Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement

Überreichung der Landesehrenbriefe durch Stephan Aurand, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter (5. v.r.) und Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz (l.): (v.r.) Hardy Zöllner, Torben Nachtigall, Simon Weber, Ekrem Ecik, Bärbel Köppen, Ingrid Bernhammer, Elvira Heinrich, Helmut Blecher, Jörg Wissenbach und Marianne Pfeifer. Foto: Kilian Scharf

Bärbel Köppen, Ekrem Ecik, Elvira Heinrich, Hardy Zöllner, Helmut Blecher, Ingrid Bernhammer, Jörg Wissenbach, Marianne Pfeifer, Simon Weber und Torben Nachtigall wurden jetzt für ihre langjährigen Tätigkeiten im Ehrenamt geehrt. In einer Feierstunde überreichten Stephan Aurand, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter, und Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz ihnen die Landesehrenbriefe.

Überreichung der Landesehrenbriefe durch Stephan Aurand, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter (5. v.r.) und Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz (l.): (v.r.) Hardy Zöllner, Torben Nachtigall, Simon Weber, Ekrem Ecik, Bärbel Köppen, Ingrid Bernhammer, Elvira Heinrich, Helmut Blecher, Jörg Wissenbach und Marianne Pfeifer. Foto: Kilian Scharf
Überreichung der Landesehrenbriefe durch Stephan Aurand, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter (5. v.r.) und Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz (l.): (v.r.) Hardy Zöllner, Torben Nachtigall, Simon Weber, Ekrem Ecik, Bärbel Köppen, Ingrid Bernhammer, Elvira Heinrich, Helmut Blecher, Jörg Wissenbach und Marianne Pfeifer. Foto: Kilian Scharf

Kreisbeigeordneter Aurand und Bürgermeister Lotz verleihen zehn Landesehrenbriefe

„Es ist nicht immer einfach, auf kommunaler Ebene eine solch wichtige Tätigkeit auszuführen“, sagte Stephan Aurand. Ab und an sei die Arbeit auch mit Enttäuschung verbunden. Aber das Engagement in der Kommunalpolitik bereite auch viel Freude, und oft sei das Echo aus der Bevölkerung positiv. Auftrieb gebe es allen, wenn etwas aus der Bürgerschaft zurückkomme. Wie wichtig die Gremien auf kommunaler Ebene seien, machte Aurand an Magistrat und Ortsbeiräten deutlich. Der Magistrat treffe als Kollegialorgan wichtige Entscheidungen und übernehme Verantwortung für die Stadt. Debatten und parteipolitische Auseinandersetzungen gehörten sicherlich dazu – am Ende aber treffe die Mehrheit eine Entscheidung.

Wichtig für die örtliche Gemeinschaft

Die Ortsbeiräte sah Aurand als Bindeglied zwischen Bürgern und Politik. Sie seien wichtig für die örtliche Gemeinschaft, da die Mitglieder im Gremium bei Problemen im Ort schnell ansprechbar seien.   

„Die Kommunalpolitik ist auf ehrenamtliches Engagement angewiesen“, betonte Bürgermeister Michael Lotz. Ohne Ehrenamtliche in den Parlamenten, Ausschüssen, Ortsbeiräten und in verschiedenen anderen Beiräten würde die Kommunalpolitik nicht funktionieren. Er räumte auch ein, dass es derzeit für die Verantwortlichen keine leichte Zeit sei. In der Kommunalpolitik gäbe es viel zu tun, Konflikte zu bewältigen und eine Reihe von Problemen zu lösen. Er hoffe dennoch, dass die in der Kommunalpolitik Engagierten ein gutes Beispiel für andere sind. Ein gutes Beispiel für Jüngere und noch mehr Frauen, sich in die Politik der Kommune einzubringen und aktiv mitzuarbeiten.

Folgende Personen erhielten den Landesehrenbrief:

Bärbel Köppen war von Mai 2011 bis April 2021 Mitglied im Aufsichtsrat der Service-Betriebe der Oranienstadt Dillenburg. Seit Juni 2022 gehört sie dem Magistrat an. Sie wird geehrt für ihre Mitarbeit in den städtischen Gremien.

Ekrem Ecik engagiert sich seit November 2002 im Ausländerbeirat. Im Jahr 2019 wurde er mit der Oranierplakette ausgezeichnet.

Elvira Heinrich ist seit September 2011 Mitglied im Beirat für Senioren- und Behindertenfragen. Seit Dezember 2021 ist sie im Ausschuss für Klima, Umwelt, Zukunft und Nachhaltigkeit tätig. Sie wurde 2005 schon mit dem Ehrenamtspreis der Oranienstadt Dillenburg ausgezeichnet.

Hardy Zöllner ist seit März 2011 ununterbrochen Mitglied im Ortsbeirat Manderbach.

Helmut Blecher ist seit August 2012 Mitglied im Magistrat der Stadt. In der Kommission für Stadtentwicklung und Stadtmarketing ist er seit April 2015 tätig und seit April 2021 ist er Mitglied der Betriebskommission der Stadtwerke Dillenburg. Er war Mitglied der Kommission Fassadengestaltung und allgemeines Erscheinungsbild. Er war Mitglied der Kommission Landesgartenschau 2027.

Ingrid Bernhammer sitzt seit September 1993 als Mitglied im Beirat für Senioren- und Behindertenfragen. Sie wurde 1990 mit der Bundesverdienstmedaille und im Jahr 2000 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Jörg Wissenbach ist seit März 2011 Mitglied im Ortsbeirat Frohnhausen.

Marianne Pfeifer ist seit September 2011 ununterbrochen als Mitglied im Beirat für Senioren- und Behindertenfragen tätig.

Simon Weber ist seit März 2011 ununterbrochen Mitglied im Ortsbeirat Manderbach.

Torben Nachtigall war von 2011 bis 2021 Mitglied des Ortsbeirates in Oberscheld. Er ist seit 2016 Stadtverordneter, sitzt in der Planungskommission Hochwasserschutz, in der Betriebskommission der Stadtwerke und im Ausschuss für Bauwesen, Verkehr und Stadtentwicklung.

Weihnachtsflair inmitten der Oranienstadt

Anstoßen mit Glühwein. Mit Klick auf das Bild gehts zur Veranstaltungsbeschreibung.

Alle Jahre wieder! Das Jahr neigt sich mit großen Schritten dem Ende zu und die wohl schönste und besinnlichste Zeit steht uns allen bevor.

Dillenburger Winterzauber

Auf dem innerstädtischen Wilhelmsplatz findet erneut der „Dillenburger Winterzauber“ statt. Besuchende des Winterzaubers dürfen sich vom 25. November bis einschließlich 30. Dezember 2024 wieder auf ein stimmungsvolles Ambiente inmitten der Oranienstadt freuen. Das Weihnachtsdorf ist täglich von 12.00 – 22.00 Uhr geöffnet (Ausnahmen: am 24. Dezember bis 14.00 Uhr; am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag geschlossen). Am Montag, den 25. November 2024 öffnet der Winterzauber um 17.00 Uhr seine Pforten. Der Veranstalter Twenty4seven Events in Person von Valeri Bär sowie die Oranienstadt Dillenburg als Kooperationspartnerin freuen sich auf ein reges und buntes Treiben vor Ort!

Anstoßen mit Glühwein. Mit Klick auf das Bild gehts zur Veranstaltungsbeschreibung.
Beste Stimmung beim Dillenburger Winterzauber. Foto: Oranienstadt Dillenburg

Bei bester Stimmung und in schönem Ambiente warten Glühwein, Kinderpunsch, weitere besondere und weihnachtliche Heißgetränke, regionale Bierspezialitäten und kulinarische Leckereien auf den Verzehr durch zahlreiche Winterzauber-Gäste.

Auf der großzügigen Bühne vor Ort treten freitags und samstags jeweils zwischen 18.00 – 20.00 Uhr verschiedene lokale Künstlerinnen und Künstler auf und sorgen mit ihren Auftritten für eine ausgelassene Stimmung.

Lokale Künstler sorgen für ausgelassene Stimmung

Den Anfang macht am Eröffnungstag (25.11.) die 7-köpfige Coverband „X-CHORDS“, die mit einer ausgeglichenen Sammlung aus Rock, Pop, Neuer Deutscher Welle und Stimmungsmusik an den Start geht. Am darauffolgenden Wochenende verzaubert am Freitag (29.11.) Patrick Keil, leidenschaftlicher Sänger und Ausnahmemusiker, zusammen mit Multiinstrumentalist Giuseppe Cunsolo, die Winterzauber-Gäste mit deutschen Coversongs. Am Samstag (30.11.) geht es weiter mit „Streamless4“, die mit Irish Folk zu überzeugen wissen. Weiter geht es am Freitag, den 06.12. mit der bezaubernden Jördis Tielsch, die das Winterzauber-Publikum mit ihrer phänomenalen Bühnenpräsenz und ihrer unvergleichlichen Stimme auf eine musikalische Reise handgemachter Musik mitnimmt. Back 2 the 80s heizen den Besucherinnen und Besuchern mit bekanntesten Weihnachtshits aus den 80er-Jahren am Samstag, den 07.12. ein.

Handgemachte Musik

Weiter geht’s im Programm am Freitag (13.12.) mit dem Dynamischen Duo, das ihr Publikum mit Authentizität und Charisma zu überzeugen weiß. Am Samstag (14.12.) sorgt die Coverband EVE als heimischer Partygarant mit einer Unplugged-Weihnachtskonzertversion für gute Stimmung. Nicht wegzudenken sind die „Ladykiller“, die Songs von Deutschrock-Legende Marius Müller-Westernhagen zum Besten geben. Die 5-köpfige Combo rockt die Winterzauber-Bühne am Freitag (20.12.). Mit dem harmonischen Flair ihrer Gitarren und ihren Stimmen verleihen sie u.a. Welthits von Eric Clapton, den Eagles sowie Eigenkompositionen eine unverwechselbare Note. Die Rede ist von den „Guitarreros“. Das Akustik Duo ist in der kleinen Winterzauber-Konzertreihe abschließend am Samstag (21.12.) zu hören.

WvO mit Weihnachtsliedern

Am Donnerstag, den 12. Dezember ist die Winterzauber-Bühne fest in der Hand der Wilhelm-von-Oranien-Schule. Verschiedene Ensembles aus den Oberstufen-Kursen und dem AG-Bereich geben in der Zeit von etwa 17.15 – 18.00 Uhr weihnachtliche Lieder zum Besten.  

Gewinnspielaktionen

Mittwochs wird es darüber hinaus tolle Gewinnspielaktionen inmitten des Winterzaubers geben. Unter allen Gästen, die vor Ort in der Zeit von 18.00 – 20.00 Uhr ein Heißgetränk erwerben, werden an den zuvor genannten Aktionstagen attraktive Preise, darunter jeweils eine Weihnachtsgans, verlost.  Die Ziehung der Gewinnerinnen und Gewinner erfolgt jeweils vor Ort um 20.00 Uhr.

Mini-Karussell

Auch können sich die kleinen Gäste an einem nostalgischen Mini-Karussell vor Ort erfreuen. Die Fahrten sind für die Mini-Winterzaubergäste kostenfrei.

Friedensgebet

An den vier Adventssonntagen wird das mittlerweile in Dillenburg etablierte „Friedensgebet“ fortgesetzt. Jeweils um 18.00 Uhr beginnt das ökumenisch gestaltete Gebet mit adventlichen Texten und Liedern. Vorbereitet wird es von Dillenburger Kirchen und Gemeinden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen daran teilzunehmen; gerne auch eine Kerze zu den Gebeten mitbringen.

Adventsmarkt

Am Samstag, den 7. Dezember 2024 bauen im Zeitraum von 12.00 – 17.00 Uhr kreative Ausstellerinnen und Aussteller ihre Stände inmitten des Weihnachtsdorfes auf. Vor Ort haben Besuchende dann die Möglichkeit, nach Herzenslust beim diesjährigen Adventsmarkt einzukaufen. Das Angebot bietet allerhand Kreatives und Dekoratives für die (Vor-) Weihnachtszeit, Gewürzmischungen, liebevoll gefertigte Steinbilder sowie handgemachte Kleinigkeiten aus Holz, selbstgenähte Taschen und Gehäkeltes. Auch die Mitarbeitenden der städtischen Tourist-Information und Mitglieder des Fördervereins Wildpark Dillenburg-Donsbach e.V. stellen attraktive Dillenburg- und Wildparksouvenirs aus.

In den festlich beleuchteten Hütten links finden sich Aussteller, die Ihre Waren anbieten. Auf der rechten Seite stehen Marktbesucher, die sich die Waren ansehen.
Adventsmarkt. Foto: Oranienstadt Dillenburg

Am Samstag, den 21. Dezember wird der Lions Club Dillenburg Oranien unter dem Motto „Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten!“ in der Zeit von 17.00 – 18.00 Uhr erneut eine Versteigerungsaktion wertiger Sachspenden für einen guten Zweck durchführen.

Wochenmarkt als Ergänzung zum Winterzauber

Der Wochenmarkt an den Samstagen findet regulär jeweils von 08.00 – 12.00 Uhr statt. Die Marktstände werden um den Wilhelmsplatz herum aufgebaut und bilden so eine schöne Ergänzung zum Winterzauber.

Fotopoint

Auch wird es in diesem Jahr wieder den beliebten Fotopoint aus dem vergangenen Jahr geben. Eine große beleuchtete Christbaumkugel lädt die Winterzauber-Gäste ein Platz zu nehmen und ein bleibendes, stimmungsvolles Erinnerungsfoto zu schießen.

Der Nikolaus sitzt in einer Weihnachtskugel
Foto: Oranienstadt Dillenburg

Freuen Sie sich auf gemütliche Winterzauber-Tage inmitten der Oranienstadt Dillenburg und verweilen Sie auf dem festlich dekorierten Wilhelmsplatz, um auch in der oftmals hektischen Vorweihnachtszeit einmal durchschnaufen und die Zeit genießen zu können!

Informationen sind jederzeit unter www.dillenburg.live einsehbar.

Letzte offene Stadtführung des Jahres am 13. Oktober

Zwei Wanderer bzw. Spaziergänger. Im Hintergrund der Wilhelmsturm. Das Bild dient als Navigationselement und führt zum ganzen Artikel

Die Tourist-Information Dillenburg lädt am Sonntag, den 13. Oktober, zur letzten offenen Stadtführung des Jahres 2024 ein. Seit April bietet die Stadt an jedem zweiten Sonntag im Monat eine Führung für Einzelbesuchende, kleine Gruppen und Kurzentschlossene an. Nun endet die Saison mit dieser letzten Tour.

Die Teilnehmer erwartet eine 75-minütige Entdeckungsreise durch die historische Fachwerkstadt. Unsere erfahrenen Stadtführerinnen und Stadtführer vermitteln interessante Fakten und unterhaltsame Anekdoten über Dillenburg und zeigen auch weniger bekannte, aber sehenswerte Ecken der Stadt.

Treffpunkt ist um 11:00 Uhr vor der Tourist-Information am Alten Rathaus, Hauptstraße 19. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 5,00 Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahre nehmen kostenfrei teil.

Zwei Wanderer bzw. Spaziergänger. Im Hintergrund der Wilhelmsturm. Das Bild dient als Navigationselement und führt zum ganzen Artikel
Foto: Dominik Ketz

Oranienstadt Dillenburg ehrt die Leichtathletin Gesa Felicitas Krause

Das Bild zeigt Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (links), Gesa Felicitas Krause mit Blumenstrauß und Urkunde (Mitte) und Bürgermeister Michael Lotz (rechts). Das Bild dient auch als Navigationselement und führt zum ganzen Artikel.

Die Oranienstadt Dillenburg hat Gesa Felicitas Krause für ihre langjährigen und herausragenden sportlichen Erfolge auf internationaler und nationaler Ebene geehrt. Außerdem trug sich die Ausnahmeathletin über 3.000 Meter Hindernis in das Goldene Buch der Stadt ein. Die Auszeichnung übernahmen Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel und Bürgermeister Michael Lotz in einem würdigen Festakt in der Villa Grün.

Würdigung für herausragende sportliche Leistungen auf internationaler Ebene

Wurde jetzt von Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (l.) und Bürgermeister Michael Lotz (r.) geehrt: Dillenburgs Ausnahmeathletin Gesa Felicitas Krause (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

„Wenn der Begriff „eine echte Sportsfrau“ auf jemanden zutrifft, dann auf Gesa Felicitas Krause“, begann Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel die Laudatio auf die Spitzensportlerin, die zu diesem Anlass von ihren Eltern, ihrem Partner und der Tochter begleitet wurde. Schon im Alter von acht Jahren begann Gesa Krause rund um ihr Elternhaus auf der Dillenburger Ilmenkuppe mit Freundinnen und Nachbarskindern Wettrennen zu veranstalten. Freilich noch als Spaß gedacht, so siegte sie doch nahezu immer. Dadurch kam ihr unglaubliches Lauftalent schon früh zum Vorschein. Willi Beschorner vom TV Dillenburg nahm die junge Sportlerin unter seine Fittiche und förderte sie nach Kräften. In ihrer weiteren Entwicklung zeigte sich ihre enorme mentale Stärke, über die sie noch heute verfügt: Ließen sich andere Läuferinnen bei Wettbewerben von äußeren Bedingungen wie zum Beispiel dem Wetter beeinflussen, stand eine Gesa Krause völlig unbeeindruckt, voller Stolz und hoch motiviert auf den Tartanbahnen der Region.

Erste Erfolge und Medaillengewinne

Nach ihrem Abitur 2011 an der Dillenburger Wilhelm-von Oranien-Schule und schon davor stellten sich die ersten Erfolge und Medaillengewinne ein. Bei deutschen Hallenmeisterschaften holte die Athletin insgesamt vier Goldmedaillen, sie war achtmal Deutsche Meisterin. Sie stand auf dem Treppchen ganz oben bei den U-20- und U-23-Europameisterschaften, nahm an vier Europameisterschaften, zwei Weltmeisterschaften und vier Olympischen Spielen erfolgreich teil. Die Auflistung aller Erfolge wäre auf keiner Urkunde mehr möglich. Aber: „Ihre größten Erfolge sind sicher die beiden Europameistertitel 2016 und 2018 sowie der Gewinn der Bronzemedaillen bei den Weltmeisterschaften 2015 und 2019“, so Klaus-Achim Wendel.

Nach der Ehrung durch Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (r.) und Bürgermeister Michael Lotz (l.) trug sich die Spitzensportlerin Gesa Felicitas Krause ins Goldene Buch der Oranienstadt ein (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Gesicht des Fairplays

Gesa Krause habe es verstanden, bei allen Höhen und Tiefen, die der Leistungssport mit sich bringt, nie den Fokus zu verlieren. Er berichtete in seiner Laudatio über die WM 2017 in London, als sie sich durch den Fehler einer Konkurrentin leicht verletzte, aber verbissen noch bis in Ziel kämpfte. „Die Art und Weise, wie Sie mit solchen Ereignissen umgehen, verdient große Anerkennung. Denn während andere Sportlerinnen und Sportler in einer solchen Situation Schuldzuweisungen an vermeintliche Verursacher aussprechen, bleiben Sie stets sachlich und fair. ‚Das Gesicht des Fairplays‘ – so nennt man Sie deswegen auch völlig berechtigt in der Szene des deutschen Leistungssports“, bewertete Dillenburgs höchster Repräsentant diese wichtige Charaktereigenschaft.

Schnell zurück in der Weltspitze

Gesa Felicitas Krause wurde ein gutes Jahr nach der Geburt von Tochter Lola im Juni 2024 Vize-Europameisterin und erreichte durch ihren unvorstellbaren Ehrgeiz nur ein gutes Jahr später zum vierten Mal ein olympisches Finale, und zwar im August 2024 in Paris. Damit ging die aktuelle Wettkampfsaison allerdings nicht zu Ende. Beim Internationalen Stadionfest in Berlin lief sie Weltrekord über 2.000 Meter, beim Trier-Flutlichtmeeting eine neue Bestzeit über 800 Meter und nur eine Woche später meisterte sie die 3.000 Meter Hindernis in der besten Zeit ihres ohnehin schon so erfolgreichen Jahres. Dazu Klaus-Achim Wendel: „Dass Sie nach ihrer Schwangerschaft so schnell den Weg zurück in die Weltspitze gefunden haben, ist eine sensationelle Leistung. Liebe Frau Krause, Sie sind ein Vorbild, nicht nur für andere junge Mütter im Spitzensport. Sie können stolz auf sich sein.“

Botschafterin und Vorbild

Sie sei nicht nur ehrgeizige Rekordlerin, sondern auch Vorbild, nicht nur für die Jugend, sondern für ihren Verein und alle Sportbegeisterten. Als absolute Sympathieträgerin der Deutschen Leichtathletik, namhafte Persönlichkeit und berühmte Tochter Dillenburgs sei sie aber auch eine wichtige Botschafterin der Oranienstadt. Der Laudator berichtete, wie sehr gerade die Dillenburgerinnen und Dillenburger bei jedem internationalen Wettkampf mitfiebern, besonders auf Social Media.

“Sie lebt Ihren Traum”

Die 32-jährige Sportsoldatin musste in ihrer Karriere auf vieles verzichten, empfand dies aber niemals so: „Gesa sagt, sie lebt ihren Traum“, so ihr Vater Jürgen Maier. Und weiter: „Sie lebt das Leben, das sie erfüllt und das sie sich schon als Kind tief im Inneren gewünscht hat.“ Ohne die bedingungslose und intensive Unterstützung ihrer Familie, die immer ein offenes Ohr für sie hatte, wäre diese Karriere sicher nicht möglich gewesen. Nicht vergessen werden darf ihr Trainer Wolfgang Heinig, der sie seit dem 16. Lebensjahr begleitet und der urlaubsbedingt nicht an der Ehrung teilnehmen konnte. Gesa Felicitas Krause tritt inzwischen für den Verein „Silvesterlauf Trier“ an, wohnt aber gemeinsam mit ihrem Partner und ihrer anderthalbjährigen Tochter im eigenen Haus in Manderbach. Beide begleiteten sie bei der Ehrung in der Villa Grün, ebenso wie die Eltern Inge Krause und Jürgen Maier.

Eintrag im Goldenen Buch

Während die kleine Lola durch ihr freundliches und offenes Wesen bei den Gästen für permanent strahlende Gesichter sorgte, überreichten Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel und Bürgermeister Michael Lotz der Hauptperson des Tages eine entsprechende Ehrungsurkunde und einen großen Präsentkorb. Anschließend trug sie sich in Anwesenheit zahlreicher Gäste, vor allem aus der Dillenburger Kommunalpolitik, in das Goldene Buch der Oranienstadt ein. Mit den Worten „Diese Anerkennung heute soll eine weitere Motivation für Sie sein, genauso weiter zu machen. Wir hoffen, dass Sie dem Spitzensport noch lange erhalten bleiben, dass Sie auch in den nächsten Jahren noch ehrgeizige Ziele finden, die Sie erfüllen und erreichen können und Sie dabei immer unverletzt bleiben“, schloss Klaus-Achim Wendel den Festakt in der Villa Grün.

Eintrag im Goldenen Buch der Oranienstadt Dillenburg (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

“Die Wiege des Erfolgs”

Sichtlich gerührt von der Würdigung zeigte sich Gesa Krause nach der Überreichung der Urkunde und des Geschenkes. In ihrer absolut sympathischen und bodenständigen Art fand sie sehr persönliche Worte, die sie an die Gäste und Repräsentanten der Stadt richtete: „Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich heute hier sein darf und bedanke mich ganz herzlich für diese schöne Anerkennung. Dillenburg ist die Wiege meines Erfolgs. Durch die Unterstützung des TV Dillenburg konnte ich meine Karriere erst starten, dafür werde ich immer dankbar sein. Ich habe schon so viele Orte auf der Welt gesehen, aber Dillenburg wird immer meine Heimat bleiben. Hier fühle ich mich zu Hause, hier kann ich abschalten. Es erfüllt mich mit Stolz, Dillenburg meine Heimat nennen zu können. Das Jahr 2024 war ein ganz besonders herausforderndes Jahr. Ich habe mir ein Ziel gesetzt, das ich realisieren konnte. Am Ende stehe immer ich hier vorne, erhalte Ehrungen für Erfolge, die ich aber ohne meine Familie niemals hätte erreichen können. Deswegen an dieser Stelle noch mal ganz vielen Dank an meinen Partner Robert und meine Eltern.“

Das Video vom Festakt in der Villa Grün finden Sie auf unserem YouTube-Kanal: https://youtu.be/ILP1-6qWWq0?feature=shared

Bitte beachten Sie, dass die im Link hinterlegte Seite den Datenschutzrichtlinien von YouTube unterliegt.

Parlamentarischer Abend: Auszeichnung für verdiente Bürger

Im Rahmen des Parlamentarischen Abends der Oranienstadt Dillenburg nahmen Stadtverordnetenvorsteher Achim Wendel und Bürgermeister Michael Lotz Ehrungen vor.

Ehrenmitgliedschaft Ortsbeirat Donsbach

Heidrun Keßler war von 1989 bis 2006 und dann wieder seit 2016 ununterbrochen Mitglied des Ortsbeirates Donsbach, insgesamt über 25 Jahre. Geehrt wurde sie für ihre engagierte Mitarbeit im Gremium. Heidrun Keßler hat 2006 die Oranierplakette erhalten und 2007 den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Verleihung Oranierplakette

Wolfgang Nickel ist seit dem 4. September 2008 ununterbrochen Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Er sitzt seit dem 02.05.2011 im Haupt- und Finanzausschuss und ist seit dem 14.04.2016 im Ältestenrat und im Aufsichtsrat der Service-Betriebe tätig. Er ist seit 2021 Mitglied im Ausschuss für Bauwesen, Verkehr und Stadtentwicklung, im Ausschuss für Klima, Umwelt, Zukunft und Nachhaltigkeit sowie im Ausschuss für Jugend, Soziales, Sport und Kultur. Geehrt wurde er mit der Oranierplakette für 15 Jahre Mitarbeit in den städtischen Körperschaften. Wolfgang Nickel wurde 2023 schon mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

Ehrungen im Rahmen des Parlamentarischen Abends der Oranienstadt Dillenburg (v.l.n.r.): Bürgermeister Micheal Lotz, Bernd Schwarz (Umweltpreis), Wolfgang Nickel, Professor Dr. Michael Wagner-Kern (beide Oranierplakette), Heidrun Keßler (Ehrenmitgliedschaft Ortsbeirat Donsbach) und Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel. Foto: Kilian Scharf
Ehrungen im Rahmen des Parlamentarischen Abends der Oranienstadt Dillenburg (v.l.n.r.): Bürgermeister Micheal Lotz, Bernd Schwarz (Umweltpreis), Wolfgang Nickel, Professor Dr. Michael Wagner-Kern (beide Oranierplakette), Heidrun Keßler (Ehrenmitgliedschaft Ortsbeirat Donsbach) und Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel. Foto: Kilian Scharf

Professor Dr. Michael Wagner-Kern war Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und dem Ältestenrat von 1997 bis 2006. Er war im Ortsbeirat Dillenburg von 2006 bis 2009 und im Ausschuss für Jugend und Soziales von 2001 bis 2006. Er ist seit 2021 in der Kommission Fassadengestaltung, der Kommission Hochwasserschutz und hat einen Sitz im Magistrat. Geehrt wurde er mit der Oranierplakette für 15 Jahre Mitarbeit in den städtischen Körperschaften. Im Jahr 2023 wurde Prof. Dr. Wagner-Kern mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

Verleihung Umweltpreis

Der Umweltpreis der Oranienstadt Dillenburg ging an Bernd Schwarz. Er engagiert sich regional vielseitig in Natur- und Umweltschutzbelangen. Als aktiver Imker gibt er sein Wissen und seine Erfahrungen über Honig- und Wildbienen gerne an die jüngere Generation weiter: Als Experte ist er in Kindergärten und an Schulen willkommen. Weiterhin setzt er sich für den Erhalt artenreicher, historischer Streuobstwiesen ein und steht sowohl für Obstbaumschnitte als auch für Veredelungen von Obstbäumen zur Verfügung. Gewürdigt werden auch ehrenamtliche Aktivitäten im Vogel-, Reptilien- und Fledermausschutz. Vorgeschlagen wurde Bernd Schwarz vom Vogelschutzverein Oberscheld.

Verleihung Kulturehrenplakette

Der Breitscheider Armin Müller war 30 Jahre Oberstudienrat an der Wilhelm-von-Oranien-Schule in Dillenburg und unterrichtete dort die Fächer Religion und Musik. Die herausragenden und erfolgreichen Leistungen, weit über das berufliche Maß hinaus, in der musikalischen, allgemein-bildenden und ethischen Erziehung und Weiterbildung seiner  Schülerinnen und Schüler sind bekannt und werden hoch geschätzt. In seiner Freizeit leistet Armin Müller erfolgreich Chorarbeit und führte unter anderem fünf Musicals mit großem Erfolg in Dillenburg auf. Mit den Musical-Produktionen „West Side Story“ (2000), „Amadeus“ (2003) und „Colour of Love“ (2006) sowie „Feuer über Dillenburg“ (2009) und „Dörrien“ (2018) bot er einerseits seinen begabten Schülerinnen und Schülern eine Bühne, schuf andererseits aber auch großartige Events, die weit über Dillenburg hinaus Beachtung und Anerkennung fanden.

Vorgeschlagen wurde Armin Müller von Dr. Michael Hocke.

Ehrungen im Rahmen des Parlamentarischen Abends der Oranienstadt Dillenburg (v.l.n.r.): Bürgermeister Michael Lotz, Reiner Jüngst (Kulturehrenbrief), Armin Müller (Kulturehrenplakette), Dr. Sylvia Brand (Kulturehrenbrief), Dr. Christoph Münz (Kulturehrenplakette), Peter Balzer (Kulturehrenbrief), Rosemarie Klar, Dieter Will (beide Ehrenamtspreis) und Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel. Foto: Kilian Scharf
Ehrungen im Rahmen des Parlamentarischen Abends der Oranienstadt Dillenburg (v.l.n.r.): Bürgermeister Michael Lotz, Reiner Jüngst (Kulturehrenbrief), Armin Müller (Kulturehrenplakette), Dr. Sylvia Brand (Kulturehrenbrief), Dr. Christoph Münz (Kulturehrenplakette), Peter Balzer (Kulturehrenbrief), Rosemarie Klar, Dieter Will (beide Ehrenamtspreis) und Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel. Foto: Kilian Scharf

Dr. Christoph Münz aus Greifenstein ist seit der Gründungsversammlung des Dillenburger Vereins „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dillenburg e.V.“ im Jahr 1988 Mitglied dieses Vereins, der unter anderem von Charlotte Petersen mitbegründet wurde. Seit nunmehr 36 Jahren arbeitet er ehrenamtlich mit, zunächst ab 1988 als einfaches Mitglied, dann ab 1990 im Vorstand (34 Jahre) und seit 2002 als katholischer Vorsitzender (22 Jahre). Dr. Münz trägt maßgeblich zur Bereicherung der kulturellen Landschaft der Region bei. Er studierte an der Universität Siegen, zunächst Germanistik und katholische Theologie, später Geschichte (1995 Promotion in Geschichte). Seit 1995 ist er freiberuflich als Übersetzer und Autor tätig. Vortragstätigkeiten und zahlreiche Publikationen zur jüdischen Geschichte und Religion sowie zum  christlich-jüdischen Verhältnis kann er sich auf die Fahne schreiben. Seit 1992 arbeitet er ehrenamtlich im Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit mit, dem Dachverband der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland. Dr. Münz gründete außerdem das „Forum Junger Erwachsener“, der Jugendorganisation des deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Außerdem ist er Mitherausgeber der jährlich erscheinenden Themenhefte des Rates. 2001 gründete Dr. Münz den „COMPASS-Infodienst für christlich-jüdische und deutsch-israelische Tagesthemen im Web“. Das ist ein Informationsportal, das neueste Nachrichten und Hintergrundinformationen zu den Themen Israel/Nahost, „Vergangenheitsbewältigung“, Antisemitismus/Rechtsradikalismus, Interreligiöser Dialog sowie jüdische und christliche Welt recherchiert und aufbereitet und zur Verfügung stellt. Vorgeschlagen wurde Dr. Münz von Christiane Bahl.

Verleihung Kulturehrenbrief

Peter Balzer hat über 40 Jahre lang, von 1982 – 2023, den CVJM-Posaunenchor in Dillenburg geleitet und dirigiert und dies, wie es dem CVJM entspricht, ehrenamtlich. In vielen Gottesdiensten, Konzerten und Freiluftauftritten hat er mit dem Chor nicht nur das kirchliche Leben, sondern auch die Kultur in Dillenburg und Umgebung bereichert. Peter Balzer konnte seinen Dirigentenstab erfolgreich weitergeben und spielt nun mit einem vom Chor gestifteten neuen Flügelhorn die zweite Stimme. Die Goldene Ehrenamtsnadel des CVJM-Westbundes Wuppertal erhielt Herr Balzer  im Sommer 2023 im Zuge seiner Verabschiedung. Vorgeschlagen wurde Peter Balzer vom CVJM Dillenburg und der ev. Kirchengemeinde Dillenburg.

Dr. Sylvia Brand ist seit der Gründung des Vereins 1996 ehrenamtlich beim Fähnlein zu Dillenburg tätig, zu Beginn als Leiterin der Tanzgruppe. 2002 wurde sie Schriftführerin des Vereins, 2007 Vorsitzende. Dieses Amt hat sie bis heute inne, mit einer zweijährigen Unterbrechung ihrer Tätigkeiten von 2014-2016. Dr. Brand ist seit vielen Jahren Kopf der erfolgreichen Pfingstveranstaltung des Fähnleins auf dem Dillenburger Schlossberg. Sie hat die, mittlerweile über Landesgrenzen hinaus, fulminante Feuershow „Funkenflug und Schattenklang” ins Leben gerufen und entwickelte das Konzept für das seit zwei Jahren stattfindende „Dillenburger Märchenfest”. Sie ist nicht nur Leiterin und Choreographin der Tanzgruppe, sondern auch Regisseurin der Musicalaufführungen. Den Ehrenamtspreis der Oranienstadt Dillenburg erhielt Dr. Sylvia Brand im Jahr 2013. Vorgeschlagen wurde sie vom Fähnlein zu Dillenburg.

Reiner Jüngst war ab 1987 stellvertretender Kassierer des Vereins „MGV Dietzhölzgruß 1863 e.V. Frohnhausen“ und ist seit 1989, ohne Unterbrechung, erster Kassierer des Vereins. Während dieser Zeit führt er die Vereinskasse vorbildlich und steht dem Vorstand bei allen anfallenden Aufgaben mit Rat und Tat zur Seite. Vorgeschlagen wurde Reiner Jüngst vom MGV Dietzhölzgruß 1863 Frohnhausen.

Verleihung Ehrenamtspreis

Rosemarie Klar setzt sich in vielfältiger Weise mit sehr großem Engagement sowie aktiver Mitarbeit seit vielen Jahren in der Vorstandsarbeit des DRK sowie der Landfrauen Oberscheld ein. Bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen der Landfrauen ist sie sehr engagiert und motiviert und übernimmt auch im Hintergrund immer wieder zusätzliche Aufgaben zur Durchführung der Veranstaltungen – und dies schon über viele Jahre hinweg. Rosemarie Klar trat 1982 dem DRK bei und ist seit 1995 Schriftführerin der Organisation.
Bei den Landfrauen begann sie 1980, 1997 rückte sie in den Vorstand, ab 2001 bekleidet sie das Amt der Vorsitzenden und der Schriftführerin. Vorgeschlagen wurde Rosemarie Klar von den Landfrauen Oberscheld.          

Dieter Will ist ein „echter Schelder”, der sehr eng mit seinem Heimatdorf und dessen Bewohnern verbunden ist. Schon sehr früh, durch seinen Vater, der auch ein Gründungsmitglied der Vogelschutzgruppe war, hatte Dieter Will Kontakt mit der Natur; Natur- und Vogelschutz lagen ihm immer am Herzen. Seit vielen Jahren ist er im Vogelschutzverein Niederscheld als „guter Geist” in vielen Bereichen überaus erfolgreich tätig. Egal, ob als Verantwortlicher für mehrere hundert Hegeblöcke (Nistkästen in den einzelnen Schelder Gemarkungen), als großer Freund von Streuobstwiesen oder als Organisator der „Apfelbaumpflanzung alter Apfelsorten“ – Dieter Will ist stets dabei, wenn Helfer gebraucht werden. Sein offizielles Amt im Verein ist zwar nur: Hüttenwart, das heißt, er ist verantwortlich für die Lehr- und Schutzhütte in der Hustenbach. Aber das ist nur ein
Bruchteil seiner Arbeiten. Er organisiert die Vogelstimmenwanderung, leitet Arbeitseinsätze wie das Hecken freischneiden und sorgt dafür, dass der über die Grenzen Niederschelds hinaus bekannte Waldlehrpfad sich in einem einwandfreien Zustand befindet. Und kommen die Highland Cattle aus Mittenaar-Offenbach in den Dillenburger Stadtteil, organisiert er die Beweidung. Darüber hinaus ist er in Sachen Natur- und Umweltschutz aktiv und pflegt den Kontakt zu den Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Vorgeschlagen wurde Dieter Will von der Vogelschutzgruppe 1962 e.V. Niederscheld.

Überreichung Rettungsmedaille Land Hessen

Für ihr mutiges Eingreifen ging die Hessische Rettungsmedaille an drei junge Männer: an die beiden Cousins Benaja Löwen, Alessio Löwen sowie David Eckhardt. In der Nacht zum 5. Januar 2024 haben sie in den frühen Morgenstunden bei einem Wohnungsbrand in Manderbach couragiert gehandelt und zwei Menschen aus Lebensgefahr gerettet. Die drei 18-Jährigen kamen zufällig am Haus vorbei, bemerkten Rauch und zögerten nicht. Sie kletterten auf den Balkon, dämmten den dort entstandenen Brand ein, alarmierten die Feuerwehr und brachten noch eine Bewohnerin nach draußen. Die Schilderungen aus der Nacht legen nahe, dass akute Lebensgefahr sowohl für die Bewohner als auch für deren Retter bestand. Einer der Helfer hat beim selbstlosen Einsatz eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten.

Überreichung der Rettungsmedaille (v.l.n.r.): Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel, Benaja Löwen, Alessio Löwen, David Eckhardt, Bürgermeister Michael Lotz und CDU-Landtagsabgeordneter Jörg-Michael Müller. Foto: Kilian Scharf
Überreichung der Rettungsmedaille (v.l.n.r.): Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel, Benaja Löwen, Alessio Löwen, David Eckhardt, Bürgermeister Michael Lotz und CDU-Landtagsabgeordneter Jörg-Michael Müller. Foto: Kilian Scharf

Die Oranienstadt Dillenburg ist stolz auf die drei jugendlichen Retter. In einer Zeit, in der oft über nachlassende Verantwortungsbereitschaft und nachlassendes Engagement gerade der jungen Generationen geklagt werde, zeige das beherzte Eingreifen des Trios, dass dieses Vorurteil nicht immer zutreffe. Das Verhalten von Benaja, Alessio und David sei beispielhaft gewesen.

Temporäre Vollsperrungen des Rad- und Gehwegs

Eine Absperrbake; Das Bild dient auch als Navigationselement und führt zum ganzen Artikel Quelle: Pixabay

Ab der kommenden Woche führt Hessen Mobil Gehölzarbeiten entlang des Rad- und Gehwegs neben der Bundesstraße 277 zwischen Dillenburg und Herborn-Burg aus. Auch der angrenzende Hang wird gesichert. Die Arbeiten beginnen am Dienstag, 1. Oktober, und dauern voraussichtlich bis Mittwoch, 23. Oktober.

Sperrung montags bis freitags von 9.00 – 15.00 Uhr

In dieser Zeit muss der Weg montags bis freitags jeweils von etwa 9 Uhr bis etwa 15 Uhr voll gesperrt werden. Außerhalb dieser Arbeitszeiten kann der Weg wie gewohnt begangen beziehungsweise befahren werden.

Arbeiten sind in drei Bauabschnitte gegliedert

Die Arbeiten sind in drei Bauabschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt erstreckt sich von der Einmündung der Frankstraße in Dillenburg bis zum Beginn der Wohnbebauung entlang der Alleestraße in Niederscheld. Hier soll von Dienstag, 1. Oktober, bis voraussichtlich Mittwoch, 9. Oktober, gearbeitet werden.
Der zweite Abschnitt wird direkt im Anschluss ausgeführt und beginnt an der Kreuzung der Alleestraße mit „Auf dem Altscheid“. Voraussichtlich bis Mittwoch, 16. Oktober, wird von dort bis zum Abzweig in Richtung Golfclub gearbeitet.
Der letzte Bauabschnitt soll von Donnerstag, 17. Oktober, bis Mittwoch, 23. Oktober, den Bereich vom Golfclub-Abzweig bis zur Einmündung der Straße „Im Wilkenbach“ umfassen.
Der Verkehr auf der B 277 wird von den Arbeiten nicht beeinträchtigt.

Mehr zu Hessen Mobil und zum Verkehr auf Landesebene finden Sie unter Startseite mobil.hessen.de | mobil.hessen.de.

Fünf Dillenburger erhalten Ehrenbrief des Landes Hessen

Die Empfänger des Landesehrenbriefes. Das Bild dient auch als Navigationselement und führt zum ganzen Artikel.

Udo Ahlbrecht, Ali Alici, Horst-Hermann Beckmann, Ekrem Ecik und Simone Hille-Zauberys wurden jetzt für ihre Tätigkeiten im Ehrenamt geehrt. In einer Feierstunde überreichten Landrat Wolfgang Schuster und Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz und Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel ihnen die Urkunden.

Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (l.), Landrat Wolfgang Schuster (2. v. r.) und Bürgermeister Michael Lotz (r.) gratulierten Udo Ahlbrecht (3. v. l.), Ali Alici (3. v. r.), Horst-Hermann Beckmann (2. v. l.), und Simone Hille-Zauberys (Mitte) zum Ehrenbrief des Landes Hessen. Text und Foto: Lahn-Dill-Kreis
Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (l.), Landrat Wolfgang Schuster (2. v. r.) und Bürgermeister Michael Lotz (r.) gratulierten Udo Ahlbrecht (3. v. l.), Ali Alici (3. v. r.), Horst-Hermann Beckmann (2. v. l.), und Simone Hille-Zauberys (Mitte) zum Ehrenbrief des Landes Hessen. Text und Foto: Lahn-Dill-Kreis

Ehrenamtliches Engagement in Kommunalen Ämtern geehrt

„Das Ehrenamt ist von unschätzbarem Wert für uns als Gesellschaft. Vor allem das Freizeitangebot wird durch Ehrenamtliche getragen. Wenn der Leiter der Jugendgruppe fehlt, merkt man das sofort“, erklärte Wolfgang Schuster. „Aber auch die Kommunalpolitik ist auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Als ‚Ortsmamme‘, im Senioren- und Behindertenbeirat, im Ausländerbeirat und als Stadtverordneter – Sie alle schenken den Bürgerinnen und Bürger ein offenes Ohr, verleihen ihnen eine Stimme und treten mit den Hauptamtlichen in den Dialog. ,

Ein amtliches “Dankeschön”

Dafür gibt es heute ein amtliches ‚Dankeschön‘“, so Schuster weiter. Udo Ahlbrecht aus Frohnhausen wurde für seine Mitgliedschaft im Senioren- und Behindertenbeirat seit 2011 geehrt. Ali Alici aus Dillenburg engagiert sich seit 2005 im Ausländerbeirat von Dillenburg. Horst-Hermann Beckmann, ebenfalls wohnhaft in Dillenburg, wurde für seinen vielseitigen Einsatz in der Kommunalpolitik geehrt. Er ist seit 2011 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und seit 2016 Mitglied des Ortsbeirates von Dillenburg. Außerdem war er von 2011 bis 2016 Mitglied der Betriebskommission der Stadtwerke Dillenburg. Seit 2016 ist er Mitglied im Aufsichtsrat der Service-Betriebe Dillenburg GmbH. Ekrem Ecik aus Dillenburg wurde ebenfalls für seine Mitgliedschaft im Ausländerbeirat der Stadt geehrt. Er unterstützt den Beirat seit 2002. Simone Hille-Zauberys aus Nanzenbach ist seit 2006 im Ortsbeirat Nanzenbach tätig und übernimmt hier die Position der Ortsvorsteherin.

Dillenburgs Wahrzeichen einmal „unter die Lupe genommen“

Ein Bild der Referenten am Wilhelmsturm. Das Bild dient auch als Navigationselement und führt zum ganzen Artikel
Einige der Referenten am Wilhelmsturm
Einige Referenten und Moderatoren der Tagung trafen sich zum Gruppenfoto unter dem Wilhelmsturm (von links nach rechts): Dr. Wolfgang Albert, Simon Dietrich, Marcel Manderbach, Prof. Lotte Jensen, Dr. Malena Rotter, Dr. Lutz Vogel, Holger Th. Gräf, Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld, Dr. Hartmut Heinemann, Dr. Daniel Groth, Dr. Brigitte Streich und Dr. Andreas Martin (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Er ist das Dillenburger Wahrzeichen und feiert 2025 seinen 150. Geburtstag: der Wilhelmsturm. Eingeweiht wurde das 40 Meter hohe Bauwerk auf dem Schlossberg am 29. Juni 1875. Aus Anlass des Jubiläums veranstaltete die Stadt Dillenburg eine zweitägige Tagung mit 13 Historikerinnen und Historikern aus Deutschland und den Niederlanden, die in ihren interessanten Vorträgen das Denkmal unter verschiedenen Aspekten in seine Zeit einordneten und Vergleiche anstellten. 

13 Vorträge beschäftigen sich mit der Geschichte rund um den Wilhelmsturm

Eingeteilt war das Tagungsprogramm in verschiedene Blöcke. Die erste Sektion stand unter dem Motto „Dillenburg – Von der nassauischen Residenz zum Erinnerungsort Wilhelmsturm“. Um die Motive hinter dem Dillenburger Denkmalprojekt einordnen zu können, widmet sich die zweite Tagungssektion dem Thema „Oranierrezeption bis ins 19. Jahrhundert.“ Teil drei hatte den Titel: „Der Wilhelmsturm im Vergleich zu anderen Denkmälern der Zeit“. Abschließend ging es um das Thema „Nutzung, Tourismus und Rezeption des Wilhelmsturms“.

Nach Grußworten von Gerhard Anders, Erster Stadtrat, Peter Patzwaldt, Vorsitzender des Dillenburger Geschichts- und Museumsvereins, sowie Prof. Dr. Holger Th. Gräf vom Hessischen Institut für Landesgeschichte in Marburg führte Dillenburgs Stadthistoriker Simon Dietrich zunächst in das Thema ein, erläuterte die Tagungsziele und skizzierte die Forschungslücken, die es in Bezug auf den Wilhelmsturm nach wie vor gebe.

Einblick in das Leben auf der Burg um 1500

Simon Dietrich und Peter Patzwaldt mit Referenten der Tagung am Schlossmodell.
Am Schlossmodell erläuterten Dillenburgs Stadthistoriker und Tagungsleiter Simon Dietrich (Mitte, mit Namensschild) und der Vorsitzende der beiden historischen Vereine in Dillenburg Peter Patzwaldt (rechts neben Simon Dietrich) die Dimension der ehemaligen Anlage (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Im ersten Vortrag beschäftigte sich Dr. Brigitte Streich mit dem Thema „Das Dillenburger Schloss als nassauische Residenz und seine Zerstörung 1760.“ Die Wiesbadenerin gab unter anderem einen lebendigen Einblick in das Leben auf der Burg um 1500. Das Ende der Festung folgte im Siebenjährigen Krieg. Die Franzosen schossen es im Juli 1760 in Brand. Seit 1763 sei das zerstörte und geschleifte Gemäuer weiter abgebrochen worden.     

Vom leeren Schlossberg zum Wilhelmsturm

Stadthistoriker Simon Dietrich stellte seine Erkenntnisse zum Thema „Vom leeren Schlossberg zum Wilhelmsturm: Idee, Initiatoren, Bau und lokaler Kontext des Oranierdenkmals (1865-1875)“ vor. Der Schlossberg, insbesondere die Wilhelmslinde, sei nach der Zerstörung der Festung nie aus dem Bewusstsein der Dillenburger gerückt. Erste Maßnahmen zur Erhaltung der Ruine habe es – zwecks Tourismusförderung – seit 1849 gegeben. Auch der Turmbau selbst, der vor allem dank Spenden aus den Niederlanden gebaut werden konnte, sollte den Fremdenverkehr beleben.

Mäzenin des Wilhelmsturms

Mit einer großen Geldgeberin für den Bau des Turmes auf dem Schlossberg hat sich Dr. Hartmut Heinemann aus Wiesbaden beschäftigt. Sein Vortrag stand unter dem Motto „Prinzessin Marianne der Niederlande und das Turmprojekt: Mäzenin zwischen Familienstolz und Eheskandal“. Darin beschäftigte er sich nicht nur mit dem spannenden Lebenslauf der geschiedenen Prinzessin, sondern vor allem mit ihrer Verbindung zum Dillenburger Turmbau, den sie zu weit über 50 Prozent finanzierte.

Architektur des Wilhelmsturms

Ein Blick von der Empore in den Stadtverordentensitzungssaal mit den Besuchern der Tagung.
Rund 70 Teilnehmer und Referenten folgten der Einladung der Oranienstadt Dillenburg und nahmen an der Wissenschaftlichen Tagung im Rathaus teil (Foto: Kilian Scharf)

Die erste Sektion schloss Dr. Wolfgang Alberth (Ohmden) mit seinen Ausführungen zu „Der Dillenburger Wilhelmsturm im Spiegel des Historismus“ ab. Er widmete sich zunächst der Architektur des Denkmals, die sich frei an spätgotische Turmbauten anlehne, bevor er schließlich den 1897 entstandenen Gemäldezyklus zu Wilhelm von Oranien im „Gedächtnissaal“ des Turms kunsthistorisch analysierte.

Nationales Symbol der Niederlande

„Icon of Freedom, Peace und Prosperty. The reception of William of Orange in the Netherlands“ – Professor Lotte Jensen (Nijmegen) ging der Frage nach, wie Wilhelm von Oranien nach 1800 zu einem nationalen Symbol der Niederlande werden konnte und untermauerte diese Entwicklung mit zahlreichen Beispielen aus der Literatur- und Kulturgeschichte.

Ikonografie

Aus Kassel war Dr. Malena Rotter angereist. In ihrem Vortrag widmete sie sich der „Ikonografie Wilhelms von Oranien“. Dabei behandelte sie unter anderem das berühmte Portrait des Anthonis Mor von 1555, das den Schweiger als Militär darstellt und später zu seinem „Signature Image“ wurde.

Neues Licht auf den Wilhelmsturm

In Chemitz ist Dr. Andreas Martin zuhause. Er hatte einen Vortrag zum Thema „Das Denkmal mit Aussicht als vaterländisches Bildungserlebnis“ ausgearbeitet. Die von ihm aufgezeigte Entstehung sächsischer Aussichtstürme seit etwa 1800 warf neues Licht auf den Wilhelmsturm, der nämlich durchaus auch als Aussichtsturm konzipiert worden war – wenngleich Dr. Martin diesen wegen seines Denkmalcharakters als Sonderfall ansprach.

Oranierdenkmäler der Niederlande

Noch einmal in das angrenzende, westliche Nachbarland ging es mit Professor Raingard Esser aus Groningen. Sie hatte die „Oranierdenkmäler in den Niederlanden unter besonderer Berücksichtigung des Schweigers“ für ihren Vortrag betrachtet und untersuchte vor allem Grabmäler verschiedener oranischer Familienzweige sowie den späteren Umgang mit ihnen.

Wiesbadener Denkmal

Aus Wiesbaden kam Dr. Peter Quadflieg, der „das Wiesbadener Wilhelm-von-Oranien-Denkmal von 1908“ vorstellte. Die Statue, ein Geschenk von Kaiser Wilhelm II., habe vor ihrer Aufstellung im Mai 1908 einigen Diskussionsstoff geboten – vor allem wegen des Aufstellungsortes am zentralen Platz vor der Marktkirche. Dr. Quadflieg konstatierte zudem die nationale Vereinnahmung des Schweigers bei den Einweihungsfeierlichkeiten.

Wilhelmsturm als Museum

Mit „Der Wilhelmsturm als Museum: „Von den historischen Sammlungen zum oranien-nassauischen Museum“ eröffnete Dr. Daniel Groth (Dillenburg) den letzten Themenblock. Von der 1882 eingerichteten Sammlung mit ca. 1.200 Objekten unterschiedlichster Art habe sich die Ausstellung erst in den 1990er Jahren zu einem Museum entwickelt, das ein stringentes didaktisches Konzept verfolgt. Diese Entwicklung illustrierte Dr. Groth unter anderem mit historischen Fotografien aus dem Turm.

Luftkurort Dillenburg

Mit „Geschichtstourismus und Wilhelmsturm vor dem Ersten Weltkrieg“ hatte sich Professor Angela Schwarz aus Siegen auseinandergesetzt. Anhand von Reiseführern, Postkarten und Gästebüchern machte Prof. Schwarz deutlich, dass der Wilhelmsturm zur Bewerbung des „Luftkurorts“ Dillenburg als Reiseziel genutzt und tatsächlich von zahlreichen Touristen unterschiedlicher Herkunft aufgesucht wurde.

400. Geburtstag in schwierigen Zeiten

Den zweitägigen Vortragsreigen im Dillenburger Rathaus schloss Dr. Katherine Lukat (Wiesbaden) mit dem Thema „Wilhelm von Oranien im Nationalsozialismus: Die Oranierfeiern von 1933 in Wiesbaden und Dillenburg“ ab. Der 400. Geburtstag von Wilhelm von Oranien, der 1933 gefeiert werden sollte, fiel in eine politisch schwierige Zeit. Die Referentin berichtete über die Planungen sowie deren politische Rahmenbedingungen. Mit viel NS-Propaganda habe das Fest dann im August 1933 stattgefunden. Wie der Nationalsozialismus mit seiner völkischen Betrachtungsweise Wilhelm den „Schweiger“ gesehen hat, erläuterte Lukat ebenfalls: Man feierte ihn als Rebell, großen Staatsmann und Feldherrn – alles Eigenschaften, die auch Adolf Hitler zugeschrieben wurden.

Text: Kilian Scharf  

Nachhaltiges Hessen: Gemeinsam. Besser. Machen!

Hinweis auf den 8. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit. Bildquelle: ©Nachhaltigkeitsstrategie Hessen. Mit Klick aufs Bild gehts zum ganzen Artikel

Der 8. Hessische Tag der Nachhaltigkeit am 26. September 2024 bietet im Rahmen informativer, unterhaltsamer und interaktiver Veranstaltungen und Aktionen vor Ort oder digital die Gelegenheit, sich darüber zu informieren, was Nachhaltigkeit mit dem eigenen Alltag zu tun hat.

©Nachhaltigkeitsstrategie Hessen

Insektenhotels, Kleidertausch-Aktionen und Food-Events

Unter dem Motto „Nachhaltiges Hessen: Gemeinsam. Besser. Machen!“ werden Insektenhotels gebaut, Kleidertausch-Aktionen gestartet oder interkulturelle Food-Events veranstaltet. Eltern und Lehrkräfte erklären Kindern, für welche Lebewesen Wiesen und Wälder lebensnotwendig sind oder befreien gemeinsam bei einer Sammelaktion die Landschaft von Müll und Abfall. Schulen und Vereine initiieren Themenwochen, um über nachhaltige Ansätze in den Bereichen Energie, Konsum oder Mobilität aufzuklären.
In ganz Hessen informieren sich die Menschen über die vielfältigen Aspekte von Nachhaltigkeit und erfahren mehr darüber, warum dieses Thema auch für ihren Alltag so wichtig ist.

Alle Veranstaltungen und Aktionen

Im Veranstaltungskompass finden Sie alle Veranstaltungen und Aktionen in der Region. Tragt / Tragen auch Sie als Schule, Verein oder Unternehmen Termine ein, um die ganze Vielfalt der Themenaspekte zum 26. September sichtbar zu machen.
.

Bauarbeiten an der Kläranlage haben begonnen

Das Bild zeigt die Klärbecken und das Betriebsgebäude der Kläranlage Donsbach. Das Bild dient auch als Navigationselement und führt zum ganzen Artikel

Die Arbeiten für den umfangreichen Umbau und die Sanierung der Kläranlage in Donsbach haben begonnen. Im Rahmen dieses Projekts wird auch eine temporäre Baustraße errichtet, um die Anlieferung von Materialien und die Versorgung der Baustelle zu gewährleisten. Diese Baustraße verläuft über eine Teilstrecke des als solchen genutzten Rad- und Wanderwegs, der Donsbach mit Burg verbindet.

Behinderungen auf dem Wanderweg ins Donsbachtal

Aufgrund der Bauarbeiten kommt es auf dieser Strecke zu Einschränkungen. Die Teilstrecke wird von Baufahrzeugen für die An- und Abfahrt genutzt, weshalb es für Radfahrer und Wanderer wichtig ist, besondere Vorsicht walten zu lassen. Entsprechende Beschilderungen werden vor Ort angebracht, um auf die geänderte Verkehrssituation hinzuweisen.

Bitte um erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme

Alle Nutzerinnen und Nutzer des Weges werden um erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme gegenüber entgegenkommenden Fahrzeugen gebeten. Die Sicherheit steht an erster Stelle, und die Bauverwaltung Dillenburgs dankt im Voraus für das aufgebrachte Verständnis und die Geduld während der Bauphase.

Wichtiger Schritt zur Verbesserung der Abwasserreinigung

Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen der Kläranlage sind ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Abwasserreinigung. Sie tragen maßgeblich zu einer nachhaltigeren Umwelt bei, von der nicht nur die Anwohnerinnen und Anwohner, sondern auch die Natur in unserer Region profitieren wird.