Vollsperrung Kreisstraße 39 in Donsbach

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Ab nächster Woche Montag, 25. Februar 2019, erneuert Hessen Mobil im Auftrag des Lahn-Dill-Kreises eine Straßenstützwand an der Kreisstraße 39 in Dillenburg-Donsbach. Diese Stützwand befindet sich auf der Hauptstraße in Donsbach zwischen der Ortsmitte und dem Ortsausgang in Richtung Burg/Uckersdorf.

Stützwand wird durch Winkelstützmauer ersetzt

Die dort vorhandene Straßenstützwand aus dem Jahr 1960 ist in einem schlechten baulichen Zustand und an allen Bauteilen mehrfach gerissen. Hierdurch weist der Belag des Gehweges Längsrisse auf. Aufgrund dieses Schadensbildes wird die bestehende Stützwand durch eine 21 Meter lange Winkelstützmauer ersetzt. Zudem werden die Asphaltdeck- und Asphalttragschicht der Fahrbahn der Kreisstraße sowie des Gehweges entlang der Stützmauer erneuert. Die Baukosten in Höhe von rund 70.000 Euro werden vom Lahn-Dill-Kreis als Baulastträger der K 39 getragen.

Vollsperrung

Während der Bauarbeiten muss die K 39 auf rund 50 Metern im Bereich dieser Straßenstützwand voll gesperrt werden. Der Durchgangsverkehr wird in dieser Zeit über Dillenburg und Burg über die K 39, die B 277 und die L 3042 umgeleitet. Aus Donsbach kommend bleibt die K 39 für Anlieger bis zur Baustelle frei. Aus Richtung Burg und Uckersdorf kommend bleibt die K 39 bis zum Wildpark und zum Dorfgemeinschaftshaus befahrbar.

Rund fünf Wochen Bauzeit sind für die Bauarbeiten eingeplant, sodass die Kreisstraße in diesem Streckenabschnitt bis voraussichtlich zum Ende der dritten Märzwoche gesperrt bleiben muss.

 

„Pfarrsaal Helau“

„Pfarrsaal Helau“ geht nach Niederscheld: Am Freitag feiern die Dillenburger Narren erstmals in der Gemeinschaftshalle in Niederscheld. (Foto: Klaus Kordesch)

Dillenburg-Niederscheld (klk). „Pfarrsaal Helau – der Dillenburger Karneval!“ ist

am Freitag (22. Februar) mit einem gewohnt vielseitigen Mix aus Büttenreden, Sketchen, Show- und Gardetänzen erstmals in Niederscheld zu Gast. Um 19.30 Uhr öffnet sich der Bühnenvorhang in der Gemeinschaftshalle zur 61. Sitzung. Die Gäste können sich aber bereits ab 18.30 Uhr bei Partymusik und einem Gläschen Sekt auf das närrische Treiben einstimmen.

Vier Stunden närrisches Programm

Das etwa vierstündige Programm wartet nach der von Schüssen aus der Konfettikanone begleiteten großen Polonaise mit altgedienten Karnevalisten aus dem Dillenburger Karneval ebenso auf wie mit einigen neuen Gesichtern. Aus der Bütt begrüßen beispielsweise das Pfarrer-Tandem Simon Schade und Christian Fahl sowie Pauline Erdmann als Weinkönigin die närrische Besucherschar, die sich außerdem auch auf mehrere Sketche freuen können. Unter anderem gibt es dabei ein Wiedersehen mit dem aus dem Oberschelder Fasnacht bekannten Kevin Deusing und dem fahrenden Bänkelsänger Michael Foersch, der von seinen Erfahrungen als Kunde berichtet. Mit dabei ist zudem die aus Dillenburger und Oberschelder Karnevalisten gebildete Gesangstruppe „Das Bassgebrummel“. Unter der Leitung von Joachim Rabe tragen die neun Sänger bekannte Melodien mit neuen Texten vor.

„Querulanten“, Paul und Paul, sowie die Funken sorgen für Stimmung

Auch die Haigerer „Querulanten“ legen singend einmal mehr mit gepfefferten

Mit spitzer Zunge und ausgefeiltem Gesang haben sich die Haigerer Querulanten einen Namen in der heimischen Karnevalsszene gemacht. Am Freitag sind sie bei „Pfarrsaal Helau“ in Niederscheld zu hören. (Foto: Klaus Kordesch)

Texten gekonnt ihre satirischen Finger in die Wunden der modernen Gesellschaft. Paul und Paule, die von Elferratspräsident Thomas Springer und Uwe Erdmann verkörperten reimenden und singenden Hausmeister des Bundesarchivs, schauen ebenfalls kritisch-humorvoll auf aktuelle und jüngst vergangene Ereignisse in Stadt und Land.

Natürlich gibt es auch viel Garde- und Showtanz fürs Auge: Neben den „Blauen Fünkchen“, den „Blauen Funken“ und den „Roten Funken“ des befreundeten Oberschelder Carnevalvereins sind diesmal auch die Herborner Funken, das Männerballett aus Haiger mit einer Schwarzlicht-Show sowie die „Hausherren“ vom Niederschelder Turnverein mit einem Tanzbeitrag zu Gast bei „Pfarrsaal Helau“.

Karten im Vorverkauf

Die Tanzkapelle „The Pussies“ sorgt in bewährter Weise für den richtigen Ton während der Sitzung und beim Tanzvergnügen nach dem Programm. Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt acht Euro. Im Vorverkauf gibt es die Platzkarten bei „Uhren Wege“ am Hüttenplatz 10 in Dillenburg und im Farbenfachgeschäft Heun in Niederscheld (Hauptstraße 28). Die Abendkassse öffnet um 18.30 Uhr.

Jetzt Dillenburg-Fahne bestellen

Immer wieder erreichen uns Anfragen, ob der Erwerb einer Dillenburger Fahne für die private Nutzung möglich sei.  Viele möchten sich die Fahne an den Mast im Garten oder am Ferienhäuschen hängen oder ihr Haus damit bei besonderen Anlässen schmücken. Sogar Anfragen aus Übersee erreichten schon unser Rathaus. Viele Auswanderer und Heimatverbundene demonstrieren damit ihre Identifikation mit Dillenburg auch im Ausland. Die Dillenburger Fahne ist mit den Oranierfarben Blau und Orange gestaltet, die in ihrer Mitte das Dillenburger Wappen einschließen. Dieses stammt übrigens schon aus dem 15. Jahrhundert und zeigt einen Löwen unter einem Fallgitter, der symbolisch für den nassauischen Landesherrn steht, der in Dillenburg um 1130 die erste Burganlage erbaute.

Ab sofort nehmen wir entsprechende Vorbestellungen entgegen. Eine gute Gelegenheit, die eigene Dillenburg-Flagge zu hissen, steht auch im September an. Dann veranstalten wir das Festwochenende zur 675-Jahr-Feier. Die Fahnen sind zu einem Betrag von 28,85 Euro (Banner im Hochformat) bzw. 34,27 Euro (Hissflagge im Querformat) zzgl. der anteiligen Versandkosten erhältlich. Wir sammeln die Bestellungen und geben sie dann als Paket in Auftrag.

Folgende Fahnen-Varianten können bestellt werden: Für senkrecht stehende Masten sind Hissflaggen im Querformat oder Bannerfahnen im Hochformat erhältlich. Die Hissflagge (Querformat 120 x 200 cm) ist an der Stangenkante (120 cm) mit einem starken, weißem Besatzband und drei Kunststoffkarabinerhaken ausgerüstet. Das Banner (Hochformat 80 x 200 cm) hat an der Oberkante (80 cm) einen eingeschobenen Holzquerstab und ist mit einer Aufhängeschnur ausgerüstet, die das Banner mittig hält.

Fahnenarten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Fahnen sind ringsum gesäumt und mit einer Doppelnaht versehen. Sie sind wasch-, licht- und wetterecht, antistatisch und schmutzabweisend. Bestellungen sind möglich bis zum 25. Februar 2019 per Mail an: a.graser@dillenburg.de. Bitte unbedingt das gewünschte Format und die Flaggenart angeben. Rückfragen beantwortet Frau Graser unter der Tel. 02771/896-180.

Dillenburg feiert Jubiläum

Es darf gefeiert werden! In diesem Jahr blickt Dillenburg auf 675 Jahre bewegte Geschichte zurück. Die Stadtrechte wurden im Jahre 1344 von Kaiser Ludwig dem Bayer dem Ort verliehen. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen wird an die Gründung und die Entwicklung der Oranienstadt erinnert.

Städtebrief 1344

Passender Auftakt zum Jubiläum ist der „Konigsdag“ (Königstag) am 27. April. Zum Geburtstag von König Willem-Alexander der Niederlande wollen die Dillenburger zusammen mit der niederländischen Bevölkerung den Monarchen hochleben lassen. Kanonendonner, Flohmarkt, Feuershow, Schwertkampf und Führungen durch die unterirdischen Befestigungsanlagen sowie Konzertdarbietungen sind einige der Höhepunkte an diesem Tag. Zum Stöbern lädt der „Vrijmarkt“ (Flohmarkt) ein, und für die Kinder wird eine Hüpfburgenlandschaft aufgebaut. Unter dem Wilhelmsturm garantiert die Stadtverwaltung an diesem Samstag ein abwechslungsreiches Programm. Auch ist ein Foto-Flashmob geplant, zu dem herzlich eingeladen wird. Besucher erhalten vor Ort orange-farbige Give-Aways für ein Gemeinschaftsfoto zu Ehren des niederländischen Königs.

Ende Mai, am Himmelfahrtwochenende, erlebt der Schlossberg im Rahmen des Jubiläums einen weiteren Besucheransturm. Diesmal locken Feldlager und „Historischer Markt“. Die Oranienstadt richtet gemeinschaftlich mit der Projektgruppe „Leben im 18. Jahrhundert“ des Dillenburger Museumsvereins e.V. die Veranstaltung aus und erwartet 200 Teilnehmer aus ganz Europa. Einer der Höhepunkte des Wochenendes: Auf der Freilichtbühne wird der spannende „Kampf um Dillenburg“ aufgeführt. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Bereits eine Woche später, an Pfingsten, lautet das Motto in der Oranienstadt „Dillenburg im Wandel der Zeit/Historischer Schlossberg“. Mit Blick auf den geschichtlichen Bezug werden auf dem Schlossberg die Epochen des 13. bis 20. Jahrhunderts im Zuge des Aktionswochenendes dargestellt.

Foto: Rudolf Krenzer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für das eigentliche Festwochenende haben die Veranstalter vier Tage im September (19. bis 22. September) im Kalender markiert. Die Delegationen der Partnerstädte werden am Donnerstag offiziell in den Räumen der FeG Dillenburg in der Stadionstraße empfangen. Den feierlichen Rahmen nutzt die Deutsch-Englische-Gesellschaft, um ihr 30-jähriges Bestehen zu feiern. Die Theatergruppe Dellerlecker plant am Freitag und Sonntag im Rahmen des Festwochenendes je eine Theateraufführung. Sie zeigen ein „Re-Make“ ihres ersten Stücks, das sie auf die Bühne brachten mit dem Titel „Die deutschen Kleinstädter“. Für den Rest des Wochenendes spielt sich das Geschehen dann im Bereich des Hessischen Landgestüts und der Wilhelmstraße ab. In tollem Ambiente folgt am Freitag der bunte Abend mit Veranstaltungen und Vorträgen zur Dillenburger Geschichte und einigen Musikdarbietungen sowie einem Konzertabend. Vorgesehen ist zudem eine Aufführung der Theatergruppe der Dellerlecker, die ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Den Samstag gestalten u.a. weiterhin die Dillenburger Vereine. Ob sie sich mit einem Festzug oder aber mit Ständen präsentieren, muss noch final entschieden werden. Interessierte Teilnehmer können sich auch weiterhin beim Veranstaltungsteam rund um Elena Wechselberger im Alten Rathaus melden. Der Abschluss ist am Abend mit einer großen Konzertveranstaltung geplant. Zum Ökumenischen Gottesdienst sind die Dillenburger und ihre Gäste am Sonntag herzlich eingeladen; anschließend klingt das Festwochenende mit einem musikalischen Jazz-Frühschoppen aus. Parallel dazu veranstaltet das Hessische Landgestüt einen Tag der offenen Tür. Vorgesehen ist auch, ab Anfang September in der Stadt Führungen anzubieten. Beim Rundgang durch die Innenstadt werden die kundigen Führer auf die Entwicklung Dillenburgs eingehen und sicherlich auch einige interessante Geschichten aus dem Alltag seiner Bewohner erzählen.

Text: Kilian Scharf

Neuer Pächter im Wildpark

Ab der Saisoneröffnung im März 2019 werden Kiosk und WildparkStuben die kleinen und großen Gäste mit kulinarischen Leckereien versorgen.
Kiosk im Wildpark Donsbach; Foto: Alicja Kozlowska

Die Oranienstadt als Betreiber des Parks freut sich, dass ab März 2019 Holger Andermann aus Niederscheld kulinarische Leckereien für die Gäste anbieten wird.

Mit jeder Menge gastronomischer Erfahrung wird er die Oranienhütte und Kiosk – „Die WildparkStuben“ – betreuen. Neben abwechslungsreichen Gerichten für kleine und große Gäste wird das Team rund um Holger Andermann für Kindergeburtstage eine neue, Extra-Menü-Karte mit verschiedenen Gerichten inclusvie einem Softgetränk zu Sonderpreisen anbieten.

Der Gastronom ist auch Ansprechpartner für interessierte Mieter der Oranienhütte, die im urigen Ambiente mitten in der idyllischen Parkeinrichtung eine Festlichkeit ausrichten möchten.

Saisoneröffnung mit Frühlingsfest am 31. März

In der neuen Saison wird noch ein Grill an der Hütte entstehen, der mit genutzt werden kann. Außerdem wird die Außenbestuhlung am Kiosk erneuert und die bisherigen Bänke im Park als zusätzliche Ruhestationen verteilt.

Mit einem kleinen Frühlingsfest wird die neue Saison am 31. März offiziell eröffnet. Der Wildpark Donsbach ist ganzjährig geöffnet.

Er ist nicht nur ein Platz der Entspannung für Naherholungssuchende, sondern bietet jedes Jahr durch verschiedene Aktionen, vielen Schulklassen, Kindergartengruppen und sogar Jagdscheinprüflingen die Möglichkeit der „natürlichen Fortbildung“. Der Wildpark beherbergt auf 21 ha meist bewaldetem Gelände rund 250 Tiere in 47 Arten und Rassen. Der zu betreuende Tierbestand umfasst einheimische wie auch exotische Tiere. Öffnungszeiten der WildparkStuben: April bis Oktober von 11 bis 18 Uhr und November bis März von 11 Uhr bis 16 Uhr. Montag ist Ruhetag. Kontakt: Telefon 0152 – 275 95 427, Mail wildparkstuben@dillenburg.de.

Aufruf an alle Vereine aus Dillenburg und Stadtteilen

Im Herbst 2019 kann die Oranienstadt Dillenburg auf die 675-jährige Verleihung ihrer Stadtrechte zurück blicken. Dieses Ereignis soll gebührend gefeiert werden. Die Planungen für das Festjahr laufen bereits auf Hochtouren. Die Verwaltung hat bereits im letzten Jahr alle Vereine der Kernstadt und der Ortsteile kontaktiert und die Bereitschaft des Mitwirkens erfragt. Zwei Auftaktveranstaltungen an Himmelfahrt und Pfingsten sind geplant. Vom 20. bis 22. September findet ein großes Festwochenende statt. In diesem Zusammenhang plant die Oranienstadt auch einen Festumzug. Bisher liegen der Verwaltung allerdings noch nicht genügend Teilnahmezusagen vor. Daher startet sie einen erneuten Aufruf, mit dem sie interessierten Vereinen die Möglichkeit bieten möchte, sich aktiv an dem Umzug oder aber auch an allen weiteren Aktionen zu beteiligen. Auskunft erteilt bei Interesse Elena Wechselberger unter den folgenden Kontaktdaten: Telefon 02771 896-158; E-Mail: e.wechselberger@dillenburg.de

Bilderbuchkino in der Stadtbücherei

Am Freitag, 1. März findet um 15.00 Uhr das Bilderbuchkino im Kaminzimmer der Stadtbücherei statt. Dieses Mal ist Volkmar Nix Vorlesepate und er stellt die Geschichte Malte Maulwurf und sein wundersamer Fernseher von Daniela Kulot vor.

Die Geschichte

So wie alle Maulwürfe sieht auch der kleine Malte Maulwurf sehr schlecht. Aber zum fernsehen reicht sein Augenlicht, das weiß er. Denn seine Freundin Mia Maus hat ihm zum Geburtstag einen Fernseher geschenkt. So jedenfalls bezeichnet er das schöne Aquarium, das seitdem in seinem Zimmer steht. Immer wieder sitzt Malte davor, und singt und spricht zum dem, was er da hinter der Scheibe sieht. Aber er spricht auch über das, was er in seiner Phantasie sieht, und er erfindet die wundervollsten Geschichten und Bilder. Schon bald ist nicht nur seine Freundin Mia Maus von seinen Erzählungen begeistert, sondern immer mehr Freunde kommen zu Malte um „fernzusehen“. Bis eine Tages der Molch altklug sagt, das sei doch kein Fernseher und bald darauf eine richtigen anschleppt. Der höfliche Malte bedankt sich und sagt, jetzt könnten alle richtig gucken – indem sie sich auf das Gerät draufsetzen, während sie Maltes Geschichten lauschen.

Im Anschluss wird gebastelt

Im Anschluss wollen die Mitarbeiterinnen der Bücherei zusammen mit den Kindern im Lesecafé basteln. Dazu bringen die Kinder Schere, Kleber und Buntstifte mit. Die Veranstaltung richtet sich an Kinder von 4 bis 8 Jahren, Beginn ist um 15 Uhr. Wegen des beschränkten Platzes wird um Anmeldung bis Donnerstag (28. Februar) um 17 Uhr gebeten (02771/800435).

Biotop auf dem Köppel schützt heimische Pflanzen- und Tierwelt

Kleine und große Landschaftsbereiche bieten Pflanzen und Tieren Rückzug und Schutz. Ein solches Naturparadies ist auch das Biotop „Simonsboden“ auf dem Dillenburger Köppel. Mit wertvollen Maßnahmen wollen Naturschutzvereinigungen mit Unterstützung der Stadt dafür sorgen, dass hier der Natur Flächen erhalten bleiben und die heimische Artenvielfalt nicht verloren geht.

Feldlerche

Durch die landwirtschaftliche Nutzung auf dem gesamten Köppel bis in die 70’er Jahre hinein konnte sich eine ausgesprochen reichhaltige Flora und Fauna entwickeln. „Durch den Rückgang der Landwirtschaft und dem Verschwinden der Äcker entstanden große Wiesen auf einer von Dillenburgs wenigen Freiflächen in der Kernstadt. Das führte im Laufe der Jahre stellenweise zu einer Verbuschung der Landschaft und zu einer bedauerlichen Artenverarmung“, so Jens Backhaus, Landschaftsarchitekt aus Dillenburg, der mit dem momentanen Projekt auf dem Köppel bestens vertraut ist. Die Wiesen rund um den Simonsboden werden heute hauptsächlich zur Heugewinnung und als Schafsweide genutzt und erfahren eine hohe Freizeitnutzung durch viele Spaziergänger. Wie Dr. Michael Völlinger von der städtischen Umweltabteilung erläutert, ist das Biotop schon seit 1988 im städtischen Landschaftsplan ausgewiesen. Um ihm wieder mehr Ruhe und Schutz für das Brutgeschäft und für die heimische Flora zu geben, soll der Bereich im nördlichen Teil des Köppels beruhigt und Freizeitnutzer für das Thema sensibilisiert werden.

Biotop Simonsboden

Auf den teilweise städtischen, teilweise privaten Flächen wurden deswegen in Abstimmung mit den Eigentümern in den letzten Wochen bereits rund 200 qm Schwarzdornhecken und Ginsterbüsche entfernt. Diese waren zu hoch geworden und hatten Hohlräume gebildet, so dass Brutgeschäfte nicht mehr stattfinden konnten. Der rund 6 Hektar große Bereich ist einer der wenigen Räume, in denen die Feldlerche noch anzutreffen ist. Dieser stimmfreudige Vogel wurde schon zum zweiten Mal „Vogel des Jahres“ – mit gutem Grund: die Bestände gehen zurück. Geht die Entwicklung so weiter, dann ist ein Aussterben dieses Bodenbrüters absehbar. Jede vierte Feldlerche ist inzwischen aus dem Brutbestand verschwunden. Der stimmfreudige Vogel bevorzugt offene Weiten, zu Waldrändern und Hecken hält er Abstand. Durch die Entbuschung des Simonsbodens hat die Feldlerche eine Chance, auch weiterhin in diesem Bereich zu brüten und in ihre Jungen großzuziehen. Noch eine weitere, wichtige Voraussetzung ist dafür nötig: Rücksichtnahme der Zwei- und Vierbeiner. Da die Feldlerche eine Fluchtdistanz von rund 50 Metern hat, werden Spaziergänger gebeten, den Bereich künftig zu meiden und ihre Hunde hier anzuleinen. Entsprechende Infotafeln sind bzw. werden noch aufgestellt, um über das Projekt aufzuklären und Verständnis für die jetzt stärker geschützten Bereiche zu wecken.

Arnika

„Durch die Schutzmaßnahmen auf dem Köppel erhoffen wir uns auch, dass bereits verschwundene Arten, wie zum Beispiel die Goldammer, der Neuntöter oder möglicherweise sogar das Schwarzkehlchen, zurückkehren,“ so Jens Backhaus, der auch Vogelschutzbeauftragter der Hessischen Vogelschutzwarte ist. Eine weitere, traurige Tatsache spielt ebenfalls eine große Rolle: die Gesamtzahl der Insekten und als auch die Vielfalt der Insektenarten haben in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland abgenommen. Als Blütenbestäuber übernehmen viele Insektenarten eine der bedeutendsten Funktionen in den Ökosystemen. Sie erhalten einen Großteil der Pflanzenwelt und sichern so auch die Lebensgrundlagen. Um den weiteren Rückgang entgegenzutreten, müssen Schutzflächen ausgeweitet werden, wie es jetzt auf dem Köppel geschieht. In den offenen Flächen finden nun auch Arnika-Pflanzen optimale Bedingungen zum Anwachsen. Die gefährdete Heilpflanze hat eine große Bedeutung für den Naturschutz und bringt damit einen hohen Handlungsbedarf mit, um die gefährdeten Bestände zu erhalten. In einigen versteckten Bereichen auf dem Köppel wurden deswegen schon durch die im letzten Jahr erste Pflänzchen gesetzt. Wie Günter Schwab von der Landschaftspflegevereinigung Lahn-Dill mitteilt, wird sich dies in diesem Jahr fortsetzen. Auch werden bei einem der nächsten Arbeitseinsätze weitere Ginsterbüsche entfernt. Das Projekt wird durch die Naturschutzvereinigungen, die Oranienstadt, durch Spenden und mit Eigenleistungen finanziert.