40. Dienstjubiläum für Anja Graser

V.l.n.r. Bürgermeister Dehmer, die Jubilarin Anja Graser mit der Ehrenurkunde, Personalratsvorsitzender Mario Schneider und Ressortleiter Markus Weiß im Zimmer des Bürgermeisters

Im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus gratulierten Bürgermeister Friedrich Dehmer und weitere Vertreter der Stadtverwaltung Anja Graser aus Dillenburg am 3. August zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst bei der Oranienstadt Dillenburg, das sie bereits am 1. August 2026 begehen konnte. Bürgermeister Friedrich Dehmer überreichte ihr zu diesem besonderen Anlass eine Ehrenurkunde sowie ein Präsent als Anerkennung für ihre langjährige Tätigkeit.

V.l.n.r. Bürgermeister Dehmer, die Jubilarin Anja Graser mit der Ehrenurkunde, Personalratsvorsitzender Mario Schneider und Ressortleiter Markus Weiß im Zimmer des Bürgermeisters
(v.l.): Bürgermeister Friedrich Dehmer zeichnete Anja Graser für die langjährigen Dienste aus. Ebenfalls gratulierten der Vorsitzende des Personalrates, Mario Schneider, im Namen der Kolleginnen und Kollegen, sowie der Leiter des Ressorts „Bürgerdienste“, Markus Weiss.

Mit ihrer Ausbildung legte sie damals den Grundstein für ihre Laufbahn im öffentlichen Dienst. Seither ist die heutige Leiterin des Stadtarchivs Dillenburg in unterschiedlichen Aufgaben- und Verantwortungsbereichen tätig.

Karrierestart in der Verwaltung mit fundierter Ausbildung

Nach ihrem Realschulabschluss begann Anja Graser am 1. August 1986 ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in der Stadtverwaltung Dillenburg, die sie im Juni 1989 erfolgreich abschloss. Anschließend war sie als Sachbearbeiterin im Fremdenverkehrsamt des damaligen Hauptamtes eingesetzt, bevor sie im Oktober 1990 in das Einwohnermeldeamt des Ordnungsamtes wechselte.

Bereits in jungen Jahren schlug die gebürtige Manderbacherin ihren Weg in Richtung einer Beamtenlaufbahn ein, für die sie von November 1990 bis August 1992 zunächst die Aufstiegsausbildung für den mittleren Dienst am Hessischen Verwaltungsschulverband absolvierte. Nur zwei Jahre später begann sie ab Oktober 1994 ein Studium an der Verwaltungsfachhochschule, das sie im Jahr 1997 mit Ablegung der Laufbahnprüfung für den gehobenen Dienst als Diplom-Verwaltungswirtin (FH) erfolgreich beendete. Nach ihrer Verbeamtung im Januar 1995 wurde Anja Graser im Juli 1997 in das damalige Bau- und Planungsamt versetzt.

Ihre erste Führungsposition wurde ihr bereits mit 32 Jahren übertragen – als Leitung des damaligen Ressorts 4 – Freizeit, Kultur und Sport aus, zu dem damals auch noch das Jugendhaus und der Bereich Schwimmbäder gehörte. Diese Funktion übte sie bis Februar 2011 aus. Darüber hinaus wurde Anja Graser von 2003 bis 2011 als Geschäftsführerin des Förderkreises Dillenburg e.V. bestellt.

Von der Pressesprecherin zur Leiterin des Stadtarchivs

Von März 2011 bis vor Kurzem war Anja Graser für die Stabsstelle „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Stadtarchiv“ des heutigen Ressort 3 – Bürgerdienste – zuständig. Mit der erstmaligen Einrichtung der Stabsstelle im Jahr 2011 übernahm sie diese Aufgabe und prägte den Außenauftritt der Oranienstadt Dillenburg maßgeblich. Als zentrale Ansprechpartnerin für Presse- und Medienvertreter koordinierte sie die Kommunikation der Verwaltung und nahm als „Sprachrohr“ der Stadt eine wichtige Querschnittsfunktion für die gesamte Verwaltung wahr.

Seit über elf Jahren liegt zudem bereits das Aufgabengebiet „Stadtarchiv“ in ihren Händen. In ihrer aktuellen Position als Leitung des Stadtarchivs führt Anja Graser ein Team aus einem Stadthistoriker, einer Teilzeitkraft, einer geringfügig Beschäftigten sowie einer Auszubildenden und verantwortet rund 15.000 Archivalien. Unter ihrer Federführung wurde im Jahr 2023 der umfangreiche Umzug des Stadtarchivs in das Stadthaus umgesetzt. Dabei wurden unter anderem 5.000 Bücher und Zeitschriften, 1.200 Zeitungsbände, knapp 2.000 Verwaltungsakten sowie umfangreiche Sammlungen von allein 4.100 Fotos, Gemälden und Zeichnungen sowie Personenstandsregister ab dem Jahr 1874 verlagert. Die Bestände sind inzwischen über das vom Hessischen Landesarchiv bereitgestellte Archivinformationssystem „Arcinsys“ online zugänglich.

Auszeichnung und Engagement für den Nachwuchs

Unter der Leitung von Anja Graser wurde das Dillenburger Stadtarchiv gezielt weiterentwickelt und als Kommunalarchiv etabliert. Diese Arbeit wurde im Jahr 2023 mit dem Archivpreis des Landes Hessen ausgezeichnet, der mit 5.000 Euro dotiert ist und von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen alle zwei Jahre an Archive vergeben wird, die sich „besonders um den Erhalt und die Zugänglichmachung von Archivgut“ verdient gemacht haben.

Auch die Förderung des Nachwuchses ist ihr ein wichtiges Anliegen: Seit dem 1. August 2025 bildet Anja Graser eine Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Archiv aus.

Am 1. August 2026 konnte Anja Graser auf 40 Jahre Tätigkeit im öffentlichen Dienst bei der Oranienstadt Dillenburg zurückblicken.

Gratulation durch Bürgermeister Friedrich Dehmer

Bürgermeister Friedrich Dehmer und weitere Vertreter der Stadtverwaltung gratulierten Anja Graser herzlich am 3. August zu ihrem besonderen Dienstjubiläum, dankten ihr für ihr langjähriges Engagement und ihren großen Einsatz und wünschten ihr für die Zukunft weiterhin viel Erfolg, ganz besonders Gesundheit und Freude bei ihrer Tätigkeit.

Rückblickend empfand Anja Graser besonders die Zeit als junge Führungskraft mit einer Vielzahl an Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen als sehr herausfordernd. Diese Zeit habe sie besonders geprägt – sie sei aber ehrgeizig gewesen und habe diese Ressortleiterfunktion gestemmt. Wie sie sich anlässlich ihres Jubiläums zurückerinnert habe, habe es im Laufe ihrer 40-jährigen Tätigkeit glücklicherweise immer Aufgaben gegeben, die ihr Freude bereitet hätten – wie insbesondere die Querschnittsaufgaben, die ihr zunehmend übertragen wurden. In ihrer Funktion als Pressesprecherin sei es immer ihr Bestreben gewesen, die Stadt gut dastehen zu lassen. Auch stellte Anja Graser heraus, dass sie immer gerne über den Tellerrand hinausgeschaut und gerne noch Aufgaben hinzugenommen habe. Zu ihrem aktuellen Tätigkeitsbereich sei sie dagegen eher „auf sehr ausdrücklichen Wunsch“ des ehemaligen Bürgermeisters Michael Lotz gekommen, wie sie mit einem großen Lachen berichtete. Heute sei sie sehr begeistert von diesem Tätigkeitsfeld. In das Archivwesen habe sie sich selbst einarbeiten müssen und dafür zunächst die Archivschule in Marburg besucht, um sich dieses neue Aufgabengebiet erschließen zu können. Anja Graser habe sich dadurch zwischenzeitlich nicht nur neues Wissen, wie die insbesondere die sichere Aufbewahrung von Archivgut, sondern auch die Entscheidungsfindung, was aufbewahrungsbedürftig ist und was nicht sowie das Lesen der alten deutschen Schrift aneignen können, wie sie betonte. Während ihrer Laufbahn habe Anja Graser auch viele Netzwerke knüpfen können, wovon sie heute noch bei der Quellenrecherche profitiere. Bürgermeister Friedrich Dehmer hob am Beispiel des aktuellen Stadtverordneten-Antrags zur Aufarbeitung der NS-Zeit hervor, dass ihre aktuelle Tätigkeit eine spannende und sehr wichtige Pflichtaufgabe für Kommunen sei, die über den normalen Tellerrand hinausginge und sogar Generationen überdauere. Zu der heutzutage nicht selbstverständlichen „Lebensleistung“ gratulierte auch Personalratsvorsitzender Mario Schneider und überreichte ein Präsent sowie Glückwünsche von den Kolleginnen und Kollegen. Den Glückwünschen schloss sich der Ressortleiter Markus Weiß von Herzen an.

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(v.l.): Bürgermeister Friedrich Dehmer zeichnete Anja Graser für die langjährigen Dienste aus. Ebenfalls gratulierten der Vorsitzende des Personalrates, Mario Schneider, im Namen der Kolleginnen und Kollegen, sowie der Leiter des Ressorts „Bürgerdienste“, Markus Weiss.