Keine Adresse bleibt zurück – Glasfaserausbau

Glasfaserkabel Bild von Rosy auf Pixabay. Das Bild dient als Navigationselement und führt zum ganzen Artikel

Jetzt geht es los: Der Glasfaserausbau in Dillenburg startet. Die Stadt hatte sich frühzeitig am Förderprojekt der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Lahn-Dill-Breitband (ldb) beteiligt. Hintergrund war die Unsicherheit, ob die Deutsche Glasfaser ihre Ausbauzusagen vollständig einhält. Zudem hatte sich gezeigt, dass die GlasfaserPlus GmbH lediglich Teile der Kernstadt eigenwirtschaftlich erschließt.

Das Förderprojekt

Ohne die Beteiligung am Förderprojekt wären rund 7.000 Adressen in allen Stadtteilen ohne Glasfaseranschluss geblieben.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt zu 50 Prozent durch den Bund und zu 40 Prozent durch das Land Hessen. Die verbleibenden zehn Prozent trägt die Stadt Dillenburg, die bei dem Projekt vom Lahn-Dill-Kreis unterstützt wird.

Ein großer Vorteil des geförderten Ausbaus: Die Hausanschlüsse sind kostenlos und unabhängig vom Abschluss eines Vertrages.

Einschränkungen bei Unitymedia/Vodafone

Allerdings gibt es auch Einschränkungen. Nach der geltenden Gesetzeslage gelten die vorhandenen Kabelanschlüsse von Unitymedia/Vodafone als gigabitfähig. Deshalb dürfen diese Adressen im Rahmen eines öffentlichen Förderprojekts nicht zusätzlich mit Glasfaser erschlossen werden. Betroffen sind rund 2.900 Adressen in nahezu allen Stadtteilen – ausgenommen sind lediglich Donsbach und Manderbach.

Insgesamt gibt es in Dillenburg rund 7.500 Adressen. Etwa 1.200 Anschlüsse in der Kernstadt werden durch die GlasfaserPlus GmbH – eine Tochter der Telekom – eigenwirtschaftlich ausgebaut. Weitere rund 300 Adressen verfügen bereits aus früheren Projekten über einen Glasfaseranschluss.

Von den verbleibenden rund 6.000 Adressen können aufgrund der Fördervorgaben etwa 2.900 nicht berücksichtigt werden. Damit werden im Rahmen des Projekts rund 3.000 Adressen an das Glasfasernetz angeschlossen.

Lahn-Dill-Breitband startet in Donsbach, Manderbach und Frohnhausen

Der Ausbau beginnt ab Juni/Juli zunächst in Donsbach, Manderbach und Frohnhausen. Im Zuge der Arbeiten werden mehrere Verteilerstationen errichtet und rund 128 Kilometer Leitungsgräben hergestellt.

Über den weiteren Fortschritt des Projektes im gesamten Stadtgebiet wird die Stadt fortlaufend informieren.

Vorsicht bei Haustürgeschäften

Im Zusammenhang mit solchen Projekten kommt es häufig vor, dass an Haustüren Verträge angeboten werden. Dabei werden mitunter auch falsche oder irreführende Aussagen getroffen. Die Stadt weist deshalb ausdrücklich darauf hin: Ein Vertrag ist nur dann notwendig, wenn tatsächlich ein entsprechender Tarif gewünscht wird. Für den kostenlosen Hausanschluss selbst ist kein Vertragsabschluss erforderlich.

Zustimmung für den Hausanschluss notwendig

Damit der Hausanschluss hergestellt werden kann, benötigt der Netzbetreiber allerdings eine Zustimmung beziehungsweise Beauftragung durch die Eigentümerinnen und Eigentümer. Ohne diese darf kein Zugang zum Gebäude erfolgen.

Für die Beauftragung sind lediglich wenige Schritte online erforderlich. Eine entsprechende Anleitung wird demnächst veröffentlicht.

Ausbaupartner der Lahn-Dill-Breitband ist nach einem Auswahlverfahren die GlasfaserPlus GmbH.

Zum Projekt in den Stadtteilen Donsbach, Manderbach und Frohnhausen wird die Stadt zusammen mit Lahn-Dill-Breitband in zwei Informationsveranstaltungen am Mittwoch, 01. Juli ab 19 Uhr in der Turnhalle der Goldbachschule Frohnhausen (Rheinstraße, 35684 Dillenburg) und am Donnerstag, 02. Juli ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Donsbach (Rudolf-Braas-Straße, 35686 Dillenburg) umfassend informieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Ähnliche Veranstaltungen sollen im Projektverlauf auch in den anderen Stadtteilen stattfinden.

Auch wenn in dieser ersten Ausbauphase nicht alle Adressen zum Zuge kommen, so ist es das Ziel von Lahn-Dill-Bergland und der Stadt perspektivisch an allen Adressen in Dillenburg einen Glasfaseranschluss zur Verfügung zu stellen.