Errichtung eines Jugendparks in Dillenburg

Ein Jugendlicher auf einem Skateboard vor einem bunten Hintergrund. Mit Klick aufs Bild geht´s zum ganzen Artikel. Bild: Franz26 auf Pixabay

Über 30 öffentliche Spielplätze sind in Dillenburg und anderen Dillenburger Stadtteilen zu finden. Doch auf den meisten Spielplätzen ist das Spielen nur für Kinder bis 12 Jahre erlaubt.

Jugendpark am Stadion

Doch nun hat sich die Oranienstadt dafür entschieden, einen Jugendpark für Kinder und Jugendliche in Dillenburg auf dem bisherigen Skatepark am Stadion zu errichten. Der Skatepark hatte drei Geräte, die für den Neubau abmontiert wurden und keinerlei Sitzmöglichkeiten und Beleuchtung.

Der neue Jugendpark hingegen wird neben modernen Sitzbänken auch eine spezielle Anlage aus Ortbeton und Asphalt für die Nutzung von Skateboards, Inlineskates, BMX-Rädern und anderen Geräten zu bieten haben, selbstverständlich in den Dillenburger Farben blau und orange.

Schräge Flächen und Rampen, achterbahnähnliche Wellen im Beton, im Boden verankerte Stangen und rechteckige Kanten ermöglichen das Grinden und Sliden sowie viele andere Tricks. Besonders interessant sind der Volcano und die Banana, ein runder, kuppelförmiger Hügel an einen Vulkan erinnernd und eine gebogene Stange geformt wie eine Banane.

Fertigstellung voraussichtlich Ende diesen Jahres

All diese spannenden Attraktionen werden sich auf dem kommenden Jugendpark wiederfinden. Ebenso wird den Jugendlichen ermöglicht, den Park auch im Dunkeln dank einer Flutlichtanlage von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr nutzen zu können.

Kompass startet in Dillenburg

Logo Kompoass

Erste Sicherheitskonferenz im DGH Donsbach

Die Oranienstadt Dillenburg will die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger weiter stärken. Am Dienstagabend fiel dazu im Dorfgemeinschaftshaus Donsbach der Startschuss für das hessische Kommunalprogramm Sicherheitssiegel (KOMPASS) – mit der 1. Dillenburger Sicherheitskonferenz. Ziel des Programms ist es, die kommunalen Sicherheitsstrukturen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu finden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Prävention.

Teilnehmer am Programm Kompass bei der Auftaktveranstaltung

„Sicherheit ist eine Pflicht des Staates gegenüber seinen Bürgern. Dazu brauchen Polizei und Kommune aber auch die Zusammenarbeit mit Institutionen und den Menschen vor Ort“, betonte Bürgermeister Michael Lotz in seiner Begrüßung. Er zeigte sich erfreut über die große Resonanz: Rund 60 Personen waren der Einladung gefolgt. Das sei ein deutliches Zeichen, dass das Thema Sicherheit den Bürgern am Herzen liege.

Auch Kriminaldirektor Bernard, Leiter der Polizeidirektion Lahn-Dill, hob in seinem Vortrag hervor, dass der Lahn-Dill-Kreis zu den sichersten Landkreisen Hessens zählt. Gleichzeitig präsentierte er die aktuellen Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik für Dillenburg.

Erster Polizeihauptkommissar Pieper, Leiter der Polizeistation Dillenburg, stellte die Aufgabenbereiche seiner Dienststelle vor. Besonders lobte er die gute Zusammenarbeit mit den Institutionen in der Stadt und nannte als Beispiel die reibungslose Durchführung der „Aquarena-Nacht“.

Wie der KOMPASS-Prozess konkret abläuft, erläuterte anschließend Kriminaloberkommissarin Adorf-Manczyk, die zuständige KOMPASS-Beraterin. Anhand von Beispielen zeigte sie, wie sogenannte „Angsträume“ entstehen können und durch gezielte Maßnahmen – etwa bessere Beleuchtung oder zurückgeschnittene Hecken – das Sicherheitsgefühl gestärkt werden kann.

Um herauszufinden, wo Bürgerinnen und Bürger in Dillenburg solche Angsträume wahrnehmen, wird in den kommenden Wochen eine anonyme Bürgerbefragung durchgeführt. Die Fragebögen werden online sowie in Papierform zur Verfügung stehen. Nach Auswertung der Rückmeldungen sollen die subjektiven Eindrücke mit der objektiven Kriminalitätslage abgeglichen und konkrete Maßnahmen entwickelt werden. Die Ergebnisse werden bei der zweiten Sicherheitskonferenz vorgestellt.

In der abschließenden Diskussion wurde noch einmal die Bedeutung der Bürgerbeteiligung hervorgehoben. Alle Bürger aller Stadtteile Dillenburgs u.a. aber auch Schulen und Kindergärten seien aufgefordert, sich einzubringen, da gerade Kinder und Jugendliche Orte kennen könnten, an denen sie sich unsicher fühlen.

„Wir können nur dort Veränderungen anstoßen, wo wir wissen, dass es Angsträume gibt“, fasste Bürgermeister Lotz zusammen. „Deshalb ist es so wichtig, dass möglichst viele Menschen den Fragebogen ausfüllen und zurückgeben.“

Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Stadt, sowie im Ressort 3 Sicherheit und Ordnung der Oranienstadt Dillenburg bei Herrn Tino Fritsch, t.fritsch@dillenburg.de, Tel. 02771-896 155.

Meilenstein für das Stadtarchiv: Erste Digitalisate in Arcinsys online

Scanner zur Herstellung von Digitalisaten. Mit Klick aufs Bild geht´s zum ganzen Artikel
In Vorbereitung des Digitalisierungsprojekts wurden vom Archivteam Tausende Scans angefertigt (Foto: Stadtarchiv Dillenburg)

Nach langen Vorbereitungen ist es nun endlich soweit: Das Stadtarchiv Dillenburg geht den nächsten großen Schritt in Richtung Benutzerfreundlichkeit. Waren die Archivalien über die Online-Datenbank Arcinsys (Archivinformationssystem Hessen) bislang “nur” recherchierbar, können ausgewählte Bestände ab sofort auch direkt im Internet eingesehen werden! Das macht es für Interessierte so leicht wie nie, die historischen Dokumente und Fotos des Stadtarchivs zu benutzen. Egal ob vom Smartphone oder dem heimischen PC aus: Ohne großen Aufwand ist es nun möglich, die bislang knapp 1.600 Digitalisate durchzuklicken und so überall und jederzeit in die Geschichte Dillenburgs und seiner Stadtteile einzutauchen.

Der Weg zur Freischaltung

Bis zur nun erfolgten Freischaltung war es ein langer Weg. Unzählige Scans mussten vom Archivteam angefertigt, die Dateien nach bestimmten Kriterien vorbereitet und abgelegt werden. Die größte Herausforderung stellte jedoch die Einrichtung eines mit Arcinsys verbundenen Digitalisateservers dar, zumal hiermit nicht unerhebliche Kosten verbunden waren. Ohne das Preisgeld aus dem Hessischen Archivpreis, der 2023 nach Dillenburg ging, wäre das nicht möglich gewesen.

1546 Bilder, Stiche und Drucke

Von den ab sofort verfügbaren Digitalisaten sind die historischen Fotos mit Sicherheit die anschaulichsten. 1.546 alte Bilder, Stiche und Drucke stehen online zur Ansicht bereit. Sie bieten zahlreiche bekannte und unbekannte Ansichten von Dillenburg, den Ortsteilen, aber auch Porträts historischer Persönlichkeiten und vieles mehr.

Online durch Dillenburgs Vergangenheit

Außerdem warten ausgewählte ältere Protokollbücher (z.B. des Dillenburger Magistrates von 1841–1851), Meldergister (etwa eine Bürgerliste von 1850) sowie Bürgermeister- und Gemeinderechnungen (z.B. aus Niederscheld ab 1708) darauf, online durchgeblättert zu werden.

Links zu den Digitalisaten

Arcinsys-Startseite des Stadtarchivs

Über Arcinsys lassen sich nun etwa Digitalisate aus der Fotosammlung des Stadtarchivs betrachten (Screenshot: Stadtarchiv Dillenburg)

Ausführliche Infos mit Anleitung

Bekanntmachung Öffentliche Sitzung des Wahlausschusses

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Der Wahlausschuss
der Oranienstadt Dillenburg

Bekanntmachung
Öffentliche Sitzung des Wahlausschusses

Am 29.08.2025 um 17:00 Uhr tritt der Wahlausschuss zu einer Sitzung im

Rathaus, Rathausstr. 7, 35683 Dillenburg, Stadtverordnetensitzungssaal, 1. Etage

zusammen.

Tagesordnung:

Prüfung der eingereichten Wahlvorschläge für die Direktwahl der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters der Oranienstadt Dillenburg am 26.10.2025 und Entscheidung über ihre Zulassung

Die Sitzung ist öffentlich. Jedermann hat freien Zutritt zur Sitzung.

Dillenburg, 18.08.2025

Der Wahlleiter
Christian Gwisdalla

Hinweis: Das Original der Bekanntmachung hängt im Erdgeschoss des Rathauses, Rathausstraße 7, 35683 Dillenburg, sowie am Eingang des Rathauses, zur Einsicht aus.

Wahlwerbung im Dillenburger Wochenblatt

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Mit Wahlwerbung präsentieren Personen und Parteien sich und ihr politisches Programm.

Die grundsätzliche Möglichkeit der Wahlwerbung wird geschützt durch Artikel 5 Absatz 1 Grundgesetz (GG) (Pressefreiheit), Artikel 5 Absatz 3 GG (Kunstfreiheit) und Artikel 21 GG (Parteienprivileg).

Die Oranienstadt Dillenburg ist verpflichtet Wahlwerbeanzeigen im Dillenburger Wochenblatt zu ermöglichen.

Für den Inhalt der Anzeigen ist die werbende Person bzw. Partei verantwortlich. Die Oranienstadt Dillenburg übernimmt ausdrücklich keine Verantwortung für jeglichen Inhalt von Wahlwerbung.

Artikel redaktioneller Art, die Aussagen oder Bilder zu Parteien oder Personen beinhalten, die sich im Rahmen von Wahlen um politische Ämter bewerben, werden aufgrund der Neutralitätspflicht der Kommune nicht veröffentlicht.

Alle Jahre wieder…! – Weihnachtsbäume gesucht

Weihnachtsbaum Wilhelmsplatz Foto: Peter Patzwaldt


Um frühzeitig für eine der schönsten Jahreszeiten gerüstet zu sein, sucht die Oranienstadt Dillenburg auf diesem Wege bereits jetzt nach Weihnachtsbäumen für die Ausgestaltung der Kernstadt sowie der Stadtteile in der Adventszeit.

Weihnachtsbaum abgeben

Weihnachtsbaum Wilhelmsplatz Foto: Peter Patzwaldt
Foto: Peter Patzwaldt

Wer mit dem Gedanken spielt, in diesem Jahr einen Baum abzugeben, meldet sich gerne bei den zuständigen Kollegen der Stadtwerke Dillenburg. Gesucht werden geeignete Weihnachtsbäume mit einer Höhe von 6 bis 8 sowie 12 Metern aus Privatbesitz. Die Bäume sollten möglichst freistehend und mit einem LKW-Kran erreichbar sein und daher nicht weiter als 6 Meter im Grundstück stehen. Die Fällung und Abholung erfolgt im November durch Mitarbeitende der Stadtwerke Dillenburg. Es wird darum gebeten, nur gesunde Bäume anzubieten. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger entstehen selbstverständlich keine Kosten.

Herr Lehn von den Stadtwerken Dillenburg, erreichbar unter der Telefonnummer 02771/896-170, freut sich bei Interesse jederzeit auf Ihren Anruf!

Beschaffung und Montage neuer Sirenen

Bild einer Tellersirene. Mit Klick aufs Bild geht´s zum ganzen Artikel

Nach langer Planung und Vorbereitung werden in den nächsten Wochen die neuen Sirenen für die Warnung und Information der Bevölkerung montiert. Ein weiterer großer Schritt für die Sicherheit der Anwohner und Menschen in Dillenburg. Doch was ist so besonders an den neuen Sirenenanlagen?

Was ist so besonders daran?

1. Die Größe des Projektes: Es wird ein flächendeckendes Sirenennetz mit insgesamt 17 neuen Sirenen eingerichtet. 2. Die Art der neuen Sirenen: Die neuen Sirenen sind Hochleistungslautsprecher. Es kann nicht nur mit einem Warnton auf eine Gefahr hingewiesen werden, sondern auch per Sprachübertragung zu einem konkretem Handeln aufgefordert werden. Die Sprachdurchsage schafft Klarheit und Orientierung, dann wenn Sie gebraucht wird. 3. Die Auslösung: Die Anlagen können auch beim Ausfall vom Strom- und Mobilfunknetz betrieben werden. Die Bevölkerung wird immer dann gewarnt, wenn durch ein Ereignis mehrere Menschen betroffen oder beteiligt sind.

Welche Ereignisse können das sein?

Dies können zum Beispiel sein: Stromausfälle, Unwetterlagen, Verunreinigung von Trinkwasser, ein Bombenfund oder ein Unfall mit gefährlichen Gütern sein. Wie Sie sich am besten auf diese Situationen vorbereiten können erfahren Sie im Ratgeber

“Notfallvorsorge”

des Bundesamtes für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz.
Bereits in der KW 32/2025 werden die ersten Gräben für die Mastsirenen ausgehoben. Ab der KW 33/2025 werden dann die Sirenen montiert. Während der Inbetriebnahme wird ein Probealarm erfolgen.

Hier finden Sie den Infoflyer für Anwohner im PDF-Format:

    Dienststellen geschlossen

    Das Dillenburger Rathaus Foto: Erik Pryzbilla

    Am Montag, 11.08.2025 bleiben die Dienststellen der Stadtverwaltung und der Stadtwerke Dillenburg ab 10 Uhr für den regulären Publikumsverkehr geschlossen. Die Kindertagesstätten haben individuell geöffnet und geben die Öffnungszeiten an die Elternschaft rechtzeitig bekannt.

    Abgelaufen: Baumaßnahme untere Hofgartenstraße

    Spielzeugfiguren, -verkehrszeichen und Maschinen sind auf einer Sandfläche als Baustelle drapiert.

    Im Zeitraum vom 04.08. bis 11.08.2025 kommt es im Bereich der unteren Hofgartenstraße zu einer Verkehrsbeschränkung.

    Hier werden Pflasterarbeiten im Auftrag der Oranienstadt Dillenburg durchgeführt. Die notwendigen Tiefbauarbeiten sollen unter Vollsperrung der Hofgartenstraße für 2-3 Tage erfolgen.

    Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme wird die Zufahrt von der Wilhelmstraße zum Rasaunenberg geöffnet.

    Waschbären in Dillenburg – Was Bürgerinnen und Bürger wissen sollten

    Das Bild zeigt einen Waschbären auf einer Wiese vor einem liegenden Baumstamm

    Waschbären gelten bei vielen Menschen als niedlich, allerdings werden sie in Hessen zunehmend zu einem ernsten Problem. Was vielen nicht bewusst ist: Waschbären gehören zu invasiven gebietsfremden Arten. Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Tiere breiten sich seit ihrer Aussetzung am Edersee im Jahr 1934 auch in Hessen weiterhin rasant aus. Sie gefährden die heimische Fauna, indem sie unter anderem Vögel, Amphibien und Reptilien geschickt aufspüren und anschließend fressen. Besonders in städtischen Gebieten, wo die Tiere kaum natürliche Feinde haben, entstehen mittlerweile extreme Populationsdichten, in Städten wie Kassel leben schätzungsweise bereits zum Teil mehr als 100 Waschbären auf einer Fläche von nur einem Quadratkilometer.

    Die größten Missverständnisse

    Rund um den Umgang mit Waschbären kursieren viele Irrtümer. So wird oft behauptet, eine Bejagung führe zu einer stärkeren Vermehrung der Tiere, dieses Argument basiert jedoch auf der Fehlinterpretation einer Studie aus dem Jahr 1990. Wissenschaftliche Studien oder validierte Daten, die darauf deuten, dass die Bejagung zu einer Zunahme der Waschbärenpopulation führen könnte, gibt es bislang jedoch nicht. Auch der Vorschlag, Waschbären stattdessen zu kastrieren, ist weder praktikabel noch rechtlich zulässig. Eine gezielte Kastration und anschließender Aussetzung von mehreren Hunderttausend Tieren wäre organisatorisch unmöglich und widerspricht geltendem EU-Recht bezüglich Umgang mit invasiven Arten. Ebenso ist die Behauptung, Waschbären lebten in matriarchalischen Sozialstrukturen und seien daher besonders sensibel gegenüber Eingriffen, wissenschaftlich nicht belegt.

    Was tut die Politik?

    In Hessen plant das Umweltministerium die Jagdzeit für Waschbären künftig ganzjährig freizugeben. Bislang gilt zwischen März und Juli eine Schonzeit, welche jedoch angesichts der fortschreitenden Ausbreitung zunehmend infrage gestellt wird. Schon jetzt liegt die jährliche Zahl der erlegten Waschbären um die 40.000 – und dennoch nimmt die Population weiter zu. Tierschutzorganisationen und einige Umweltschutzverbände äußern jedoch Bedenken, ob allein die Jagd langfristig ausreichen wird, um das Problem nachhaltig in den Griff zu bekommen.

    Was können Bürgerinnen und Bürger tun?

    Auch wenn viele Menschen keinen direkten Kontakt mit Waschbären haben lohnt es sich Vorkehrungen zu treffen – insbesondere, wenn man in unmittelbarer Nähe von Waldgebieten wohnt. Eine der wichtigsten Maßnahmen besteht darin, das eigene Haus möglichst waschbärsicher zu gestalten. Dazu gehört etwa auf das Dach ragende Äste zurückzuschneiden, Fallrohre der Regenrinne mit glatten Blechmanschetten zu versehen und potenzielle Einstiegspunkte wie Dachluken oder Schornsteine gut abzusichern. Ein weiteres zentrales Thema ist der Umgang mit Nahrungsquellen. Waschbären sind Allesfresser und äußerst geschickt darin, Mülltonnen zu öffnen oder bereitgestelltes Tierfutter zu ergattern. Deshalb sollten Abfallbehälter fest verschlossen und erst am Tag der Abholung an die Straße gestellt werden. Fallobst im Garten sollte regelmäßig entfernt, Haustier- und Vogelfutter über Nacht ins Haus geholt werden. Je weniger Anreize die Tiere finden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese sich dauerhaft in der Nähe ansiedeln. Falls ein Waschbär dennoch ins Haus oder auf den Dachboden gelangt, sollte man nicht versuchen, ihn selbst zu vertreiben. In solchen Fällen ist es ratsam, sich an Fachleute zu wenden – etwa einen Schädlingsbekämpfer mit entsprechender Zulassung oder örtlichen Jagdpächtern.

    Warum das Thema ernst genommen werden muss

    Der zunehmende Waschbärenbestand ist nicht nur eine Herausforderung für den Arten- und Naturschutz, sondern auch für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer. Die Tiere verursachen Lärm, hinterlassen Kot und können durch das Eindringen ins Dachgeschoss erhebliche Schäden anrichten. Um die Problematik nachhaltig einzudämmen zu können, wird langfristig ein Zusammenspiel aus jagdlicher Regulation, baulicher Vorsorge und korrekt informierter Bevölkerung erforderlich. Waschbären sind nachtaktiv, anpassungsfähig und durchaus intelligent. Wer sie verharmlost oder vermenschlicht, unterschätzt sehr leicht die letztendlichen Folgen für die heimische Artenvielfalt. Deshalb sind Aufklärung und realistische Einschätzung wichtig, beispielsweise durch das Projekt ZOWIAC oder Informationen des Hessischen Tierschutzportals. Diese betonen: Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wildtieren ist kein Widerspruch zu ihrem Schutz, sondern vielmehr Voraussetzung dafür.

    Fazit

    Waschbären mögen auf den ersten Blick putzig wirken, doch in der Realität stellen sie eine wachsende Gefahr für die heimische Artenvielfalt und die städtische Infrastruktur dar. Mit einfachen Maßnahmen können Bürgerinnen und Bürger aktiv dazu beitragen, Konflikte mit den Tieren zu vermeiden. Gleichzeitig ist es wichtig, populären Irrtümern nicht aufzusitzen und sich fundiert zu informieren – etwa über die Plattform zowiac.eu, welche einen aktuellen Faktencheck rund um das Thema Waschbären bietet.