Flüchtlinge aus der Ukraine finden erste Hilfestellungen und Antworten zu Fragen unter dem nachfolgenden Link. Die Informationen an dieser Stelle werden laufend erweitert.
In Dillenburg entsteht ein Fitness-Wald für Alle
Gemeinschaftsprojekt von Schule, Stadt und HessenForst
In Dillenburg entsteht in Kürze ein Fitness-Wald für Alle. Das Gemeinschaftsprojekt der Otfried-Preußler-Schule Dillenburg, der Oranienstadt und HessenForst soll in den nächsten Wochen umgesetzt werden. Dabei entstehen im Wald oberhalb der Schule auf einer Länge von 1,2 km insgesamt 12 Stationen, an denen Hinweisschilder zu einer sportlichen Betätigung motivieren. Der Fitness-Wald ist in erster Linie ein Angebot für Schüler und Schülerinnen der Otfried-Preußler-Schüler, für die Mitarbeitenden der Lebenshilfe Dillenburg e.V., für alle Waldbesuchenden, aber auch für die Kinder der Waldgruppe der städtischen KiTa „Der kleine Prinz“.
Umsetzung startet im April
Entstehen sollen die Bewegungsstationen entlang der Waldwege oberhalb der Otfried-Preußler-Schule am Forstdenkmal. Noch im April wird mit der Umsetzung begonnen. Im Rahmen zweier Projekttage werden die Schülerinnen und Schüler einer Berufsorientierungsklasse gemeinsam mit Mitarbeitern des HessenForsts den *Fitness -Wald* bauen, so dass einer Eröffnung im Frühjahr nichts im Wege steht. Die Oranienstadt übernimmt die Kosten für die Beschilderung und Unterhaltung. Außerdem überprüft das Stadtwerke-Team regelmäßig die Standfestigkeit der Pfosten, Schilder und der aufgestellten Objekte, um die Verkehrssicherungspflicht zu gewährleisten.
Gelungene Idee
Die gelungene Idee für den neuen „Fitness-Wald“ stammt aus der Schulklasse von Alexandra Fink. Gerade die letzten, pandemiegeprägten Jahre hätten doch vieles an Spaß missen lassen. Kontaktbeschränkungen und die Reduzierung von Freizeitangeboten trafen die Schülerinnen und Schüler hart. Viele Ängste bauten sich auf, die körperlich und seelisch zum Ausdruck kamen. „Wann immer es der Schulalltag zuließ, bewegten wir uns deswegen im Freien“, berichtet Alexandra Fink. „Mal auf dem Schulhof, mal im nahegelegenen Wald absolvierten wir kleine Fitnessübungen, die ohne viel Aufwand in den Schulalltag eingebaut werden konnten.“ Als Medium nutzte die Gruppe Bewegungskarten, die durch die klare Bebilderung ansprechend waren und deswegen auch beim geplanten Fitness-Wald zum Einsatz kommen sollen. „Allen machten die kleinen Bewegungsübungen Spaß und bei manchen ‚Figuren‘ gab es lautes Gelächter“, so die Lehrerin weiter.
Hinweisschilder geben Hilfestellung zu Übungen
Ein Hinweisschild am Anfang und am Ende macht die Waldbesuchenden auf die neue Betätigungsmöglichkeit aufmerksam. Insbesondere der Schülerschaft der Otfried-Preußler-Schule und den MitarbeiterInnen der Lebenshilfe Dillenburg werden die Übungen mit Bildern und schriftlichen Anweisungen in *Leichter Sprache* erklärt. Einzelne Stationen werden mit Bänken oder Baumstämmen ergänzt. Ansonsten ist vorwiegend der eigene Körper als Bewegungselement vorgesehen. Dazu gehören klassische Aufgaben wie Sit-ups oder Liegestütze, aber auch kreative Elemente wie „nach den Sternen greifen“. Alle Übungen bieten individuelle Möglichkeiten, da die Intervalle selbst gesteigert werden können. Wer noch Kondition hat, kann von einer zur nächsten Station zügig walken oder joggen.
Oranienstadt und HessenForst unterstützen das Projekt
Die Oranienstadt Dillenburg und HessenForst unterstützen das Projekt der Schule gerne, da es einen sportlichen, gesundheitlichen und waldpädagogischen Mehrwert für Dillenburg hat. Alle Beteiligten freuen sich schon auf die Projekttage und die Eröffnung, die voraussichtlich Ende April stattfinden wird.


Spende für das Waldschwimmbad
Mit einer Spende über 20.000 Euro unterstützt der Förderverein Waldschwimmbad Oberscheld zwei wesentliche Neuerungen für das Schwimmbad. Die Platzverhältnisse im 1965 erstellten Hauptgebäude entsprechen nicht mehr dem heutigen Bedarf für Technik, Servicebereich und Besucherströme. Somit gab es Überlegungen zu einer Ausgliederung der Lagerstellen für Gartengeräte und der für die Technik erforderlichen Betriebsmittel. Als Lagermöglichkeit für Gartengeräte, Traktor und Mähmaschinen wurde eine Garagenlösung im unteren Bereich des Schwimmbades etabliert. Für die Betriebsmittel stellt eine Containerlösung in unmittelbarer Nähe der Technikräume eine wesentliche Verbesserung von Arbeitsflächen und Laufwegen dar.

Oranienstadt dankt dem Förderverein Waldschwimmbad e. V.
Für beide Anschaffungen mit einem Gesamtwert von rund 27.000 € stellt der Förderverein Waldschwimmbad Oberscheld einen Zuschuss über insgesamt 20.000 € zur Verfügung. Hinzu kommen die Arbeitsstunden des Fördervereins für die zusätzlichen Räum- und Änderungsarbeiten. Bei der Übergabe durch den Vorsitzenden Franz Kern und die Kassenwartin Heidi Brandes am 25. März bedankten sich Magistratsdirektor Reiner Pulfrich im Namen der Servicebetriebe und Stadtrat Hans-Werner Schech für den Magistrat der Oranienstadt Dillenburg für die große Unterstützung durch den Förderverein und die Aktiven des Waldschwimmbades Oberscheld.
Bericht und Foto: Hans-Jürgen Ramisch
Saisonauftakt auf dem Schlossberg
Am Freitag, 1. April beginnt die diesjährige Museumssaison auf dem Dillenburger Schlossberg. Die Besuchenden können wieder das Oranien-Nassauische Museum im Wilhelmsturm und das wirtschaftsgeschichtliche Museum in der Villa Grün besuchen. Auch finden wieder Führungen durch die Kasematten statt.

Mit buntem Rahmenprogramm vom 1. bis 3. April startet die neue Museumssaison
Im Wilhelmsturm wird die Oranien-Nassauische Geschichte auf vier Ausstellungsebenen umfassend präsentiert. Die Besuchenden erfahren Wissenswertes über das Leben und politische Wirken des Wilhelm von Oranien (1533 auf dem Dillenburger Schloss geboren) und der historischen Verbindung des niederländischen Königshauses zu Dillenburg. Nach dem Rundgang können die Besuchenden im Außenbereich des ersten Obergeschosses eine herrliche Aussicht auf die Oranienstadt Dillenburg genießen.
Bergbau und Industrie heute
Im Museum Villa Grün finden die Gäste einen Zugang zur Vergangenheit und Gegenwart der lokalen Wirtschaft. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung „Industrie heute“ öffnet sich im Obergeschoss ein Panorama historischer Öfen und Herde, deren Produktion bis vor etwa 50 Jahren neben dem Bergbau der Wirtschaftsschwerpunkt des Dillkreises war. Untertage-Atmosphäre erwartet hingegen die Besuchenden im Untergeschoss, die in der Abteilung „Rohstoffe und Wirtschaft“ in die Welt des Bergbaus eintauchen können: Hier erhalten Interessierte einen umfassenden Einblick in die Bergbaugeschichte. Vom 1. – 3. April sind beide Museen durchgängig von 10.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Eintritt: Erw. 4 € / Ki. (bis 15 Jahren) 2 €.
Dillenburgs Unterwelt erleben
Der Höhepunkt eines jeden Schlossbergbesuchs ist eine Kasemattenführung. Die Besuchenden werden rund einen Kilometer durch mehr oder weniger schmale Gänge unter dem ehemaligen Schloss geführt, bestaunen eine kirchenkuppel-ähnliche Halle („die große Durchfahrt“) und erfahren, dass bis zu 2.000 Soldaten aus diesen Verließen das ehemalige Schloss zu verteidigen versuchten. Im Zeitraum vom 1. – 3. April findet jeweils um 15.00 Uhr eine Kasemattenführung statt. Für die Teilnahme an einer Kasemattenführung ist eine telefonische Anmeldung unter 02771/800065 erforderlich, da die Teilnahmezahl begrenzt ist. Eintritt: Erw. 4 € / Ki. (bis 15 Jahren) 2 €.
Informationstafeln auf dem Schlossberg
Das historische Schlossberggelände lädt ebenfalls zu einem informativen Rundgang ein. Auf dem Gelände sind an neun markanten Standorten zwölf Informationstafeln aufgestellt, die die Mächtigkeit des früheren Schlosses aufzeigen. Die Outdoor-Führungen finden am 2. und 3. April jeweils um 14.00 Uhr statt.
Treffpunkt: Villa Grün; Eintritt: 2 €.
Projektgruppe begrüßt die neue Saison
Die Projektgruppe „Leben im 18. Jahrhundert“ des Dillenburger Museumsvereins e. V. wird in historischer Uniform die Besuchenden begrüßen. Ein Feldlager auf dem Schlossberg vermittelt den Gästen einen Einblick in das Leben im 18. Jahrhundert. Auf Gesangseinlagen dürfen sich die Besuchenden ebenfalls freuen. Auch der Schlossbergverein Dillenburg e.V. ist bei der Eröffnung der Museumssaison mit dabei. Die ebenfalls in historischer Kleidung kostümierten Damen laden die Besuchenden herzlich zu Kaffee und Kuchen ins Stockhaus ein (Samstag, 2. April von 13.00 – 17.00 Uhr und Sonntag, 3. April von 11.00 – 17.00 Uhr).
Sonderausstellungen im Museum Villa Grün

Die Ausstellung „Handel und Gewerbe in der Friedrichstraße und Umgebung in den 1950er Jahren“ eröffnet das diesjährige Sonderausstellungsprogramm in der Villa Grün. Vom 1. April bis28. Mai wird das Dillenburger Stadtviertel rund um die Friedrichstraße als reges Handels- und Gewerbeviertel gezeigt.
Die Besuchenden erfahren, dass in den 1950er Jahren die Friedrichstraße, die Presber- und Sophienstraße
sowie im Neuen Weg mit zahlreichen Handwerksbetrieben, Kaufleuten, Gewerbetreibenden, Lebensmittelgeschäften, Bäckereien und Metzgereien ein fast autarkes Viertel bildeten.
Vom 3. Juni bis 28. August folgt die Ausstellung „Surreale Welten“. Surrealismus („Über der Wirklichkeit“‘) ist fern von Logik und Vernunft und entführt die Besuchenden in völlig andere Welten. In dieser Schau werden Werke u.a. von Salvador Dalí, René Magritte und Joan Miró zu sehen sein. Ab dem 2. September ist der freie Fotograf Jan Bosch mit der Ausstellung „Industriekultur Mittelhessen“ in der Villa Grün zu Gast. Mit seinen Fotografien hält er historische Architektur und Industrielandschaften im heimischen Raum eindrucksvoll fest. Die Fotoausstellung ist bis einschließlich 1. November zu sehen.
Das Kapellchen wird mit einer Kunstausstellung der Öffentlichkeit präsentiert
Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wird das „Kapellchen“ am Samstag, 2. April und am Sonntag, 3. April jeweils von 12.00 – 16.00 Uhr der Öffentlichkeit präsentiert. Dieses Gewölbe, das zum Bollwerk Jägergemach gehört, wurde von den damaligen Bürgerinnen und Bürgern „Kapellchen“ genannt, da die Bauweise dem Innenraum einer Kirche ähnelt. Das Kapellchen soll zukünftig für diverse kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Musikaufführungen genutzt werden. Im Rahmen der Einweihung wird der in Dillenburg geborene Künstler Christoph Diehl seine ausdrucksstarken Werke im Kapellchen ausstellen. Der Künstler wird an beiden Tage persönlich vor Ort sein und für Kunstgespräche zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist kostenfrei.
Kinder-Malaktion in der Villa Grün
In der Villa Grün findet am Samstag, 2. April und Sonntag, 3. April in der Zeit von 12.00 – 16.00 Uhr eine Postkarten-Malaktion statt. Unter dem Motto „Kunst in Kleinformat“ sind alle Kinder herzlich eingeladen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und Postkarten-Rohlinge in kleine Kunstwerke zu verwandeln. Die Meisterwerke können die jungen Künstlerinnen und Künstler an der Museumskasse als Grußkarte an Familienangehörige oder Freunde versenden. Teilnahme: Kostenfrei mit Eintrittskarte.
Saisoneröffnung auf einen Blick:
- Der Wilhelmsturm und die Villa Grün sind vom 1. – 3. April von 10.00 – 17.00 Uhr durchgängig geöffnet
- Kasemattenführungen finden vom 1. – 3. April, jeweils um 15.00 Uhr statt.
Für die Teilnahme an einer Kasemattenführung ist eine telefonische Anmeldung unter 02771/800065 erforderlich. Treffpunkt: Wilhelmsturm
- Schlossbergführungen im Außengelände: 2. und 3. April, jeweils um 14.00 Uhr.
Treffpunkt: Museum Villa Grün
- Kinder-Malaktion in der Villa Grün: 2. – 3. April, jeweils um 12.00 – 16.00 Uhr
- Öffnungszeiten Kapellchen: 2. – 3. April, jeweils von 12.00 – 16.00 Uhr
- Kaffee und Kuchen im Stockhaus: 2. April von 13.00 – 17.00 Uhr und 3. April von 11.00 – 17.00 Uhr
Das Museumsteam freut sich auf Ihren Besuch!
Hinweis für Besuchende: Derzeit gilt die 3G-Regel: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und getestete Personen mit tagesaktuellem Negativ-Nachweis und einer medizinischen Maske über Mund und Nase (OP- oder FFP2-Maske).

Grundsteuerreform in Hessen
Die Hessischen Finanzämter informieren derzeit über die neue Grundsteuer in Hessen. Die neue Grundsteuer wird zwar erst ab dem Jahr 2025 eingeführt, jedoch sind die Finanzämter bereits im laufenden Jahr 2022 darauf angewiesen, dass alle Eigentümerinnen eines Grundstücks, eines Hauses oder einer Wohnung Ihrem Finanzamt eine nur wenige Angaben umfassende Erklärung zum Grundsteuermessbetrag einreichen.
Der Grundsteuermessbetrag
Der Grundsteuermessbetrag ist das Berechnungsergebnis aus den vom Eigentümer/von der Eigentümerin erklärten Angaben und den vom Finanzamt automatisch beigesteuerten Faktoren. Diesen Messbetrag multipliziert die Kommune mit dem örtlichen Grundsteuerhebesatz und setzt hiermit die Grundsteuer für das jeweilige Objekt fest.
Erklärungen vom 01. Juli bis 31. Oktober abgeben
Wer zum 01. Januar 2022 Eigentümer/in eines unbebauten oder bebauten Grundstücks, einer Eigentumswohnung oder eines Betriebes Land- und Forstwirtschaft oder auch nur einzelner land- und forstwirtschaftlicher Flächen ist, hat in der Zeit vom 01. Juli bis 31. Oktober 2022 ein Erklärung abzugeben. Die Abgabe muss über das ELSTER-Verfahren des Finanzamtes erfolgen, nur in Einzelfällen sind Ausnahmen von der Pflicht zur elektronischen Abgabe möglich. Details zum Inhalt der abzugebenden Erklärung sowie alle Infos rund um die Grundsteuerreform finden sich auf der Internetseite der Hessischen Steuerverwaltung unter grundsteuer.hessen.de. Hier findet man auch die Kontaktdaten der zuständigen Finanzämter, die für Rückfragen zur Verfügung stehen.
95 Cent für den Frieden
Mit einer besonderen Aktion möchte die Pfarrei Zum Guten Hirten an der Dill ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine setzen. Die Pfarrei hat 10.000 Postkarten für den Frieden drucken lassen, adressiert an den russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin.
Auf der Vorderseite der Postkarten ist eine weiße Friedenstaube auf blauem Hintergrund zu sehen. In russischer und deutscher Sprache steht geschrieben „Herr Putin, bitte stoppen Sie den Krieg!“ Auf der Rückseite ist Platz für eine kleine Nachricht. Die Pfarrei ruft die Menschen dazu auf, die Postkarten an Putin zu versenden.
Die Postkarten liegen kostenlos in den Kirchen sowie den Pfarrbüros der Pfarrei Zum Guten Hirten an der Dill aus. Die Portokosten für eine Karte betragen 95 Cent. Es ist auch möglich, die Postkarten selbst auszudrucken.
Beteiligungsbericht 2020
Den Beteiligungsbericht der Oranienstadt Dillenburg für das Geschäftsjahr 2020 können Sie nachfolgend einsehen.
Bauleitplanung “Östlich der Industriestraße”
„Die Stadtverordnetenversammlung der Oranienstadt Dillenburg hat in ihrer Sitzung am 09.12.2021 gemäß § 2 (1) BauGB die Aufstellung des Bebauungsplanes „Östlich der Industriestraße“ im Stadtteil Frohnhausen beschlossen.“
Heiraten in der Oranienstadt Dillenburg
Die traditionelle Heiratssaison rund um die Monate Mai, Juni und Juli steht vor der Tür. Mit dem nahenden Frühling und erneut sinkenden Pandemiezahlen trauen sich wieder vermehrt Hochzeitspaare vor die Standesbeamtinnen und Standesbeamten.
Ein romantischer, persönlicher und unvergesslicher Tag
Man kann wieder heiraten, hat die Möglichkeit, zumindest kleinere Feste und Feierlichkeiten zu begehen und irgendwie kommt Stück für Stück eine gewisse Normalität zurück. Viele der rund 420.000 Brautpaare, die sich alljährlich in Deutschland das Jawort geben, stecken schon in der heißen Phase der Vorbereitungen. Und auch für das Schnapszahldatum 22.02.2022 ist so manche Hochzeitsplanung bereits angelaufen. Im Dillenburger Standesamt sind für den nächsten Dienstag drei Eheschließungen angemeldet, was für einen Werktag mitten in der Woche ungewöhnlich ist. Deutschland ist in Sachen “Schnapszahl” im Vergleich zu seinen Nachbarländern führend. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine derartige Begeisterung für den schrägen Standesamtstermin. So wird in Spanien und Portugal eher im Juli und August geheiratet, während die Italiener das Frühjahr bevorzugen, wie die dortigen Standesämter bestätigten – denn, so die nüchterne Feststellung, diese Zeit stehe für Fruchtbarkeit und Fortpflanzung. Auch Franzosen lassen sich von der Schnapszahl nicht aus der Ruhe bringen.
Attraktiver Ort für den Bund fürs Leben
Für alle, die ihren Partner fürs Leben gefunden haben, bietet sich die Oranienstadt Dillenburg als ein attraktiver Ort zum Heiraten an. Rund 100 Eheschließungen finden hier in einem durchschnittlichen (pandemielosen) Jahr statt. Die Anziehungskraft Dillenburgs zeigt sich deutlich an der Anzahl der Heiratswilligen, die nicht in Dillenburg wohnen: alleine 30 Paare kamen nicht aus Dillenburg. Außergewöhnlich ist auch ein besonderes Angebot unseres Standesamtes, bietet dieses doch nach Absprache einmal im Monat Samstagstrauungen an. Für Paare, die für ihre standesamtliche Trauung ein besonderes oder historisches Ambiente wünschen, stellt die Oranienstadt bis zu sechs Trauzimmer zur Verfügung.
Die Räumlichkeiten
Die Kapazitäten für die Hochzeitsgesellschaften sind derzeit wegen der Pandemie noch begrenzt und können beim Standesamt individuell erfragt werden.
Wilhelmsturm auf dem Schlossberg (Zusatzgebühr 100 Euro)
Den Trauraum in 3. Stock erreicht man ausschließlich über 114 Stufen und acht Windungen einer engen Wendeltreppe. Der angrenzende Balkon des Trauzimmers ermöglicht einen imposanten Blick auf Dillenburg und Umgebung. Durch die Nutzung als Museum steht der Turm während der Öffnungszeiten auch anderen Besuchenden zur Verfügung. Eine Toilette ist nicht vorhanden. Das Streuen von Reis, Blumen etc. ist im Wilhelmsturm nicht gestattet (gilt auch für die Villa Grün). Eheschließungen sind von Ostern bis zum 01.11. eines Jahres nur an bestimmten Wochentagen möglich. Wegen der fehlenden Toilette können Termine für Eheschließungen im Wilhelmsturm coronabedingt zurzeit noch nicht wieder vereinbart werden.
Villa Grün – Wirtschaftsgeschichtliches Museum (Zusatzgebühr 100 Euro)
Eheschließungen werden in der Villa Grün in einem Saal vorgenommen, der an die Terrasse zum Garten hin angrenzt und damit barrierefrei erreichbar ist. Bei der Villa Grün handelt es sich um ein Wirtschaftsgeschichtliches Museum, das in der Zeit von Ostern bis zum 1. November von zahlreichen Besuchenden aufgesucht wird. Eheschließungen sind auch deswegen nur von Ostern bis 01.11. eines Jahres in der ausstellungsfreien Zeit möglich.
Rathaus der Stadt
Der große Sitzungssaal des Anfang des 20. Jahrhunderts erbauten Rathauses bietet die Möglichkeit einer Eheschließung in historischer Kulisse. Eheschließungen sind ganzjährig möglich.
Landgestüt “Prinzenhaus” (Zusatzgebühr 119 Euro)
Auf dem Gelände des Hessischen Landgestüts, eingebettet in die baulichen Anlagen des Gestüts, befindet sich das Verwaltungsgebäude des Landgestüts (auch als
“Prinzenhaus” bezeichnet). Der barocke Prinzensaal im 1. Stock ist ausschließlich über Treppen erreichbar und kann als Trauzimmer genutzt werden. Termine für Eheschließungen sowie Sektempfänge im Gestütshof oder –garten können coronabedingt zurzeit noch nicht wieder vereinbart werden.
Das Kutschenmuseum
Das barrierefreie Kutschenmuseum (Orangerie) befindet sich in nächster Nähe zum Hessischen Landgestüt. Das ebenerdige Trauzimmer steht zurzeit wegen der anhaltenden Sanierung des Gebäudes nicht zur Verfügung.
Trausaal im Standesamt am Bahnhof
Der Trausaal des Standesamtes befindet sich im 1. Stock des Verwaltungsgebäudes und ist noch nicht barrierefrei. Eheschließungen sind ganzjährig möglich. Für die Anmeldung der Eheschließung ist das Standesamt des Wohnortes zuständig. Auch, wer nicht in Dillenburg gemeldet ist, kann den Bund der Ehe hier eingehen. Für Auskünfte und zur Klärung der notwendigen Formalitäten steht das Team vom Standesamt unter den Telefonnummern 02771/896-250, -251 oder -233 oder Mail standesamt@dillenburg.de gerne zur Verfügung. Gerne kümmert sich das Standesamt um eine individuelle Gestaltung und ermöglicht an einigen Trauorten einen Sektempfang
3G für Besuch in Verwaltungsgebäuden
Zum Schutz der Mitarbeitenden vor zusätzlichen Infektionsgefahren und zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger untereinander, können die städtischen Verwaltungsgebäude ab sofort nur noch unter Einhaltung der 3G-Regelung betreten werden. Die neue Zutrittsregelung beinhaltet, dass Besucherinnen und Besucher nur mit Termin und bei Vorlage eines Geimpft- oder Genesenennachweises bzw. eines tagesaktuellen Tests (nicht älter als 24 Stunden) die Einrichtungen aufsuchen können. Der Nachweis für Kinder unter 6 Jahren kann entfallen, ansonsten gilt das Testheft der Schulen. Sollten Bürgerinnen und Bürger keinen Nachweis vorlegen wollen, prüft die Verwaltung, inwiefern eine kontaktlose Leistungserbringung möglich ist. Wir möchten so unsere Serviceleistungen aufrechterhalten. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 19. März 2022.


