Hohlbrücke wieder geöffnet

Bild von der Eröffnung der Hohlbrücke

Es ist endlich geschafft! Die Bauarbeiten an der Hohlbrücke im Zuge der Landesstraße 3362 in Dillenburg sind abgeschlossen. Nach insgesamt drei Jahren Bauzeit wird am heutigen Dienstagabend, 3. Dezember, die Hohlbrücke für den Verkehr freigegeben. Um die Vollsperrung so schnell wie möglich aufheben zu können, wird die Absperrung heute Abend entfernt. Die Umleitungsbeschilderung wird voraussichtlich erst im Laufe dieses Donnerstags vollständig abgebaut, die Brücke ist aber ab Dienstagabend befahrbar.

Treppenaufgang vorerst weiter gesperrt

Vorerst gesperrt bleiben muss allerdings noch der Treppenaufgang, da dieser erst nach der Montage des Geländers und des Handlaufs freigegeben werden kann. Das Geländer konnte erst nach Fertigstellung des endgültigen Treppenbelags, der ist inzwischen eingebaut ist, aufgemessen werden und kann nun hergestellt werden. Diese Arbeiten werden voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres fertiggestellt.

Seit September 2016 hat Hessen Mobil die Hohlbrücke saniert. Der Stahlüberbau der Hohlbrücke ist im Zuge der Sanierung erhalten geblieben. Im Juli 2017 wurde der Überbau um etwa drei Meter angehoben, um den Unterbau der Brücke sanieren zu können. Der Brückenüberbau wurde in dieser Zeit auf der Dillenburger Seite auf ein Hilfsjoch – eine Stahlkonstruktion als provisorisches Widerlager – aufgelegt. Dadurch konnte auch die alte Verbindungsrampe von der Hindenburgstraße zur Hohlbrücke vollständig abgebrochen werden. Anschließend wurde die neue Rampe inklusive des neuen Brückenwiderlagers errichtet. Parallel hierzu wurde der Brückenüberbau der Hohlbrücke instandgesetzt, bevor im September 2018 der Stahlüberbau der Hohlbrücke auf die fertiggestellten Widerlager wieder abgesenkt wurde. Nachdem der Überbau in die endgültige Position abgesenkt worden war, folgten die weiteren Arbeiten auf der Brücke – das Aufbringen der Abdichtung, der Einbau der Asphaltschutz- und Asphaltdeckschicht sowie das Anpassen der Übergangskonstruktionen – sowie das Verfüllen der Rampen zur Brücke, sodass die Brücke wieder mit der Fahrbahn der Landesstraße verbunden wurde.

Maßnahme verzögerte sich wegen ungeplanter Arbeiten auf der Nanzenbacher Seite

Als letzte große Bauphase musste ungeplant die Stützwand auf der Nanzenbacher Seite der Brücke neu gebaut werden, da diese eine schlechtere Bausubstanz aufwies als ursprünglich vermutet. Dies zeigte sich allerdings erst mit Beginn der Arbeiten an dieser Stützwand. Denn erst, als die Straße und Erde hinter der Stützwand entfernt worden waren, zeigte sich, dass die Stützwand marode war. Zudem zeigte sich erst zu jenem Zeitpunkt, dass die Stützwand nicht in der Form gebaut worden war, wie dies in den Planunterlagen verzeichnet gewesen war, und daher vollständig neu herstellt werden musste. Die Vorbereitungen hierfür haben einige Zeit in Anspruch genommen, da zunächst Entwurfsvarianten und Vorstatiken erstellt, geprüft und kalkuliert werden mussten, bevor mit den Bauarbeiten an dieser Stützwand begonnen werden konnte.

Nicht zuletzt diese ungeplante Erneuerung der Stützwand hat zu mehrmaligen Verlängerungen der Bauzeit geführt. So wurden bereits im Vorfeld des Anhebens der Brücke umfangreiche Sanierungsarbeiten am Widerlager auf der Brückenseite Richtung Nanzenbach erforderlich. Dort wurden die sogenannte Auflagerbank und die Kammerwand erneuert. Diese Arbeiten am Widerlager waren vor Baubeginn nicht vorgesehen. Im Laufe der Bauarbeiten stellte sich allerdings heraus, dass diese Erneuerung aufgrund der vorhandenen Bausubstanz notwendig wurde. Zu weiterem Zeitverlust führten erforderliche Mängelbeseitigungen, da bei der Bauausführung Mängel entstanden waren, die vor Abschluss der Bauarbeiten behoben werden mussten. Durch die Nähe zu den Oberleitungen der Deutschen Bahn (die Bahnstrecke quert unterhalb der Hohlbrücke) erforderten viele Arbeitsschritte, dass die Oberleitungen der Bahn keinen Strom führen, was Sperrpausen der Züge erfordert. Durch die Verzögerungen im Bauablauf mussten auch diese Sperrpausen neu vereinbart werden – ein komplizierter Abstimmungsvorgang mit mehrmonatigen Vorlaufzeiten, der weitere Verlängerungen der Bauzeit mit sich brachte.

Kosten betragen 4,5 Millionen Euro

Durch die erforderlichen Mehrarbeiten und die verlängerte Bauzeit belaufen sich die Baukosten auf rund 4½ Mio. Euro und liegen somit um rund 1 Mio. Euro höher, als ursprünglich veranschlagt.

Mehr über Hessen Mobil finden Sie unter www.mobil.hessen.de und www.verkehrsservice.hessen.de

Oranien Center eröffnet

Ein Bild vom Parkplatz des Fachmarktzentrums mit einigen der Geschäften und der Werbestehle

Erster Spatenstich im März 2019, Richtfest im Mai, Eröffnung Ende November. In gerade einmal acht Monaten ist das „Oranien Center“ am Dillenburger Hallenbad entstanden. Für eine zweistellige Millionensumme.

Lutz Färber, Geschäftsführer der Firma Willi Lauber, hatte versprochen, mit Beginn des Weihnachtsgeschäftes die Läden zu öffnen. „Wir haben Wort gehalten, wir haben geliefert, wir haben eröffnet“, sagte der Investor in der vergangenen Woche, kurz vor der offiziellen Eröffnung, bei einem Empfang im neuen tegut-Markt. Er dankte den Verantwortlichen bei der Stadt, den Mut gehabt zu haben, mit der Firma Lauber zu bauen. Färber sah die Oranienstadt auf dem richtigen Weg in die Zukunft. Das neue Center ziehe Kunden an; nun dürfe für andere Projekte in der Kernstadt aber „kein Stillstand eintreten.“

Bürgermeister Michael Lotz freute sich, dass in den Geschäften 100 neue Arbeitsplätze entstanden sind. „Wir haben alles zu einem guten Ende gebracht und das Angebot geschaffen. Das Sortiment ist aufeinander abgestimmt. Das Center wird eine große Zugkraft haben“, sagte der Rathauschef. Nun wünsche er sich, dass die Geschäfte angenommen werden.  Einen Segen sprach Pfarrer Dr. Friedhelm Ackva aus und wünschte allen ein gutes Gelingen.

3000 Bio-Produkte bei „tegut“

Eröffnet haben auf dem 5500 Quadratmeter großen Areal neben der 3000 Bio-Produkte führenden Supermarktkette „tegut“ das Schuhgeschäft Deichmann, der Modefilialist Jeans-Fritz, die Drogerie-Kette dm sowie der Mode-Discounter Takko. Hinzu kommen ein NKD-Shop, das Dillenburger Sanitätshaus Schäfer, Schäfers Backstuben und ein Action-Markt.

Fertiggestellt sind in der Stadionstraße auch die Parkplätze für rund 230 Fahrzeuge.

Mit der Errichtung des „Oranien Centers“ sorgt die Oranienstadt Dillenburg für eine Sicherung des Kaufkraftpotentials von rund 100.000 Menschen in der Region.

Ein Grabfeld für Sternenkinder

Gedenkstein für Sternenkinder

Am 15. Oktober dieses Jahres wurde auf dem Friedhof in der Kernstadt (am Hauptweg oberhalb des zweiten Kreisels) ein neues Grabfeld für die Beisetzung von „Sternenkindern“ eingeweiht und durch die Vertreter der ortsansässigen Kirchengemeinden eingesegnet.

Sternenkinder

Der Begriff „Sternenkinder“ beschreibt Totgeburten und Föten mit einem Geburtsgewicht von maximal 500 g oder vor der 24. Schwangerschaftswoche Geborene, für die nach dem Hessischen Friedhofs- und Bestattungsgesetzes (FBG) grundsätzlich keine Bestattungspflicht besteht. Auf dem neuen Grabfeld soll die Möglichkeit geboten werden, im Rahmen einer gemeinschaftlichen Bestattung und einer ökumenischen Trauerfeier gemeinsam mit anderen betroffenen Eltern der Existenz und Würde des zu früh verstorbenen Kindes zu gedenken.

Steinmetzfirmen stifteten Gedenkstein

Auf dem Grabfeld befindet sich ein zentraler Gedenkstein, an dem die Trauernden Blumenschmuck ablegen können. Der Gedenkstein ist auf der rechten Seite flügelförmig gestaltet mit farbigen Sternen. Der Gedenkstein wurde von den heimischen Steinmetzfirmen Benner Natursteine aus Haiger-Fellerdilln und Petry aus Mittenaar-Ballersbach gemeinsam gestiftet.

Gedenkstein für Sternenkinder
Gedenkstein für Sternenkinder, gestiftet von den Steinmetzfirmen Benner Natursteine aus Haiger-Fellerdilln und Petry aus Mittenaar-Ballersbach.

Ortsansässige Bestatter und Oranienstadt verhelfen zur Kostenneutralität für betroffene Eltern

Das Grabfeld ermöglicht gemeinschaftliche Bestattungen, das heißt, dass mehrmals im Jahr die Verstorbenen jeweils in eigenen Särgen beieinander in einem Grab beigesetzt werden. Die Beisetzungen sind für die betroffenen Eltern kostenneutral, das heißt, dass die Oranienstadt Dillenburg das Ausheben und Wiederverfüllen der Gräber und die Pflege des Grabfelds übernimmt, die Särge werden von den ortsansässigen Bestattungsunternehmen Weyl und Schmitt gestellt, die sich zu dieser Sachspende bereit erklärt haben.

Ein Stern für die Kinder

Die Grabstätten eines Jahres werden abschließend mit einem Stern aus Naturstein gekennzeichnet, in den für jedes beigesetzte Kind je ein Strasssteinchen eingelassen wird. Auch diese Sterne werden von den beiden Steinmetzbetrieben Benner und Petry gestiftet.

Kontakt

Weitere Informationen zum Sternenkindergrabfeld finden Sie unter https://sternenkind-bestattung-ldk.de/

Fragen rund um das Sternenkindergrabfeld können an die E-Mail Adresse info@sternenkind-bestattung-ldk.de gerichtet werden.

Danke!

Vorbereitet wurde das Projekt durch einen Arbeitskreis aus Vertretern der ortsansässigen Kirchen, Bestattungsunternehmen, Steinmetzen, dem Hospizdienst Lahn-Dill und der Oranienstadt. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle für die engagierte Unterstützung herzlichst gedankt.

Weitere Informationen zu Bestattungen in Dillenburg

Informationen zu anderen Bestattungen in der Oranienstadt Dillenburg und Stadtteilen finden Sie hier.

Umgestaltung des Wilhelmsplatzes

Die 30 Jahre Alte Linde hat ihren Platz am Rande des Wilhelmsplatzes gefunden.

Die vor der Amtsapotheke krankheitsbedingt gefällte Linde erhielt am 11. November ihre Ersatzpflanzung. Die 12 Meter hohe, 8 Tonnen schwere und 30 Jahre alte Stadtlinde mit einem Stammdurchmesser von 30 Zentimetern ist per LKW in die Oranienstadt gereist und wurde an ihrem geplanten Platz eingesetzt. Dabei handelt es sich um die gleiche Lindenart, wie sie schon auf dem Wilhelmplatz vorhanden ist. Optisch wird der Platz also künftig wieder lückenlos eingerahmt von diesen wunderbaren, hohen Bäumen. Die Bauarbeiten am Wilhelmsplatz werden voraussichtlich im November abgeschlossen.

Die 30 Jahre Alte Linde hat ihren Platz am Rande des Wilhelmsplatzes gefunden.
Die 30 Jahre Alte Linde hat ihren Platz am Rande des Wilhelmsplatzes gefunden

Michael Lotz zum vierten Mal als Dillenburger Bürgermeister bestätigt

Bürgermeisterkandidat Ronny Schmidt (rechts) gratuliert Michael Lotz zum Wahlsieg

Amtsinhaber Michael Lotz (CDU) hat mit 60,28 % der abgegebenen Stimmen die Bürgermeisterwahl am 20. Oktober gewonnen. Auf seinen Mitbewerber Ronny Schmidt (parteilos) entfielen 36,41 % und auf Jan-Marcel Hoffmann (parteilos) 3,31 % der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,72 % und war damit etwas höher als bei der letzten Wahl in 2013, als 35,9 % der Wahlberechtigten zur Wahlurne schritten. Die vierte Amtszeit von Michael Lotz beginnt am 1. April 2020.

Turnusgemäß nach sechsjähriger Amtszeit des derzeitigen Amtsinhabers fand die Direktwahl um diese Position statt. Durch die Abgabe der Stimme konnte jeder Wählende selbst mitentscheiden, wer in den nächsten sechs Jahren Bürgermeister sein soll. In Dillenburg und in den Ortsteilen waren 17.483 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme in einem der 14 Wahllokale abzugeben. 121 Wahlhelfer/innen waren in den Wahllokalen vor Ort im Einsatz mit der Funktion Wahlvorsteher, Schriftführer und Beisitzer. Sie wurden unterstützt durch viele Bedienstete der Oranienstadt Dillenburg, die den internen Wahldienst am Wochenende übernahmen.

Gäste im Sitzungssaal

Im Sitzungssaal des Rathauses kamen rund 70 Zuschauer zusammen, die gemeinsam mit den Bewerbern das Eintreffen der Ergebnisse gespannt verfolgten. Auch einige Bürgermeister aus den Nachbarkommunen ließen es sich nicht nehmen, im Rathaus dabei zu sein, ebenso wie der Bürgermeister der befreundeten Oranienstadt Diest/Belgien Christophe de Graef. Kurz vor 19 Uhr stand der Gewinner  fest: der bisherige und neue Bürgermeister heißt Michael Lotz. Da die Mehrheit aller Wähler ihr Kreuz bei ihm setzten, entfällt auch eine mögliche Stichwahl.

Zu den ersten Gratulanten gehörten seine Familienmitglieder und Freunde. Seine unterlegenen Mitbewerber Ronny Schmidt und Jan-Marcel Hoffmann schlossen sich den Glückwünschen an. Der glückliche Wahlsieger kommentierte das Ergebnis mit den Worten „Ich bin sehr glücklich und freue mich, dass die Reise weitergeht. Allen Wählern danke ich herzlich für das mir entgegengebrachte Vertrauen“, so das Stadtoberhaupt.

Bürgermeisterwahl

Ronny Schmidt beurteilte die letzten Wochen als einen fairen und intensiven Wahlkampf. „Ich bin froh, dass ein klares Ergebnis heute Abend vorliegt. Etwas traurig bin ich über die niedrige Wahlbeteiligung. Dem Amtsinhaber wünsche ich ein gutes Händchen für die nächsten sechs Jahre. Ich hoffe, für mein Schwerpunktthema ‚Innenstadt‘ werden künftig kluge Entscheidungen getroffen. Ich danke besonders meinem Wahlkampfteam und meiner Lebensgefährtin für die Unterstützung“.

Der zweite Kandidat Jan-Marcel Hoffmann äußerste sich ebenfalls zum Wahlergebnis: „Die Bewohner der Stadt wollten eine innovative Veränderung, die sie leider nicht bekamen. Mir tun alle Bürger leid, dass der neue Bürgermeister mit dieser Wahlbeteiligung gewählt worden ist. Das zeigt, dass hier einiges schief läuft. Dem amtierenden Bürgermeister wünsche ich dennoch alles Gute und viel Gesundheit. Ich hoffe, dass er sich für seine Bürger und deren Bedürfnisse einsetzt. Ich bedanke mich bei allen Personen, die mich gewählt haben.“

Alle Ergebnisse finden Sie hier

Saisonabschlussfest in den Wildparkstuben

Logo des Wildparks Donsbach. Das Bild dient als Navigationselement und führt zum ganzen Artikel

An 19. Oktober laden die Wildparkstuben im Wildpark Donsbach noch einmal zum Ende der Freiluftsaison ein.

Ab 10.30 Uhr gibt es Bier vom Fass, leckere Leberkäs-Brötchen, Rippchen mit Kraut , Kaffee und Kuchen uvm.

Wie bekannt hat der Wildpark weiterhin ganzjährig geöffnet. Die Bewirtung findet am dem 01. November in der gut geheizten, rustikalen Oranierhütte

Herzlichen Glückwunsch!

Logo der Oranienstadt Dillenburg. Mit Klick aufs Bild gehts zum ganzen Artikel

Wir sprechen Gesa Krause unsere herzlichsten Glückwünsche zum 3. Platz bei der Leichtathletik-WM über 3.000 Meter Hindernis aus. Wir sind sehr stolz auf Sie!

Gesa Krause beim 3000m Hindernislauf.
Wir sprechen unsere herzlichsten Glückwünsche zum 3. Platz bei der Leichtathletik-WM über 3.000 Meter Hindernis aus. Wir sind sehr stolz auf Sie! Foto: Silvesterlauf Trier

Das war das Stadtjubiläum 2019

Anlässlich des 675-jährigen Stadtjubliäums hatte Dillenburg eine Vielzahl schöner Veranstaltungen. Sehen Sie hier Impressionen unseres Jubiläums von den Fotografen Christoph Buchmann, Thomas Kaulich, Jonathan Ortmann und Peter Patzwaldt:

Einweihung des multifunktionalen „Pulverichs“

Mehrgenerationenprojekt in der Dorfmitte Nanzenbachs

Nach einem Jahr Bauzeit hat die Oranienstadt Dillenburg heute bei bestem Sonnenschein gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft und vielen weiteren Gästen den neu gestalteten Bolzplatz „Pulverich“ und den angegliederten Spielplatz in der Ortsmitte feierlich eingeweiht. Die achtjährige Dorferneuerungphase in Nanzenbach ist damit offiziell abgeschlossen.

Moderner Bolz- und Spielplatz

Foto: Rolf Schönberger

Der bisherige Bolz- und Spielplatz für 6 bis 12 jährige Kinder entstand in den 70er Jahren  und liegt in direkter Nachbarschaft zur Mehrgenerationenstätte, der Feuerwehr und der Turnhalle in der Ortsmitte. Der gesamte Bereich wird von allen Altersgruppen genutzt und fördert die Kommunikation in der dörflichen Gemeinschaft. Nachdem schon die Umbauten des Gebäudekomplexes vor einigen Monaten fertiggestellt waren, ergänzt nun der neu gestaltete „Pulverich“ das Mehrgenerationenprojekt mit einem multifunktionalen Sport- und Freizeitgelände. Rotasche- und Sandbeläge des Bolz- und Spielplatzes wurden umfassend abgetragen, die veralteten Schutzzäune sind verschwunden. Der geringfügig verkleinerte Bolzplatz hat nun eine Fläche von 20 x 32 Metern. Außerdem präsentiert er sich mit einem modernen Kunststoffbelag und variabler Spielfeldunterteilung, so dass er sich für die Ausübung mehrerer Sportarten wie Fußball, Handball, Hockey, Basketball, Badminton, Volleyball usw. bestens eignet. Die bisherige Flutlichtanlage kommt auch weiterhin zum Einsatz. Schon in den letzten Wochen herrschte hier täglich reger Betrieb: Kinder und Jugendliche nehmen die Anlage mit Begeisterung an und kicken und klettern um die Wette.

Pädagogisch wertvolle Spielgeräte

Eltern und Kinder profitieren gleichermaßen vom neuen Abenteuerspielplatz, denn dieser hat ein grundlegend neues Gesicht erhalten. Nicht nur moderne Befestigungen und Bodenstrukturen wie Kies, Pflaster und Holzhackschnitzel spielen dabei eine Rolle. Für die U3-Jährigen und Ü3-Jährigen entstanden unterschiedliche Spielzonen mit pädagogisch wertvollen Spielgeräten aus einem Materialmix, der die Motorik, Sensorik und Phantasie fördert. Schützende Schattenbereiche dürfen nicht fehlen. Eltern und Begleitpersonen freuen sich über bequeme Ruhe- und Aufsichtsplätze. Auch von der Terrasse des Bistros im Mehrgenerationenhaus aus lassen sich die Kleinen bestens beaufsichtigen. Das Spielgerät für die Kleinkinder konnte wegen Lieferschwierigkeiten des Herstellers noch nicht installiert werden, wird aber zusammen mit dem ebenfalls aus Spendengeldern finanzierten Sonnensegel die Anlage spätestens im Frühjahr optimal abrunden.

Gut angelegtes Geld

Für die gesamte Umgestaltung des „Pulverichs“ investierte die Oranienstadt rund 525.000 Euro. „Gut angelegtes Geld für die Zukunft der Nanzenbacher“, so Bürgermeister Michael Lotz. Das Land Hessen fördert die Maßnahme mit einem Betrag von 210.000 Euro (70 % der Nettobaukosten). Vizelandrat Roland Esch, der in seiner Bürgermeisterzeit schon zwei Dorferneuerungen durchführte, gratulierte den Nanzenbachern zur neugestalteten Anlage: „Sie können stolz sein auf Ihre Ideen und Ihre Motivation. Nanzenbach gehört zu den letzten Orten im Lahn-Dill-Kreis, bei denen eine Dorferneuerung durchgeführt wurde, die es so als Förderprogramm nicht mehr geben wird“, berichtete Esch.

Foto: Oranienstadt Dillenburg

Ehrenamtliche packten an

Wie schon bei allen anderen Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung haben viele  ehrenamtliche Helfer, auch vom Verein „Nanzenbach! Das Dorf“, beim Pulverich kräftig mit angepackt. Das Abräumen des Platzes, die Deinstallation der alten Spielgeräte und der Zäune und Hilfe bei der Bepflanzung sind nur wenige Beispiele, wie zahlreiche Nanzenbacher die Stadt durch ihre umfangreichen Eigenleistungen unterstützten und damit zu großen Einsparungen beitrugen. Das Dillenburger Stadtoberhaupt zeigte sich sichtlich stolz: „Das ist ein wirkliches Kleinod hier. Das verdanken wir den Menschen im Dorf“. Lotz bedankte sich ebenso herzlich beim Amt für den ländlichen Raum für die hervorragende Begleitung und die Fördermittel von über 700.000 Euro, die teilweise aus EU-Töpfen flossen. Seinen Dank richtete er auch an die politischen Gremien für die richtige Entscheidung, die Mittel für die Dorferneuerung nicht zu kürzen, denn das Resultat könne sich heute mehr als sehen lassen. Büros, Planer, Architekten, Baufirmen und Handwerksbetriebe haben die Oranienstadt während der Dorferneuerung sehr konstruktiv und mit guter Qualität begleitet. „Ich sage allen, die so unfassbar viel Zeit und Engagement hier eingebracht haben, an dieser Stelle herzlichen Dank! Trotz allem guten Willen und Bemühen hätten wir als Verwaltung niemals diese Qualität und diesen Mehrwert für unser Nanzenbach erreichen können, wenn hier nicht so viele Menschen mitgezogen hätten“, sagte Bürgermeister Michael Lotz zum Abschluss des offiziellen Teils. 

Gebührende Feierlichkeiten

Die Einweihung des neuen „Pulverichs“ feierten die Nanzenbacher gebührend mit einem Fußball-Dorfturnier am Samstag. Sechs Mannschaften kickten um die Gesamtsumme der Startgelder als Preisgeld und einen ansehnlichen Pokal. Das Fest findet am Sonntag mit einem Gottesdienst und einem Frühschoppen seinen Abschluss.


Nicht nur die Kinder freuen sich auf den ersten Anstoß (v. l. n. r.): Bürgermeister Michael Lotz, Erster Kreisbeigeordneter Roland Esch, Ortsvorsteherin Simone Hille-Zauberys und vom Verein „Nanzenbach! Das Dorf! e. V.“ Vorsitzender Stefan Müller, Heiko Müller als Projektleiter „Pulverich“ und Hans-Gerd Bräuer
Nicht nur die Kinder freuen sich auf den ersten Anstoß (v. l. n. r.): Bürgermeister Michael Lotz, Erster Kreisbeigeordneter Roland Esch, Ortsvorsteherin Simone Hille-Zauberys und vom Verein „Nanzenbach! Das Dorf! e. V.“ Vorsitzender Stefan Müller, Heiko Müller als Projektleiter „Pulverich“ und Hans-Gerd Bräuer. Foto: Oranienstadt Dillenburg

2,85 Millionen Euro für die Dorferneuerung

Insgesamt stellte die Oranienstadt Dillenburg rund 2,85 Millionen Euro für die Dorferneuerung in Nanzenbach zur Verfügung. Als erste Maßnahme wurde 2015 die Grünanlage unterhalb der Schule ihrer Bestimmung übergeben. Zwei Jahre später folgte die Umgestaltung der Bushaltestelle in der Dorfmitte. Mit der Einweihung der Mehrgenerationenstätte vor neun Monaten ging das größte Projekt in der aktiven Erneuerungsphase zu Ende. Neben den kommunalen Vorhaben konnten knapp 30 private Projekte mit einer Investitionssumme von einer knappen Million umgesetzt werden. Dafür wurden Zuschüsse in Höhe von 270 000 Euro bewilligt. Aber die Nanzenbacher haben sich natürlich auch außerhalb der Dorferneuerung noch so einiges vorgenommen. „ Wir machen weiter“, so der 1. Vorsitzende des rührigen Vereins „Nanzenbach! Das Dorf! e. V.“, „auch die zweite Bushaltestelle im Dorf muss noch umgestaltet werden.“