Großflächiger Waldbrand bei Frohnhausen

Eine Drohnenaufnahme des verbrannten Waldstückes bei Frohnhausen, von dem noch immer Rauch aufsteigt.

Dillenburg. Nach dem tagelangen und kräftezehrenden Einsatz von allen Beteiligten konnte der Waldbrand im Dreiländereck zwischen Frohnhausen, Manderbach und dem Rossbachtal erfolgreich gelöscht werden. Besonders erwähnenswert ist die große Unterstützung aus der Bevölkerung, für die sich Oranienstadt Dillenburg ausdrücklich bedankt.

Eine riesige Rauchwolke erhebt sich über dem Waldgebiet von Frohnhausen
Selbst vom Wilhelmsturm aus war am Freitagnachmittag die große Rauchwolke über Manderbach zu sehen (Foto: Jonas Knopp)

Kräftezehrender Einsatz über mehrere Tage

Am Freitag, 12. August 2022 wurden gegen 16:30 Uhr erste Einsatzkräfte aus allen Dillenburger Stadtteilen zu einem Waldbrand in der Nähe der Auerhahnshütte gerufen. Auf einer Fläche von anfangs rund 7 Hektar hatte sich der Brand insbesondere im Bereich des Naturwaldreservats (Bannwald) ausgebreitet. Die Einsatzleitung übernahm Kreisbrandinspektor Harald Stürtz. Bürgermeister Michael Lotz und Bürgermeister Mario Schramm waren ebenfalls mit ihren jeweiligen Stadtbrandinspektoren vor Ort und unterstützten den Einsatz flankierend. Nach ersten Drohnenüberflügen, genauer Lokalisierung des Brandgeschehens, Sondierung der Lage und Sicherstellung der Wasserversorgung begannen parallel dazu die Löscharbeiten in dem unwegsamen und schlecht zugänglichen Gelände zügig. Außerdem legten Mitarbeiter von HessenForst unter der Leitung von Forstamtsleiter Jochen Arnold mit ihren Harvestern große Schneisen rund um den Brandherd an. Die im betroffenen Bereich gelegenen Windkraftanlagen und die Stromleitungen wurden vom Netz genommen.

Freitag: Löschhubschrauber und 400 Einsatzkräfte vor Ort

Noch in der Nacht wurden alle Wehren aus dem gesamten Stadtgebiet sowie aus Eschenburg, Dietzhölztal, Haiger, Driedorf, Bischoffen, Leun, Lahnau und Hüttenberg hinzugerufen. Damit befanden sich am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag bereits 400 Kräfte vor Ort. Unterstützt wurden die Arbeiten vom einem Löschhubschrauber der Polizei aus Egelsbach sowie von Einsatzkräften und Gerätschaften des THW. Für den Bereich der Wasserversorgung waren die Stadtwerke Dillenburg vor Ort. Zügig richtete das DRK in der Goldbachschule Frohnhausen eine Verpflegungs- und Versorgungsstation für alle Einsatzkräfte ein. Schon tags darauf zeichnete sich ab, dass sich die betroffene Fläche zwar auf über 30 Hektar vergrößert hatte, der Brand sich aber insgesamt unter Kontrolle befand und die Einsatzkräfte vorwiegend im Hauberg an der Hanglage zum Rossbachtal noch gegen Glutnester zu kämpfen hatten. Schon vormittags war der Löschhubschrauber wieder im Einsatz.

Nachbarkreise entsendeten Einsatzkräfte

Inzwischen waren alle Feuerwehren aus dem gesamten Lahn-Dill-Kreis vor Ort sowie Kräfte aus den benachbarten Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Limburg-Weilburg und aus dem Landkreis Gießen. Landrat Wolfgang Schuster und MdL Jörg-Michael Müller machten sich vor Ort ein Bild von der Lage. Durch den kräftezehrenden Einsatz von Material und Personal fand die Bekämpfung der Glutnester im Schichtbetrieb ohne Pause statt. Alles in allem waren damit gut 1.000 Kameradinnen und Kameraden mit vollem Einsatz mit der Brandbekämpfung beschäftigt.

Weiterer Waldbrand Dillenburg-Oberscheld

Parallel dazu wurden die Einsatzkräfte aus Niederscheld, Oberscheld und Dillenburg Kernstadt gegen 10:30 Uhr zu einem weiteren Waldbrand nach Dillenburg-Oberscheld alarmiert. Auf rund 500 Quadratmetern Fläche mussten diese hier ein weiteres Feuer bekämpfen. Gegen 15:30 Uhr konnte diese Einsatzstelle erfolgreich abgearbeitet werden.

Einsatz ging in Frohnhausen weiter

In den folgenden Tagen ging der Einsatz in Frohnhausen weiter. Die Arbeiten beschränkten sich auch weiterhin hauptsächlich auf die Suche und das Ablöschen von Glutnestern. Die sonstigen Einsatzkräfte der Oranienstadt Dillenburg sicherten den Grundschutz im Stadtgebiet.

Eine Drohnenaufnahme des verbrannten Waldstückes bei Frohnhausen, von dem noch immer Rauch aufsteigt.
Rund 34 Hektar Wald vernichtete der Flächenbrand zwischen Manderbach und dem Rossbachtal (Foto: Feuerwehr Dillenburg)

Große Unterstützung aus der Bevölkerung

Auch am Sonntag kam es wieder zu einem zweiten Waldbrand in Oberscheld, der durch die Feuerwehr erfolgreich abgearbeitet wurde. Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich machte sich in Frohnhausen ein Bild von der Lage, ebenso wie der Erste Beigeordnete des Lahn-Dill-Kreises Roland Esch sowie Eschenburgs Bürgermeister Götz Konrad und Sinns Bürgermeister Hans-Werner Bender. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war strukturiert und professionell. Besonders erwähnenswert ist die große Unterstützung aus der Bevölkerung, denen der ausdrückliche Dank für das besondere Engagement gilt (siehe separater Kasten).

DIE ORANIENSTADT DILLENBURG SAGT DANKE

  • an die rund 1.000 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Dillenburg sowie aus dem gesamten Lahn-Dill-Kreis und den umliegenden Landkreisen, die ehrenamtlich bis zur völligen Erschöpfung im Schichtbetrieb den Brand bekämpften und die Einsätze koordinierten, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen und damit das Leben, Hab und Gut von uns allen schützten;
  • dem Lahn-Dill-Kreis für die strukturierte Einsatzleitung;
  • dem THW für die zügige Unterstützung mit ihren Mitgliedern und ihrem Gerät, HessenForst für die Organisation des geeigneten Geräts durch private Unternehmen sowie den Försterinnen und Förstern für den großen Einsatz sowie an die Polizei für die Sicherstellung der Sperrungen und die Unterstützung mit Löschhubschraubern;
  • der Gemeinde Dietzhölztal für die Unterstützung durch das Löschwasser aus dem Hammerweiher;
  • an die Landwirte aus der Umgebung, die das Löschwasser aus dem Hammerweiher holten und zum Badeweiher nach Frohnhausen brachten und so die Wasserversorgung sicherstellten;
  • an das DRK, die Malteser und weiteren Sanitätsdienste, die den Sanitätsdienst sicherstellten und in wenigen Stunden eine professionelle und zuverlässige Anlauf- und Verpflegungsstation in der Goldbachschule Frohnhausen aufbauten;
  • an die vielen Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aus Frohnhausen, auch den Mitgliedern des Turnvereins Frohnhausen, die mit vielen helfenden Händen die Verpflegungsstation des DRK in der Goldbachschule unterstützte;
  • an die Bevölkerung, die mit Trinkwasser sorgsam umging und so half, dieses einzusparen;
  • bei allen Medienvertreterinnen und Medienvertretern, die ausführlich und aktuell informiert haben;
  • bei allen Menschen aus ganz Deutschland, die uns die Daumen drückten und ihre Hilfe anboten;
  • und last but not least bei allen Dillenburgerinnen und Dillenburgern, die sich während und nach dem Einsatz bei allen Kräften und Helfern bedankt haben und das freiwillige Engagement zu schätzen wissen.

Statement von Bürgermeister Michael Lotz

Bürgermeister Michael Lotz: „Die Oranienstadt ist dankbar und glücklich, dass einer der gefährlichsten Flächenbrände Hessens gelöscht werden konnte, bevor die Flammen die Menschen und die angrenzenden Ortschaften gefährden konnten. Das verdanken wir dem unermüdlichen Einsatz vieler Hundert Feuerwehrfrauen und –männer aus Dillenburg, Haiger, dem Kreisgebiet und ganz Hessen. Die Unterstützung durch die vielen helfenden Hände von THW, DRK, Malteser, Hessen-Forst, Landes- und Bundespolizei aber auch privaten Firmen mit schwerem Gerät und vor allen Dingen den Spenden und der Unterstützung aus der Bevölkerung haben diesen Erfolg möglich gemacht. Wir danken allen, die in diesen schweren Stunden an unserer Seite waren. So ein Erlebnis macht aber auch Mut, denn es zeigt: ‚Wenn wir zusammenstehen können wir solche Herausforderungen meistern!‘ Was bleibt, ist der Appell sich in unseren Hilfsorganisationen zu engagieren! Ohne Menschen, die dazu bereit sind, wird unser gutes System der ehrenamtlichen Hilfe gefährdet! Aber wir appellieren auch an die Vernunft: Bei solch hohen Temperaturen, großer Trockenheit und hoher Waldbrandwarnstufe ist höchste Sorgfalt schon bei einer Zigarettenkippe gefordert. Vorsichtig und verantwortliches Handeln ist angesagt!“

Verleihung der Kulturehrenplakette und des Kulturehrenbriefes durch die Oranienstadt Dillenburg

Logo der Oranienstadt Dillenburg. Stilisiert in orange steht der Wilhelmsturm auf der linken Bildseite, darunter ist in blau, wie mit einem Pinselstrich gezogen, eine gebogene blaue Linie zu sehen, die den Fluss Dill darstellen soll. Rechts neben dem orangenen Wilhelmsturm stehen in dunkelgrauer Schrift die Worte Oranienstadt Dillenburg.

Richtlinien und Formblätter für Vorschläge in der Tourist-Information im Alten Rathaus erhältlich

Die  Oranienstadt Dillenburg misst den kulturtragenden Vereinen eine hohe gesellschaftliche Bedeutung bei. Ziel der Kulturförderung ist es, zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Oranienstadt Dillenburg Bildung, Traditionspflege, Musik, Theater und sonstige Aktivitäten zu fördern.

Für besondere Aktivitäten oder Erfolge kultureller Art verleiht die Oranienstadt Dillenburg die Kulturehrenplakette. Trägerinnen und Träger dieser Auszeichnung waren z.B. Prof. Werner Sell, Charlotte Petersen, Prof. Maria Kliegel und Rolf Krenzer. In der Regel wird diese Plakette pro Jahr nur einmal verliehen.

Personen, die sich um die kulturellen Belange in der Oranienstadt Dillenburg oder darüber hinaus ehrenamtlich besonders verdient gemacht haben, wird ein Ehrenbrief verliehen. Insbesondere kann eine mindestens 12-jährige Tätigkeit als Vorsitzende oder Vorsitzender eines kulturtragenden Vereines oder eine mindestens 20-jährige Tätigkeit im Vorstand eines kulturtragenden Vereins Anlass für die Verleihung sein.

Kulturtragende Vereine, die Vorschläge zur Verleihung der Kulturehrenplakette bzw. des Kulturehrenbriefes machen möchten, können die Richtlinien zur Verleihung und Formblätter zur Einreichung eines Vorschlages bei der Oranienstadt Dillenburg erhalten. Die Unterlagen liegen in der Tourist-Information im Alten Rathaus, Hauptstraße 19, bereit. Telefonische Auskünfte werden unter der Telefonnummer 02771/896-154 gegeben.

Vorschläge können bis 15. September 2022 beim Magistrat der Oranienstadt Dillenburg, Rathausstr. 7, 35683 Dillenburg eingereicht werden. Nachdem der Magistrat und der Ausschuss für Jugend, Soziales, Sport und Kultur über die eingegangenen Vorschläge beraten haben, wird die Ehrung in einem feierlichen Rahmen stattfinden.

Parkplatzausbau am Wildpark abgeschlossen

Die Oranienstadt Dillenburg hat den Ausbau des Parkplatzes am Wildpark und am Dorfgemeinschaftshaus in Donsbach fertiggestellt. Erster Stadtrat Gerhard Anders übergab den Platz jetzt gemeinsam mit Vertretern der beauftragten Baufirmen und des städtischen Bauressorts offiziell der Öffentlichkeit. Insgesamt investierte die Oranienstadt 160.000 Euro für eine entsprechende Befestigung dieses Bereichs.

Ortsbeirat gab grünes Licht

Nachdem der Ortsbeirat Donsbach im vergangenen Jahr grünes Licht für eine der drei vom Bauressort vorgeschlagenen Ausbauvarianten gab, stellte die Stadtverordnetenversammlung die entsprechenden Mittel zur Verfügung. So konnten die Arbeiten Anfang des Jahres ausgeschrieben und die beauftragte Firma Heinrich Lauber GmbH & Co. KG im März mit der Bauausführung starten. Zuvor war die wassergebundene Oberfläche geschottert und barg insbesondere bei Nässe eine gewisse Unfallgefahr. Insgesamt wurden nun im östlichen Teil des Bereichs direkt im Anschluss an das Waldstück unterhalb des Wildparks 2.000 Quadratmeter Fläche befestigt, Bordsteine mit einer Länge von 400 m verlegt und Entwässerungsrinnen auf 50 Metern angelegt.

Nachhaltiges Betonsteinpflaster fand Verwendung bei der Befestigung

Dabei war den städtischen Gremien die Verwendung von zertifiziertem Pflaster, das sich im Herstellungsprozess und bei der Auswahl der verwendeten Rohstoffe von üblichem Pflaster unterscheidet, wichtig. Als Ergänzung der zahlreichen städtischen Nachhaltigkeitsmaßnahmen entschieden sie sich deswegen für ein CO2-Betonsteinpflaster der Firma Rinn Beton- und Naturstein GmbH aus Heuchelheim, das auf einer Fläche auf 700 qm verlegt wurde. Das verwendete Pflaster ist mit 6000 Litern pro Sekunde auf einer Fläche von einem Hektar versickerungsfähig. Deren Vertreter Matthias Peter: „Alle reden von Nachhaltigkeit, wir setzen sie gemeinsam mit der Stadt um“. Die vom Unternehmen ausgestellte Urkunde dokumentiert diese Botschaft auch nach außen: bei der Gestaltung der Parkflächen konnten durch die Verwendung des Betonsteins aus CO2-neutraler Produktion 4.267 Kilogramm an CO2 eingespart werden, was einem Volumen von 2.133 Kubik entspricht. Die Nutzung dieses Betonsteinpflasters wirkt außerdem einer zu starken Versiegelung der Fläche entgegen, da die restlichen 1.300 qm asphaltiert wurden.

Voraussetzungen für E-Ladestationen geschaffen

Eingerichtet wurden 46 Parkplätze und vier Behindertenstellplätze, davon jeweils zwei an DGH und Wildpark-Eingang gelegen. Bauleiter Christoph Lauber freute sich über den umgesetzten Auftrag der Stadt, der ein Arbeiten vor Ort ermöglichte. Ergänzt wurde der neue Parkplatz mit einer zusätzlichen Straßenlaterne sowie einem Bereich, in dem voraussichtlich im nächsten Jahr zwei Ladestationen für E-Fahrzeuge entstehen, die vom Bund gefördert werden. Die entsprechenden Leerrohre dafür hat die EAM bereits vorgesehen.

Wildblumenwiese soll das Areal bereichern

Der verbliebene, noch geschotterte Parkplatz soll in nächster Zeit im hinteren Bereich mit der Aussaat einer Wildblumenwiese bereichert werden. Außerdem werden hier zwei weitere Laternen aufgestellt, um die Ausleuchtung zu vervollständigen. Vom neuen Parkplatz profitieren vor allem die Eltern von Schülerinnen und Schülern sowie KiTa-Kindern, Restaurant-, DGH- und Friedhof-Besuchende sowie Wildpark-Gäste. „Wir freuen uns, dass hier eine so schöne Anlage vor allem für Wildpark- und DGH-Besuchende entstanden ist“, so Erster Stadtrat Gerhard Anders. Und weiter: ‚Die Oranienstadt hat sich viele Nachhaltigkeitsziele auf die Fahne geschrieben – es ist gut, wenn wir durch diese Maßnahme etwas zur Erfüllung beitragen konnten.“

von links nach rechts: Christoph Lauber (Firma Heinrich Lauber), Matthias Peter (Firma Rinn), Johannes Wrinskelle (städt. Bauressort), Erster Stadtrat Gerhard Anders und Michael Reeh. Das Bild zeigt die o. g. fünf Personen. Der vierte von links, Gerhard Anders, ein großer Mann mit Vollbart und einem weißen Hemd und schwarzer Weste hält die Urkunde zum verwendeten CO2-Pflaster in den Händen. Im Hintergrund ist ein Teil des Dorfgemeinschaftshauses Donsbach zu sehen, sowie Bäume und der blaue Himmel
Freuen sich einen gelungenen Ausbau des Parkplatzes am DGH Donsbach mit Urkundenübergabe zum verwendeten CO2-Pflaster: von links nach rechts: Christoph Lauber (Firma Heinrich Lauber), Matthias Peter (Firma Rinn), Johannes Wrinskelle (städt. Bauressort), Erster Stadtrat Gerhard Anders und Michael Reeh (städt. Bauressort). Foto: Oranienstadt Dillenburg

Verkehrsberuhigung in allen Stadtteilen

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke steht an einer Straße auf einer Leiter und bringt eine Geschwindigkeitsmessanlage an. An der Straße steht ein blaues Fahrzeug der Stadtwerke. Im Hintergrund sind der blaue Himmel, Bäume und Häuser zu sehen.

Dillenburg. Die Oranienstadt Dillenburg hat in diesem Jahr bereits 16 neue Geschwindigkeitsmesstafeln im gesamten Stadtbereich installiert. Die schon von Weitem gut sichtbaren Displays tragen durch ihre höflichen Hinweise zur Geschwindigkeit zur Verkehrsberuhigung bei.

Installation an den kritischen Ortseingängen

Für die Anschaffung und Installation hat die Oranienstadt über 30.000 Euro investiert. Besonders bei den unmittelbaren Anwohnern finden die Messtafeln positiven Anklang. Die Anzeige kommuniziert mit dem Verkehrsteilnehmenden. Situationsbezogene und sympathische Hinweise wie „langsamer fahren“, „zu schnell“ oder „Danke“ sorgen in den meisten Fällen für eine Tempo-Drosselung besonders an den kritischen Ortseingängen, an denen die wenigsten Verkehrsteilnehmenden die erlaubten 50 km/h einhalten.

Mobile Messanlagen bringen mehr Sicherheit

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke steht an einer Straße auf einer Leiter und bringt eine Geschwindigkeitsmessanlage an. An der Straße steht ein blaues Fahrzeug der Stadtwerke. Im Hintergrund sind der blaue Himmel, Bäume und Häuser zu sehen.

Fast 70 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Verletzten ereignen sich innerhalb von Ortschaften und das liegt sehr oft an zu hohen Geschwindigkeiten. Dialog-Displays geben den Autofahrern eine direkte, schnell zu erfassende und darum wirksame Rückmeldung, wie schnell sie unterwegs sind. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Verkehrsteilnehmenden ihre Geschwindigkeit danach anpassen. Das emotionale Wirkungsprinzip verfehlt damit seine positive Ansprache nicht. Dialog-Displays tragen damit erheblich zur Verkehrssicherheit bei.

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Das Team der Dillenburger Stadtwerke montierte insgesamt 18 Dialog-Displays im gesamten Stadtgebiet, wie kürzlich hier in Nanzenbach.

Tafeln werden programmiert

In Frohnhausen steht die Installation kurz bevor. Derzeit werden die Tafeln noch auf die je nach Uhrzeit zulässige Höchstgeschwindigkeit im Ort programmiert.

Außerdem ist eine mobile Anlage an wechselnden Standorten im gesamten Stadtgebiet im Einsatz, die die Verkehrswacht Dillenburg Anfang des Jahres der Stadt gespendet hat. Zwei weitere Tafeln in der Dillenburger Jahnstraße in Höhe des Gymnasiums wurden durch die Schulelternvertretung der Wilhelm-von-Oranien-Schule bereits in 2019 und 2021 angebracht.

Dillenburger Open Air Kino

Ein Bild des Dillenburger Open Air Kinos aus dem Jahr 2021. Der angestrahlte Wilhelmsturm ist im Hintergrund zu sehen. Im Vordergrund sieht man die helle Leinwand vor dem dunklen Hintergrund der Treppe an der Freilichtbühne.

Nach dem Open-Air Kino Debüt am Wilhelmsturm im letzten Jahr findet der Veranstalter Martin Horne aus Siegen auch in diesem Jahr wieder den Weg nach Dillenburg. Zwischen dem 06. und 11. September gibt es wieder ein großes Freiluftkino unterm Sternenzelt von Dillenburg. In der großartigen Kulisse am Fuße des Wilhelmsturmes haben die BesucherInnen an sechs Abenden die Möglichkeit, jeweils ab 20:15 Uhr ein abwechslungsreiches Programm in einem einmaligen Ambiente zu erleben.

Ein Bild des Dillenburger Open Air Kinos aus dem Jahr 2021. Der angestrahlte Wilhelmsturm ist im Hintergrund zu sehen. Im Vordergrund sieht man die helle Leinwand vor dem dunklen Hintergrund der Treppe an der Freilichtbühne.
Dillenburger Open Air Kino 2021

Eingeschlossene Gesellschaft

Den Start macht am 06. September der Film EINGESCHLOSSENE GESELLSCHAFT. Unter Anderem mit Florian David Fitz, Anke Engelke und Justus von Dohnányi begleiten wir sechs Lehrer des städtischen Gymnasiums auf dem Weg in ein entspanntes Wochenende. Der Start muss aufgrund eines Zwischenfalls am frühen Nachmittag allerdings nach hinten verschoben werden.

Wunderschön

Am 07. September geht es mit WUNDERSCHÖN in die zweite Runde. In der dritten Regiearbeit von Karoline Herfurth geht es um die Frage „Wann fühlen wir uns (wunder)schön?“.
Fünf sehr unterschiedliche Frauen kehren dem ständigen Optimierungswahn den Rücken. Die zweifache Mutter Sonja hat Probleme mit ihrem Körper. Ihre Freundin Vicky glaubt nicht an die Gleichberechtigung. Das Model Julie hat Probleme mit den Anforderungen der Modebranche. Julies Mutter hat währenddessen Probleme mit ihrem Mann Wolfi, der sie nicht mehr begehrt. Und Leyla träumt davon, so auszusehen wie Julie.

Contra

In der Dramödie CONTRA am 08. September versucht der Professor Richard Pohl, verkörpert von Christoph Maria Herbst, aus der Patsche zu kommen, nachdem er die Studentin Naima rassistisch und sexistisch diskriminiert hat. Da dies nicht der erste Vorfall dieser Art war und dieser gefilmt und im Internet veröffentlicht wurde, muss er sich dem Disziplinarausschuss stellen. Um seine Chancen vor dem Disziplinarausschuss zu verbessern muss er der Studentin Naima bei einen wichtigen Debattierwettstreit als Mentor zur Seite stehen.

Top Gun 2: Maverick

Weiter geht es am 09. September mit dem Blockbuster TOP GUN 2: MAVERICK. Im Laufe der letzten Jahre ist es im Leben des einstigen Flieger-Ass Maverick deutlich ruhiger geworden. Aufregende Missionen, wie er sie als junger Pilot fliegen durfte, gehören längst der Vergangenheit. Vielmehr ist es heute als Fluglehrer seine Aufgabe, der nachkommenden Generation von Piloten und Pilotinnen zu zeigen, worauf es im Cockpit ankommt. Erkennend, dass sein Beruf vom Aussterben bedroht ist da Flugdrohnen jegliche Missionen übernehmen, muss er überraschend selbst noch einmal ins Cockpit steigen und einen besonders heiklen Auftrag ausführen.

Phantastische Tierwesen 3: Dumbledores Geheimnisse

Das Highlight des Programms gibt es am 10. September mit PHANTASTISCHE TIERWESEN 3: DUMBLEDORES GEHEIMNISSE zu sehen. Der Schwarzmagier Gellert Grindelwald ist dabei, neue Anhänger für seine dunklen Pläne um sich zu scharen. Hogwarts-Lehrer Albus Dumbledore weiß um

die Gefahr, die von dem charismatischen Zauberer ausgeht und befürchtet, dass es Grindelwald tatsächlich gelingen könnte, die Macht in der Zaubererwelt vollends an sich zu reißen. Nur mit Hilfe von dem Magiezoologen Newt Scamander und seinen Freunden kann er Grindelwald aufhalten. Auf der gefährlichen Mission lernen Newt und seine Freunde neben magischen Tierwesen auch die die fanatischen Anhänger Grindelwalds kennen. Ob Albus Dumbledore mit der Hilfe den brodelnden Konflikt zwischen Gut und Böse zu seinen Gunsten entscheiden kann?

European Outdoor Film Tour 2021

Den Abschluss am 11. September macht in diesem Jahr die EUROPEAN OUTDOOR FILM TOUR 2021 (E.O.F.T 2021). Nach einer pandemiebedingten Pause startet Europas renommiertestes Outdoor-Filmfestival in die 20. Auflage. In sieben Filmen zeigt die E.O.F.T. 2021 längst vergessene Welten und gewährt einen Einblick in die filmische Zukunft des Outdoor-Sports. Die Athleten haben ihr Leben ganz dem Entdeckergeist verschrieben und nehmen die ZuschauerInnen mit auf eine Reise durch die Natur und zeigen, wieviel Inspiration in der Welt da draußen und in jedem selbst steckt.

Tickets

Durch die hervorragende Zusammenarbeit im letzten Jahr waren sich alle Beteiligten schnell einig: Es muss wieder ein Open-Air Kino geben. Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es allerdings die eine oder andere Änderung. In diesem Jahr wird es zusätzlich zum Online-Vorverkauf eine Abendkasse geben. Die Ticketpreise liegen in diesem Jahr bei 8,00€ bzw. 11,00€ im Vorverkauf, zzgl. Gebühren und an der Abendkasse bei 9,00€ bzw. 12,00€. Die Sonderpreise in Höhe von 11,00€ bzw. 12,00€ gelten am letzten Abend bei der E.O.F.T.

Es stehen drei Schachteln mit Popcorn im Vordergrund, wobei die rechte und die Linke jeweils nur zum Teil zu sehen sind. Die Schachteln sind rot-weiß gestreift und das Wort Popcorn steht in roter Schrift auf den Schachteln. Im Hintergrund sieht man, leicht verschwommen, einen Teller mit Gebäck.


Ebenso wie im letzten Jahr ist für Speis und Trank in Form von Popcorn, Nachos, gekühlten Getränken und erlesenen Weinen bestens gesorgt.
Ein besonderer Dank gilt unseren Sponsoren „Sparkasse Dillenburg“, „Clever Fit Dillenburg“, „Moon River Design“ und der Stadt Dillenburg und ihrem engagierten Stadtmarketing.

Das vollständige Programm und die Tickets findet man ab sofort online unter www.dillenburger-openairkino.de.

Bauleitplanung Fachmarktzentrum am Stadion

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Die Stadtverordnetenversammlung der Oranienstadt Dillenburg hat in ihrer Sitzung am 21.07.2022 über die im Rahmen der Beteiligungsverfahren nach § 13 Abs. 2 i.V.m. §§ 3 Abs. 2 und 4 Abs. 2 BauGB vorgelegten Stellungnahmen abgewogen und beschlossen (Abwägung gem. § 1 Abs. 7 BauGB). Alsdann hat die Stadtverordnetenversammlung der Oranienstadt Dillenburg den Bebauungsplan „Fachmarktzentrum am Stadion“, 1. Änderung, in der Kernstadt Dillenburg nach § 10 Abs. 1 BauGB als Satzung beschlossen und die Begründung dazu.

Resolution zum Erhalt der Geburtshilfestation in den Dill-Kliniken Dillenburg

Dill-Kliniken Dillenburg

Die Stadtverordnetenversammlung Dillenburg hat in ihrer Sitzung am 21. Juli 2022 folgenden Beschluss einstimmig gefasst:

Die Oranienstadt Dillenburg spricht sich gegen die Schließung der Geburtenstation im Dillenburger Krankenhaus aus und fordert den Lahn-Dill-Kreis auf, alles dafür zu tun, dass die Geburtenstation eine Zukunft hat und Dillenburgerinnen auch in Zukunft die Möglichkeit haben, Kinder in erreichbarer Nähe auf die Welt zu bringen. Sofern keine Lösung mit Belegärzten möglich ist, soll eine A-Abteilung in Dillenburg eingerichtet werden.

Baugrundstücke zum Verkauf

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Die Oranienstadt Dillenburg bietet zwei Baugrundstücke im Stadtteil Manderbach zum Kauf an. Bei den betreffenden Grundstücken, Gemarkung Manderbach, Flur 22, Flurstücke 49/1 und 49/2, handelt es sich um zwei Baugrundstücke mit einer Größe von 563 m² und 564 m². Die Grundstücke sind erschlossen und können nach dem Erwerb grundsätzlich bebaut werden. Weitere Informationen zu den Grundstücken, der Bebaubarkeit und dem Vergabeverfahren erhalten hier.

Bärbel Köppen neues Magistratsmitglied

Die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Silke Schumacher (links) und Bürgermeister Michael Lotz (rechts) führten Bärbel Köppen (FDP jetzt als neues Mitglied in den Dillenburger Magistrat ein. Foto: Oranienstadt Dillenburg

Bürgermeister Michael Lotz und stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Silke Schumacher haben in der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Bärbel Köppen (FDP) als neues Mitglied in unseren Magistrat eingeführt. Die 77jährige Rentnerin aus Eibach rückt für Rüdiger Reese nach, der aus gesundheitlichen Gründen sein Ehrenamt aufgeben musste. Bürgermeister Lotz dankte ihm herzlich für sein Engagement für Dillenburg und die geleistete Arbeit in diesem Gremium. Bärbel Köppen ist bereits ehrenamtlich in der Tourist-Info im Alten Rathaus tätig gewesen und engagiert sich im Weltladen Dillenburg. Für ihr neues Amt wünschen die weiteren Magistratsmitglieder, die Stadtverordnetenversammlung und die Verwaltung der frisch gebackenen Stadträtin alles Gute.

Die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Silke Schumacher (links) und Bürgermeister Michael Lotz (rechts) führten Bärbel Köppen (FDP jetzt als neues Mitglied in den Dillenburger Magistrat ein. Foto: Oranienstadt Dillenburg

150 Jahre Grundsteinlegung Wilhelmsturm

Mit dieser Planskizze warb das Dillenburger Turmbau-Komitee im Vorfeld der Grundsteinlegung um Spenden für den Bau des Wilhelmsturms (Foto: Stadtarchiv Dillenburg)

Am Nachmittag des 28. Juni 1872 trafen am Kölner Bahnhof Deutz ungewöhnlich viele Niederländer ein. Sie alle warteten auf einen Zug, der sie um 14:30 Uhr in dreieinhalb Stunden Fahrt nach Dillenburg bringen sollte. Nach einer kleinen Verzögerung – wegen des großen Andrangs mussten noch zusätzliche Waggons angehängt werden – ging es endlich los. Die vorbeiziehende Landschaft und Natur, so schilderte es ein mitreisender Korrespondent des Utrechter „Dagblads“, beeindruckten die Fahrgäste zutiefst. Mindestens ebenso imponierte den Reisenden aber auch der herzliche Empfang, den ihnen die Dillenburger bereiteten, als sie gegen 18:30 Uhr endlich an ihrem Zielort eintrafen. Das machte offenbar sogar den „sintflutartigen Regen“ vergessen, der bei der Ankunft auf die ausländischen Gäste niederging.

Worum es ging

Was aber wollten die rund 50 Niederländer eigentlich in Dillenburg? Ihr Ziel war eines der wohl beachtlichsten Feste, das die Stadt in ihrer jüngeren Geschichte gefeiert hat: die Grundsteinlegung des Wilhelmsturms, die sich am heutigen Mittwoch, den 29. Juni, zum 150. Mal jährt. Das Datum war übrigens nicht zufällig gewählt: Genau 300 Jahre zuvor, am 29. Juni 1572, hatte Wilhelm von Oranien Dillenburg für immer verlassen, um in den niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien zu ziehen.

Die Idee

Die Idee, auf dem Dillenburger Schlossberg „zu Ehren Wilhelms von Oranien … ein entsprechendes Denkmal zu errichten“, war erstmals 1865 formuliert worden. Damals hatte sich auf Initiative des Gymnasiallehrers August Spieß und des Bürgermeisters Benjamin Gail ein „Comité zur Erhaltung … der Dillenburger Schloßruine und Erbauung des Wilhelmsthurmes“ gegründet. Die Planungen schritten zügig voran, wurden allerdings durch den Deutsch-Deutschen Krieg von 1866 sowie den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 immer wieder zurückgeworfen. Erst nach Gründung des Kaiserreichs und Stabilisierung der Verhältnisse kam Ende 1871 neuer Schwung in die Sache: Endlich gab es einen genehmigten Bauplan, vor allem aber waren inzwischen auch die ersten größeren Spenden eingetroffen – denn der Turmbau musste komplett durch freiwillige Gaben finanziert werden.

Mit dieser Planskizze warb das Dillenburger Turmbau-Komitee im Vorfeld der Grundsteinlegung um Spenden für den Bau des Wilhelmsturms (Foto: Stadtarchiv Dillenburg)

Turmbau stieß auf reges Interesse

Daran trugen die eingangs erwähnten Gäste keinen geringen Anteil: Aufgrund der Stellung Wilhelms von Oranien als Nationalheld stieß das Dillenburger Turmbauprojekt nämlich auch  in den Niederlanden auf reges Interesse. Vor allem zwei Niederländer – beide Teil der angereisten Delegation – hatten sich bemüht, das Vorhaben unter ihren Landsleuten zu bewerben: Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau, welche die Pläne begeistert unterstützte und die durch ihre Spenden letztlich über die Hälfte an den Baukosten trug, sowie der Utrechter Pfarrer Walraven Francken, der nach einem Besuch in Dillenburg 1871 ein niederländisches Turmbau-Komitee gründete, das ebenfalls bedeutende Beiträge einsammeln sollte.

Ein internationales Fest in einer national geprägten Zeit

Das Programm für die Feier der Grundsteinlegung am 29. Juni 1872 (Foto: Stadtarchiv Dillenburg)
Das Programm für die Feier der Grundsteinlegung am 29. Juni 1872 (Foto: Stadtarchiv Dillenburg)

Der Wilhelmsturm, dessen Grundstein am Mittag des 29. Juni von Prinzessin Marianne persönlich gelegt wurde, appellierte somit nicht nur an die lokale und regionale Identität, sondern darf in gewissem Sinne sogar als übernational gelten. Unter den Denkmalprojekten der Zeit, die – ganz im Geist der Epoche – allesamt Nationaldenkmäler waren (z. B. das Niederwalddenkmal bei Rüdesheim), nimmt der Wilhelmsturm daher eine Sonderstellung ein. Seine ebenso regionalen wie internationalen Bezüge traten auch auf der Feier zur Grundsteinlegung hervor: Das zeigte sich schon bei dem herzlichen Empfang der niederländischen Gäste und setzte sich in den Festreden fort. Walraven Francken etwa sprach von den überwältigenden Gefühlen, „welche unsere holländischen Herzen hier ergreifen“ und dankte dafür ausdrücklich seinen „deutschen und Dillenburger Freunden.“ Während des Festakts sang man sogar gemeinsam das „Wilhelmus-Lied“. Diese Verbundenheit kam auch in den sechs Urkunden zum Ausdruck, welche feierlich in den Grundstein eingelegt wurden. Mehr als die Hälfte von ihnen stammten aus niederländischer Feder.

Die Feier der Grundsteinlegung des Wilhelmsturms vor 150 Jahren war also der Auftakt zu einem äußerst ungewöhnlichen Denkmalprojekt, das dank großzügiger Spenden zudem ziemlich zügig fertiggestellt werden konnte: Auf den Tag genau drei Jahre später, am 29. Juni 1875, wurde der Turm eingeweiht. Bis heute lockt er Jahr für Jahr unzählige Besucherinnen und Besucher aus den Niederlanden nach Dillenburg.

von Simon Dietrich, Stadthistoriker Dillenburg

Der Wilhelmsturm um 1920 (Foto: Stadtarchiv Dillenburg)
Der Wilhelmsturm um 1920 (Foto: Stadtarchiv Dillenburg)