Buren und Vianden Teil der Union der Oranienstädte

Während draußen vor der Tür eisige Kälte herrscht, wärmt eine feierliche Zeremonie die Herzen und Gemüter der Delegationen aus Buren, Diest, Vianden und Dillenburg, die sich am 03. Februar 2026 in der Sankt Lambertuskerk in Buren zur offiziellen Unterzeichnung des neuen Vertrags der Union der Oranienstädte eingefunden hatten. Nachdem Breda sich aus der Union verabschiedet hatte, war der Weg für die niederländische Gemeinde Buren und die luxemburgische Gemeinde Vianden freigeworden, sich der Union anzuschließen. Sowohl mit Vianden, welches sich durch die gemeinsame Dynastie mit dem Haus Nassau-Oranien verbunden fühlt, als auch mit Buren, das sich aufgrund seiner Verbindung zur königlichen Familie als Oranienstadt bezeichnen kann, wurde eine gute Wahl getroffen.

Delegation und Vertragspartner vor dem Rathaus Buren.
Empfang mit einem gemeinsamen Gruppenfoto vor dem Rathaus in Maurik (Gemeinde Buren)
(v.l.n.r. stehend) Karl Maier (Buren), Pieter Neven (Buren), Martine de Bas (Buren), Klaus-Achim Wendel (Dillenburg), Helen Verhoef (Buren), Giulia Hormel (Dillenburg), Horst Beckmann (Dillenburg), François Weyrich (BGM Vianden), André Dübbers (Vianden), Lynn Arend (Vianden), Pol Petry (Vianden), Friedrich Dehmer (DBG)
(v.l.n.r. sitzend) Bart Stals (Diest), Wilma Alink (Buren), Michael Lotz (BGM Dillenburg), Hans Martijn Ostendorp (BGM Buren), Geert Cluckers (BGM Diest), Martin Jansen (Buren)

Delegation wurde herzlich empfangen

Die Delegationen aus Diest, Vianden und Dillenburg, die sich aus Bürgermeister Michael Lotz, Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel, dem zukünftigen Bürgermeister Friedrich Dehmer, Giulia Hormel vom Amt für Kultur und Tourismus, Magistratsmitglied Helmut Blecher sowie Horst Beckmann vom Ausschuss für Jugend, Soziales, Sport und Kultur zusammengesetzt hatte, wurden nach der Ankunft am 02. Februar in Buren von Bürgermeister Hans Martijn Ostendorp im Rathaus der Stadt willkommen geheißen. Nach einem kurzen Rundgang durch das Gebäude, wurde sich im großzügig gestalteten Sitzungssaal zu einem ersten Meinungs- und Erfahrungsaustausch getroffen. „Ich freue mich, Sie hier in den Niederlanden empfangen zu dürfen“, erklärte Hans Martijn Ostendorp, der sich, unterstützt von seinem Team aus der Verwaltung, als exzellenter und herzlicher Gastgeber erwies.

Umfangreiches Programm

Zwei Tage lang, bis zur Vertragsunterzeichnung in der historischen Lambertuskerk, wo am 08. Juli 1551 Wilhelm von Oranien die junge Gräfin Anna von Buren geheiratet hatte, erwartete die Gästeschar aus den Unionsstädten ein umfangreiches Programm, das sich aus einer Stadtrundfahrt durch die 13 Ortsteile, vorbei an großen Obstgärten und schmucken Häusern, einer Führung durch die historische Kernstadt und einer kulinarischen Tour durch Burens Gastronomie zusammensetzte.

Burens Stadtführer in historischem Kostüm
Burens Stadtführer vor dem Denkmal für Wilhelm von Oranien und Gräfin Anna von Buren vor der Sankt Lambertuskerk

Lokale Spezialitäten, wie eine Senfsuppe, schmackhafte Fisch- und Fleischgerichte, kleine Snacks und der obligatorische Apfelkuchen mit Sahne und Kaffee zum Muntermachen, gehörten zum gerne genommenen Programm. Vorgestellt wurde dabei auch das in Buren gebraute Betuws-Oranienbier, das sich für zukünftige Oranien-Feierlichkeiten als passendes Getränk empfiehlt.

Im Geiste der Freundschaft wirken

Im Geiste der Freundschaft zu wirken, den Austausch in allen Bereichen zwischen den Oranienstädten zu fördern sowie die Zusammenarbeit zu stärken und so zum Gelingen der europäischen Einigung beizutragen, fand Bestätigung bei den großzügigen „Arbeitsessen“. Ohne starre Sitzordnung und über Sprachgrenzen hinweg, wurde der Weg für persönliche Gespräche und zukünftige Freundschaften geebnet.

Gastgeschenke und Grußworte von Hans Martijn Ostendorp und Michael Lotz  unterstrichen die historische Verbindung und die Wichtigkeit der Freundschaft zwischen den Partnerstädten: „Wir haben wunderschöne Zusammenkünfte gefeiert und Momente voller Wertschätzung, wie wir sie auch gerade wieder hier in Buren erlebt haben, sind ein wichtiger Markierungspunkt in der Geschichte unserer Städte und für mich ganz persönlich ein Höhepunkt für meinen Dienst als Bürgermeister in einer der alten Oranienstädte. Das macht mich stolz und ich bin sicher, dass mein Nachfolger Friedrich Dehmer diesen Weg fortsetzt“, so Michael Lotz.  

Unterzeichnung in der Sankt Lambertuskerk

Früh begann der Tag der Vertragsunterzeichnung mit einem Empfang in einer Pfannkuchenbäckerei und endete schließlich als Höhepunkt in der Sankt Lambertuskerk, wo Hans Martijn Ostendorp (Buren), Geert Cluckers (Diest), François  Weyrich (Vianden) Michael Lotz (Dillenburg) die Vereinbarung der Union der Oranienstädte unterzeichneten und mit der gemeinsam gesungenen Oranien-Hymne besiegelten.

Vertragsunterzeichnung
Die Bürgermeister der Oranienstädte, (v.l.n.r.) Hans Martijn Ostendorp (Buren), Geert Cluckers (Diest), Michael Lotz (Dillenburg) und François Weyrich (Vianden) unterzeichnen den Vertrag zum Beitritt von Buren und Vianden zur Union der Oranienstädte in der Sankt Lambertuskerk

“In Freundschaft miteinander verbunden”

Michael Lotz hatte betont, dass ein neuer Vertrag unterzeichnet wurde, der das fortsetzt, was 1963 erstmal bekräftigt wurde, um die gemeinsame Geschichte zu erforschen und den persönlichen Kontakt zwischen den Menschen zu fördern: „Und diese Tradition setzen wir heute fort, mit neuen Freunden, mit neuen Schwesterstädten an unsere Seite und einem Vertrag, der in eine neue Form gegossen wurde“, so Lotz. Dem schloss sich Hans Martijn Ostendorp mit folgenden Worten an: „Wir fühlen uns in Freundschaft miteinander verbunden.“   

Die Aussichten stehen gut, dass die erneuerte Union als Motor für den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt dient und die Wissenschaft, die Kunst, die Kultur und den Tourismus fördert.     

Sprechstunde des Ortsgerichts entfällt

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Die Sprechstunde des Ortsgericht Dillenburg, geplant für Donnerstag, 12.03.2026 muss leider entfallen.

Weitere Termine werden nach vorheriger Vereinbarung in ungeraden Wochen donnerstags von 17.30 – 18.00 Uhr angeboten. Diese können telefonisch unter 02771-81064 vereinbart werden.

Vorhang auf für die 7. Dillenburger Figuren Theater Tage

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Renommierte Theaterbühnen erneut zu Gast in der Oranienstadt

Zum bereits siebten Mal in Folge heißt es in der Oranienstadt Dillenburg: Vorhang auf für die „7. Dillenburger Figuren Theater Tage“! Vom 26. – 29. März 2026 findet die beliebte Veranstaltungsreihe erneut in Dillenburg statt. Tickets für die insgesamt vier Familienvorstellungen sind ab dem 9. März 2026 in der Tourist-Information erhältlich.

Qualitativ hochwertiges Programm

Mit der Verpflichtung renommierter und etablierter Figuren Theater aus der gesamten Bundesrepublik setzt die Oranienstadt Dillenburg als Veranstalter auf ein qualitativ hochwertiges Programm für Familien, Kinder und Erwachsene. Die bekannten Theater stehen für eine hohe Spielqualität, die dem künstlerischen Anspruch an modernes, erlebnisorientiertes Puppentheater gerecht wird. Neben bereits vorhandenen Veranstaltungen zählt die im Jahr 2018 ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe als ein weiteres Highlight im kulturellen Programm Dillenburgs und ist im Lahn-Dill-Kreis in dieser Form einzigartig. Die liebevoll in Szene gesetzten Aufführungen für Groß und Klein erfreuen sich jedes Mal aufs Neue großer Beliebtheit.

Vier tolle Stücke auf der Figurentheaterbühne

Die lange Geschichte des Figurenspiels reicht zurück bis ins antike Griechenland und alte Ägypten. In fast jeder Region der Welt kennt man die sprechenden und schauspielenden Holzfiguren. Gleich vier inspirierende Stücke laden in diesem Jahr in diese vielfältige Welt des wundervollen Figurentheaters ein: „Der gestreifte Kater und die Schwalbe Sinhá“, „Joli und der Zuckerdrache“, „Frau Holle“ und „Die drei Schweinchen und der Wolf“. Obwohl viele Menschen Marionetten und Puppentheaterstücke aus ihrer Kindheit kennen, hat sich das Spiel mit den Puppen im Laufe der Jahre deutlich verändert. Bei den professionellen Inszenierungen mit kunstvollen Texten, flinken Händen sowie einer Vielzahl unterschiedlicher Stimmen erwecken die ausgebildeten Puppenspielerinnen und -spieler ihre handgeschnitzten Figuren zum Leben und kreieren so kunstvolle Aufführungen von großer Intensität. Für viele Begeisterte sind sie sogar lebendiger als die animierten Figuren in 3D Hollywood-Produktionen. Die Inszenierungen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass jedes noch so kleine Detail höchste Aufmerksamkeit und Sorgfalt in der Umsetzung erfährt. Sei es bei den ausdrucksstarken, sehr fein geschnitzten Figuren, den Kostümen, der Bühnenausstattung oder der Licht-und Tontechnik.

Der gestreifte Kater und die Schwalbe Sinhá

Den Auftakt in der Veranstaltungsreihe der 7. Dillenburger Figuren Theater Tage am Donnerstag, 26. März macht in der Oranienstadt das Figurentheater Gingganz aus Niedersachsen mit dem Stück „Der gestreifte Kater und die Schwalbe Sinhá“, frei nach Jorge Amado. Gezeigt wird eine Geschichte über Vorurteile, wie sie hier und da und dort und überall genauso passieren könnte.

Figuren aus dem Stück "Der gestreifte Kater und die Schwalbe Sinhá"
Michael Staemmler vom Figurentheater Gingganz zeigt „Der gestreifte Kater und die Schwalbe Sinhá“, nach der Fabel von Jorge Amado

Joli und der Zuckerdrache

Am Freitag, 27. März geht es weiter mit einem musikalischen Süßigkeitenabenteuer. Bei der Inszenierung „Joli und der Zuckerdrache“ der Freien Bühne Neuwied geht es um eine Bäckerei, einen zuckersüßen Drachen und Joli, der gemeinsam mit dem Drachen die Bäckerei seines Vaters vor dem Ruin retten will. Freundschaft und Zusammenhalt werden bei dieser Vorführung ganz großgeschrieben.

Frau Holle

Am Samstagnachmittag, den 28. März darf sich das Publikum auf die prominente Vorstellung von „Frau Holle“, nach den Gebrüder Grimm, freuen. Eine fleißige Stieftochter wird für ihre Hilfe bei Frau Holle mit Gold belohnt, während die faule leibliche Tochter für ihre Trägheit mit Pech bestraft wird, was die Belohnung von Tugenden wie Fleiß und Hilfsbereitschaft verdeutlicht. Gespielt und wundervoll inszeniert wird das Figurenspiel von Johanna Sperlich vom Hohenloher Figurentheater.

Die Figur der Goldmarie aus Frau Holle vor einem Apfelbaum auf der Figurentheaterbühne
„Frau Holle“ ist am Samstag, den 28.03.2026 im Rahmen der 7. Dillenburger Figuren Theater Tage zu bestaunen

Die drei Schweinchen und der Wolf

Den Abschluss in der diesjährigen Veranstaltungsreihe der zauberhaften Familienvorführungen macht am Sonntag, 29. März die Vorstellung „Die drei Schweinchen und der Wolf“: eine lustige Schweinerei über’s Häuslebauen nach einem alten englischen Märchen. Liebevoll aufgeführt wird das bekannte Stück von Johann Karl König vom Hermannshoftheater aus der Lüneburger Heide.

Veranstaltungsort

Die Familienvorstellungen, freigegeben für Kinder ab 4 und 5 Jahren, finden am Donnerstag und Freitag jeweils um 16.00 Uhr im Atrium der Wilhelm-von-Oranien-Schule in der Jahnstraße in Dillenburg statt. Die weiteren Vorstellungen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils um 15.00 Uhr.

Eintrittskarten

Eintrittskarten sind ab dem 9. März 2026 im Vorverkauf in der Tourist-Information in den Räumlichkeiten des Alten Rathauses (Hauptstraße 19) in Dillenburg erhältlich. Der Eintritt beträgt 7 € p.P. für die Familien-Vorführungen am Nachmittag. Für Kurzentschlossene wird eine Tageskasse vor Ort an den jeweiligen Veranstaltungstagen ab 30 min. vor Veranstaltungsbeginn eingerichtet – Tickets sind erhältlich, solange der Vorrat reicht.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Vorführungen der 7. Dillenburger Figuren Theater Tage sind in Kürze in ausliegenden Flyern sowie digital unter www.dillenburg.live einsehbar.

Voll besetzter Saal bei den Figuren Theater Tagen.
Volles Haus bei den Figuren Theater Tagen – leuchtende Kinderaugen sind bei den liebevoll gestalteten Inszenierungen garantiert!