Magistrat konstituiert sich neu

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der neue Dillenburger Magistrat hat sich für die nächsten fünf Jahre konstituiert

Der Dillenburger Magistrat ist nach der Kommunalwahl am 14. März erstmalig zusammengetreten. Bereits bei der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 22. April führte Bürgermeister Michael Lotz die Stadträte und Stadträtinnen in die neue Wahlperiode ein. Für die nächsten fünf Jahre werden nun die bisherigen und neuen zehn Mitglieder des Magistrats unter dem Vorsitz des Bürgermeisters die Geschicke der Verwaltung leiten.

Neue Mitglieder in Dillenburgs Verwaltungsspitze

Zum Gremium gehören nun (in alphabetischer Reihenfolge) Gerhard Anders (CDU), Helmut Blecher (Bündnis 90/Die Grünen), Marianne Henrich (CDU), Henning Hofmann (CDU), Karin Pflug (CDU), Rüdiger Reese (FDP), Hans-Werner Schech (SPD), Prof. Dr. Michael Wagner-Kern (Bündnis 90/Die Grünen) und Elke Weppler (SPD). Ausgeschieden sind die Erste Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (CDU), sowie die Stadträte Heinz Hermann und Horst Pfeiffer (beide SPD). Neuer Erster Stadtrat ist Gerhard Anders. Hans-Werner Schech aus Oberscheld verzeichnet mit der Einführung als Magistratsmitglied seine Premiere in den städtischen Gremien, während Prof. Dr. Michael Wagner-Kern aus Dillenburg bereits bis 2006 Stadtverordneter und zuletzt bis 2009 Mitglied im Dillenburger Ortsbeirat war.

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der neue Dillenburger Magistrat hat sich für die nächsten fünf Jahre konstituiert
Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der neue Dillenburger Magistrat hat sich für die nächsten fünf Jahre konstituiert

Die Sitzungen des Magistrats finden nichtöffentlich und in der Regel einmal wöchentlich  statt. Das Gremium berät und entscheidet über laufende Angelegenheiten der Oranienstadt, wie z. B. Personal- und einfache Grundstücksangelegenheiten.

Klaus-Achim Wendel wiedergewählt

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (Mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Lothar Schäfer (links) und Silke Schumacher (rechts)

Der bisherige Stadtverordnetenvorsteher ist auch der künftige: Klaus-Achim Wendel (CDU) aus Dillenburg wurde bei der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung als Vorsitzender wiedergewählt. Silke Schumacher (CDU) aus Manderbach und Lothar Schäfer (SPD) aus Dillenburg werden ihn im Abwesenheitsfall vertreten.

Engagiertes Arbeiten gegen Politikmüdigkeit

Klaus-Achim Wendel übernimmt die Funktion des Parlamentsvorsitzenden schon zum vierten Mal. Zu seinen Aufgaben gehört die Einladung und Leitung der Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung, die etwa alle sechs Wochen zusammenkommt. Er sorgt für einen geordneten Ablauf, übt das Hausrecht aus und repräsentiert die Stadt als „erster Bürger“ bei zahlreichen Terminen und zu verschiedenen Ereignissen. Protokollarisch steht er als solcher noch über dem Bürgermeister. Für besondere Anlässe steht ihm ein kleines, eigenes Budget zur Verfügung. Für seine Wiederwahl dankte er herzlich allen Stadtverordneten und bat um Unterstützung in seinem Amt: „Lassen Sie uns gemeinsam gegen die allgemeine Politikmüdigkeit arbeiten und setzen Sie sich mit mir zusammen ein für ein lebenswertes Dillenburg“. Sein erster Vertreter wurde Lothar Schäfer (SPD), der diese Funktion auch bisher ausübte. Sollte er verhindert sein, wird Silke Schuhmacher (CDU) diese Aufgabe übernehmen.

Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (Mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Lothar Schäfer (links) und Silke Schumacher (rechts)
Foto (Oranienstadt Dillenburg): Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (Mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Lothar Schäfer (links) und Silke Schumacher (rechts)

Verabschiedung von Elisabeth Fuhrländer

Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel mit der ehemaligen Ersten Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Elisabeth Fuhrländer (CDU) ist als Erste Stadträtin der Oranienstadt Dillenburg von Bürgermeister Michael Lotz aus ihren politischen Ämtern verabschiedet worden. Die Dillenburgerin hatte 20 Jahre lang den Bürgermeister vertreten und sich mit Leidenschaft für die Belange der Stadt eingesetzt. Ihr Nachfolger wurde Gerhard Anders (CDU) aus Oberscheld. Auch die Stadträte Horst Pfeifer und Heinz Hermann (beide SPD) schieden aus dem Magistrat aus.

20 Jahre lang als Erste Stadträtin im Dienst der Stadt

Elisabeth Fuhrländer war seit 1993 Mitglied der städtischen Gremien. Zunächst gehörte sie vier Jahre lang der Stadtverordnetenversammlung an, war Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses und des Ausschusses für Jugend und Soziales. Seit April 1997 war sie Mitglied des Magistrates. In hervorgehobener Position der Ersten Stadträtin – der direkten Vertretung des Bürgermeisters wirkte sie ab 2001 und begleitete noch ein Jahr lang den damaligen Bürgermeister Helmut Meckel. In dieser Funktion war sie außerdem Mitglied in den unterschiedlichsten Kommissionen, Beiräten, Gremien und Ausschüssen. Sie hat Dillenburg bei Tausenden von Anlässen im In- und Ausland repräsentiert und vertreten. In 2002 händigte sie die Ernennungsurkunde für Bürgermeister Michael Lotz aus und arbeitete mit ihm vertrauensvoll und sehr freundschaftlich zusammen. Dieser äußerste sich bei der Verabschiedung der 80jährigen Dillenburgerin bei der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung sichtlich gerührt über seine langjährige Vertreterin: „Ich konnte immer auf ihre Loyalität unserer Stadt, ihren Gremien und der Verwaltung gegenüber bauen. Sie hat in diesen langen Jahren unglaublich viele Termine wahrgenommen, Stunden gearbeitet und sich immer mit Leidenschaft für ihre Heimatstadt engagiert. Sie ist nicht nur in der Oranienstadt, sondern in der gesamten Region eine Frau, die mit ihrer Aufgabe für Dillenburg identifiziert und wertgeschätzt wird. 20 Jahre die Erste Stadträtin zu sein ist eine hervorragende und außergewöhnliche Leistung, die den Respekt und die Anerkennung von uns allen verdient hat.“ Unterstützt wurde sie in ihrem Amt auch immer von ihrem Partner Walter. Bürgermeister Michael Lotz betonte, wie ungern er sie gehen lasse. Er dankte ihr herzlich und wünschte ihr und ihrem Mann nun eine Zeit, in der sich beide hoffentlich bei guter Gesundheit an den schönen Dingen des Lebens noch lange erfreuen könnten. Neuer Erster Stadtrat wurde Gerhard Anders (CDU) aus Oberscheld.

Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel mit der ehemaligen Ersten Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (Foto: Oranienstadt Dillenburg)
Foto: Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel mit der ehemaligen Ersten Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Heinz Hermann und Horst Pfeifer scheiden aus Magistrat aus

Mit der neuen Wahlperiode schieden auch die Stadträte Heinz Hermann und Horst Pfeifer (beide SPD) aus dem Magistrat aus. Beide waren lange Jahre in der Politik an unterschiedlichen Positionen der Oranienstadt aktiv. Das Engagement von Heinz Hermann aus Frohnhausen begann 1981 und das von Horst Pfeifer aus Dillenburg im Jahr 1975 (mit Unterbrechung). Sie nahmen Funktionen im Ortsbeirat, in der Stadtverordnetenversammlung, in den Ausschüssen und Kommissionen und eben auch im Magistrat wahr. Wie viele Stunden, wie viele Diskussionen, wie viele Termine, wie viele Vorbereitungen auf Sitzungen dadurch entstanden, ist heute nur schwer feststellbar. Beide Herren ließen sich von dem hohen Zeitaufwand für ihre Ämter nicht abschrecken und wirkten jahrzehntelang an jedem Tag für die Belange der Dillenburger*innen.

Die Menschen, die dahinter stehen

Bürgermeister Michael Lotz: „Und bei dieser Betrachtung wird allzu oft nicht berücksichtigt, dass wir nur über Funktionen bei solchen Wahlen oder einer Konstituierung sprechen, aber doch Menschen diese ausfüllen und dahinterstehen. Menschen, deren Leben natürlich außerhalb der Politik ebenfalls stattfindet. Beruf, später der Ruhestand, die Familien mit freudigen und manchmal sehr traurigen Ereignissen, Gesundheit und Krankheit, harmonische und weniger schöne Ereignisse. All` das führt zu einer engen Verknüpfung der Lebenswege der aktiven Kommunalpolitiker*innen auch mit der Stadt, den Kolleg*innen aus anderen Fraktionen, der Verwaltung und externen Partnern. Und wenn heute drei verdiente Kollegen des Magistrates ausscheiden, dann geht damit auch ein prägender Lebensabschnitt der betreffenden Persönlichkeiten zu Ende.“ Das Stadtoberhaupt bedankte sich bei den langjährigen und verdienten, in der Sitzung leider beide nicht anwesenden Stadträten Heinz Hermann und Horst Pfeifer für ihren Dienst für die Menschen der Oranienstadt.

Foto: Der wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel mit der ehemaligen Ersten Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (Foto: Oranienstadt Dillenburg)

Informationen zum neuartigen Coronavirus

Ein Mensch mit Maske, Schutzhaube, -brille, und -handschuhen hält ein Teströhrchen in den Händen

Stand: 10.06.2021

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Kanalbaumaßnahme in Oberscheld

Das Bild zeigt einen Blick in die Marburger Straße, Ortsmitte Oberscheld, Foto: Oranienstadt Dillenburg

Ab 6. April werden wir im Ortskern Oberscheld, in der Marburger Straße, auf einer Länge von 250 Metern Schäden am Mischwasser-Kanalsystem beheben. Hier haben wir bei einer Kamerauntersuchung eine Reihe undichter Stellen in der aus den 80er Jahren stammenden Bachverrohrung entdeckt. Hinzu kommt der Bau eines Regenüberlaufbauwerks, das in Zukunft 50 Kubikmeter Wasser aufnehmen kann und beispielsweise bei Starkregen die Fluten aufnimmt und so als Puffer dient. Wir investieren im Bergmannsdorf eine Million Euro. Für die Arbeiten ist ein Zeitraum von insgesamt neun Monaten vorgesehen.   

Die Erneuerung des Mischwassersammlers ist aus hydraulischen Gründen erforderlich, da der vorhandene Sammler inzwischen überlastet ist. Außerdem werden durch diese Maßnahme vorhandene bauliche Schäden am Kanal behoben. Der Neubau des Regenüberlaufbauwerks ist notwendig, da der weiterführende Kanal in Richtung Niederscheld ebenfalls überlastet ist und ohne das neue Bauwerk über eine lange Strecke erneuert werden müsste. Durch das Regenüberlaufbauwerk wird die Überlast aus dem Sammler herausgenommen, so dass nicht der gesamte Kanal erneuert werden muss.

Die Rohre für den Sammler werden auf einer Länge von 195 Metern ausgetauscht und dabei rund 45 Hausanschlüsse und Straßenabläufe neu an den Kanal angebunden. Außerdem werden sieben große Schachtbauwerke neu eingebaut. Der Ablauf des Regenüberlaufes wird über eine sogenannte Rohrdrossel mit Schieber mit dem weiterführenden Mischwasserkanal verbunden. Die Entlastung erfolgt dann in die Schelde. Eine Absperrklappe soll einen Rückstau der Schelde in den Mischwasserkanal verhindern. Insgesamt werden beim Aushub 2.500 Kubik Erde bewegt. Im Zuge der geplanten Maßnahme verlegen die Versorgungsträger Stadtwerke, EAM und Telekom neue Ver- und Entsorgungsleitungen.

Die Maßnahme beginnt hinter dem Kreisel in der „Marburger Straße“ ab der Zufahrt zur „Bahnhofstraße“ und endet an der Einmündung „Am Seßweg“. Die Arbeiten finden jeweils unter halbseitiger Sperrung statt. Der Verkehrsfluss wird mit einer Ampelanlage geregelt. Die Zufahrt für die Anlieger ist sichergestellt. Das Gleiche gilt für den Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Oberscheld in der Bahnhofstraße. Ein Ausrücken der Brandschützer bei Alarm ist für die Dauer der Arbeiten sichergestellt. Die Gesamtmaßnahme ist in drei Abschnitte unterteilt – wobei jeweils ein Abschnitt zunächst fertig gestellt wird, bevor der nächste begonnen wird. Der erste Abschnitt beginnt hinter dem Kreisel an der Einmündung der Bahnhofstraße und verläuft bis in Höhe des Sparkassengebäudes. Der zweite Abschnitt schließt sich ab dem Sparkassengebäude an und endet in der Einmündung der Gartenstraße. Der dritte und letzte Teil wird sich dann zwischen der Einmündung der Gartenstraße und der Einmündung Am Seßweg bewegen. Nach Abschluss der Kanalisationsarbeiten wird ein neuer Asphaltbelag aufgebracht. Mit der Umsetzung der Baumaßnahme haben wir die Firma Heinrich Lauber GmbH & Co. KG beauftragt. Diese beginnt mit den Arbeiten am Dienstag nach Ostern und richtet die Baustelle ab dem Kreisel in der „Marburger Straße“ ein. Für die Baumaßnahme ist ein Zeitraum von insgesamt neun Monaten vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf knapp über eine Million Euro, die wir in unser Kanalnetz und in den Hochwasserschutz investieren.

Zahlen zum Kanalbau

Bei der Kanalbaumaßnahme in Oberscheld müssen beim Straßenaufbruch 750 m² Verbundsteinpflaster zuerst aufgenommen und anschließend wieder verlegt werden. 200 m² Bordsteine werden an der Straße rausgenommen und zum Schluss wieder eingebaut. Auf einer Länge von 170 m erfolgt der Erdaushub: rund 2.500 m³ Material fallen an. Alte Rohrleitungen werden durch größere ersetzt, das Gleiche geschieht mit den Schachtbauwerken. Die neu zu verlegenden Kanäle besitzen Durchmesser von 400 bis 1000 Millimeter. Zur Herstellung der Marburger Straße ist geplant, 930 Tonnen Frostschutzschicht, 210 Tonnen Asphalttragschicht, 105 Tonnen Asphaltbinderschicht und 100 Tonnen Asphaltdeckschicht einzubauen.

Verkehrssicherung am oberen Stadthallenparkplatz

Das Bild zeigt einen abgestorbenen Baum

Am oberen Stadthallen-Parkplatz und entlang des Ho-Chi-Minh-Pfads wird das Forstamt Herborn ab dem 29. März aus Verkehrssicherungsgründen mehrere Bäume aus dem Stadtwald entfernen. Dabei handelt es sich überwiegend um Buchen, es sind aber auch Eichen darunter. Die Bäume haben insbesondere durch die letzten beiden Dürresommer solche Schäden davongetragen, dass ein Umfallen auf den Parkplatz, auf den Weg oder in angrenzende Häuser nicht ausgeschlossen werden kann. Die Maßnahme wird einen Zeitraum von mindestens einer Woche in Anspruch nehmen. Für die Dauer der Arbeiten ist der obere Stadthallen-Parkplatz und der Ho-Chi-Minh-Pfad gesperrt.

Schäden durch Trockenheit

Die trockene und warme Witterung der vergangenen Jahre hat bleibende Schäden in Hessens Wäldern hinterlassen. Die ausbleibenden Niederschläge im Sommer können vielerorts durch die Niederschläge im Winter nicht mehr ausgeglichen werden, die Wasserspeicher füllen sich nicht mehr vollständig auf. Unter diesen Niederschlagsdefiziten haben alle Baumarten zu leiden. In den letzten drei Jahren sind bei der Buche als auch bei der Eiche die Auswirkungen dieser Klimaextreme verstärkt sichtbar geworden. Anzeichen hierfür sind u.a. das vermehrte Absterben von Ästen in der Krone, welches als sogenannte Zopftrocknis bezeichnet wird. Auch die vorzeitige Herbstfärbung, der vorzeitige Laubfall und allgemein geringe Belaubung gehören zu den Anzeichen von Trockenstress.

Nach der Trockenheit kommen die Schädlinge

Im späteren Verlauf kommt es durch diesen Stress, ähnlich wie bei der Fichte, zum Befall mit Schadinsekten und Pilzen. Das Besondere an dem genannten Schadverlauf ist, dass dieser nicht nur an einzelnen Bäumen, sondern flächig in ganzen Waldbeständen auftritt. Dabei sind insbesondere auch die steilen Südwesthänge im Bereich des Stadthallenparkplatzes betroffen. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung kommt es hier verstärkt zur Aushagerung im Boden und Schäden an der Rinde der Bäume durch Sonnenbrand. Die Schäden wurden bei einer Baumkontrolle durch das Forstamt Herborn Anfang März festgestellt und sind so umfangreich, dass die Oranienstadt als Eigentümerin jetzt reagieren muss.

Fällungen dulden keinen Aufschub

Absterbende Bäume bergen eine Gefahr für Anwohner, Spaziergänger und Nutzer des Stadthallenparkplatzes.

Für die absterbenden Bäume wird aus Sicht des Forstamtes eine dringende Notwendigkeit der Fällung gesehen, da sie durch ihren Standort und ihrer nicht mehr zu gewährleistenden Standsicherheit eine akute Gefahr für die Benutzer des Stadthallenparkplatzes, der Spaziergänger im Bereich des Weinberges und der Anwohner der angrenzenden Bebauung darstellen. Der Herborner Forstamtsleiter Jochen Arnold dazu: „Die Wälder ragen zum Teil weit in die bebauten Bereiche hinein. Bei kranken Bäumen schreitet die Fäulnis unaufhörlich fort. Gerade an Straßen und Bebauungsrändern können wir keine Risiken eingehen. Deshalb sind diese sehr aufwändigen Maßnahmen immer wieder einmal erforderlich.“ Leider sind bei der bevorstehenden Fällung auch sogenannte Habitatbäume betroffen. Deswegen und weil am 1. März die Brut- und Setzzeit begonnen hat, die Fällung aus Sicherheitsgründen aber keinen Aufschub mehr erfahren darf, hat das Forstamt die Maßnahme mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

Vogelkirsche und Spitzahorn als Ersatz

Im Zuge der Arbeiten werden Stämme der gefällten Bäume im Zuge des Biotop- und Artenschutzes als Totholz im Wald belassen, die dem natürlichen Lauf überlassen werden und so weiterhin vielen Lebewesen wichtigen Raum zum Leben bieten. Das Bild am oberen Stadthallenparkplatz wird lichter. Für die entstandenen Lücken in dem relativ steilen Hangbereich ist eine Ersatzaufforstung mit Baumarten geplant, die für die heimische Vogel- und Insektenwelt besonders attraktiv sind. Hierzu zählen beispielsweise die Vogelkirsche und der Spitzahorn. Durch diese Anpflanzung können hier attraktive Waldränder mit großer Vielgestaltigkeit durch Blüten, Früchten und Herbstfärbung erzielt werden. Gerade die Vogelkirsche und der Spitzahorn kommen natürlicherweise auf trockeneren Standorten vor und sind damit im Hinblick auf den Klimawandel für den gedachten Standort gut geeignet. Die bereits vorhandene Naturverjüngung der Buche und die zum Teil schon vorhandenen Kirschen können in eine Neugestaltung mit eingebunden werden.

Oberer Stadthallenparkplatz für eine Woche gesperrt

Um Verkehrsteilnehmer, Wanderer, Spaziergänger und Anwohner zu schützen, werden die Beschäftigten des Forstamts deswegen die Bäume ab dem 29. März fällen. Der obere Stadthallen-Parkplatz muss aus Sicherheitsgründen für mindestens eine Woche voll gesperrt werden. Auch im Bereich des Ho-Chi-Minh-Pfades sollen im Anschluss der Maßnahme an der Stadthalle Fällungsarbeiten aus verkehrssicherungstechnischen Gründen durchgeführt werden. Daher wird es auch in diesem Bereich zu vorübergehenden Sperrungen kommen. Aus Sicherheitsgründen werden außerdem alle Wanderwege im Bereich des Weinbergs, die im Gefahrenbereich der Fällungsarbeiten liegen, gesperrt. Waldbesuchende haben diese Sperrungen zum Schutz von Leben und Gesundheit unbedingt zu beachten. Das Forstamt Herborn weist außerdem darauf hin, dass durch feuchte Witterung und den Einsatz von großen Maschinen Verschmutzungen oder Beschädigungen der Wald- und Wanderwege auftreten können. Diese werden, sobald die Witterung es erlaubt, nach Abschluss der Arbeiten wieder beseitigt.

Hintergrund

Die Oranienstadt ist Eigentümerin von rund 4.000 Bäumen im bebauten Gebiet und verfügt über einen Waldanteil von über 50 % in der Gemarkung. Sie haftet für die Verkehrssicherheit ihrer Bäume. Verkehrssicher bedeutet, dass von einem Baum keine Gefahr für Dritte ausgeht. Dies gilt auch für Privatleute und demzufolge für Bäume in Privatgärten. Der Eigentümer muss handeln, wenn der Baum augenscheinlich krank ist. Totäste, Pilzfruchtkörper und Faulstellen sind Anzeichen, die auch Laien erkennen können. Bäume an öffentlichen Stellen hingegen müssen regelmäßig kontrolliert werden. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, haftet er für Schäden, die durch den Baum verursacht werden. Um Anwohner*innen und Verkehrsteilnehmer*innen zu schützen, sind von Zeit zu Zeit Baumfällungen erforderlich. „Noch nie sind in Deutschland so schnell so viele Bäume abgestorben wie 2020, konstatiert auch der aktuelle Waldbericht der Bundesregierung. Der Wald ist in seinem schlechtesten Zustand seit Beginn der Erhebungen 1984. Drei Dürrejahre in Folge, der massive Borkenkäferbefall, Stürme und Waldbrände haben nicht nur zum Absterben vor allem der Fichten geführt – auch die Laubbäume leiden. Vier von fünf Bäumen haben lichte Kronen, darunter auch 80 Prozent der Eichen und 89 Prozent der Buchen“ – Quelle: Spiegel-Bericht vom 21.03.2021

Bürgertelefon auch weiterhin besetzt

Smartphone

Unser im letzten Jahr anlässlich der Pandemie eingerichtete Bürgertelefon ist auch weiterhin besetzt. Unter der Telefonnummer 02771/896-444 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen rund um das Thema “Einschränkungen durch die Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung der Corona-Pandemie in Dillenburg” stellen oder sich melden, wenn sie Hilfe bei der Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Medikamente etc. benötigen und diese nicht durch Freunde, Familienmitglieder oder Nachbarn sicherstellen können. Das Bürgertelefon ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr besetzt.

Gelbe Tonnen

Logo des AWLD

Die gelben Tonnen ersetzen ab 1. Januar 2021 den gelben Sack. Hotline für Fragen: Tel. 0800 1015860, E-Mail: kommunal-mittelhessen@knettenbrech-gurdulic.de. Weitere Informationen zur Einführung der Gelben Tonne unter www.awld.de.

Dillenburg sagt „JA!“ zur Bewerbung um die Landesgartenschau 2027

Siegerehrung Logo-Wettbewerb

Mit jeweils 10 Ja- und einer Nein-Stimme haben die drei Fachausschüsse der Dillenburger Stadtverordnetenversammlung am 03.11.2020 ein eindeutig befürwortendes Votum für die Abgabe einer Bewerbung um die Landesgartenschau 2027 formuliert. Unser Parlament wird darüber am 12.11.2020 abschließend abstimmen, damit die Bewerbung rechtzeitig bis zum 15.12.2020 beim Land Hessen eingereicht werden kann.

Vorangegangen war in der Sitzung eine ausführliche Vorstellung der für die Gartenschau erstellten Machbarkeitsstudie durch das Büro Planstatt Senner aus Überlingen am Bodensee. Johann Senner berichtete über Defizite und Potentiale unserer Stadt ebenso, wie über unsere Aushängeschilder und Schmuckstücke. Konkrete Ideen zur Verbesserung des Klimas in unserer engen Tallage, Vorschläge zu Investitionsmaßnahmen bei Gebäuden wie der Stadthalle, dem Lokschuppen, der ehemaligen Jugendherberge auf dem Schlossberg, einer besseren Erlebbarkeit der Dill, der Aufwertung des Bahnhofsplatzes und Überlegungen zur Schaffung zusätzlicher, dauerhafter Angebote im Stadtgebiet stellte der Landschaftsarchitekt ausführlich vor. Eingeflossen sind dabei auch in einem hohen Anteil die Ideen und Vorschläge aus den zahlreichen Bürgerbeteiligungsprojekten wie dem Stadtspaziergang, Infoabend oder aus der Online-Beteiligung. Klar ist aber auch, dass Kosten entstehen. Sowohl in den sechs Jahren vor einer möglichen Landesgartenschau, aber auch im Durchführungsjahr. Investive Maßnahmen erhalten hohe Zuschüsse vom Land Hessen, erfordern aber auch Eigenmittel. Als Turbo der Stadt- und Regionalentwicklung bietet die Landesgartenschau die Chance, in relativ kurzer Zeit ohnehin geplante Projekte umzusetzen oder neue anzustoßen, für die sonst ein längerer Zeitraum benötigt würde und damit die Stadtentwicklung wesentlich nach vorne zu bringen. Zustimmung gab es aus allen Fraktionen mit Ausnahme der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen. Die Mitglieder der Fraktion befürchten nach Abschluss der Veranstaltung rote Zahlen im städtischen Haushalt, die für zusätzliche Belastungen des Bürgers sorgen könnten. Johann Senner brachte es auf den Punkt „In Dillenburg ist das Glas halb voll. Wenn Sie ein volles Glas wollen, müssen Sie den ersten Schritt tun und der kostet Geld.“ Die Präsentation der Fachausschüsse haben wir mit Unterstützung der Freien Evangelischen Gemeinde Dillenburg im Livestream unseres YouTube-Kanals übertragen.

Siegerehrung Logo-Wettbewerb

Außerdem fand in der Sitzung die Siegerehrung zum Logowettbewerb statt. In der Zeit vom 1. bis 20. September haben wir im Rahmen eines Wettbewerbs ein passendes Logo für die geplante Bewerbung um die Landesgartenschau 2027 gesucht. Durch die Unterstützung der Sparkasse Dillenburg konnten wir für die Siegerin Sabine Flöter einen attraktiven ersten Preis (Apple-IPad und ein Paar AirPods Pro) zur Verfügung stellen. Anwesend bei der Siegerehrung war deswegen auch Michael Lehr, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dillenburg. Der Magistrat bewertete alle 44 eingegangenen Logo-Entwürfe, die unter www.dillenburg-direkt.de zusammengestellt sind. Die Zweit- und Drittplatzierten (Arthur Schmidt, Öhringen und Stefan Röger, Herborn) erhielten als Preis eine Dillenburg-Kolter (Decke mit Dillenburger Motiven).