Flashlines – So hat man den Wilhelmsturm noch nie gesehen

75-Jahre Hessen prangt als Lichtshow am Wilhelmsturm. Foto: Martina Osterwald

Im Rahmen der Feierlichkeiten zu „75 Jahre Hessen“ wurde am Freitag, dem 19. November der Wilhelmsturm mit einer interaktiven Lichtkunstinstallation, durch das Künstlerehepaar Daniela und Pascal Kulcsar, unter dem Titel „Flashlines“, illuminiert. Leistungsstarke Beamer und eine interaktive Nutzung durch die Besuchenden malten Muster und Bilder auf den Wilhelmsturm.

So haben Sie den Wilhelmsturm noch nie gesehen

Saisonabschluss auf dem Schlossberg

Luftbild vom Schlossberg

Saisonabschluss auf dem Schlossberg

Der Dillenburger Museumsverein e. V. und die Oranienstadt Dillenburg laden am 1. November traditionell zum Abschluss der Museumssaison in die Oranienstadt ein. Die Besuchenden dürfen sich auf ein kulturelles und kulinarisches Angebot freuen.

Kultureller Ausklang auf dem Dillenburger Schlossberg

Die Museumslandschaft auf dem Dillenburger Schlossberg bietet den

Die Dauerausstellung in der Villa Grün zu Industrie und Wirtschaft Foto: Oranienstadt Dillenburg
Die Dauerausstellung in der Villa Grün zu Industrie und Wirtschaft Foto: Oranienstadt Dillenburg

Besuchenden im historischen Ambiente einen tiefen Einblick in die oranien-nassauische Geschichte sowie in die Industriekultur des früheren Dillkreises. Im Wilhelmsturm wird die Historie des Hauses
Oranien-Nassau präsentiert. Anhand von Schautafeln, Filmen und Modellen erfahren Interessierte Wissenswertes über das Stammhaus des niederländischen Königshauses. Eine großdimensionale Tafel informiert zur Personengeschichte des Hauses Oranien-Nassau ab dem Jahr 1025 bis zur jetzigen Thronfolgerin mit Portraitfotos bzw. -zeichnungen. Im Museum Villa Grün finden die Gäste in einer Dauerausstellung auf drei Ebenen einen Zugang zur Vergangenheit und Gegenwart der lokalen Wirtschaft. Nach einem Rundgang durch eine Ausstellung von Exponaten hiesiger Unternehmen öffnet sich im Obergeschoss ein Panorama historischer Öfen und Herde, deren Produktion bis vor etwa 50 Jahren neben dem Bergbau der Schwerpunkt der Dillkreiswirtschaft war.

“Untertage”

Die Geschichte des Bergbaus im Dillkreis wird „untertage“ im Untergeschoss der Villa Grün gezeigt. Etwas völlig Ungewöhnliches erwartet die Besuchenden bei einer Führung durch die Kasematten. Dort erfährt man bei einer einstündigen Führung allerhand Wissenswertes zu den unterirdischen Verteidigungsanlagen, die nach den Kasematten in Luxemburg als die zweitgrößten Anlagen Europas gelten. Die Besuchenden werden rund einen Kilometer auf mehr oder weniger schmalen Gängen unter dem ehemaligen Schloss geführt, bestaunen eine kirchenkuppelähnliche Halle („die große Durchfahrt“) und erfahren, dass bis zu 2.000 Soldaten aus diesen Verliesen das ehemalige Schloss zu verteidigen versuchten. In nur wenigen Sekunden vermitteln die Gästeführenden den teilnehmenden Gästen einen Eindruck von der Mächtigkeit der Kasematten: Sie kippen ein Glas Wasser in einen Brunnen und nach sieben Sekunden hört man das „Aufplatschen“ des Wassers auf dem Grund – nach stattlichen 62 Metern Fallhöhe. Das historische Schlossberggelände lädt ebenfalls zu einem informativen Spaziergang ein. Auf dem Gelände sind an neun markanten Standorten insgesamt zwölf Texttafeln aufgestellt, die die frühere Schloss- und Verteidigungsanlage erläutern.

Salutschüsse und süßer Genuss

Die Projektgruppe „Leben im 18. Jahrhundert“ des Dillenburger Museumsvereins e.V. wird an diesem Tag in historischer Uniform die Besuchenden mit Salutschüssen begrüßen. Die Kanonen werden von 13 bis 17 Uhr jeweils zur vollen Stunde vorgeführt. Unterstützt wird der Museumsverein zudem vom Schlossbergverein Dillenburg e. V. Die in historischer Kleidung kostümierten Damen und Herren werden für einen besonderen und süßen Genuss sorgen. Solange der Vorrat reicht, wird hausgemachter Kuchen serviert. Getränke wie Wasser, Cola, Fanta, sowie Kaffee und Kakao für Kinder werden ebenfalls angeboten. Die kleinen Museumsgäste dürfen sich darüber hinaus auf eine kleine Überraschung freuen.

Sonderausstellung zum letzten Mal zu sehen

Am 1. November besteht die letzte Gelegenheit, die Sonderausstellung

Plakat zur Sonderausstellung "Filmtricks" in der Villa Grün
Sonderausstellung “Filmtricks” in der Villa Grün Foto: Galileo-Park

„Fantastische Welten, perfekte Illusionen – Visuelle Effekte im Film“ im Museum Villa Grün zu besuchen. In dieser Schau werden die vielfältigen Verfahren der Filmtricks vorgestellt. Anhand von Schautafeln sowie Originalmodellen erfahren die Betrachtenden, mit welchen Tricks die Filmbranche arbeitet, um in die Welt der Illusionen zu entführen. An mehreren Mitmach-Stationen können die Gäste selbst aktiv werden: entweder als Regisseur*in des eigenen Trickfilms oder als Schauspieler*in bei einem Flug mit der Propellermaschine. Präsentiert wird die Sonderausstellung vom Galileo-Park (Lennestadt-Meggen) in Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf.

Kasemattenführungen und Museen

An Allerheiligen sind beide Museen (Wilhelmsturm und Villa Grün)

Eine Gruppe bei einer Führung durch die Kasematten. Foto Peter Patzwaldt
Dillenburgs Unterwelt bei einer Kasemattenführung erkunden Foto: Peter Patzwaldt

durchgängig von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kasemattenführungen finden stündlich von 11 bis 17 Uhr statt. Für die Teilnahme an einer Führung ist eine telefonische Voranmeldung unter 02771/800065 zwingend erforderlich, da die Zahl der Teilnehmenden aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation stark begrenzt ist. Es gilt die 3G-Regel: Zutritt nur für geimpfte, genesene und getestete Personen (ab 6 Jahren) mit entsprechendem Nachweis und Lichtbild-dokument.  Die allgemeinen Hygienemaßnahmen wie Mund- und Nasenschutzpflicht (Op- oder FFP2-Maske) und Abstandswahrung gelten nach wie vor. Im Wilhelmsturm ist Corona-bedingt nur das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss begehbar. Kasemattenführung nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter 02771/800065.

Picknick am Turm

Auf die Decken, fertig, los! – so lautet erneut das Motto an zwei August-Wochenenden auf dem Schlossberg. Die Veranstaltungsreihe „Picknick am Turm“, die im vergangenen Jahr pandemiebedingt ins Leben gerufen wurde, geht vom 13.-15. und vom 20.-22. August 2021 in die nächste Runde. Bei einem zwanglosen Picknick mit Freunden oder der Familie können Teilnehmende einen der schönsten Plätze Dillenburgs Open-Air genießen und sich dabei von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm unterhalten lassen. Gäste der Veranstaltung bringen ihr eigenes Picknick-Equipment mit: Decken, Campingstühle, Speisen und Getränke – alles, was das Herz begehrt und das Picknick zu einem schönen Erlebnis werden lässt. Vor Ort wird es einen Getränkestand geben, an dem alkoholische und alkoholfreie Kaltgetränke erworben werden können. Essen und andere Leckereien werden darüber hinaus nicht angeboten.

Schnell sein, lohnt sich

Picknick am Turm
Picknick am Turm
Aufgrund der derzeitigen Verordnungen und den gegebenen Platzverhältnissen vor Ort sind die Veranstaltungen jeweils auf maximal 200 Personen begrenzt. Daher gilt es: Schnell sein, lohnt sich! Anders als im vergangen Jahr sind alle Veranstaltungen eintrittspflichtig. Der Vorverkauf der durchaus erschwinglichen Einlasskarten (jeweils limitiert auf jeweils 200 Stück) beginnt am 19. Juli 2021 in der Tourist-Information im Alten Rathaus (Hauptstraße 19, 35683 Dillenburg) zu den aktuellen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 08.30 – 12.00 Uhr & 12.30 – 16.00 Uhr). Eine Anmeldung im Vorfeld ist weiterhin zwingend erforderlich. Dabei müssen Name, Anschrift und eine Telefonnummer für jeden Teilnehmenden hinterlegt werden. Dieses Prozedere ist notwendig, sollte eine Infektionskette im Nachhinein nachvollzogen werden müssen.  Vor Ort haben Besuchende zudem die Möglichkeiten, zusätzlich eine Eventregistrierung via Corona-Warn-App oder der Luca-App vorzunehmen.

Das Programm ist vielversprechend

Besuchende der Veranstaltungsreihe dürfen sich auf ein buntes und zugleich spannendes Rahmenprogramm freuen.

Freitag, 13.08.2021, 17.00 – 22.00 Uhr: Open Stage

Bei der Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe „Picknick am Turm“ präsentieren sich unterschiedlichste Dillenburger Künstlerinnen und Künstler. Dem Aufruf der Stadtverwaltung zur Teilnahme am Bühnenprogramm folgten zahlreiche Bewerbungen. Ziel war und ist es, Dillenburger Künstlerinnen und Künstlern nach dem Lockdown eine Bühne und Plattform für die eigenen Präsentationen bieten zu können. Insgesamt werden zwölf Programmpunkte auf der Bühne vor der herrlichen Kulisse des Wilhelmsturms zu sehen sein. Musikalisch gibt es einiges auf die Ohren. Besuchende der Auftaktveranstaltung dürfen sich auf das Duo Ayrgathán (Nicole Emmerich & Sebastian „Buddy“ Eisentraut) freuen, welches die Sparte „English & Irish Folk“ bedient und auch eigene Songs im Repertoire vorweisen kann. Darüber hinaus wird Hans-Jürgen Überall (Heimatklänge) eigene Stücke zum Besten geben. Anschließend wird Sylvia Heinz alias Sya (Solo-Sängerin und Songwriterin) die Gäste vor Ort verzaubern. Zu hören gibt es außerdem ein 5-köpfige Blechbläser-Quintett, welches vom Landesposaunenwart der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Herrn Albert Wanner, geleitet wird. RAPtastisch geht es weiter mit dem Duo LK & Sophie – hier trifft Deutschrap auf Soul. Zerzaust (Christoph & Celina) begeistern darüber hinaus mit Akustik-Gitarre und Gesang. Last but not least gibt sich die 5-köpfige Dillenburger Band „Roadie“ die Ehre und wartet mit Peter Maffay Cover-Songs auf. Als weiterer, musikalischer Leckerbissen tritt die Band CATCØRE auf. Neben den musikalischen Acts werden auch weitere, sehens- und hörenswerte Programmpunkte zu sehen sein. „Die Kunst steht meist am Ende eines Prozesses, bei diesen lyrischen Texten schon am Anfang und auch in der Mitte…“ – mit diesen Worten begann die Bewerbung von Susan Helen Miller, die mit großer Freude eine Lesung ihrer Gedichte vor Ort halten wird. Auch Benjamin Lapp ist Lyriker und trägt seine eigenen Gedichte vor, und freut sich darauf, den anwesenden Gästen mit aus Worten geformten Bildern einen schönen Moment zu bereiten. Das Programm rundet die Hip-Hop Tanzgruppe „Souljas Force“ ab und heizt den Besuchenden bei einer knackigen Performance ordentlich ein. Moderation und musikalische Begleitung: Anita Vidovic & Frank Mignon. Gute Stimmung ist garantiert! Der Eintritt beträgt 3 € p.P.

Samstag, 14.08.,19.00 – 22.00 Uhr: Aquarena-„Rock“-Nacht

Purpel Rising
Purple Rising
Am ursprünglich geplanten Tag der Aquarena-Nacht 2021 fällt das Programm etwas kleiner als gewohnt aus. Unter dem Wilhelmsturm lassen es zwei Bands ordentlich krachen: Die „Prom Queens“ aus dem Kreisgebiet sowie „Purple Rising“ (Deep Purple Tribute) aus dem Rhein-Main-Gebiet. „Prom Queens“ spielen Musik für die Generation „American Pie“ mit Coversongs aus Pop-Punk, Nu-Metal und Alternative-Rock der letzten 20 Jahre, ergänzt um genretaugliche Eigeninterpretation bekannter Pophits – getreu dem Motto „Punk goes Pop“. Deep Purple gelten zusammen mit Led Zeppelin und Black Sabbath als Wegbereiter des klassischen Hard Rock. Mit Titeln wie Black Night, Smoke on the Water, Child in Time oder Burn schuf die Band Klassiker für die Ewigkeit, die auch nach 40 Jahren nichts von ihrer Frische und Authentizität eingebüßt haben. Purple Rising interpretiert die Musik von Deep Purple gekonnt virtuos, ganz im Stil der Siebziger: Furiose Improvisationen und wilde Duelle zwischen Gitarrist Joachim Villwock und Tastenmann Andreas König, der bereits mit Deep-Purple-Legende Jon Lord auf der Bühne stand, lassen Songs wie Child in Time und Space Truckin’ gerne auch einmal die 20-Minuten-Marke sprengen. Scheinbar spielend meistert dabei der charismatische, stimmgewaltige Frontmann Michael Baum den Spagat zwischen sämtlichen Deep-Purple-Sängern. Wie beim Original anno 1970 wird so jedes Konzert zu einem einzigartigen Erlebnis. Purple Rising weiß jedoch nicht nur musikalisch, sondern auch mit einer energiegeladenen Bühnenshow auf Original-Instrumenten zu begeistern. Der Eintritt beträgt 5 € p.P.

Sonntag, 15.08., 14.00 – 15.00 Uhr & 19.00 – 20.30 Uhr: Figuren-Theater

Am Sonntag steht der Schlossberg im Zeichen von kulturellem Figuren-Theater. Nachmittags richtet sich die Vorstellung „Ritter Rost“ an Familien und Kinder ab 4 Jahren. Mit „Hear my song“ wird es zudem eine Abendvorstellung geben. Beide Stücke werden gespielt vom Theater Con Cuore rund um Virginia und Stefan P. Maatz, die bereits im vergangenen Jahr für begeisternde und strahlende Augen der Besuchenden sorgten. Der Eintritt für die Familienvorführung am Nachmittag beträgt 3 € p.P., am Abend 5 € p.P.

Freitag, 20.08.,18.30 – 22.00 Uhr: Krimi-Picknick-Dinner

Leiche Ahoi
Leiche Ahoi
Krimi-Dinner „Leiche Ahoi – Mord auf dem Atlantik“ in der Picknick-Variante. Anker lichten, Leinen los – es geht auf große Fahrt! Eine Kreuzfahrt auf dem Atlantik – wer träumt nicht davon? Doch Vorsicht, bei dieser Schifffahrt läuft einiges aus dem Ruder! Das perfekt geplante Captainsdinner mit köstlichem Essen, attraktivem Unterhaltungsprogramm und illustren Gästen steht an. Captain James Cook ist bestens aufgelegt, denn der Abend verspricht ein voller Erfolg zu werden. Doch was dann geschieht, ist für alle Gäste ein Schock. Plötzlich taucht eine Leiche auf und der Abend wird zum tödlichen Fiasko mit zahlreichen Verwicklungen, Wendungen und einer ganzen Hand voll verdächtiger Personen. Seien Sie auf der Hut: Niemand kann diesem mörderischen Komplott entrinnen! Mitten auf offener See muss der Täter oder die Täterin entlarvt werden, bevor erneut zugeschlagen werden kann! Gelingt es Ihnen, die mordende Person zu fassen? Bei diesem interaktiven, spannenden und humorvollen Krimidinner sitzen alle im selben Boot! Der Eintritt beträgt 12 € p.P. Es besteht zudem die Möglichkeit, optional eine gefüllte Picknick-Tasche mit köstlichen Leckereien des Restaurants Tiergarten zu erwerben. Für 39,50 € gibt es für 2 Personen verzehrfertig in der Thermo-Tasche verpackt: Carpaccio vom Galloway Tafelspitz mit grüner Soße, verschiedene Fingerfood Spieße mit Dip, Mini Brötchen, Donsbacher Kartoffelsalat mit scharfen Hackbällchen & hausgemachtem Bratwurst Spieß, Apfel-Karamell Kuchen im Glas, Obstsalat, Besteck & Servietten. Bestellungen werden bei Erwerb einer Einlasskarte gerne bis zum 18. August, 10.00 Uhr in der Tourist-Information entgegengenommen.

Samstag, 21.08., 18.00 – 22.00 Uhr: Jazz’n’Wine – Musikalischer Weinabend mit „Sinatra & More: Pit Grün & The Tramps”

It’s wine o’clock: Jazzige Klänge zu gutem Wein – so lautet das Motto am Samstagabend. Mitveranstalter ist an diesem Tag der Förderkreis Dillenburg e.V.. Rick Coleman (Piano), Jan Beiling (Sax) und Pit Grün (Vocal) spielen in Minimalbesetzung die schönsten und zugleich bekanntesten Songs von Sinatra & Co. Erleben Sie eine nostalgische Zeitreise mit “Pit Grün & The Tramps”! Vor Ort haben Besuchende zudem die Möglichkeit, an einem Stand von Familie Schneider (Der Die Das) köstliche Weine der Winzergenossenschaft Kallstadt zu erwerben. Die Weine werden in 0,7l Flaschen zum Kauf angeboten. Dazu gibt es Mineralwasser. Zudem steht eine kleine Anzahl an Weingläsern zum Kauf zur Verfügung. Der Eintritt beträgt 5 € p.P.

Sonntag, 22.08., 14.00 Uhr & 19.00 Uhr: Figuren-Theater

Diener zweiter Herren
Am Sonntag steht der Schlossberg zum zweiten Mal im Zeichen von kulturellem und Diener zweiter Herren hochwertigem Figuren-Theater. Nachmittags wird das Stück „König Sofus und das Wunderhuhn“ gezeigt und richtet sich an Familien und Kinder ab 5 Jahren. Mit „Dem Diener zweier Herren“ wird es zudem eine Abendvorstellung geben. Das Meisterstück, eine Komödie von Carlo Goldoni zeichnet sich durch eine Inszenierung mit 80 cm großen Marionetten aus, frei bearbeitet von Harald Sperlich (Hohenloher Figuren Theater). Johanna und Harald Sperlich begeisterten bereits mit ihrer außergewöhnlichen Spielart bei den Dillenburger Figuren-Theatern. Der Eintritt für die Familienvorführung am Nachmittag beträgt 3 € p.P., am Abend 5 € p.P.
Unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln steht einem fröhlichen Beisammensein nichts im Wege. Zu beachten gilt es ergänzend die Hinweise vor Ort. Auf dem gesamten Veranstaltungsgelände, bzw. dort wo ein Abstandhalten von 1,5 m zu anderen Personengruppen nicht möglich ist, gilt das Tragen einer Mund-/Nasenabdeckung. Der Schutz kann selbstverständlich abgenommen werden, sobald den Besuchenden ein Platz auf der großzügigen Picknickwiese zugewiesen wurde. Die direkte Zufahrt zum Schlossberg ist nicht gegeben. Besuchenden stehen Parkflächen an den angrenzenden Tennisplätzen und im umliegenden Wohngebiet zur Verfügung. Sollten die Witterungsverhältnisse (starker Regen, Gewitter) der Durchführung der Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung machen, werden die Programmpunkte zeitnah nachgeholt. Die Einlasskarten behalten dann ihre Gültigkeit. Die Veranstaltungsreihe wird durchgeführt mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Dillenburg. Alle Informationen gibt es außerdem unter www.dillenburg.live.

Wildpark und Museumsanlagen wieder geöffnet

Vier neugierige Zwergziegen halten Ausschau nach Besuchern.

Auch im Wildpark Donsbach und auf dem Schlossberg ist die Zeit des „Lockdowns“ vorbei. Sinkende Infektionszahlen und der Wegfall der Bundesnotbremse machen es möglich, die Einrichtungen wieder zu öffnen. Schlossberg- und Wildpark-Team und natürlich auch die Tiere freuen sich auf die Rückkehr der Besuchenden. Sieben Monate waren Park und Museen geschlossen.

Besuche ab dem 01.06.2021 wieder möglich

Bei beiden Einrichtungen ist ab 01.06.2021 ein Besuch nach vorheriger Terminvereinbarung möglich, da die Anzahl der Gäste noch begrenzt ist. Im Wildpark Donsbach können derzeit 100 Tierfreunde pro Timeslot die Anlage aufsuchen, nachdem sie unter der Telefonnummer 0151-26330318 einen Zeitraum von maximal zwei Stunden gebucht haben. Dies ist täglich von 10 bis 18 Uhr möglich. Um die Besucherzahlen im Auge zu behalten, hat die Oranienstadt als einzigen Ein- und Ausgang das Kassenhaus vom Dorfgemeinschaftshaus kommend eingerichtet. Hier erhalten alle Gäste ein kleines, nummeriertes Holzmärkchen, was beim Verlassen der Anlage wieder zurückgegeben und von den Mitarbeitenden regelmäßig desinfiziert wird.

Zugang über die Forsthausstraße für Menschen mit Handicap

Menschen mit Handicap können Parkplätze und Zugang an der Forsthausstraße nutzen, der durch eine Schranke versperrt ist. Nach Kontakt zu den Mitarbeitenden unter der o. g. Rufnummer erhalten sie hier ihre Zugangsmöglichkeit. Andere Besuchende nutzen den Haupteingang. Der obere Zugang in den Park ist durch eine Zaunanlage gesichert und bleibt verschlossen. Ähnlich wie bei anderen Einrichtungen und inzwischen im Alltag der Bürger*innen verankert, gelten auf dem gesamten Gelände die allgemeinen Hygiene-, Verhaltens- und Abstandsregeln. Wo der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht verlässlich eingehalten werden kann, besteht eine Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Dies ist im Kassenbereich, am Streichelgehege und in der Oranierhütte der Fall. Auf diese und weitere Schutzmaßnahmen weist die Oranienstadt durch entsprechende Beschilderungen und Markierungen im Park hin.

Toben auf dem Spielplatz

Toben auf dem Abenteuerspielplatz ist genauso wieder möglich, wie das gesellige Verweilen im Biergarten am Kiosk. Hier sind die vorhandenen Sitzplätze mindestens 1,50 Meter voneinander entfernt. Gäste nutzen für ihren Besuch am Tresen oder bei Nutzung der Sanitäranlagen wieder ihren Mund-Nasen-Schutz. Außerdem gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Zusätzlich ist es verpflichtend erforderlich, einen Sitzplatz einzunehmen und die Kontaktdaten zu hinterlassen, um Infektionsketten nachvollziehen zu können. Generell wird das Tragen einer Maske gerne gesehen, es ist allerdings nicht für die gesamte Anlage verpflichtend. An zentralen Punkten stehen Spender mit Handdesinfektionsmittelbereit.

250 Wild- und Nutztiere auf 21 ha

Für den Parkbesuch und auch für die Nutzung der Gastronomie wird ein tagesaktueller Test empfohlen. Futterführungen und Sonderveranstaltung finden vorerst noch nicht statt. Der Park im Stadtteil Donsbach beherbergt rund 250 Wild- und Nutztiere auf 21 ha. Während der siebenmonatigen Schließung hatten zahlreiche Anhänger*innen per Mail und über die sozialen Netzwerke der Oranienstadt regelmäßig nachgefragt, „wann es denn endlich wieder losgeht“. Wildpark-Team und Tiere stehen gleichermaßen in den Startlöchern und freuen sich auf die Rückkehr der zweibeinigen Gäste.

Villa Grün und Wilhelmsturm mit Termin zu besichtigen

Für einen Besuch in der Villa Grün oder im Wilhelmsturm ist ebenfalls eine telefonische Terminvereinbarung erforderlich. Dies ist möglich unter den Telefonnummern 02771/266165 (Villa Grün) und 02771/800065 (Wilhelmsturm). In der Villa Grün können sich maximal 15 und im Turm höchstens 10 Personen zeitgleich aufhalten. Ein tagesaktueller Test ist keine Voraussetzung für einen Zutritt, wird jedoch empfohlen. Allerdings gilt in beiden Museen die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (FFP2- oder OP-Maske). Wer möchte, kann sich an den Museumskassen über die Luca-App freiwillig registrieren. Der Dillenburger Museumsverein e. V. als Träger der Einrichtungen ist verpflichtet, die Kontaktdaten der Gäste festzuhalten, auch ohne App.

Geschichte Oranien-Nassaus

Im Wilhelmsturm informiert die Dauerausstellung derzeit auf zwei Ebenen mit Text-, Foto- und Filmbeiträgen zur Geschichte Oranien-Nassaus mit dem Schwerpunkt niederländisches Königshaus. Die dritte und vierte Etage bleiben coronabedingt für den Besucherverkehr geschlossen. Auch die unterirdischen Verteidigungsanlagen – die Kasematten – können besichtigt werden, wenn genug Teilnehmende pro Tag zusammenkommen. Das Schlossberg-Team bittet auch hier um Voranmeldung unter der Telefonnummer des Wilhelmsturms 02771/800065. Die sonst regelmäßig stattfindende Kasemattenführung um 15 Uhr findet im Moment nur am Wochenende statt. In der Villa Grün lockt derzeit eine attraktive Sonderausstellung: Der Dillenburger Naturfotograf Volkmar Nix stellt großformatige Farbfotos zum Thema „Insekten“ aus. Bei den oft nur wenige Millimeter kleinen Schmetterlingen, Bienen, Wespen oder Käfern werden durch die vielfache Vergrößerung feinste Details sichtbar. Nach den Insektenexponaten trifft der Gast auf Pflanzen, wie diese von der Dillenburger Malerin Anne Freischlad gesehen werden. Beeindruckend ist die Zahl der Farbtöne, mit denen sie ihre Werke zu gestalten weiß. In allen drei Museen ist der Mindestabstand von 1,50 m zu anderen Besuchenden einzuhalten.

Besuchersaison für Wilhelmsturm eröffnet

Der Wilhelmsturm Foto: Peter Patzwaldt

Mit Beginn der hessischen Sommerferien startete der Wilhelmsturm, das Wahrzeichen der Oranienstadt Dillenburg, coronabedingt verspätet in die Museumssaison. Der Besuch des oranien-nassauischen Museums ist allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Wie auch bei anderen Einrichtungen derzeit hat die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln oberste Priorität. Aufgrund der beengten Räumlichkeiten dürfen sich zeitgleich maximal zehn Besucher im Turm aufhalten. Um den Begegnungsverkehr von Besuchern auf der engen Innentreppe so gering wie möglich zu halten, ist das zweite und dritte Obergeschoss gesperrt. Die abwechslungsreichen Ausstellungen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss bieten jedoch für Gäste ausreichend Gelegenheit, sich über die spannende oranien-nassauische Geschichte zu informieren. Nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten in den vergangenen Jahren wird das Hauptthema der Ausstellung im Wilhelmsturm, die Geschichte Nassaus und Oraniens, in optisch und phonetisch gefälliger Form präsentiert. Der Stammbaum des niederländischen Königshauses in Schrift, Bild und historischen Daten ist einer der Ausstellungsschwerpunkte im Erdgeschoss. Auf der gleichen Ebene wird den Besuchern das Leben und politische Wirken (mit “Wilhelmus von Nassauen, bin ich von deutschem Blut” beginnt die niederländische Nationalhymne) Wilhelms von Oranien, 1533 auf dem Dillenburger Schloss geboren, in Bild und Ton vermittelt. Wer die 42 Treppenstufen ins erste Obergeschoss zurücklegt, den erwartet ein virtueller Filmrundgang “So war’s im Schloss” (bis zur Zerstörung 1760). Als ein Stimmungsbild kann auch das Kasemattenmodell im gleichen Raum dienen, falls Besucher einen Kasemattenrundgang gebucht haben. Diesem Untertage-Rundgang ist ein vorheriger Blick vom Außenrundgang des ersten Obergeschosses über Dillenburg in alle Richtungen, einem beliebten Fotografen-Standort, zu empfehlen.

Der Wilhelmsturmbesuch lässt sich optimal abrunden mit einer Führung durch die Kasematten, Westeuropas zweitgrößte unterirdische Verteidigungsanlagen, und einem Besuch des Wirtschaftsgeschichtlichen Museums in der Villa Grün. Kasemattenführungen (Dauer ca. 60 Minuten) finden samstags und sonntags um 15 Uhr statt, beginnend am Wilhelmsturm. Die Besucherzahl ist pro Führung auf fünfzehn Gäste begrenzt, so dass eine telefonische Anmeldung (02771/800065 dienstags bis sonntags von 10 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr) empfohlen wird. Teilnehmer sollten entsprechende Kleidung für eine Temperatur von 8 Grad Celsius sowie festes Schuhwerk tragen.

Die Dauerausstellung im Wirtschaftsgeschichtlichen Museum in der Villa Grün zeigt unter anderem Exponate aus dem früheren Schwerpunkt der Dillkreis-Wirtschaft, der Heiz- und Kochgeräteproduktion und dem Eisenerzbergbau. Als Gegenstück stellen aktuell produzierende Firmen aus dem heimischen Raum ihre Produkte vor. Die Dauerausstellung wird umrahmt von Sonderausstellungen zu wechselnden Themen. Bis zum 26. Juli sind Werke unter dem Titel “Bauhaus – Faszination Form und Farbe” ausgestellt, ab dem 6. August präsentiert der Foto-Aktionskünstler Frank Kunert seine Werke unter dem Titel “Lifestyle”.

Mit der Öffnung des Museums Villa Grün am 16. Mai geht ein bundesweiter Werbeeffekt für das Museum und damit auch für die Stadt Dillenburg einher, den wohl nur die Geocacher in dieser durchschlagenden Form erwartet haben. Einheimische Aktive dieser neuen Form von “Schatzsuche” bzw. Freizeitgestaltung richteten im Museum Villa Grün Suchpunkte ein. Ob aus Bottrop, Berlin, Bonn oder gar Dresden, “ein so schönes Museum in so einem kleinen Städtchen”, so die sächsischen Gäste, vermuten nur wenige Besucher. Nach wenigen Stunden waren nach der Museumsöffnung alle 2020er Geocaching-Termine ausgebucht.

Die Villa Grün ist dienstags bis sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die Kombikarte für Villa Grün und Wilhelmsturm kostet für Erwachsene 4 Euro, für Kinder (6 bis 15 Jahre) 2 Euro und der Preis der Familienkarte beläuft sich auf 11 Euro. Für die Schlossbergkarte (Museen und Kasematten) zahlen Erwachsene 7 Euro, Kinder (6 bis 15 Jahre) 3,50 Euro und Familien 18,50 Euro.