Tagungsort für Stadtverordnetenversammlung verlegt

Rathaussaal

Die Glück-Auf-Halle in Oberscheld steht nun leider nicht mehr für die Sitzungen unserer politischen Gremien zur Verfügung. Da im eigentlichen Sitzungssaal im Rathaus die Mindestabstände der Pandemievorgaben zwischen den Personen nicht eingehalten werden konnte, hatten wir unsere Sitzungen nach Oberscheld verlegt. Die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 25. Februar 2021 um 18 Uhr findet daher in der Freien Evangelischen Gemeinde Dillenburg, Stadionstraße 4 statt. Die Sitzung ist öffentlich, die Tagesordnung dazu finden Sie hier. Es handelt sich um die letzte Sitzung vor der Kommunalwahl am 14. März 2021.

Informationen zum neuartigen Coronavirus

Stand: 23.02.2021

Wir möchten Sie hier an dieser Stelle zu allen getroffenen Regelungen, Verfügungen, Pressemitteilungen, Entscheidungen und allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen zum neuartigen Coronavirus informieren. Wir aktualisieren die entsprechenden Seiten regelmäßig:

Informationen zum neuartigen Coronavirus

Kinderbetreuung

Öffentliches Leben

Impfen

Nachbarschaftshilfen

Gewerbetreibende

Städtische Einrichtungen und Verwaltungsgebäude

Bürgertelefon

Links und Bekanntmachungen

FAQs

Brand in der Glück-Auf-Halle Oberscheld

Michael Lotz

Nach dem verheerenden Brand in der Glück-Auf-Halle Oberscheld herrscht bei uns noch immer tiefe Betroffenheit. Zurzeit sind nahezu alle Verwaltungsbereiche mit dem Thema beschäftigt. Wir arbeiten mit Hochtouren an den Fragen “Wie konnte das passieren?” und “Wie geht es weiter?” – Fragen, die auch Sie sich sicher stellen. Unser Bürgermeister Michael Lotz wendet sich mit einem emotionalen Statement an die Dillenburger*innen und natürlich an die gesamte Oberschelder Dorfgemeinschaft:

Michael Lotz

“Als ich am Samstag an der Brandstelle eintraf und die Flammen aus dem Dach der Halle schlugen, konnte ich es nicht fassen. Der Ort, an dem wir so viele schöne Veranstaltungen erlebt haben, war zerstört. Die Glück-auf-Halle war mehr als nur ein einfaches Gebäude. Für viele Menschen in Oberscheld und darüber hinaus war sie der Ort, an dem man gerne war. Ein Stück Heimat und fast wie das eigene Wohnzimmer. Hier hatte man geturnt und getanzt, hier wurde gelacht und gefeiert. Stolz präsentierte man seine Früchte bei der Obstausstellung oder war besinnlich bei der Weihnachtsfeier zusammen. Die Familienfeier fand dort genauso statt wie öffentliche Veranstaltungen. Und dann natürlich der Karneval. Die vielen wunderschönen Stunden, mit Kostümen, mit Tanz, geistreichem Witz, Gesang – Stunden in der Gemeinschaft. Ich glaube, viele hat der Brand genauso getroffen, wie auch mich und manche Träne musste weggedrückt werden. Wenn die Reaktionen zum Brand unserer Halle aber etwas zeigen und bewusst gemacht haben, dann das reiche Leben im Dorf. Anders wären so viele innerlich nicht so betroffen. Und deswegen werden wir nun die nächsten Tage nutzen, um Vieles zu klären und Gespräche zu führen. Und die Ergebnisse werden wir nutzen, um gemeinsam einen Plan zu entwickeln, wie es weiter geht. Und da ist der Name unserer untergegangenen Halle vielleicht auch ein gutes Programm: ‘Glück auf!’ als der alte Gruß der Bergleute. Ein Gruß, in dem auch immer viel Hoffnung und die besten Wünsche mitschwangen, und das ist es, was wir sicher auch bei diesem Projekt, das sich niemand gewünscht hat, gut gebrauchen können.”

Neues Wahllokal in Oberscheld

Dillenburg wählt

Nach dem verheerenden Brand in der Glück-Auf-Halle haben wir als neues Wahllokal für die Kommunal- und Ausländerbeiratswahl am 14. März 2021 das Roncallihaus in der Oberschelder Schelde-Lahn-Straße festgelegt. Dieses ist im Gegensatz zum Dorfgemeinschaftshaus oder anderen Räumlichkeiten barrierefrei. Wir werden keine neuen Wahlbenachrichtigungen versenden, da dies aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Fristen nicht mehr möglich ist. Die bereits versandten Wahlbenachrichtigungen behalten ihre volle Gültigkeit.

Hessische Landesgartenschau-Kommission besucht Dillenburg

Vision Lokschuppen

Jetzt wird es ernst: die fünfköpfige Landesgartenschau-Kommission aus Wiesbaden stattete uns einen Besuch ab. Ihre gewonnenen Eindrücke fließen zu einem großen Teil in die Entscheidung um die Vergabe der Landesgartenschau 2027 ein, um die wir uns im Dezember beworben hatten. Nach Angaben des Landes wird noch vor Ostern klar sein, wer die Großveranstaltung in sechs Jahren ausrichten darf und damit vom Förderprogramm profitieren wird.

Große Fotomontagen am Wilhelmsturm zeigen die Planungen

Ganz ähnlich wie beim Bürgerspaziergang am 21. August 2020 haben die Kommissionsmitglieder die Flächen, die mit Hilfe der Fördermittel neu oder umgestaltet werden sollen, bei einem mehrstündigen Rundgang. Genügend Fachkompetenz war dabei vorhanden, denn die Mitglieder der Kommission Helmut Eigemann (Hess. Umweltministerium), Klaus Diehl (LLH), Reinhold Bauer (Gartenbauverband Baden-Württemberg/Hessen), Jens Heger (Präsident des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen und Ralf Habermann (Bund Deutscher Landschaftsarchitekten) sind in ihren jeweiligen Branchen unternehmerisch tätig, mit dem Thema „Landesgartenschau“ sehr vertraut und verfügen über umfangreiche Erfahrungen, was Planung und Durchführung betrifft. Begleitet wurden sie auf ihrer Route durch Dillenburg von Bürgermeister Michael Lotz, Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel sowie Annegret Bretthauer und Ingrid Kretz als Mitglieder der städtischen Landesgartenschau-Kommission. Benedikt Müller von Planstatt Senner, als das Büro, das die Machbarkeitsstudie zur Landesgartenschau erstellte, ergänzte mit Informationen aus fachlicher Sicht. Bei klirrender Kälte und strahlendem Sonnenschein erfuhren die Gäste an verschiedenen Bereichen außerdem aus dem Mund des „Nachtwächters“ Andreas Balzer Kurzweiliges aus Dillenburgs bedeutender Historie.

Nun heißt es abwarten und Daumen drücken. Die Eindrücke und Bewertung der Kommission sind Grundlage für die Entscheidung des hessischen Kabinetts über die Vergabe. Noch vor Ostern soll klar sein, wer die Landesgartenschau 2027 ausrichten darf und damit Fördermittel in Millionenhöhe für wichtige Stadtentwicklungsmaßnahmen erhält.

Die gesamte Machbarkeitsstudie und alle Infos unter www.dillenburg-direkt.de

Der Slogan zur Landesgartenschau

„Die Menschen verbinden! Der Natur verbunden!“ – unter diesem Motto möchte Dillenburg die Landesgartenschau in sechs Jahren durchführen. Gemeinsam Dillenburgs Zukunft gestalten, Hand in Hand an der Vorbereitung und Durchführung einer Gartenschau arbeiten, aber auch die Ortsteile besser aneinander anbinden – zum Beispiel mit einem gelungenen Radwegekonzept und mit klimafreundlicher Mobilität – diese Inhalte finden sich in der Bewerbung und werden im Slogan wiedergespiegelt.

Dillenburg lädt ein – Der Film und das Lied zur Landesgartenschau-Bewerbung

Film zur Landesgartenschau

Im Dezember 2020 haben wir uns um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2027 beworben. Damit die Unterlagen auch sicher und rechtzeitig beim Hessischen Umweltministerium in Wiesbaden ankommen, haben viele helfende Hände, ein bunter Mix an Unterstützern und zahlreiche, teils ausgefallene und klimafreundliche Fortbewegungsmittel geholfen. Die spannenden und bewegten Bilder dazu gibt es jetzt in einem Film. „Dillenburg lädt ein“ – für das Lied zur Landesgartenschau zeichnen Armin Müller (Komposition) und Ingrid Kretz (Text) verantwortlich. Der Breitscheider Armin Müller ist Oberstudienrat am Dillenburger Gymnasium „Wilhelm-von-Oranien-Schule“ und hat mehrfach mit der Oranienstadt unter anderem bei den Musicals „Der Prinz aus Dillenburg“, „Feuer über Dillenburg“ und „Catharina Helena Dörrien“ zusammengearbeitet. Ingrid Kretz aus Dillenburg-Manderbach ist Buchautorin und schrieb für das Musical „Catharina Helena Dörrien“ (2018) den Text. Sie ist engagierte Bürgerin und Mitglied unserer städtischen Landesgartenschau-Kommission. Gesungen wurde das Lied von den Solisten Johanna Klöpper und Simon Müller, die von Nico Hudel an der Gitarre begleitet wurden. Es soll motivieren, gemeinsam Dillenburgs Zukunft zu gestalten, aber auch Gästen Lust auf einen Besuch bei uns machen.

Hier geht es zum Film

Hier geht es zum Lied in voller Länge

Bürgertelefon auch weiterhin besetzt

Smartphone

Unser im letzten Jahr anlässlich der Pandemie eingerichtete Bürgertelefon ist auch weiterhin besetzt. Unter der Telefonnummer 02771/896-444 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen rund um das Thema “Einschränkungen durch die Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung der Corona-Pandemie in Dillenburg” stellen oder sich melden, wenn sie Hilfe bei der Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Medikamente etc. benötigen und diese nicht durch Freunde, Familienmitglieder oder Nachbarn sicherstellen können. Das Bürgertelefon ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr besetzt.

Energetische Sanierung des Stadthauses abgeschlossen

Herefordhaus

Die Arbeiten zur energetischen Teilsanierung am Stadthaus „Herefordhaus“ Dillenburg sind abgeschlossen. Die einjährige Baumaßnahme ist vom Land Hessen gefördert worden und sorgt nun für eine Einsparung bei den Energiekosten dieses Verwaltungsgebäudes. Damit leistet die Oranienstadt einen weiteren Beitrag zu den energiepolitischen Zielen des Bundes, den Zielsetzungen des Lahn-Dill-Berglandes und zur damit verbundenen Selbstverpflichtung aller Kommunen, eine Reduzierung des Energieverbrauchs zu erreichen.

Das 1956 errichtete Gebäude erwarb die Oranienstadt im Jahr 2004 von der EAM. Seit dem Einzug ein Jahr später sind dort das Bauressort, das Ressort für Sicherheit und Ordnung, zu dem auch das Standesamt und das Bürgerbüro gehören, sowie die Sozialabteilung untergebracht. Das Hereford-Haus gehört zu den Verwaltungsgebäuden, die jährlich größere Energiekosten verursachen.

Umfangreiche Arbeiten im mittleren Gebäudeteil

Die energetische Sanierung erstreckte sich von der Ostseite (Bahnhof) bis zur Westseite (Richtung Bürgerbüro) und betraf hauptsächlich den mittleren Gebäudeteil. Die Balkone auf der Ostseite wurden aus energetischen Gründen abgebrochen. Die Kunststoff-Fenster mit Zweifachverglasung erhielten eine Dreifachverglasung. Die Fassade wurde mit Mineralwolle gedämmt und die einfache Treppenhausverglasung auf der Rückseite dieses Gebäudeteils wurde gegen eine Alu-Glas-Fassade mit 3-fachverglasung ausgetauscht. Öffnungszeiten und Erreichbarkeiten im Verwaltungsgebäude wurden durch die Baumaßnahme nicht eingeschränkt. An der Bauplanung und Bauausführung waren 20 Büros und Unternehmen überwiegend aus dem heimischen Raum beteiligt.

Eine zuverlässige Aussage zur genauen Höhe der eingesparten Energiekosten kann erst nach einem Vergleichsjahr getroffen werden, zumal die Sanierung nur in einem Teil des Verwaltungsgebäudes wahrgenommen wurde. Die Verwaltung geht aber derzeit davon aus, dass sie rund 10.000 Euro jährlich an Strom- und Heizkosten einsparen wird.

Die Baumaßnahme ist vom Land Hessen über das Förderprogramm KIP (= Kommunales Investitionsprogramm) unterstützt worden. Dieses sieht einen Zuschuss in Höhe von 90 % zu den voraussichtlichen Baukosten in Höhe von 720.000 Euro vor.

Hintergrund: Klima und Energie in der Oranienstadt

Aufgrund der Notwendigkeit heraus, die Treibhausgasemissionen zu senken, wurden in den vergangenen Jahren auf allen politischen Ebenen Ziele festgeschrieben. Das Land Hessen hat hierbei das Ziel definiert, bis 2020 seine Treibhausgasemissionen um 30 % und bis 2025 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Bis 2050 soll das langfristige Ziel der Klimaneutralität erreichet werden, was eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 90 % bedeutet. Da diese Ziele nur gemeinsam zu schaffen sind und die Kommunen einen großen Einfluss auf die Erreichung der Energie- und Klimaschutzziele haben, hat sich die Oranienstadt Dillenburg dem Programm Klima-Kommunen in Hessen angeschlossen.

Die Oranienstadt Dillenburg ist sich genau dieser Rolle bewusst und arbeitet seit einigen Jahren kontinuierlich daran, Klimaschutz- und Energiemaßnahmen unter Berücksichtigung von Realisierungschancen, gesetzlichen Vorgaben und finanziellen Rahmenbedingungen in den verschiedensten Bereichen umzusetzen. So wurden inzwischen allein städtisch drei PV-Anlagen (auf dem Stadthaus, dem Feuerwehrgerätehaus Frohnhausen und der Gemeinschaftshallen Niederscheld) errichtet, BHKWs im Aquarena Hallenbad und dem Kindergarten Frohnhausen in Betrieb genommen, zwei Pellet Anlagen zur Wärmeversorgung städtischer Gebäude errichtet, energetische Modernisierungsarbeiten in und an städtischen Gebäuden durchgeführt, eine Mikrogasturbine in der städtischen Kläranlage eingebaut, eine Solarabsorberanlage für die Warmwassererzeugung des Freibads Oberscheld installiert sowie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung im Rahmen eines Energiespar-Contractings auf LED umgesetzt. Als weitere Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Verbrauches kauft die Oranienstadt seit dem Jahr 2014 nur noch Ökostrom ein. Dazu wurden für den städtischen Fuhrpark bereits die ersten Elektro- bzw. Hybridfahrzeuge angeschafft.

Über das eigene Handlungsfeld hinaus engagiert sich die Oranienstadt Dillenburg in der Lahn-Dill-Bergland-Energie GmbH. Diese – als Zusammenschluss der Kommunen im Land-Dill-Bergland mit lokalen Unternehmen – hat es sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam in der Region Projekte zur Erzeugung von regenerativer Energie zu realisieren und den Mehrwert auch in der Region zu belassen, so dass sich auch die Bewohner der Region daran beteiligen können. Im Wesentlichen wird hierbei auf die Windkraft und die Photovoltaik gesetzt. Dafür wurde im Jahre 2016 die LDB Energiegenossenschaften durch die Gesellschafter der LDB Energie GmbH sowie weiteren BürgerInnen gegründet, deren Sitz in Dillenburg ist. An dieser Genossenschaft, die seit dem Jahre 2018 an der Windpark Hemmrain GmbH, die oberhalb dem Stadtteil Manderbach einen Windpark mit zwei Windenergieanlagen betreibt, als Gesellschafter beteiligt ist und auch weitere Projektbeteiligungen bzw. -umsetzungen auf diesem Sektor anstrebt, ist die Oranienstadt Dillenburg ebenfalls als Mitglied beteiligt.

Der Lahn-Dill-Kreis und die Verbraucherzentrale Hessen haben als weitere Maßnahme zusammen mit der Stadt Dillenburg eine Energieberatung für interessierte Bürger eingerichtet.

In der Region wird jedoch nicht nur in der Umsetzung der Klimaschutzziele gearbeitet, sondern auch mit Unternehmen vor Ort ein Beitrag zur Weiterentwicklung des Stromnetzes geleistet: Dillenburg ist eine Demonstrationszelle des Projektes C/sells. Das vom BMWi aufgrund Beschlusses des deutschen Bundestags geförderte Projekt widmet sich der Digitalisierung der Energieversorgungsnetze, um dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien und deren unstetiger Produktion gerecht zu werden. Dabei sollen die vorhandenen überregionalen Stromnetze auf die Anforderungen der dezentralen und unstetigen Stromerzeugung, die mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien einhergeht, untersucht und weiterentwickelt werden, um langfristig deren effizienten und stabilen Betrieb gewährleisten zu können.

Wer erhält den Umweltpreis 2021?

Wildbienen

Bereits seit 35 Jahren verleiht der Magistrat der Oranienstadt Dillenburg den Umweltpreis im Wert von bis zu 1.500 Euro an Einwohnerschaft, Vereine und Institutionen, welche sich durch vorbildliche Aktivitäten im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz hervorgetan haben. Für das laufende Jahr ermuntert der Magistrat daher alle Dillenburgerinnen und Dillenburger, preiswürdige Personen oder Gruppen zu benennen, die sich um die heimische Natur und Umwelt verdient gemacht haben. Vorschläge können bis zum 15. September 2021 an den Magistrat der Oranienstadt Dillenburg, Rathausstraße 7, 35683 Dillenburg eingereicht werden.

In den Richtlinien heißt es u.a.: „Mit diesem Preis sollen bedeutsame Leistungen wie Verbesserungen, Erhaltung und Vorsorge der natürlichen Lebensgrundlagen im Sinne einer Lokalen Nachhaltigkeitsstrategie im Bereich der Oranienstadt Dillenburg ausgezeichnet werden. Insbesondere sollen Aktivitäten von Jugendlichen im schulischen und außerschulischen Bereich berücksichtigt werden. Diese Leistungen können sowohl praktischer als auch technischer, wissenschaftlicher und publizistischer Art sein. Mit dem Preis können auch geplante Projekte ausgezeichnet werden, deren Umsetzung bisher aus finanziellen Gründen scheiterte. Das Preisgeld muss dann zweckgebunden für die Verwirklichung dieses Projektes verwendet werden. Nicht auszeichnungsfähig sind Leistungen, die in Wahrnehmung beruflicher Aufgaben oder in Erfüllung von gesetzlichen Verpflichtungen erbracht wurden, es sei denn, sie gehen deutlich über das gesetzlich geforderte Maß hinaus und haben auch überregional Modellcharakter.

Der Preis kann sowohl an Einzelpersonen als auch an Personengruppen, Arbeitsgemeinschaften, Institutionen und juristische Personen verliehen werden. Die vorgeschlagenen Preistragenden sollen im Bereich der Gesamtstadt Dillenburg ansässig sein. Eine Auszeichnung von nicht in Dillenburg ansässigen Preistragenden ist möglich, sofern die auszuzeichnende Leistung besondere Bedeutung für die Oranienstadt Dillenburg hat oder die erbrachte Leistung sich im Stadtbereich Dillenburg befindet. Von einer Auszeichnung ausgeschlossen sind Mitglieder der Jury und deren Angehörige sowie politische Gruppierungen. Über die Preisverleihung entscheidet der Magistrat der Oranienstadt Dillenburg auf Empfehlung einer Jury, die zusammentritt, wenn preiswürdige Vorschläge bzw. Wettbewerbsbeiträge vorliegen.

Es sind insbesondere Name und Anschrift der für den Umweltpreis vorgeschlagenen Personen oder Gruppen bzw. der Verantwortlichen für den Wettbewerbsbeitrag, eine Beschreibung oder Erläuterung der Tätigkeit oder der Maßnahme sowie Name und Anschrift des Antragstellenden aufzuführen.“

Die vollständigen Richtlinien zur Verleihung des Umweltpreises finden Sie hier. Auskünfte sind auch bei der Abteilung Umweltschutz des Ressorts Bauen & Liegenschaften, Tel. 02771 896-247, Email umwelt@dillenburg.de, erhältlich.

Bewerbung um die Landesgartenschau 2027 eingereicht

Logo zur Bewerbung Landesgartenschau 2027

Bürgermeister Michael Lotz und Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel haben die Bewerbung um die Landesgartenschau 2027 beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fristgerecht und persönlich überreicht. In den zehn Monaten nach Abgabe der Willenserklärung, eine Bewerbung für die Großveranstaltung zu planen, haben Verwaltung, Politik, das Fachbüro – vor allem aber die Dillenburger*innen mit Hochdruck an einem nachhaltigen Konzept gearbeitet. Nachdem sich im Juni bei der Oranienstadt eigens eine Landesgartenschau-Kommission gründete und im gleichen Monat das Fachbüro Planstatt Senner aus Überlingen mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie beauftragt wurde, folgte im 2. Halbjahr eine umfangreiche Bürgerbeteiligung. Diese lief größtenteils parallel zur Erstellung des städtebaulichen integrierten Entwicklungskonzepts (ISEK) – eine wichtige Grundlage für das umfangreiche Städtebauprogramm „Lebendige Zentren“. Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie folgten zahlreiche Dillenburger*innen der Einladung zu den Präsenzveranstaltungen wie dem Info-Abend und dem Stadtspaziergang, der Vereinskonferenz und den Sprechstunden in den Ortsteilen. Ebenso gut angenommen wurde die Online-Beteiligung in Form von einem e-Pin-Verfahren, einer Umfrage und einer Fotoaktion. Viele gute Ideen brachte außerdem die Gewerbliche Berufsschule Dillenburg in einer virtuellen Schülerwerkstatt ein und am Logo-Wettbewerb beteiligten sich über 40 Teilnehmer. Die zahlreichen Vorschläge und Anregungen der Dillenburger*innen zeigten, wie viele sich mit ihrer Heimatstadt identifizieren und wie wichtig es ihnen ist, an der Zukunftsgestaltung mitzuarbeiten. Ihre Ideen flossen zu einem großen Teil in die Bewerbung um die Landesgartenschau ein. Mit einer deutlichen Mehrheit von 30:3 Ja-Stimmen hatte die Stadtverordnetenversammlung in ihrer November-Sitzung der Abgabe der Bewerbung zugestimmt. Bürgermeister Michael Lotz und Stadtverordnetenvorsteher reisten am Freitag nach Wiesbaden, um die Bewerbungsunterlagen im Ministerium vorzulegen. Nun heißt es abwarten. Voraussichtlich im ersten Quartal 2021 reist die fünfköpfige Landesgartenschau-Kommission durch Hessen, um die vier Bewerberstädte Dillenburg, Frankenberg (Eder), Schwalmstadt und den elf Kommunen umfassenden Verbund „Oberhessen“ persönlich in Augenschein zu nehmen. Eine Entscheidung über die Vergabe soll noch vor Ostern 2021 fallen. Im Rathaus verspricht man sich von der Veranstaltung vor allem nachhaltige und wertvolle Impulse für Tourismus und Stadtplanung sowie eine Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sowie der Verkehrsverbindungen. Potentiale der Stadt können durch die Landesgartenschau weiter ausgebaut werden. Investitionsmaßnahmen, die ohnehin erforderlich sind, werden schneller und kostengünstiger umsetzbar sein. Die Landesgartenschau eröffnet die Optionen der Umgestaltung zentraler Plätze und Grünanlagen, der Neuwahrnehmung der Dill als Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzen mit ihrer Bedeutung für das Mikroklima in der Stadt, einer Anpassung der urbanen Strukturen an neue klimatische Verhältnisse und die Revitalisierung brachliegender Gebäude und Objekte wie zum Beispiel auch im Bahnhofsumfeld. Wer die Schau ausrichtet, kann mit Fördermitteln bis zu 3,5 Millionen Euro rechnen und damit in die Zukunft investieren.

Hintergrund Landesgartenschauen

Als „Turbo für die Regionalentwicklungen“ werden die Landesgartenschauen bezeichnet. Und in der Tat werden die Städte, die die Schau ausrichten, in die Lage versetzt, dank der Förderprogramme die Lebensqualität in der Kommune und der umliegenden Region in einer kurzen Zeitspanne aufzuwerten. Bei der Veranstaltung handelt es sich schon längst nicht mehr um eine reine Blumenschau, wie man sie aus zurückliegenden Jahren kennt. Nein, es hat ein Wandel stattgefunden: Kunstausstellungen, Lesungen, Vorträge, Workshops, sportliche Events, Führungen und eine abwechslungsreiche Gastronomie runden das Geschehen um die angelegten Garten- und integrierten Naturlandschaften ab und machen sie attraktiv für Jung und Alt. Hinzu kommen Skulpturenparks, Spielgeräte, Pavillons und Ruheinseln. Ein weiterer wichtiger Baustein: das grüne Klassenzimmer – Kinder lernen fächerübergreifend und ganzheitlich viele Dinge im Garten und in der Natur. Dillenburg setzt in der Bewerbung auf eine lebendige Kultur- und Naturlandschaft im gesamten Stadtgebiet, in die bei der Gestaltung auch die Dill und andere Gewässer einbezogen werden. Ziel ist, mit dem abwechslungsreichen Angebot alle Generationen gleichermaßen anzusprechen. Zur Umsetzung dieses wichtigen Projektes ist eine Kommission ins Leben gerufen worden, der neben den Mitgliedern der politischen Gremien auch sachkundige Bürgerinnen und Bürger angehören. Landesgartenschauen werden alle zwei Jahre im Wechsel in Hessen und Thüringen veranstaltet. Sie haben zum Ziel, dauerhafte und vorbildliche Grünzonen zu schaffen, die die Lebensbedingungen für Menschen sowie die heimische Tier- und Pflanzenwelt verbessern. Die Dauer einer Landesgartenschau beträgt zwischen 12 und 26 Wochen. Neben den wechselnden Bepflanzungen gibt es in der Regel zahlreiche Ausstellungen sowie größere und kleinere Veranstaltungen auf dem Gartenschaugelände. Die letzte Landesgartenschau in Hessen fand 2018 in Bad Schwalbach statt, die nächste findet 2023 in Fulda statt.

Foto: Bürgermeister Michael Lotz (links) und Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel überbringen dem Hessischen Umweltministerium die Bewerbungsunterlagen für die Durchführung der Landesgartenschau 2027