Die Oranienstadt Dillenburg verzeichnet in den letzten Tagen einen deutlichen Anstieg an Meldungen zum Eichenprozessionsspinner (EPS). Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass nicht jede Meldung automatisch zu einer Entfernung der Nester führt.
Die eingehenden Meldungen werden jeweils nach Standort und Gefährdungslage priorisiert. In städtischen Waldgebieten werden Nester in der Regel nicht entfernt. Grund hierfür sind die Vielzahl betroffener Bäume sowie deren Höhe, wodurch eine flächendeckende Bekämpfung praktisch nicht umsetzbar ist. In stark frequentierten Bereichen im Wald weist die Stadtverwaltung mit Warnschildern auf den Befall und die möglichen Gefahren hin.
Bekämpfung im Stadtgebiet

Der Eichenprozessionsspinner tritt vorwiegend im Zeitraum von Mai bis August auf. Befallen werden insbesondere Stiel- und Traubeneichen, vereinzelt auch andere Eichenarten. Häufig wird der EPS mit der harmlosen Gespinstmotte verwechselt. Beide Arten bilden Gespinste beziehungsweise Nester; gesundheitlich relevant sind jedoch die giftigen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners. Eine Unterscheidung ist unter anderem anhand der Baumart, der Behaarung der Raupen sowie der Art des Gespinstes möglich.
Eine Entfernung der Nester erfolgt vorrangig an sensiblen und stark frequentierten Standorten im Stadtgebiet. Hierzu zählen insbesondere Bereiche an Kindertagesstätten und Spielplätzen, Straßenbäume, Grünanlagen und Verkehrsflächen die regelmäßig durch Fußgängerinnen und Fußgänger oder den Radverkehr genutzt werden.
Die Entfernung erfolgt mechanisch mit Spezialgeräten und unter Einsatz entsprechender Schutzkleidung. Bei Bedarf kommen hierfür auch Hubsteiger zum Einsatz.
Brennhaare der Raupen können problematisch werden
Die Brennhaare der Raupen können bei Menschen und Haustieren Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden sowie allergische Reaktionen auslösen. Besonders empfindliche Personen sollten Bereiche mit vielen Eichen insbesondere in der Hauptbefallszeit zwischen Mai und August meiden und einen direkten Kontakt mit Raupen oder Nestern stets vermeiden.
Meldung von Nestern
Nester im Stadtgebiet können der Ordnungsbehörde per E-Mail an ordnungsbehoerde@dillenburg.de gemeldet werden.


