LandKulturPerlen

Logo des Förderprogramms LandKulturPerlen. Mit Klick aufs Bild gehts zum ganzen Artikel

Kulturelle Bildung ist in ländlichen Räumen ein unverzichtbarer Bestandteil des Miteinanders, erhält Traditionen und bringt Neues auf den Weg. Das hessische Förderprogramm LandKulturPerlen unterstützt Sie mit kostenlosen Vernetzungs-, Beratungs- und Weiterbildungsangeboten und einer Projektförderung mit einem vereinfachten Förderverfahren.

Projektförderung 2024

Für Projekte der Kulturellen Bildung in ländlichen Räumen Hessens bieten wir Förderungen zwischen 1.000 und 2.000 € an und beraten Sie dazu gerne persönlich. Als Verein, Solokünstler*in, Kommune oder Privatperson und Initiative sind Sie eingeladen, sich auf die vollfinanzierte Festbetragsförderung zu bewerben.

Gefördert werden Projekte, die

  • die aktive Mitgestaltung des Kulturellen Lebens vor Ort fördern.
  • integrativ wirken und künstlerische Prozesse anstoßen.
  • noch nicht begonnen wurden.
  • noch einen anderen Verein, eine*n Künstler*in oder die Gemeinde mit einbinden – also in einer Kooperation umgesetzt werden.

Einreichfrist erste Förderrunde

Einreichfrist für die erste Förderrunde ist der 01.02.2024 und frühester Projektbeginn 20.03.2024

In der ersten Förderrunde 2024 werden Erstanträge und Anträge aus Orten mit weniger als 5.000 Einwohnenden bevorzugt.

Einreichfrist zweite Förderrunde

Einreichfrist für die zweite Förderrunde ist der 01.05.2024 und frühester Projektbeginn 20.06.2024

Das Antragsformular für die Projektförderung erhalten Sie bei Beate Schimko, schimko@lkb-hessen.de oder unter 069-348750486. Ich stehe Ihnen darüber hinaus vor Ort, telefonisch oder via Videokonferenz beratend zur Seite und unterstütze Sie bei der Planung, Umsetzung und Vernetzung. Weitere Informationen finden Sie auf unsere Website.

Logoleiste der Initiatoren des Förderprogramms LandKulturPerlen

Kulturseminare

Besuchen Sie gerne unsere kostenlosen Online-Kulturseminare. Eine Übersicht finden Sie unter: https://landkulturperlen.de/kulturseminare

Unsere nächsten Seminare sind:

Videos machen: Kein Budget, kein Problem

Referentin: Cylixe

Donnerstag, 30.11.2023

von 17:00 bis 19:00 Uhr

Frühkindliche (Kulturelle) Bildung

Referentin: Marina Stuckert

Montag, 04.12.2023 | 16:00 – 18:00 Uhr

Sei Gast bei Dir selbst!

Referentin: Aishe Spalthoff

Donnerstag, 07.12.2023 I 16:00 – 18:30 Uhr

Einführung in die Arbeit mit Audioprojekten

Referentin: Patrizia Schuster

Dienstag, 12.12.2023 | 17:00 – 20.00 Uhr

Altersfreundliche Kommunikation

Referent: Christoph Brammertz

Donnerstag, 14.12.2023 | 16:00 – 18:30 Uhr

Zusätzlich zu unserem Seminarangebot möchten wir Ihnen noch ein Angebot der Kulturberatung Hessen empfehlen:

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Kultur und Künste in Hessen?

Referent: Torsten Schmotz

Dienstag, 19.12.2023 I 18:00 – 19:30 Uhr

Mehr Infos unter: https://kulturberatung-hessen.de/seminare/19-12-2023-welche-foerdermoeglichkeiten-gibt-es-fuer-kultur-und-kuenste-in-hessen

KulturPerlenKette

Wir bieten auf unserer Webseite über unsere Rubrik KulturPerlenKette die Möglichkeit für alle Kulturschaffenden, sich zu präsentieren und zu vernetzen. Werden Sie gerne ein Teil der hessischen KulturPerlenKette. https://landkulturperlen.de/kulturperlenkette

Den Fragebogen für Ihren kostenlosen Eintrag auf der KulturPerlenKette finden Sie unter Downloads (ganz unten)

Veranstaltungen

Ideenwerkstatt: Freude an Kultur

Atelier Annekatrin Zint, Laisbachstrasse 1, 63667 Nidda Schwikartshausen

Mittwoch, 29.11.2023 I 18:00 Uhr

Fördermittel – Netzwerk -Tag

Bürgerhaus Kirchhain, Schulstr. 4, 35274 Kirchhain

Samstag, 02.12.2023 | 10:00 – 13:00 Uhr

Winterdienstmitarbeiter stehen bereit

Hinweis auf Ein Räumfahrzeug des Winterdienstes in Dillenburg. Mit Klick aufs Bild gehts zum ganzen Artikel Foto: Stadtwerke Dillenburg

Wenn viele sich auf Weihnachten vorbereiten und die Weihnachtsmärkte besuchen, stehen die Mitarbeiter im Baubetriebshof der Stadtwerke Dillenburg auf Abruf bereit, um bei Bedarf das Vorankommen der Bürgerinnen und Bürger von Dillenburg zu ermöglichen, damit diese ihre Ziele erreichen und die Vorweihnachtszeit genießen können.

Nicht nur Weihnachten steht vor der Tür…

Bei den Stadtwerken kümmern sich rund 30 Mitarbeiter Saison für Saison im Schichtbetrieb um den Winterdienst, mit dem Ziel, die Fußwege, die wichtigen Erschließungs- und Durchgangsstraßen sowie die Steilstücke in der Oranienstadt möglichst schnee- und eisfrei zu halten. Die folgenden Informationen geben einen Überblick über den Winterdienst in Dillenburg.

Die Einsatzplanung

Die Stadtwerke stellen im Vorfeld zum Winter einen Rufbereitschaftsplan im Schichtbetrieb auf. Im Zeitraum von November bis April werden in Abhängigkeit von Wettervorhersagen- und -prognosen des Deutschen Wetterdienstes die Einsätze geplant. Ist auf Basis der Vorhersagen von einer winterlichen Lage außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeiten auszugehen, wird die Rufbereitschaft eingesetzt, damit die im Winter durch Schneefall und Glätte auftretenden Verkehrsgefährdungen auf Fahrbahnen und Gehwegen im Rahmen ihrer finanziellen und sachlichen Leistungsfähigkeit durch Räumen und Streuen beseitigt werden. Die Beobachtung der Wetterlage im Einklang mit einer oft langjährigen Erfahrung zeichnet einen guten Winterdienst aus.

Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst

Die Stadtwerke nutzen seit mehreren Jahren das “Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS)” des Deutschen Wetterdienstes, das eine regionale (Straßen-) Wettervorhersage- und Prognose anbietet. Basis des SWIS sind neben den nationalen und internationalen meteorologischen Daten die Messwerte der Straßenwetterstationen der Bundesländer.

Die Winterdienstfahrzeuge

Der Fuhrpark bei den Stadtwerken für den Winterdienst besteht aus drei eigenen Großfahrzeugen und zwei eigenen Schmalspurkommunalfahrzeugen mit den entsprechenden Geräteträgern sowie drei Kommunaltraktoren, von denen einer für die Winterdienstsaison gemietet wird. Üblicherweise werden die Fahrzeuge im Herbst auf die bevorstehende Winterdienstsaison vorbereitet. Die Fahrzeuge werden dann von den Mitarbeitern des Baubetriebshofs mit Schneepflügen sowie Streumaschinen für Salz und Sole ausgerüstet.

Die einzelnen Schneepflüge haben unterschiedliche Größen. Hierbei reicht die Räumbreite von rund 2,00 bis 2,30 Meter, wobei ein Fahrzeug inzwischen ein größenverstellbares Räumschild besitzt. Die Streu- und Räumfahrzeuge sind mit Winterreifen und werden bei Bedarf mit Schneeketten ausgestattet, so dass die Traktion erhöht und ein Durchdrehen der Räder auf glattem Untergrund verhindert wird.

Die Ausrüstung der Mitarbeiter

Jeder der bei den Stadtwerken im Winterdienst eingesetzt ist, trägt eine „Persönliche Schutzausrüstung“ (PSA). Dadurch ist das Betriebsdienstpersonal im Einsatz – auch mit schwerem Gerät und an der Strecke – optimal geschützt.

Die „Soll-Ausrüstung“ besteht aus drei Garnituren Warnschutzkleidung (eine Garnitur besteht aus einer Arbeitsjacke, Warnschutzshirts und einer Bundhose oder Latzhose); sowie einer Garnitur Wetterwarnschutzkleidung (Garnitur besteht aus einer Wetterwarnschutzjacke, einem Wetterwarnschutzparka; einer Warnschutz-Fleecejacke, Winterstiefeln & einer Wintermütze).

Die Streumittel – Streusalz und Salzsole

Wenn Schnee und Glätte drohen, ist Eile geboten. Je eher gestreut wird, desto besser. Deshalb stehen die Fahrzeuge startklar, umgerüstet und beladen bereit, wenn die Mitarbeiter nach Dienstende den Baubetriebshof verlassen, damit sie jederzeit ohne Verzögerung in den Einsatz gehen können.

Beim Streuen setzen die Stadtwerke auf den Straßen Streusalz mit Salzsole und auf den Fußwegen Streusalz ein. Splitt und andere abstumpfende Mittel, etwa Sand, kommen auf den Fußwegen und Straßen wegen der fehlenden Tauleistung, nicht zum Einsatz.

Salzsilos

Das Streusalz bei den Stadtwerken wird in Silos gelagert. Zum Start der Wintersaison Anfang November lagern in den Salzsilos rd. 130 Tonnen Salz. Zusätzlich werden für die Handräumung und die Befüllung der Kleinfahrzeuge noch 24 Tonnen als Sackware vorgehalten.

Das Winterdienstfahrzeug im Einsatz

Die eingesetzten Großfahrzeuge können pro Ladung etwa drei Tonnen Streusalz befördern. Befüllt werden die Fahrzeuge direkt aus den Silos. Die Kleinfahrzeuge werden überwiegend mittels Sackware per Hand befüllt. Die Streuer fassen hier ein Volumen von 200 bis 300 kg.

Jedes Winterdienstfahrzeug der Stadtwerke hat eine festgelegte Route und wird von einem Mitarbeiter geführt. In Abhängigkeit der Witterung und der Verkehrssituation werden die Straßen gestreut und/oder geräumt. Die Reihenfolge der Bedienung ist entsprechend der verkehrlichen Dringlichkeit festgelegt. Maßgeblich für den Zeitbedarf zum Räumen beziehungsweise Streuen der Route sowie für das wiederholte Räumen und Streuen aller Strecken sind die jeweiligen Umlaufzeiten. Die Umlaufzeiten betragen bis zu drei Stunden für das Streuen und vier Stunden für das Räumen.

Handräumung

Für die Handräumung der Bürgersteige der städtischen Liegenschaften sind vier Räumkolonnen im Einsatz. Je zwei Mitarbeiter und ein Pritschenfahrzeug bilden eine Räumkolonne, die ausgestattet mit Sacksalz und Schneeschippen Fußwege, Bushaltestellen, Eingangsbereiche etc. räumen.

Prioritätenlisten Winterdienst

Hier finden Sie die Prioritätenlisten für den Winterdienst

Infos für Anwohner

Wer muss Schnee räumen?

Für die Gehwege hat die Oranienstadt Dillenburg per Satzung die Verantwortung auf die Anlieger übertragen. Bei nur einem Gehweg in der Straße muss der Gehweg im Wechsel mit dem Anlieger auf der gegenüberliegenden Straßenseite geräumt werden (siehe Satzung der Oranienstadt Dillenburg über die Straßenreinigung). Soweit die Oranienstadt Dillenburg selbst Anlieger ist, hat sie auch für die Sicherheit zu sorgen. In Miethäusern können die Vermieter die Räumpflicht auf die Mieter übertragen.

Wann und wie oft muss geräumt werden?

Von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte müssen unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach dem Entstehen der Glätte beseitigt werden.

Schneit oder friert es erst nach 20 Uhr, reicht es, wenn am nächsten Morgen geräumt und/oder gestreut wird.

Wo und wie viel muss geräumt werden?

Die Gehwege müssen von Schnee und Eis freigehalten werden. Dies soll sicherstellen, dass zwei Fußgänger vorsichtig aneinander vorbeigehen können. Sofern kein Gehweg vorhanden ist, gilt die Winterdienstpflicht für eine entsprechende Bahn von 1,50 m Breite entlang der Grundstücksgrenze.

Wie muss geräumt / gestreut werden?

Räumen heißt den Schnee wegschieben – bitte nicht auf die Fahrbahn, sondern auf das eigene Grundstück (Randbereich) oder den Gehwegrand/Fahrbahnrand. Anschließend muss der geräumte Bereich – wenn nötig – möglichst mit abstumpfenden Mittel, also Sand oder Granulat weitestgehend rutschfest gemacht werden.

Darf Salz verwendet werden?

Salz darf nur in geringen Mengen zur Beseitigung festgetretener Eis- und Schneerückstände verwendet werden. Weiter sollte es nur bei Eisregen oder überfrierender Nässe sowie an gefährlichen Stellen wie z.B. Treppen, Rampen, Brückenauf- oder -abgängen, starken Gefälle- bzw. Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten verwendet werden, wenn durch den Einsatz von abstumpfenden Mitteln keine hinreichende Sicherheit für die Fußgänger erreicht werden kann.

Muss auch bei Blitz-Eis und Dauerschnee geräumt werden?

Streupflicht bedeutet nicht, dass bei jeder Schneeflocke sofort die Schneeschippe in die Hand genommen werden muss. Es sollte sich alles im Rahmen des Zumutbaren abspielen. Jeder Verkehrsteilnehmer muss im Winter mit Behinderungen und Glätte rechnen und Vorsicht walten lassen.

Was tun, wenn man krank oder berufstätig ist oder aus sonstigen Gründen den Winterdienst nicht selbst vornehmen kann?

Wer aus beruflichen, gesundheitlichen oder sonstigen Gründen nicht die Möglichkeit hat, der Räumpflicht nachzukommen, ist dennoch hierzu verpflichtet: Die Gehwege müssen geräumt werden. In diesen Fällen müssen dann andere Personen oder eine private Firma mit der Übernahme des Winterdienstes beauftragt werden.

Ab 01. Januar keine Kinderreisepässe mehr

Stempel, Stempelkissen und Reisepass. Mit Klick aufs Bild gehts zum Artikel "ab 01. Januar 2024 keine Kinderreisepässe mehr".

Warum gibt es ab 1. Januar 2024 keine Kinderreisepässe mehr?

Ab dem 1. Januar 2024 dürfen Kinderreisepässe nicht mehr neu ausgestellt, verlängert oder aktualisiert werden. Bereits ausgestellte Kinderreisepässe können bis zum Ende ihrer Gültigkeit weiterverwendet werden.

Gründe:

Kinderreisepässe sind nur maximal 12 Monate gültig. Diese kurze Gültigkeitsdauer gilt für alle Standard-Ausweisdokumente ohne Chip, die die Mitgliedstaaten der EU für Ihre Bürgerinnen und Bürger ausstellen. Schwach geschützte Dokumente dürfen nicht länger als zwölf Monate gültig sein. Im Vergleich dazu sind normale, mehrjährig gültige Reisepässe mit vielen Sicherheitsmerkmale sowie mit einem Chip ausgestattet.

Kinderreisepässe werden nicht mehr überall akzeptiert

Kinderreisepässe, insbesondere die in der Gültigkeit verlängerten Kinderreisepässe, werden von den Staaten weltweit und teilweise auch innerhalb der EU nicht mehr überall als Ausweisdokument akzeptiert. Die Anerkennung deutscher Kinderreisepässe durch andere Staaten kann durch Deutschland nicht beeinflusst werden. Einige Staaten fordern bei Einreise, dass das Passdokument eine bestimmte Restgültigkeit aufweist, in der Regel drei bis sechs Monate. Das schränkt die Verwendbarkeit eines Kinderreispasses zusätzlich erheblich ein.

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Ab dem 01. Januar 2024 werden keine Kinderreisepässe mehr ausgestellt. Foto: jackmac34 auf Pixabay

Kinderreisepass wird abgeschafft

Damit die Reisen von Familien nicht unterbrochen werden, weil der Kinderreisepass oder ein in der Gültigkeit verlängerter Kinderreisepass an der Grenze nicht anerkannt wird, hat der Gesetzgeber am 12. Oktober 2023 ein Gesetz veröffentlicht, in dem u.a. der Kinderreisepass abschafft wird.

Mit der Abschaffung wird künftig der enorme Aufwand der Eltern und der Verwaltung für eine regelmäßige, jährliche Neubeantragung oder Verlängerung eines Kinderreisepasses vermieden.

Infos zur Gültigkeit beim Auswärtigen Amt

Informationen zum Thema, ob das konkrete Reisezielland einen Kinderreisepass oder einen verlängerten/aktualisierten Kinderreisepass als Ausweisdokument anerkennt, finden Sie auf der Internet-Seite des Auswärtigen Amtes, den Reise- und Sicherheitshinweisen

www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

Bitte beachten Sie, dass sich das Gesichtsbild, insbesondere von Säuglingen und Kleinstkindern, innerhalb kurzer Zeit stark verändern kann, sodass eine Identifizierung mit dem ursprünglichen Ausweisdokument teilweise auch schon deutlich vor Erreichen des aufgedruckten Gültigkeitsendes nicht mehr möglich ist und das Ausweisdokument vorzeitig ungültig geworden ist. In diesem Fall beantragen Sie bitte rechtzeitig vor Reiseantritt ein neues Dokument (Personalausweis oder Reisepass).

Welches Reisedokument beantrage ich für mein Kind?

Bei Reisen innerhalb der EU genügt ein Personalausweis. Für Reiseziele über die EU hinaus ist in der Regel ein Reisepass erforderlich. 

Die Identitäten der Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union werden geschützt, indem EU-weit die Ausweisdokumente für Erwachsene und Kinder Mindestsicherheitsstandards erfüllen. Ausweisdokumente für Kinder sind nach denselben Normen konzipiert wie Ausweisdokumente für Erwachsene. Dazu gehört die Ausstattung mit einem Chip, wenn Ausweisdokumente mehrere Jahre gültig sein sollen. 

Sicherheitsmerkmale

Der Chip enthält unter anderem elektronische Sicherheitsmerkmale, welche leicht zu kontrollieren und sehr schwer zu fälschen sind. Darüber hinaus unterstützt der Chip eine schnelle und sichere Grenzabfertigung bspw. an automatischen Grenzkontrollstationen. Aufwändige, manuelle Sichtkontrollen durch das Grenzpersonal können verringert oder ganz vermieden werden.

Stadtradeln 2023 erneut großer Erfolg

Gewinner des Stadtradelns. Mit Klick auf das Bild gehts zum ganzen Artikel

„Für ein gutes Klima in die Pedale treten“ – diese Möglichkeit bestand beim Stadtradeln, an dem sich die Oranienstadt Dillenburg im Sommer erneut beteiligte. Die Bestplatzierten wurden jetzt offiziell durch Bürgermeister Michael Lotz im Rahmen einer Siegerehrung im Rathaus gewürdigt. Für 2024 ist eine erneute Teilnahme geplant.

Gruppenbild der Gewinner des Stadtradelns.
Bildunterschrift (Foto: Oranienstadt Dillenburg):
Siegerehrung Stadtradeln 2023 vor dem Dillenburger Rathaus (v. l. n. r.): Rolf Nix, Ernst-Walter Schramm, Ernst Fray, Bürgermeister Michael Lotz, Adele Fray, Regina Eckhardt, Lisa Klein, Karl-Heinz Enners, Rosemarie Enners und Katharina Weber

18 Kommunen nahmen teil

Im Zeitraum vom 1. bis 22. Juli lautete das Motto im Lahn-Dill-Kreis „Für ein gutes Klima in die Pedale treten“. Es galt, möglichst viele Alltagswege mit dem Rad zurückzulegen. Insgesamt nahmen diesmal 18 Kommunen im Lahn-Dill-Kreis an der Aktion teil. Wer in Dillenburg wohnt, arbeitet oder zur Schule geht, konnte in der Oranienstadt dabei sein. Die Eröffnungsfahrt am 1. Juli fand als gemeinsame Aktion der Städte Dillenburg und Haiger sowie der Gemeinde Breitscheid statt. Die Dillenburger Radverkehrsbeauftragten Ernst-Walter Schramm und Regina Eckhardt sowie Elena Wechselberger und Tilo Kramer vom städtischen Stadtmarketing unterstützten die gute Sache nach Kräften.

Die Oranienstadt freut sich über die rege Beteiligung, die gegenüber dem Vorjahr noch zugenommen hat. Nahmen in 2022 noch 177 Personen aus Dillenburg teil, waren es diesmal 242 Aktive. Die Zahl der teilnehmenden Teams hat sich sogar mehr als verdoppelt: von 11 auf 23. Das gleiche gilt für die erradelten Kilometer: kam im letzten Jahr noch eine Strecke von 32.059 Kilometern zusammen, konnten sich die Radelnden jetzt über eine stolze Leistung von 60.510 Kilometern freuen. Während in 2022 „nur“ drei Personen die magische 1.000-Kilometer-Marke „knackten“, waren es diesmal sogar zehn – davon vier Damen und sechs Herren. Eine absolute Spitzenleistung zeigten Rolf Nix und Steffen Müller, die an den italienischen Gardasee radelten und für die 900 Kilometer rund 50 Stunden benötigten.

Bürgermeister Michael Lotz nahm ebenfalls an der Aktion teil und freute sich sehr über die rege Beteiligung. „Allerdings muss das heimische Fahrradnetz weiter ausgebaut werden. Das kürzlich fertiggestellte Verkehrskonzept sieht dazu einige Handlungsempfehlungen vor, die nun in den Gremien beraten werden“, so Lotz. Kurzfristige Maßnahmen wie Markierungen, Anbringung von Piktogrammen usw. könnten aber schon umgesetzt werden. Und der Rathauschef weiter: „Wir wollen noch mehr Menschen einladen, sich mit dem Thema Fahrradfahren zu beschäftigen!“  Er wies dazu auch auf das aktuelle Projekt von Lahn-Dill-Bergland hin, bei dem Mountainbike-Trails weiter ausgebaut werden und auf das Fahrradkonzept des Lahn-Dill-Kreises, was zusätzliche Anreize für Verbesserungen im heimischen Fahrradnetz setzt.

Oranienstadt zeichnet Bestplatzierte aus

Kategorie „Die meisten gefahrenen Kilometer der Frauen“

Den siegreichen 1. Platz belegte Lisa Klein aus dem Team „Magistrat der Oranienstadt Dillenburg“) mit stolzen 1.078,6 gefahrenen Kilometern. Sie fuhr sogar 177 km mehr als die letzte Gewinnerin. Platz 2 erreichte Rosemarie Enners aus dem Team „Manderbach“ mit 1.051,3 gefahrenen Kilometern. Der 3. Platz ging an Adele Fray, ebenfalls aus dem Team „Magistrat der Oranienstadt Dillenburg“, mit 1.021,3 gefahrenen Kilometern.

Kategorie „Die meisten gefahrenen Kilometer der Herren“

Hier landete Karl-Heinz Enners aus dem Team „Manderbach“ ganz oben auf dem Treppchen mit 2.333,3 gefahrenen Kilometern. Auch im letzten Jahr war er hier der Spitzenreiter – legte aber diesmal ganze 928,7 km zu. Dicht auf den Fersen folgte auf Platz 2: Rolf Nix aus dem Team „Magistrat der Oranienstadt Dillenburg“ mit 1.583,7 gefahrenen Kilometern. Und der dritte Platz ging an Steffen Müller aus dem Team „Wendel Email“ mit 1.519,4 gefahrenen Kilometern.

Kategorie „Die meisten Fahrten insgesamt“

Mit 75 Fahrten erreichte Katharina Weber aus dem Team „Juliane-von-Stolberg-Grundschule Dillenburg“ den 1. Platz. Im Vergleich zum Vorjahr fuhr sie 23 Fahrten mehr als die damalige Gewinnerin. Die zweite Siegerin in dieser Kategorie ist Sonja Seidel aus dem Team „Sparkasse Dillenburg“, die 70 Fahrten absolvierte. Auch in dieser Kategorie staubte Karl- Heinz Enners aus dem Team „Manderbach“ ab: mit 69 Fahrten landete er auf Platz 3.

Tolle Preise

Alle Siegerinnen und Sieger erhielten attraktive Wertgutscheine aus Dillenburger Geschäften, Citybons vom Dillenburger Förderkreis e. V. und tolle Sachpreise. Die Oranienstadt gratuliert recht herzlich zur erfolgreichen Teilnahme.

Hintergrund der 16. Auflage der bundesweiten Kampagne “Stadtradeln”

Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren viele verschiedene Energie- und Klimaschutzprogramme zur Senkung der Treibhausgasemissionen beschlossen. Im Rahmen dieser Programme und zur Erreichung der Ziele wurden zahlreiche Maßnahmen gefördert oder Gesetze erlassen. Auch die Bundesländer haben sich die Senkung der Treibhausgasemissionen als Ziel gesetzt. Das Land Hessen hat das Ziel definiert, bis 2020 seine Treibhausgasemissionen um 30 % und bis 2025 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Da diese Ziele nur gemeinsam zu erreichen sind, haben sich Dillenburg und Haiger dem Programm „Klima-Kommunen in Hessen“ angeschlossen. Im Rahmen des Programmes verfolgen hessische Kommunen gemeinsam das Ziel, klimaneutral zu werden.

Es wird eine bessere Infrastruktur gebraucht

Um Menschen davon zu überzeugen, dass insbesondere bei kürzeren Strecken problemlos auf die Nutzung des eigenen Autos verzichtet werden kann, braucht es eine Radinfrastruktur, auf der sie schnell und sicher ans Ziel kommen. Um auf die Bedürfnisse der Radfahrenden aufmerksam zu machen, richtet sich die Aktion deswegen auch an Kommunalpolitiker und Kommunalpolitikerinnen. Sie sind die Entscheidungstragenden, wenn es um die Radinfrastruktur und damit praktischen Klimaschutz vor Ort geht. Während der Aktion nahmen sie selbst die Lenkerperspektive ein und erfuhren, wo die Kommune schon fahrradfreundlich ist und wo noch nachgebessert werden muss.

Programm im Gloria-Kino ab 16.11.2023

Das Dillenburger Kino feiert Neueröffnung. Hier finden Sie das aktuelle Programm der ersten Woche: Moviestar. Reservierungen unter Tel. 02771/25302 und Online-Tickets unter www.moviestarkino.de

Die Kurhausbrücke ist in der Nacht von Samstag (18.11.), 21 Uhr bis Sonntag (19.11.), 7:30 Uhr wegen Arbeiten an der Bahn-Oberleitung für den PkW-Verkehr gesperrt. Umleitungsmöglichkeiten bestehen über die Rotebergstraße. Für Notarztwagen, Passanten und Kinobesucher ist es aber möglich, die Brücke zu überqueren, so dass Kinobesucher auch weiterhin im Bereich der Stadthalle parken und den fünfminütigen Fußmarsch zum Kino ohne Umweg absolvieren können.

Deckschicht wird erneuert

Eine Absperrbake; Das Bild dient auch als Navigationselement und führt zum ganzen Artikel Quelle: Pixabay

Die Oranienstadt Dillenburg beabsichtigt, in einem Teilstück der Nassaustraße sowie Hof-Feldbach-Straße die Deckschicht erneuern zu lassen. Die Arbeiten wurden bereits vergeben und werden voraussichtlich in der 45. und 46. KW durchgeführt. Betroffen sind das Teilstück im Unteren Bereich der Nassaustraße sowie in der Hof-Feldbach-Straße der Abschnitt ab der Frankstraße bis zur Einmündung Rolfesstraße. Da für die Zeit der Bauarbeiten in beiden Bereichen eine Vollsperrung erforderlich ist, wird der Verkehr über die Löhrenstraße bzw. über die Rolfes- und Frankstraße umgeleitet.

Fragen zur Sperrung

Alle betroffenen Anlieger werden um Verständnis für die Beeinträchtigungen gebeten, die während der Bauarbeiten auftreten. Es wird versucht, diese so gering wie möglich zu halten.

Für die Beantwortung von Fragen zur Baumaßnahme steht Herr Wrinskelle vom Ressort Bauen und Liegenschaften unter der Telefon-Nr. 02771/896-252 zur Verfügung, bei Fragen zu Sperrung und Verkehrssicherung kann Herr Naumann vom Ressort Bürgerdienste, Telefon-Nr. 02771/896-236 weiterhelfen.

Umbau der Kläranlage Donsbach kann starten

Kläranlage Donsbach

Der Donsbach soll sauberer werden. Mit über 700.000 Euro unterstützt das Land Hessen deshalb die Oranienstadt Dillenburg beim Umbau der örtlichen Kläranlage in Donsbach. Ein entsprechender Bescheid ist nun in der Verwaltung eingetroffen. Mit den Geldern soll die Reinigungsleistung der Anlage künftig verbessert werden.

Land Hessen fördert die Maßnahme mit über 700.000 Euro

Die Kläranlage Donsbach leitet in den Donsbach ein. Bei diesem Gewässer ist das Ziel für einen guten ökologischen Zustand gemäß der Wasserrahmenrichtlinie noch nicht erreicht. Ursache sind auch zu hohe stoffliche Belastungen des Gewässers unter anderem von der Kläranlage Donsbach. „Wir sorgen dafür, dass Hessen immer genügend sauberes Wasser hat. Dazu gehört es auch, Kläranlagen zu modernisieren. Ich freue mich, dass wir die Oranienstadt Dillenburg hierbei unterstützen können“, erklärte Umweltministerin Hinz.

Die Kläranlage in Donsbach (Foto: Oranienstadt Dillenburg)
In wenigen Monaten beginnt die Oranienstadt mit dem Umbau der Kläranlage in Donsbach. Das Land Hessen fördert einen Teil der Arbeiten mit einem Zuschuss von über 700.000 Euro (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Umbau verringert den Eintrag von Phosphor und Stickstoff

Mit den Fördermitteln wird die bestehende, ehemalige Teichkläranlage stillgelegt und eine neue biologische Stufe mit Belebtschlammverfahren errichtet. In Kombination mit einer neuen Fällmitteldosierung wird eine erhebliche Verbesserung der Reinigungsleistung bei der Phosphor- und Stickstoffelimination erreicht. Bürgermeister Michael Lotz betont: „Diese Maßnahme ist eine Facette unserer Anstrengungen den Zielen unserer Nachhaltigkeitsstrategie zu dienen. Neben den positiven Wirkungen für unsere Umwelt sind naturnahe Gewässer wunderschön und werten die hochwertige Natur und Landschaft rund um Donsbach auf.“ Die Maßnahme trägt auch zur Anpassung an den Klimawandel bei, da es notwendig ist – angesichts zurückgehender Abflüsse in den Gewässern und höherer Temperaturen – die stofflichen Einträge weiter zu reduzieren.

Verbesserung für den Lebensraum Wasser

„Durch die verbesserte Klärung des Abwassers wird der Lebensraum für Fische, Fischnährtiere und gewässergebundene Pflanzen verbessert und die Biodiversität gefördert“, erläutert Hinz. Nach dem Einbau einer Kompaktreinigungsanlage mit vorgeschaltetem Geröllfang, Rechengebäude und Eindicker kann ein Teil der vorhandenen Teiche und der Schönungsgraben entfallen. Einer der Teiche wird zu einem Regenüberlaufbecken umgebaut. Im Rahmen der Umbaumaßnahme wird auch die gesamte technische Ausrüstung einschließlich einer Fernwirkeinrichtung, der maschinenbautechnischen Teil sowie die Regel- und Steuertechnik erneuert. Die förderfähigen Investitionskosten für die Verbesserung der Phosphor- und Stickstoffelimination liegen insgesamt bei 1,35 Mio. Euro. Der Förderanteil des Landes Hessen liegt mit 743.000 Euro bei 55 Prozent.

Oranienstadt investiert rund 4,2 Mio. Euro

Die förderfähigen Investitionskosten beinhalten jedoch nur Anlagenteile, die der Verbesserung des ökologischen Zustandes des Gewässers Donsbach dienen. Da die bestehende Kläranlage im derzeitigen Zustand aber nicht mehr den heutigen hohen technischen Anforderungen genügt, werden auch die restlichen Bereiche mit Ausnahme des Betriebsgebäudes bei dieser Gelegenheit erneuert. Insgesamt investiert die Oranienstadt hier zur Verbesserung ihrer Infrastruktur rd. 4,2 Mio. Euro. Die Ausschreibung der Baumaßnahme soll noch in 2023 erfolgen, so dass in 2024 mit dem Neubau begonnen werden kann. Während der Umgestaltung der Kläranlage stellt die Oranienstadt die Abwasserreinigung für Donsbach sicher.

Über 2 Mio. Zuwendung für Renaturierung der Dietzhölze

Die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Mitte), überreicht Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (links) und Bürgermeister Michael Lotz (rechts) den Zuwendungsbescheid. Foto: Oranienstadt Dillenburg

Die Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz hat im Rathaus jetzt einen Zuwendungsbescheid über 2.112.270 Euro überreicht. Mit der Förderung will die Oranienstadt bis 2027 insgesamt 21 Maßnahmen zur Renaturierung der Dietzhölze umsetzen und damit den Hochwasser- und Artenschutz in Dillenburg voranbringen.

Die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Mitte), überreicht Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (links) und Bürgermeister Michael Lotz (rechts) den Zuwendungsbescheid. Foto: Oranienstadt Dillenburg
Überreichte jetzt den Zuwendungsbescheid: die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Mitte), der von Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (links) und Bürgermeister Michael Lotz (rechts) entgegengenommen wurde. Foto: Oranienstadt Dillenburg

Wichtiger Beitrag für den Hochwasser- und Artenschutz

Die Wiederherstellung von Bächen als naturnahe Lebensräume soll als Vorbild bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) für die vielen anderen Gewässer in Hessen dienen. Mit dem Programm „100 Wilde Bäche für Hessen“ wird diesen Gewässern wieder ein breites und unberührtes Ufer und ein natürliches Bachbett zurückgeben, wo das Wasser frei laufen kann. Die Herstellung der Durchgängigkeit der Dietzhölze wird durch die Hessische Landgesellschaft mbH (HLG) im Auftrag des Landes Hessen begleitet. Sie unterstützt mit fachlicher und rechtlicher Beratung und bereitet auch die erforderlichen Ausschreibungen der Maßnahmen (Planungen und Bau) vor.

“Dietzhölze wird wieder wild”

Die Umsetzung von insgesamt 21 Maßnahmen an der Dietzhölze auf einer Gewässerlänge von 4,7 km dient der Herstellung der linearen Durchgängigkeit des Gewässers, die bis 2027 erreicht sein soll. Zu den Gesamtkosten in Höhe von 2.335.000 Euro hat die Oranienstadt im Mai 2023 entsprechende Fördermittel vom Land Hessen beantragt. Die Hessische Umweltministerin Priska Hinz konnte nun einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2,1 Mio. Euro an den Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel und Bürgermeister Michael Lotz überreichen. Die Renaturierungsmaßnahmen werden damit mit einer Förderquote in Höhe von 90 % unterstützt: „Die Dietzhölze war der erste Bach, den wir im Rahmen unseres Programms ‚100 Wilde Bäche für Hessen‘ im Bereich von Eschenburg renaturiert haben. Nun wird die Dietzhölze auch in Dillenburg wieder wild. Ich freue mich über diesen wichtigen Schritt für Gewässerschutz und Artenvielfalt“, so die Ministerin.

13 Wanderhindernisse und acht strukturelle Maßnahmen

Konkret sollen bis 2025 insgesamt 13 Wanderhindernisse (z. B. Wehre mit einer Höhe von 20 Zentimeter bis 3 Meter) zurückgebaut und acht strukturelle Maßnahmen (z. B. Aufbrechen von Uferbefestigungen, Herstellung kleiner Umleitungsstrecken, Anlegen von Gewässerschutzstreifen) zwischen Frohnhausen und Dillenburg umgesetzt werden. Hinzu kommen Verbesserungen an weiteren drei Wanderhindernissen, die noch mit Wasserrechten belegt sind. Diese Anlagen werden aktuell in einem separaten wasserrechtlichen Verfahren durch die Oranienstadt Dillenburg beplant und sind nicht Bestandteil der Förderung.

Auf- und Abstiegshilfen sollen Fischen die Fortbewegung erleichtern

Hier können Wasserauf- und –abstiegshilfen die Fortbewegung der Fische von und zu ihren Laichplätzen erleichtern. Oliver Spohr vom beauftragten Ingenieurbüro Weber aus Homberg/Efze erläuterte anhand einer schlüssigen Präsentation den anwesenden Gästen anschaulich die geplanten Maßnahmen und ihre Auswirkungen. Umweltministerin Hinz lobte das herausragende Projekt für den Gewässer- und Artenschutz in Dillenburg: „An der Dietzhölze profitieren seltene Arten wie Groppe, Bachneunauge, Eisvogel und Sumpf-Schwertlilie von der Renaturierung. Zugleich schaffen wir auch Erholungsgebiete für die Menschen und leisten einen Beitrag zum Hochwasserschutz.”

“Ökologisch hochwertiger Lebensraum”

Auch für Bürgermeister Michael Lotz besitzen die Maßnahmen hohe Priorität: „Dillenburg hat schon an vielen Stellen erfolgreich Naturschutzprojekte umgesetzt. Schön, dass die Dietzhölze nun dazu kommt. So schaffen wir nach und nach einen durchgängigen und ökologisch hochwertigen Lebensraum vom Tal der Dill bis in die Bachläufe in den Nachbartälern. Wir sind davon überzeugt, dass letztlich erfolgreiche Renaturierung von Fließgewässern auch den Menschen dient und Schutz vor Hochwässern bietet.“

Baubeginn ab Spätsommer 2024

Der Baubeginn ist für Spätsommer 2024 (je nach Ausschreibung und Witterung) geplant und wird voraussichtlich in 2025 beendet sein. Bei der Durchführung der Artenschutzmaßnahmen werden seitens der Verwaltung die Einzelmaßnahmen mit dem ansässigen Sportfischerverein Dillenburg e. V., der in vielen Abschnitten das Angelrecht innehat, abgestimmt. Nach Beendigung der Maßnahmen wird die Dietzhölze von der Einmündung in die Dill bis in Eschenburger Gebiet durchgängig renaturiert sein, da auch Eschenburg bereits Maßnahmen gemäß WRRL umgesetzt hat.

Weitere Maßnahmen im Stadtgebiet

Auch an anderen Gewässern im Stadtgebiet wird die Verwaltung tätig. So sollen auch an der Schelde, an der Tringensteiner Schelde und an der Dill entsprechende Maßnahmen nach der Wasserrahmenrichtlinie in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Einzelne Maßnahmen, z.B. an der Dill unterhalb von Niederscheld und am Nanzenbach wurden in der Vergangenheit bereits durchgeführt. „Viele weitere kleine und große Investitionen helfen, unsere Klimaschutzziele zu erreichen, wie z. B. der Bau von vier Hochwasserrückhaltebecken oder die Projekte „Zukunftswald“ und „Ein Baum für jeden Bürger“, so Bürgermeister Lotz abschließend.

Oliver Spohr vom beauftragten Ingenieurbüro erläuterte anhand einer Präsentation die geplanten Maßnahmen. Foto: Oranienstadt Dillenburg
Oliver Spohr vom beauftragten Ingenieurbüro erläuterte anhand einer schlüssigen Präsentation die geplanten Maßnahmen. Foto: Oranienstadt Dillenburg

Hintergrund:

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gibt vor, dass die Gewässer bis zum Jahr 2027 in einen guten ökologischen Zustand versetzt werden müssen. Die Herstellung des guten Zustandes der Gewässer ist in der Regel die Aufgabe der gewässerunterhaltungspflichtigen Kommunen. Um die Kommunen bei den Renaturierungsprojekten zu unterstützen, wurde das Programm „100 Wilde Bäche für Hessen“ ins Leben gerufen. Die teilnehmenden Kommunen werden von den ersten Planungsschritten bis hin zur baulichen Umsetzung der Renaturierungsmaßnahmen durch die Hessische Landgesellschaft mbH (HLG) eng begleitet und unterstützt.

Mehr Informationen zum Programm 100 Wilde Bäche für Hessen: https://wildebaechehessen.de/