EnergieNetz Mitte GmbH verlegt Hauptgasleitung neu

Vorübergehende Sperrung und Umleitungsmaßnahmen in Niederscheld

Die EnergieNetz Mitte GmbH führt seit einiger Zeit in Niederscheld großflächige Arbeiten an der Gas-Versorgungsleitung durch. Die Oranienstadt Dillenburg teilt mit, dass in der kommenden Woche nun ein wichtiger Teil an der Hauptstraße am Ortseingang von Dillenburg kommend durchgeführt werden soll, der zur Verbindung der neuen Trasse unabdingbar ist.

Änderung der Verkehrsführung

Aufgrund der engen, örtlichen Verhältnisse gestaltet sich die Verkehrsführung schwierig, weshalb eine halbseitige Sperrung der Fahrbahn erforderlich ist. Dabei ist der Verkehr nur für die Fahrtrichtung von Niederscheld nach Dillenburg freigegeben. Autofahrer, die von Osten kommend nach Niederscheld und Oberscheld möchten, werden über eine großräumige Umleitung über die Hohl in Dillenburg und Eibach geführt. Eine zuvor angedachte Ampellösung ließ sich nicht ohne die Gefahr von Rückstaus auf die Bundesstraße realisieren. Durch die parallel laufende Erneuerung eines Fahrbahnteilstücks zwischen Oberscheld und Hirzenhain durch HessenMobil ist die L 3042 in diesem Bereich voll gesperrt, so dass ein Großteil des Fahrzeugverkehrs ohnehin zurzeit nicht aus dieser Richtung nach Niederscheld hineinfahren kann.

Bauarbeiten dauern ca. 3 Wochen

Grund für die Arbeiten der EnergieNetz Mitte GmbH ist die zwingend notwendige, grundhafte Neuverlegung der Hauptgasleitung durch Niederscheld. Die Arbeiten sind für drei Wochen vom 6. bis 24. April angedacht. Bereits am Samstag, 4. April wird mit dem Aufbau der umfangreichen Verkehrssicherung begonnen. Die Versorger, Baufirmen und die Straßenverkehrsbehörde arbeiten daran, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu gestalten und den Verkehr auch in beide Richtungen möglichst schnell wieder freizugeben.

Informationen zum neuartigen Coronavirus

Stand: 01.04.2020, 10:00 Uhr

Wir möchten Sie hier an dieser Stelle zu allen getroffenen Regelungen, Verfügungen, Pressemitteilungen, Entscheidungen und allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen zum neuartigen Coronavirus informieren. Wir aktualisieren die entsprechenden Seiten regelmäßig:

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Viele Kinder und manche Eltern haben gerade etwas mehr Zeit und freuen sich über neue Beschäftigungsideen. Unseren Wilhelmsturm gibt es deswegen jetzt auch als Online-Bastelbogen, den sie samt Anleitung hier herunterladen können…

Fahrbahnsanierung mit Vollsperrung

Eine Absperrbake; Quelle: Pixabay

Ab Mittwoch, 1. April 2020, wird auf der Landesstraße 3042 zwischen Dillenburg-Oberscheld und Eschenburg-Hirzenhain die Asphaltoberfläche saniert um die Griffigkeit der Fahrbahn zu verbessern. Dazu werden auf einer Länge von rund 400 Metern die oberen 4 cm Asphalt abgetragen, eine zusätzliche Asphaltbinderschicht zur Verstärkung der Fahrbahn eingebaut und anschließend 4 cm Asphaltdecke wieder aufgetragen. Weiterhin werden in den Kurvenbereichen Rasenkammersteine eingebaut, um das Bankett zusätzlich zu befestigen.

Die Arbeiten werden voraussichtlich 3 Wochen andauern und unter Vollsperrung ausgeführt. Die Umleitung führt ab Hirzenhain über Nanzenbach und Eibach nach Oberscheld und umgekehrt.

Mehr Informationen zu Hessen Mobil unter mobil.hessen.de oder verkehrsservice.hessen.de

Geänderte Öffnungszeiten zu Ostern

Die Oranienstadt Dillenburg und die Stadtwerke Dillenburg haben für den Zeitraum vom 10. – 13. April 2020 (Karfreitag bis Ostermontag) folgende Notdienstzeiten und Bereitschaftsnummern für die Bürgerinnen und Bürger eingerichtet:

Die Friedhofsverwaltung hat einen telefonischen Notdienst für die Annahme von Beisetzungen eingerichtet. Dieser ist jeweils am 11. und 13. April von 10.00 – 11.00 Uhr unter folgenden Telefonnummer zu erreichen: 0170-7884974

Für die Stadtwerke Dillenburg sind die üblichen Bereitschaftsdienste unter folgenden Telefonnummern zu erreichen

Baubetriebshof:          0177-2535068

Wasserversorgung:    0175-4129766

Gefahr durch Sturmschäden

Aufgrund der aktuellen Gefährdungslage gelten folgende aktuelle Bedingungen:

Gefahr durch Sturmschäden Aufgrund der aktuellen wetterbedingten Gefährdungslage (Windwurf, angeschobene Bäume, Kronenbrüche) ist die Begehung des WesterwaldSteigs (bzw. der Wäller Touren) nur auf eigene Gefahr möglich. Sollte es einzelne Sperrungen oder temporäre Umleitungen geben, werden wir diesen Hinweis bei der jeweiligen Etappe bzw. Tour ergänzen.

Erster bestätigter Fall im Lahn-Dill-Kreis

Im Lahn-Dill-Kreis kam es zu einem ersten bestätigten Fall des neuen Coronavirus SARS CoV-2.

Am heutigen Freitag, 28.02.2020 findet um 10 Uhr eine Pressekonferenz mit Landrat Schuster und Minister für Soziales und Integration Kai Klose im Kreishaus Wetzlar statt.

Weitere Informationen

Aktuallisierungen zum bestätigten Fall können Sie hier auf der Seite des Sozialministeriums nachlesen.

Sargöffnung in der ev. Stadtkirche Dillenburg

Auf der Suche nach dem Begräbnisplatz von Graf Adolf von Nassau-Oranien

Dillenburg. Im Rahmen eines internationalen Projekts forschen Lammert Doedens (Historiker aus Groningen/Niederlande), Ralph Hennings (Theologe aus Oldenburg) und Dr. Birgit Großkopf (Johann-Friedrich-Blumenbach-Institut für Zoologie und Anthropologie der Georg-August-Universität Göttingen) zur letzten Ruhestätte von Graf Adolf von Nassau (1568-1648). Adolf von Nassau ist ein Bruder von Wilhelm von Oranien (1533-1584), der in Dillenburg geboren wurde und Stammvater des niederländischen Königshauses ist. Sein jüngerer Bruder Adolf starb während des Achtzigjährigen Krieges bei der Schlacht von Heiligerlee (Provinz Groningen/Niederlande).

Letzte Ruhestätte bisher unklar

Bis heute ist unklar, wo sich seine letzte Ruhestätte befindet. In der St.-Lamberti-Kirche in Oldenburg befindet sich ein sogenannter „Sammelsarg“, in dem zwei vollständige Skelette aufgefunden wurden. Anthropologische Untersuchungen der Universität Göttingen führten zu dem Ergebnis, dass beide Skelette vom Sterbealter und Geschlecht her Adolf von Nassau sein könnten. Von einem Skelett konnte eine DNA – Probe entnommen werden. Wie aber soll Adolf von Nassau nach seinem Tod in Heiligerlee nach Oldenburg gekommen sein? Lammert Doedens bezieht sich dabei auf die engen Bande, die nach der Hochzeit von Wilhelm von Oranien mit Anna von Sachsen 1561 zwischen dem Haus Oldenburg und dem Haus Nassau-Oranien bestanden. Wilhelm von Oranien wählte Graf Anton von Oldenburg als Paten für seinen Sohn Moritz. Belegt ist, dass Graf Anton von Oldenburg und Adolf von Nassau sich mehrfach persönlich begegneten. Im Feldzug 1568 fochten im Lager des Prinzen Ludwig von Nassau auch Oldenburger Truppen. Doedens hält folgendes Szenario für möglich: Nachdem Adolf auf dem Schlachtfeld verstarb, wurde er einbalsamiert und nach Wedde gebracht. Urkunden zufolge sollte er in einer nahegelegenen Stadt bestattet werden, damit der Leichnam nicht in Feindeshände gerät. Angesichts der sozialen Beziehungen zum Haus Oldenburg hält Doedens es für möglich, dass Adolf in Oldenburg beigesetzt wurde, nachdem er durch Forschungen bereits andere nahegelegene Städte als letzten Ruheort ausgeschlossen hat. Um aufzuklären, ob es sich bei dem Skelett in der St.-Lamberti-Kirche in Oldenburg tatsächlich um Adolf handelt, ist ein Vergleich der entnommenen DNA-Probe mit einem nahen, männlichen Verwandten erforderlich.

Vier direkte Nachkommen in der Stadtkirche Dillenburg

In der ev. Stadtkirche Dillenburg sind vier direkte Nachkommen des Grafen Johann VI., ebenfalls ein Bruder Wilhelm von Oraniens, in der Fürstengruft beigesetzt: Fürst Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1670-1724), Herzogin Dorothea Johannette von Holstein-Plön (ϯ 1727), Erbprinz Heinrich August Wilhelm (1700-1718) und Prinzessin Elisabeth Charlotte (1703-1720). Das kirchliche Denkmalamt Darmstadt, die Evangelische Kirche Hessen-Nassau und der Kirchenvorstand der Ev. Kirchengemeinde Dillenburg genehmigten die Sargöffnung, die am Dienstag, 18. Februar 2020 stattfand. Das Öffnen des Sargs von Erbprinz Heinrich August Wilhelm erfolgte durch die Firma Wibbeke – Denkmalpflege GmbH unter Leitung von Dr. Birgit Großkopf, die Probenmaterial entnehmen konnte. An der Universität Göttingen werden nun die DNA-Untersuchungen durchgeführt. Mit einem Ergebnis ist im April 2020 zu rechnen. Wenn Graf Adolf von Nassau in Oldenburg tatsächlich beigesetzt sein sollte, ergeben sich dadurch eine Reihe von Fragen, aber auch Aufschlüsse zur politischen Geschichte Norddeutschlands und der westlichen Niederlande in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Das Beziehungsgeflecht zwischen Oldenburg und Ostfriesland würde in einem neuen Licht erscheinen. Die Politik des Grafen Anton I. gegenüber dem Reich und dem Haus Habsburg sowie seine Haltung gegenüber den Niederlanden dem Haus Nassau-Oranien wären neu zu bestimmen. Während der Arbeiten in der Fürstengruft war das Fotografieren und Filmen von Knochen aus Pietätgründen nicht gestattet. Im Anschluss an die Probenentnahme fand in der evangelischen Stadtkirche ein Pressetermin statt, zu dem Dr. Pfarrer Friedhelm Ackva eingeladen hatte und in der Lammert Doedens seine Forschungsarbeit vorstellte. Neben der heimischen Tagespresse fand sich auch ein Vertreter der verwandten Häuser Stolberg bzw. Solms-Braunfels sowie eine Mitarbeiterin des Weilburger Schlosses ein, die großes Interesse an den historischen Arbeiten und dem damit verbundenen möglichen Ergebnis zeigten. 

Textauszüge aus: „Leben und Sterben des Grafen Adolf von Nassau“ von Lammert Doedens, erschienen im Sonderdruck „Oranien und Nassau in Europa“ von Rouven Pons, Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 2018

Vorsichtig wird der Sarg geöffnet.
Behutsames und pietätvolles Arbeiten in der Fürstengruft gewährleistete die Fachfirma für Denkmalpflege (Foto: Holger Jörn Becker-von Wolff)
Der niederländische Historiker Lammert Doedens und Anthropologin Dr. Birgit Großkopf forschen zur letzten Ruhestätte von Graf Adolf von Nassau-Oranien (Foto: Oranienstadt Dillenburg)