2020er Geocaching-Termine ausgebucht.

Die Villa Grün ist dienstags bis sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die Kombikarte für Villa Grün und Wilhelmsturm kostet für Erwachsene 4 Euro, für Kinder (6 bis 15 Jahre) 2 Euro und der Preis der Familienkarte beläuft sich auf 11 Euro. Für die Schlossbergkarte (Museen und Kasematten) zahlen Erwachsene 7 Euro, Kinder (6 bis 15 Jahre) 3,50 Euro und Familien 18,50 Euro.

Sonderausstellung “Bauhaus” in der Villa Grün

Auf der Staffelei: „Composition“ und „Ruhende Schiffe“ (rechts) aus der Bauhauszeit. (Foto: Kilian Scharf) (BAUHAUS2)

Die Sonderausstellung “Bauhaus – Faszination Form und Farbe” zeigt in der  der Villa Grün knapp 40 Werke von Künstlern, die am Bauhaus wirkten oder mit ihren Werken dem Bauhaus-Stil nahekamen, darunter unter anderem Lyonel Feininger, Paul Ernst Klee, Wassily Kandinsky und Henri Matisse. Die Ausstellung läuft bis zum 26. Juli studiert werden. Daneben können Besucher auch die Dauerausstellungen besichtigen.

Die Ausstellungen in der Villa Grün können während der regulären Öffnungszeiten dienstags bis sonntags 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr besucht werden. Der Eintrittspreis beträgt 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder (6 bis 12 Jahre). Es besteht Maskenpflicht.

Weitere Informationen: www.dillenburger-museumsverein.de

Auf der Staffelei: „Composition“ und „Ruhende Schiffe“ (rechts) aus der Bauhauszeit. (Foto: Kilian Scharf) (BAUHAUS2)
Auf der Staffelei: „Composition“ und „Ruhende Schiffe“ (rechts) aus der Bauhauszeit. (Foto: Kilian Scharf) (BAUHAUS2)

 

Spielenachmittag in der Villa Grün

vier Spielfiguren auf einem Spielbrett

Zu einem unterhaltsamen Nachmittag laden der Dillenburger Museumsverein e. V. und die Spielebrücke Marburg für Sonntag, 1. März von 14 bis 18 Uhr in die Villa Grün auf dem Dillenburger Schlossberg ein. Die Besucher erwartet bei freiem Eintritt eine Vielzahl an Brett- und Kartenspielen für alle Altersklassen. An mehreren Tischen in den Ausstellungsräumen der Villa Grün ist Spielen in vielen Varianten möglich.

Vortrag im Museum Villa Grün – Burgenlandschaft

Plakat zur Veranstaltung "Burgen an Lahn und Dill"

Zu einem heimatgeschichtlichen Vortrag lädt der Dillenburger Museumsverein

e. V. am Samstag, dem 23. November 2019, um 15 Uhr, in der Villa Grün auf dem Dillenburger Schlossberg ein.

Der Historiker und Hachenburger Stadtarchivar Dr. Jens Friedhoff  wird zum Thema „Die Burgenlandschaft an Lahn und Dill – Geschichte, bauliche Entwicklung und Typologie der Burgen vom 12. bis zum 19. Jahrhundert“ referieren.

Als seine Arbeitsschwerpunkte nennt er u. a. Stadtgeschichts- und Burgenforschung sowie die Kulturgeschichte des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Adels.

Dr. Friedhoff zählt das Lahn-Dill-Gebiet zu den burgenreichen Landschaften Mitthessens und nennt neben den Grafen von Nassau und den Grafen von Solms die Herren von Greifenstein-Beilstein als bedeutende Burggründer.

Der Eintritt ist frei!

Spielenachmittage in der Villa Grün

Zu zwei unterhaltsamen Nachmittagen laden der Dillenburger Museumsverein e. V. und die Spielebrücke Marburg am Samstag, dem 16. März und am Sonntag, dem 24. März, jeweils ab 14.30 Uhr, in die Villa Grün auf dem Dillenburger Schloßberg ein. Die Besucher erwarten bei freiem Eintritt eine Vielzahl an Brett- und Kartenspielen für alle Altersklassen. An mehreren Tischen in den Ausstellungsräumen der Villa Grün ist bis 17.30 Uhr Spielen in vielen Varianten möglich.