Der Zukunftswald wächst

Bei der zweiten großen Pflanzaktion in 2022 unterstützten die Auszubildenden von Outokumpu Nirosta GmbH und der Isabellenhütte Heusler GmbH & Co. KG das städtische Projekt in Frohnhausen tatkräftig.

Das Bild zeigt von links nach rechts Revierförster Erwin Wollny, einen Mann mittleren Alters mit Schiebermütze, grünlich-schwarzer Jacke mit einem orangefarbenem Streifen, schwarzer Arbeitshose und braunen Schnürschuhen, Bürgermeister Michael Lotz mit kurzen grauen Haaren, einer Brille, schwarzer Jacke, blauer Jeans und dunklen Gummistiefeln, der die Hand an die Sponsorenstele legt, daneben ist Guy Meers zu sehen, einen Mann mit kurzen grauen Haaren, einer dunkel gerahmten Brille, schwarzer Jacke und Hose und Schnürstiefeln, der die Sponsorenurkunde mit dem Baumlogo des Zukunftswaldes in der Hand hält. Rechts daneben sind die städtische Mitarbeiterin Cornelia Göbel, mit bloden langen Haaren, beiger Jacke, grauer Hose und Schnürstiefeln und Daniel Johne zu sehen, der kurze braune Haare, eine Brille, eine schwarze Jacke und blaue Jeans trägt. Im Hintergrund sieht man Nadelbäume und ein Windrad, sowie eine Infotafel zum Zukunftswald
(Foto: Oranienstadt Dillenburg)
Der Zukunftswald wird jetzt auch von der Outokumpu Nirosta GmbH unterstützt (v. l. n. r.): Erwin Wollny (Revierförster), Michael Lotz (Bürgermeister), Guy Meers (Ausbildungsleiter Deutschland), Cornelia Göbel (städt. Fachbereich Forst) und Daniel Johne (Ausbildungsleiter Dillenburg)

Jugendliche krempeln die Ärmel hoch

Dabei krempelten insgesamt 36 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 26 Jahren die Ärmel hoch und setzten Tausende junger Bäumchen in die dafür vorgesehenen Flächen. 18 Auszubildende – 16 männliche Jugendliche und zwei weibliche Jugendliche – des Dillenburger Outokumpu-Werksstartetennach kurzer Einweisung von Revierförsterin Chantal Bornmann, Revierförster Erwin Wollny und den städtischen Forstwirten Tim und Knut Hermann sowie Cornelia Göbel vom städtischen Fachbereich Forst. Für den gesamten Tag standen rund 2.400 klimastabile Bäumchen bereit – jeweils 600 Pflanzen von Weißtanne, Walnuss, Esskastanie und Kirsche, die unter die Erde der jeweils markierten Abschnitte kamen.

Unterstützung durch Ausbildungsleiter

Unterstützt wurde die Gruppe von ihren Ausbildungsleitern vor Ort Friedhelm Gail und Daniel Johne sowie vom Leiter der Ausbildung in Deutschland, Guy Meers, der von der Krefelder Niederlassung angereist war. Dieser freute sich über die Möglichkeit, den jungen Menschen dieses nachhaltige und regionale Projekt näher bringen zu können. “Nachdem wir durch verschiedene Berichterstattungen vom Dillenburger Zukunftswald erfahren haben, war für uns schnell klar, dass wir diese wichtige Maßnahme unterstützen wollen”, berichtet Meers. Und weiter: “Uns ist wichtig, dass wir als großes finnisches Unternehmen etwas für die Umwelt tun. Wir engagieren uns über verschiedene Aktionen im Umweltschutz. So handelt es sich bereits bei 90 % unserer verwendeten Grundstoffe um recyceltes Material. Wir sind Vorreiter bei unserer ‘Green-Steel’-Kampagne. CO2-Neutralität zu erreichen ist eines unserer wichtigsten Ziele.” Friedhelm Gail und Daniel Johne berichten außerdem in diesem Zusammenhang, dass inzwischen die gesamte Ausbildungswerkstatt in Dillenburg mit Unterstützung einer Solaranlage fast co2-neutral arbeitet. Das Unternehmen unterstützt den Zukunftswald nicht nur mit einer Pflanzaktion. Bürgermeister Michael Lotz bedankte sich sehr herzlich für die Spende in Höhe von 1.200 Euro. Er überreichte ein entsprechendes Zertifikat, auf dem der Gegenwert – nämlich 240 Quadratmeter Waldverjüngung – dokumentiert ist. Außerdem brachte Guy Meers eine neue Plakette an der eigens dafür errichteten Holzstele an, die auf die Sponsoren des Projekts aufmerksam macht.

Nachhaltigkeitsgrundsatz von Hartig

Als größter Waldbesitzer der Region besteht die Dillenburger Gemarkung aus über 50 % Wald. Bürgermeister Michael Lotz wies in diesem Zusammenhang deswegen auf den Nachhaltigkeitsgrundsatz von Georg Ludwig Hartig hin. Danach soll jede Generation nur so viel dem Wald entnehmen, wie sie benötigt und sicherstellen, dass dies auch den Nachkommen so möglich ist. Hartig hatte Ende des 18. Jahrhunderts in Dillenburg die erste deutsche Forstschule gegründet. Im Hinblick auf die aktuelle Aktion vor Ort mit Unterstützung zahlreicher Jugendlicher aus der Region freute sich das Stadtoberhaupt: „Wir wollen so die Zukunft für die Zukunft begeistern.“

Fliegender Spatenwechsel

Fliegender Spatenwechsel, als gegen Mittag 18 Auszubildende aus dem ersten Lehrjahr der Isabellenhütte Heusler GmbH & Co. KG unterstützt von ihrem Ausbildungsleiter Mario Hofmann die erfolgreiche Pflanzaktion fortsetzten. Mit dabei waren auch zwei junge Ukrainer, die zurzeit ihre Einstiegsqualifikation als Vorbereitung für eine Ausbildung erwerben. Bei ihrer Einstellung hatten alle bereits von der Firmenleitung ein entsprechendes Zukunftswald-Zertifikat als Geschenk erhalten und wurden damit Förderer von jeweils 10 qm Waldverjüngung. Das Unternehmen hat das städtische Projekt insgesamt bereits mit 13.000 Euro unterstützt. Mario Hofmann freute sich, dass er den jungen Menschen durch den Aktionstag die Natur näherbringen konnte: „Gerade unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit war uns dieser Einsatz wichtig. Das erhaltene Zertifikat ist erst einmal nur ein Stück Papier. Aber die eigentliche Verbindung zur Natur entsteht dadurch, dass sie diese Bäume hier heute selbst anpflanzen können.“

Wildpark-Team bot spontane Unterstützung

Das Wildpark-Team der Lebenshilfe Dillenburg e. V. mit Benjamin Hanisch, Matthias Lex, Matthias Wagner, Hamza Eskin und Dagmar Steiner erklärte sich tags darauf spontan bereit, die städtischen Forstwirte Tim und Knut Hermann zu unterstützen und gemeinsam die restlichen 1.000 Setzlinge in die Erde zu bringen.

Zwei Hektar Wald konnten aufgeforstet werden

Mit der zweiten großen Pflanzaktion in diesem Jahr konnte inzwischen eine Fläche von rund zwei Hektar wieder aufgeforstet werden. Im ersten Zukunftswald-Jahr kamen damit 4.400 Bäume in die Erde.